Kartenzahlung erstmals vor Barzahlung in Deutschland 2018

      Das Thema Sicherheit ist ja für Viele eine (zu) hohe Hürde. Ich halte für das größte Risiko tatsächlich die Überweisung und dass man Bargeld verlieren kann! Beides ist dann weg.
      Nicht legitimierte Abbuchungen von Konten und Kreditkarten können zurück geholt werden, Haftungsrisiken bei Kreditkarten s.o. wurden gesenkt. Das oder die Konten sollte man also regelmäßig überprüfen, das schon.

      Ansonsten dürft ihr davon ausgehen, dass unser Staat mit Gesundheitskarte, neuen Führerscheinen und Ausweisen eh schon alles weiß, was ihr so treibt oder nicht. Da ist es mir so was von egal, ob Payback weiß, welches Toastbrot ich kaufe oder welche Exquisa Sorte ich esse.
      Ich bevorzuge auch Barzahlung.

      Okay, wenn ich am Airport auf Fuerte einen Wagen anmiete, lege ich am CICAR-Schalter neben meinem Personalausweis und Führerschein die Visa-Card vor. Dann dauert das Procedere bis zur Schlüsselübergabe höchstens 5 Minuten. Ansonsten benutze ich eigentlich nur meine Bankkarte bei größeren Einkäufen. Aber Zahlungen mit Handy/Smartphone kommen für mich überhaupt nicht infrage.
      @'Bahama :abklatsch:

      Zu den Themen "Ausweis, Gesundheitskarte etc." kann man noch den Stromversorger, Telefonanbieter und unzählige andere dazu nehmen. Da man von meiner Adresse über mein Alter bis zu meiner Schuhgröße eh schon alles von mir weiß, kommt es wahrlich nicht mehr auf meine Vorlieben für Vanillepudding an :)
      Schlimmer geht immer :D
      Da ich mich mit dem Thema ganz gut auskenne, ein paar Anmerkungen zu einigen der Aussagen hier:

      Dagmar schrieb:

      ... auch nach dem Jobwechsel hat sich mein Geldverhalten nicht geändert, ich habe gerne den Überblick über meine Möglichkeiten. Also zur Bank, Geld abheben und bezahlen. Selten kommt die EC-Karte zum Einsatz. Andere Karte habe ich nicht und auch nie benötigt.
      Das klingt ein bisschen so wie der Alkoholiker, der um die Kontrolle nicht zu verlieren, besser keinen Alkohol zu Hause hat. Wer bei Kartenzahlung den Überblick verliert, hat vermutlich den Umgang mit Geld nicht gelernt.

      c1070719 schrieb:

      Die bei stetiger Karten- und Handyzahlung entstehenden Datensätze (wer kauft wo wann was in welcher Kombination wie oft und in welcher Regelmässigkeit mit welchem Gerät) dürften ein Goldschatz für die Zahlungsabwickler sein, an dem z.B. ganz andere Firmen wie Versicherungen oder Preisgestalter bei Supermärkten usw. sehr grosses Interesse haben dürften.
      Das größte Interesse haben die Banken selbst an deinen großen Posten, also Gehalt, Miete, Versicherungen, etc. Keine Ahnung, ob du das auch alles Bar abwickelst. Was soll irgendjemand mit der Information, dass ich jede Woche die gute Markenbutter bei Rewe kaufe, anfangen? Wobei das der Zahlungsanbieter ja überhaupt nicht weiß. Der sieht im Zweifel nur: ah, 23,12 Euro bei Rewe ausgegeben. Und nu?

      Sascha1980 schrieb:

      Und die Banken greifen gut ab. Die Gebühren werden immer mehr.
      Das stimmt so nicht. Die EU hat durch Regulierungen die Gebühren in den letzten Jahren gesenkt. Und Bargeld ist auch nicht kostenlos. Und unhygienisch ist es auch noch. Die größten Kosten entstehen den Händlern/Gastwirten/Unternehmen dadurch, dass sie das Geld bei Kartenzahlung nicht schwarz vereinnahmen können.

      Bahama schrieb:

      Google Pay werde ich nun mit dem Paypal Konto verknüpfen, solange das funktioniert. Paypal selbst wird mit der (kostenlosen) Payback Amexcard abgerechnet.
      Das funktioniert leider nicht. Bei Verknüpfung von PayPal mit Google Pay kannst du nur ein deutsches Bankkonto bei PayPal zur Zahlung nutzen (also für Käufe mit GPay, für alle anderen PP-Transaktionen geht natürlich auch weiterhin KK etc.).

      Bahama schrieb:

      Was kostet mich das an Gebühren mag der ein oder andere fragen: Die bisherige Payback Visacard (wird jetzt abgeschafft) knapp 30€ p.a., rechnete sich aber mehr als selbst. Die Tuicard Gold hat sich 2 Wochen nach Anschaffung mit Gepäck für 2 Flüge und Mietwagen 14=12 schon mehr als doppelt bezahlt, beobachte ich aber zukünftig. Mastercard, Amexcard sind kostenlos, Payback und Paypal eh.
      Ich kann nur empfehlen auf kostenlose Karten umzusteigen. Ich nutze im Ausland oft meine Advanzia Mastercard. Null Gebühren, kein AEE. Damit im easyjet-Flieger in GBP bezahlt und schon ist man deutlich günstiger dabei, als mit den Euro-Preisen.

      Dagmar schrieb:

      Handy irgendwo dran halten - nein. Das ist mir viel zu unsicher,
      Was ist daran unsicher? Was ist an Bargeld sicherer?

      Ganz allgemein: EC-Karten gibt es schon lange nicht mehr. Jedenfalls nicht die, von der hier gesprochen wird. Das ist eine Girocard. "EC" ist ein Markenzeichen von Mastercard, gehört also zu einem Kreditkartenunternehmen. Und insofern gibt es auch wieder EC-Karten, das sind aber Kreditkarten.

      Zum Thema: ich zahle wenn es geht nur kontaktlos mit dem Smartphone. Ist das einfachste und sicherste. Und auch wenn ich mein Portemonnaie zu Hause vergesse, kann ich noch zahlen gehen. Und wenn ich das Smartphone verliere oder es geklaut wird, ist mein Geld immer noch da.

      TachoKilo schrieb:


      Bahama schrieb:

      Google Pay werde ich nun mit dem Paypal Konto verknüpfen, solange das funktioniert. Paypal selbst wird mit der (kostenlosen) Payback Amexcard abgerechnet.


      Das funktioniert leider nicht. Bei Verknüpfung von PayPal mit Google Pay kannst du nur ein deutsches Bankkonto bei PayPal zur Zahlung nutzen (also für Käufe mit GPay, für alle anderen PP-Transaktionen geht natürlich auch weiterhin KK


      danke für den Hinweis, soweit war ich ja noch nicht. Das muss man eh mal beoachten wie die Ehe GooglePay Paypal weiter geht.

      Hast Du ein Revolut Konto ?

      TachoKilo schrieb:

      Da ich mich mit dem Thema ganz gut auskenne, ein paar Anmerkungen zu einigen der Aussagen hier:

      Dagmar schrieb:

      ... auch nach dem Jobwechsel hat sich mein Geldverhalten nicht geändert, ich habe gerne den Überblick über meine Möglichkeiten. Also zur Bank, Geld abheben und bezahlen. Selten kommt die EC-Karte zum Einsatz. Andere Karte habe ich nicht und auch nie benötigt.
      Das klingt ein bisschen so wie der Alkoholiker, der um die Kontrolle nicht zu verlieren, besser keinen Alkohol zu Hause hat. Wer bei Kartenzahlung den Überblick verliert, hat vermutlich den Umgang mit Geld nicht gelernt.

      Dagmar schrieb:

      Handy irgendwo dran halten - nein. Das ist mir viel zu unsicher,
      Was ist daran unsicher? Was ist an Bargeld sicherer?


      Du langst aber ganz schön zu mit Deiner ersten Aussage (übrigens Dein erster Beitrag hier - muss ich nicht verstehen?) - Du kennst mich nicht und weisst nicht, wie ich mit Geld umgehe. Wenn man wenig Geld hat, muss man damit umgehen können, sonst hat man ein Problem. Wenn man mit steigendem Gehalt nicht mehr ausgibt, heisst das nicht, dass man es nicht tut weil man nicht damit umgehen kann - vielleicht ist es einfach so, dass man nicht mehr konsumieren muss, schon mal darüber nachgedacht? Man hat gelernt, dass man nicht alles kaufen muss, was man sieht und das "Haben" eben nicht alles ist - es gibt auch noch ein "Sein". Und dafür braucht man kein Geld. Ich empfehle das gleichnamige Buch von Erich Fromm.

      Und ja, Handyzahlung ist unsicher. Du bist ganz schön unkritisch dem gegenüber. Schon mal gehört, dass man mit etwas krimineller Energie Daten gut abfischen kann? Sicher? Träum weiter.

      Einen schönen Tag wünsche ich noch.
      Ohne hier in die tiefen der IT einzusteigen (was ich als Nicht-ITler auch gar nicht kann), ist für mich die Bezahlung per Smartphone sicherer als Bargeld oder Kreditkarte. Geübten Dieben gelingt es, beides zu klauen, ohne dass ich es unbedingt mitbekommen muss.

      Mein Smartphone kann ich absichern: neues Betriebssystem, regelmäßige Sicherheitsubdates, Zwei-Faktor-Authentifizierung etc. etc.

      Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er nach wie vor mit Bargeld hantiert, Karten benutzt oder sein Smartphone einsetzt.
      Schlimmer geht immer :D

      Dagmar schrieb:

      Wenn man wenig Geld hat, muss man damit umgehen können, sonst hat man ein Problem. Wenn man mit steigendem Gehalt nicht mehr ausgibt, heisst das nicht, dass man es nicht tut weil man nicht damit umgehen kann - vielleicht ist es einfach so, dass man nicht mehr konsumieren muss, schon mal darüber nachgedacht?
      Aber das hat doch mit der ursprünglichen Aussage von dir nichts zu tun. Es ging doch um Barzahlungen, um den Überblick zu behalten. Ich habe etliche Debit- und Kreditkarten und habe einen exakten Überblick über meine Finanzen. Klar, könnte ich mich locker um mehr als ein Jahresgehalt verschulden, wenn ich alle Kreditlinien ausnutzen würde. Aber nur weil ich soviel Geld ausgeben könnte, heißt das ja nicht, dass ich das auch mache. Ich kann auch mit 5 Kreditkarten im Portemonnaie kein Geld ausgeben.

      Dagmar schrieb:

      Und ja, Handyzahlung ist unsicher. Du bist ganz schön unkritisch dem gegenüber. Schon mal gehört, dass man mit etwas krimineller Energie Daten gut abfischen kann? Sicher? Träum weiter.
      Mit "etwas krimineller Energie" klaut man dir auch dein Bargeld. Und dann?
      Handyzahlung ist im Grunde genau so sicher oder unsicher wie Kartenzahlung. Denn das Handy macht ja auch nichts anderes, als der NFC-Chip in der Karte. Ich wüsste gerne was die konkreten Bedrohungsszenarien sein sollten, die es mit Bargeld nicht bzw. nicht in ähnlicher Weise gibt?

      Ich merke, ich habe bei dir einen Nerv getroffen. Das wollte ich nicht. Ich finde wie ursprünglich gesagt nur die Aussage merkwürdig: "ohne Bargeld behalte ich nicht/nur schwer den Überblick über meine Finanzen". Klingt halt für mich so, als würde man unweigerlich mit einer Kreditkarte die Kontrolle verlieren oder mehr Geld ausgeben als ohne.

      @Bahama: Revolut habe ich nicht, da habe ich keinen konkreten Anwendungsfall, wo die Karte mir einen Vorteil verschaffen würde.
      @TachoKilo

      ich habe vor Ewigkeiten mal im Call-Center einer Bank gearbeitet (das war dort, wo ich so wenig Geld verdient habe, ironischerweise), dort konnte man bei vielen Kunden sehen, wohin es führt wenn man den Überblick verliert - und gleichzeitig auch, wie wichtig Konsum den Menschen ist. Viele waren hochverschuldet, mussten sich aber immer noch weiter nutzlosen Kram bestellen. Ich weiss nicht wofür man das alles braucht. Hätten die mit Bargeld bezahlen müssen, wäre das eben irgendwann weg gewesen. So haben sie sich immer tiefer in die Miesen reingeritten, Dispo überschritten oder noch schlimmer.

      Klauen kann man natürlich alles aus den Taschen der Menschen. Wenn man es schafft, unbemerkt zu bleiben. Datenklau passiert allerdings immer unbemerkt. Insofern unsicher.

      Dagmar schrieb:

      Viele waren hochverschuldet, mussten sich aber immer noch weiter nutzlosen Kram bestellen. Ich weiss nicht wofür man das alles braucht. Hätten die mit Bargeld bezahlen müssen, wäre das eben irgendwann weg gewesen. So haben sie sich immer tiefer in die Miesen reingeritten, Dispo überschritten oder noch schlimmer.
      Das stimmt leider wohl, allerdings kann man das eben nicht pauschalisieren. Ich habe eine meiner Kreditkarten auch schon mal für 2 oder 3 Monate auf Teilzahlung stellen lassen, weil eine (notwendige) größere Ausgabe anstand. Da die Zinsen bei der Kreditkarte niedriger waren, als mein Dispozins, war das halt besser für mich. Aber ja, es gibt sicherlich viele Menschen die den Überblick verlieren und mehr Geld ausgeben als sie haben. Ist aber halt etwas was man lernen kann. Meine Tochter hat seit sie 7 Jahre alt ist ein eigenes Bankkonto mit Girocard und (Prepaid-)Kreditkarte. Jetzt kurz vor der Volljährigkeit weiß sie wie man mit Geld umgeht, egal ob bar oder unbar. Ich fand es nützlich ihr das beizubringen, damit es ihr möglichst nicht so ergeht, wie von dir oben skizziert. Und ja: auch bei ihr hatten wir die Situation, dass mal eine Lastschrift geplatzt ist (mangels Deckung). Das ist ihr aber nie wieder passiert. Insofern würde ich sagen: Lektion gelernt.

      Dagmar schrieb:

      Datenklau passiert allerdings immer unbemerkt. Insofern unsicher.
      Und wenn dein Portemonnaie mit Perso und Girocard geklaut wird? Dann sind deine Daten auch weg. Klar, können Daten in der digitalen Welt abhanden kommen, allerdings muss man doch so ehrlich sein, dass wir auch ohne Smartphone unsere Daten nur selten unter Kontrolle haben. Oder weißt du, wie der Otto-Versand, deine Bank oder die Schufa deine Daten schützt? Hoffentlich gut genug, aber Kontrolle hast du darüber nicht. Ansonsten kann ich dir aber auch sagen: ich bin so unbedeutend, dass sich vermutlich keiner für meine Daten interessiert. Aber ich habe schon gemerkt, dass sich die meisten anderen Menschen für so wichtig halten, dass sie sogar von der NSA ausspioniert werden. ;)

      Neu

      @TachoKilo :abklatsch:

      @Dagmar Wenn man mir mein Bargeld klaut, ist es ein für alle mal weg und keiner ersetzt es mir. Wenn man meine Kreditkarte klaut und damit an mein Geld will, ist es abgesichert und ich hafte nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit (die bei Diebstahl nicht besteht). Zudem kann man sich mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung ganz gut absichern, so dass mit einem Abgreifen meiner Daten noch keiner an mein Geld kommt. 100%ige Sicherheit wird es nirgendwo geben.
      Schlimmer geht immer :D

      Neu

      Und wenn dein Portemonnaie mit Perso und Girocard geklaut wird? Dann sind deine Daten auch weg
      Stimmt - vor allem wenn im Portemonnaie noch mehr drin ist, wie z. B. Führerschein, Kfz-Papiere etc. (kenne da einige Pappenheimer :) ) - deshalb hab ich nicht alles in einem "Behältnis"

      Zum Thema: ich benutze Bargeld und EC-Karte etwa in gleichen Umfang, Kreditkarte bisher nur für Reisebuchungen und Zahlungen über Paypal - Handy (bis jetzt zumindest) noch gar nicht

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      Bis Du Verkäufer bist und der Käufer z.b. behauptet, das Du ein leeres Paket versendet hast oder Du Geld per Paypal Friends bekommst und der Empfänger dann später behauptet, er hat die Zahlung nicht genehmigt. (Hack)
      In beiden Fällen ist Ware & Geld weg! Deshalb mein Ratschlag, Finger als Verkäufer davon lassen. Habe schon 2x vor Gericht deshalb gestanden. Zwar recht bekommen, weil Paypal vorm BGH 2017 wegen dem Käuferschutz ne Klatsche bekommen hat, aber der Stress ist mega nervig.
      Das Versandrisiko geht übrigens immer auf den Käufer über! Nur am Rande, für das kurze OT.
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