Wasserversorgung auf Fuerteventura in desaströsem Zustand

      andy34 schrieb:

      Vielleicht haben sie kein, oder zu wenig Geld um solche Grundlegende Reparaturen durchzuführen?

      Diese Argumente lass ich schon lange nicht mehr gelten (siehe auch in D nie Geld für die Schulen vorhanden ist).
      Die Insel hat Wasserleitungen verlegt , zu Zeiten es noch nicht so viele Touristen gab. War da mehr Geld da?
      Kunden die Wasser beziehen zahlen auch für den Erhalt der Leitungen. Früher hätte man noch mit kurzen Wasser/Stromausfällen rechnen müssen. Heute sollte das nicht mehr sein.
      Am Geld kann es eigentlich nicht liegen, denn die ständig notwendigen Reparaturen und der Verlust des Wassers dürften inzwischen mehr gekostet haben, als endlich mal neue Leitungen zu verlegen. Und wie gesagt, es ist ja nur ein relativ kurzes Stück welches zu erneuern wäre. Die Hotels sind davon nicht betroffen, denn sie haben Wassertanks. Wenn allerdings mehrere Tage das Wasser ausfallen sollte, dann wird es auch dort knapp. Ich sehe es so wie Sparfuchs. Wir leben hier ja auf Fuerte nicht in der dritten Welt!
      Nothing in life ist to be feared. It is only to be understood. (Marie Curie)
      Das gesamte Thema "Trinkwasser auf einer Insel fast ohne Grundwasser" ist sehr interessant und bietet reichlich Stoff für Spekulationen und Vorurteile. Deshalb habe ich mal versucht, etwas mehr darüber zu erfahren:

      Es gibt auf Fuerteventura 85 Meerwasser-Entsalzungsanlagen, davon 78 private und 7 öffentliche.
      Öffentliche:
      Die größte der öffentlichen ist in Puerto Rosario und produziert 36.500 m³ pro Tag. Die 6 weiteren sind in Corralejo 9.000 m³, Caleta de Fuste 4.800 m³, Morro Jable 4.400 m³, Corralejo 4.000 m³, Gran Tarajal 4.000 m³ und Las Playitas 2.900 m³.
      Private:
      Einige der größten privaten Anlagen gehören zu den Golfplätzen. Die beiden Golfplatzbetreiber in Caleta de Fuste produzieren jeweils 3.000 m³ pro Tag. Damit ist auch die Angst unnötig, dass uns die Golfplätze das Wasser wegnehmen.
      Sehr viele der großen Hotels und Urbanisationen haben eigene Entsalzungsanlagen, ebenso wie etliche Firmen.

      Die Bewässerung der Grünanlagen wird überwiegend mit geklärten Abwässern gemacht. In Caleta wird das Abwasser z.B. an verschiedenen Pumpstationen gesammelt und in die zentrale Kläranlage gepumpt. Von dort wird das geklärte Wasser über ein separates Rohrnetz in die Anlagen verteilt. Wenn es also in einer Grünanlage sprudelt, geht kein wertvolles Trinkwasser verloren.
      Offenbar kommt etwas Bewegung in die Sache:

      Die Gemeinde Pajara wird dem Konsortium der Wasserversorgung Fuerteventura CAAF Grundstücke aus kommunalem Bestand zum Bau einer neuen Entsalzungsanlage im Süden zur Verfügung stellen. Damit sollen Mängel und verschiedene Probleme bei der Wasserversorgung des südlichen Gebiets von Fuerteventura aufgelöst werden. Dort soll ein neues "Produktionszentrum" sowie Lager entstehen.

      Auch die Entsalzungsanlage in Gran Tarajal soll ausgebaut werden,
      berichtet diarodefuerteventura.com
      Vielleicht schaffen sie es ja auch dann endlich mal, die von mir erwähnten maroden Wasserleitungen endlich zu erneuern. Alleine in der letzten Woche hatten wir hier wieder zwei Rohrbrüche an der Hauptleitung mit den dazugehörigen "Buddelarbeiten" und Wasserverlust. Ich bin auf jeden Fall froh, dass wir hier in der Gemeinde von Pájara endlich einen neuen Bürgermeister haben. Bislang scheint dieser ja deutlich mehr Engagement als sein Amtsvorgänger zu zeigen.
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