Autoreise Nordspanien

      Unser erster Kontakt zu den Einwohnern: Ich frage eine ältere Frau, die vor ihrem Haus steht, nach unserem Hotel, das wir einfach nicht finden können. Diese ist zunächst etwas ratlos, ruft daraufhin aber ihre Nachbarin, die gegenüber aus dem Haus kommt und unterhält sich kurz mit ihr. Worauf letztere uns kurz warten läst, ihr Auto holt und uns zu unserem Hotel eskortiert. Wir sind überwältigt. Aber so hilfsbereite und selbstlose Menschen haben wir immer wieder gefunden.

      Den nächsten Abend, unserem Hochzeitstag, verbringen wir in einer Pintxos-Bar in der Altstadt.



      Wer’s nicht kennt, Pintxos sind unglaublich leckere Vorspeisen und Häppchen, meist in Form von kunstvoll belegten Baguettescheiben. Man findet darauf alles; Gemüse, Fisch, Fleisch, Wurst und Käse, Ei, Serrano-Schinken, Kaviar, Pilze, aber auch außergewöhnlichere Zutaten. Sie gehören zur kulinarischen Kultur des Baskenlandes und können – je nach Bar – durchaus günstig sein. So haben wir in der Bar Yola Berri für 5 Pintxos 9,00 € bezahlt.



      Weiter geht’s am nächsten Tag vorbei an chillenden Ziegen und Weinbergen, aus denen der frische Weißwein „Txakoli“ kommt, und durch grüne Wälder über Zerautz zunächst nach Getaria.







      Getaria ist ein relativ kleiner und ruhiger Ort mit einem bescheidenen Hafen und liegt auf einer Landzunge, die man der Form wegen „Raton“ (Maus) nennt.



      Oberhalb des Ortes erhebt sich die dreischiffige gotische Kirche San Salvador aus dem 14. Jahrhundert.





      Das Städtchen besitzt einen berühmten „Sohn“, den ersten Weltumsegler Juan Sebastián Elcano (1487-1526). Er ist der einzige Kapitän der Magellansflotte, der sein Schiff heil nach Hause brachte.



      Schön auch hier wieder die engen Gässchen.







      Gute Besserung an Deine Frau, Werner!

      Ihr seid ja schon ein mächtig tourenaktives Pärchen.
      Schöne Bilder, macht Interesse auf mehr und regt an, die Gegend mal selbst abzuklappern.

      Schaun mer amol,die Peninsula steht zumindest schon auf der to-go-Liste... ;o)
      Grüssle Micha

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      Too old to die young!

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      Tolle Bilder und eine tolle iberische Halbinsel.
      Sind gerade noch auf der Heimreise . Bis jetzt schon 6 Wochen mit Wohnmobil und Vespa unterwegs. Quer durch Spanien zur Algarve dann die Westküste Portugals und Spaniens hoch, weiter dem Kantabrischen Gebirge entlang . Den Pico Europa mussten wir wegen schlechtem Wetter auslassen , als Ersatz dann León , Burgos , Pamploma und über die Pyrenäen nach Frankreich zurück. Wir haben tolle Menschen aus diesen Ländern kennengelernt.

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      Go west. Wir fahren am Nachmittag weiter vorbei an Lekeitio, das wir auf der Rückfahrt besuchen werden, umrunden Bilbao und steuern schließlich unser nächstes Ziel an, Samano, einen kleinen Ort, ja ein Dörfchen, nahe Castro Urdiales. Emilio, der Besitzer des „hotel rural“, erwartet uns schon vor unserer neuen Herberge.



      Emilio, ein Herzchen von Mensch, spricht nur spanisch und behandelt uns wie seine besten Freunde, ist immer für uns da und sorgt sich um unser Wohlergehen. Er erklärt uns auch den Weg nach Castro Urdiales.

      Am östlichen Ende der kantabrischen Küste gelegen blickt die Stadt auf eine zweitausenjährige Geschichte zurück, mit der ich euch nicht nerven will; nur soviel sei gesagt: Im Jahr 74 gegründet gehörte der Ort zur römischen Kolonie Flavióbriga und wurde als Fischer-, Walfang- und Handelshafen berühmt. Und noch heute ist das Seeflair das charakteristischste Merkmal der Stadt.





      Ein beliebtes Motiv von Hobbymalern ist die Hafenansicht von Castro Urdiales mit der bedeutendsten gotischen Kirche der Region „Santa Maria de la Asunción“ aus dem 13. Jahrhundert und der mittelalterlichen Burg. Rechts von der Burg und durch eine mittelalterliche Brücke verbunden sieht man die Kapelle Santa Ana.



      Leider blieb uns Santa Maria, in der sich schöne Schnitzereien aus dem 13. Jahrhundert und sogar ein Gemälde des gekreuzigten Jesus von Francisco de Zurbarán befinden, verschlossen.







      Die Burg erhielt 1853 eine Laterne und dient seither als Leuchtturm.





      Kapelle Santa Ana



      Und noch ein paar Eindrücke vom weiteren Spaziergang:













      Und am Ende des Tages eine kühle Erfrischung – und sei`s auch nur für die Füße – an der Playa de Ostende (heißt wirklich so) am Stadtrand.



      Noch mal zu den Menschen und ihrer Hilfsbereitschaft: Angela war wegen einer plötzlichen Vertiefung auf dem Gehweg auf die Straße (mit Verkehr!) gefallen. Zwei Spanier stürzten auf die Straße und hoben sie auf, ein dritter hielt den Verkehr an. Ich selbst konnte gar nicht so schnell reagieren wie diese Menschen gehandelt haben.

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      Der Ausflug am nächsten Tag in die nähere und weitere Umgebung bringt nichts Aufregendes, wenn man mal von der Mischung zwischen Bayern, Irland, Nord-/Ostsee und dörflicher Heide-Idylle absieht. Fahrt einfach mit:










      Wir verabschieden uns von Emilio, es gibt nichts mehr zu entdecken, wir wollen weiter.



      Wir überschreiten die Grenze nach Asturien und ziehen aufs Land. Mestas de Con, unser nächstes Ziel, liegt auf Höhe von Ribadesella idyllisch am Fuße des Pico de Europa. Wenn ich aus dem Fenster schaue denke ich an Bayern.



      Wir wohnen in einer Villa und alles herum lädt zum Chillen ein. Dem können wir nicht widerstehen, und so verbringen wir den ersten Tag in aller Ruhe im Garten.

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      Asturien und Kantabrien sind die einzigen spanischen Regionen, die keinen Wein produzieren. Dafür rühmt man sich eines ganz eigenen Getränks: Der Sidra.



      Ein charakteristischer Durstlöscher Asturiens, der häufiger bestellt wird als Bier. Sie schmeckt wie eine Mischung aus Äppelwoi und dem frz. Sidre., d.h. nicht so sauer, aber auch nicht so süß. Getrunken wird sie vor allem in den darauf spezialisierten Kneipen, den Sidrerias. Das Einschenken gleicht einem fast artistischem Vorgang: Die Flasche wird möglichst hoch über den Kopf und das Glas ganz tief gehalten, damit die Sidra schön schäumt.



      Leider habe ich davon kein Foto. Vorsicht ist allerdings geboten: Sidra hat einen Alkoholgehalt von 7 %, ist also stärker als Bier. Ich habe es gemerkt.
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