Eure erste Reise nach Fuerteventura, Kanaren oder überhaupt nach Spanien

      Eure erste Reise nach Fuerteventura, Kanaren oder überhaupt nach Spanien

      Hallo!

      Anlässlich des Thread von fuertetom über seinen erstmaligen Aufenthalt auf Fuerteventura frage ich doch mal so in die Runde, wie und wann ihr so dazu gekommen seid, nach Fuerteventura oder überhaupt auf die Kanaren zu reisen.

      Ich habe 2005 im Alter von 26 Jahren Pauschalreisen für mich entdeckt und war zunächst zwei Mal auf Mallorca (in Paguera).
      Am 19. Februar 2007 landete ich dann mit Fuerteventura erstmalig auf den Kanaren (mit Air Berlin von TXL kommend und in NUE umsteigen).
      Der Grund für ausgerechnet diese Insel war einzig und allein die Kenntnisnahme über die ”American Star“, denn ein solch großes Wrack wollte ich unbedingt mal live sehen, weil ich so einen Anblick noch nicht kannte.
      Ich ärgere mich heute noch darüber, dass ich nicht viel früher von dem Wrack erfahren habe (wenigstens zwei Jahre), denn 2007 hatte der verbleibende Bug auch schon über 45 Grad Schräglage und sämtliche Aufbauten waren schon weg.
      Und weil Fuerteventura aber sehr schön war, folge 2009 ein zweiter Besuch und vor wenigen Wochen der dritte (aber nur weil für La Gomera keine Plätze frei waren).
      Nun kam auch mein Ziel, alle anderen Kanaren zu bereisen, um zu erfahren, ob und wie unterschiedlich die Inseln sind.
      2011 erstmalig Gran Canaria (und 5 mal insgesamt), 2015 der erste von bisher zwei Besuchen auf Teneriffa und 2018 erstmalig Lanzarote und La Palma.
      Insgesamt also 12 Besuche auf den Kanaren von jeweils 7 bis 10 Tagen, alle mit Flugzeug.
      Ich habe die Kanaren bisher nur von November bis Februar kennengelernt und habe keine Vorstellung, wie es Wetter- und Besuchsmässig im Sommer so dort zugeht.
      Nächstes Ziel sind natürlich La Gomera und auch El Hierro, aber vielleicht doch erstmal wieder Lanzarote (einschließlich erstmaligen Besuchs von La Graciosa).
      Ein Leihwagen ist immer Pflicht und ich habe schätzungsweise 9.000 km Fahrpraxis auf den Kanaren.

      Dauerhafter Aufenthalt? Weiß ich noch nicht. Ich bin jetzt erstmal damit zufrieden, dass ich die Möglichkeit habe, zwei Mal im Winter für je eine gute Woche (einmal November, dann nochmal Februar) immer der Reihe herum eine andere Insel besuchen zu können, je nachdem zu welcher ich gerade Lust habe.
      Einen Langzeiturlaub über den Winter von Deutschland weg, sobald ich die Zeit am Stück habe, könnte ich mir auch schon viel eher vorstellen, als gemeldeter Residente zu werden (also mehr als zwölf Wochen müssen auch nicht sein).

      Meine erste Einreise überhaupt nach Spanien erfolgte übrigens auf dem Landweg am 16. Oktober 1995. Ein paar Freunde meiner Eltern besaßen ein Haus in Benicarló (Provinz Castellón de la Plana) an der spanischen Mittelmeerküste. Vom Sauerland (wo unsere Freunde damals wohnten) bis dorthin sind es 1700 km, die wir mit zwei Autos in 17 Stunden abgerissen haben. Nachts um eins los und Abend um sechs angekommen.
      Die Einreise erfolgte über den Grenzübergang von Perpignan (Frankreich) kommend in Richtung Girona und weiter nach Barcelona. Aufgrund der Tatsache, dass die Durchfahrt an der Grenze mit der Videokamera gefilmt wurde, weiß ich heute auch nach Vergleich mit Google Street View, dass wir nicht über die Autobahn A9 (Frankreich) bzw. AP-7 (Spanien) eingereist sind, sondern über die parallel verlaufende Landstraße durch das französische Le Perthus und das spanische La Jonquera. Keine Ahnung warum. Die Autobahn gab es doch meines Wissens damals schon.

      Mein Traum wäre ja mal des Erlebnis wegen, mit Auto und Schiff auf die Kanaren zu reisen oder in Gegenrichtung.
      Dürfte sich ja heute bei den ausgebauten Straßen und Autos mit Tempomat bestimmt angenehmer und entspannter fahren als damals vor 24 Jahren. Schon allein, um diese Tour, die wir 1995 gemacht haben, nochmals zu erleben. Vielleicht kennt ja jemand, der jemanden kennt, der auf die Kanaren ziehen will und jemanden sucht, der das Auto wieder zurück fährt (oder das ganze andersherum, oder was auch immer).

      Gruß!
      Christian
      1997 war ich das erste Mal auf Fuerteventura um eine Freundin zu besuchen, die dort arbeitete(Hotel Solyventura). Seither fas jedes Jahr, zuerst immer in den Sommermonaten 14 Tage, seit 2006 über Weihnachten und Silvester. Da haben wir angefangen mit einer Woche, jetzt sind wir bei fast vier Wochen angekommen. Die Ruhe tut einfach gut, wir sind immer im Bahia Calma und fühlen uns dort einfach zu Hause. Wenn es klappt, sind wir dieses Jahr auch wieder im Juni 12 Tage da. Wir haben fast alles auf der Insel gesehen, da wir auch oft mit dem Auto unterwegs sind. Die American Star gehört dazu. Aber es gibt immer wieder mal was neues und uns ist nie langweilig.
      Das finde ich gut! Gerne würde ich etwas über die Ursprünge des Reiseverhaltens hier im Forum lesen, und auch, wie es war, früher zu reisen. Ich bedaure ja oft, dass ich manche Reiseziele erst so spät entdeckt habe, als alles schon so gut ausgebaut war und der Flair der ersten Tage schon längst vorbei war (z.B. Ibiza oder eben auch Fuerteventura).

      Ich selber kam zu Spanien wie die Jungfrau zum Kinde. Im Jahre 1985, als ich mit 18 Jahren meine Lehre machte, war klar, dass ich nicht mehr mit meinen Eltern verreisen würde, allein deswegen, weil ich nicht zum gleichen Zeitpunkt Urlaub bekam. Also musste ich mir etwas ausdenken. In den Achtzigerjahren war das Reiseziel für mich eigentlich klar: England. Möglichst London - das Mekka aller New Waves, Gothics und anderen ausgefallenen Gestalten, Wiege meiner Musik und (so hoffte ich) Shoppingmekka für meine Mode. Meine Mutter war aber strikt dagegen. Aus irgend einem Grund befürchtete sie, dass ich in England irgendwie auf die schiefe Bahn geraten könnte, oder den englischen Jungs zum Opfer fallen, was weiss ich.

      Sie suchte mir ein alternatives Reiseziel aus. Da sie aber wenig Ahnung hatte, war das Ergebnis (im Nachhinein betrachtet) eine viel grössere "Gefahr" für einen Teenager mit 18 Jahren. Ihr glaubt es nicht - ich sollte für eine Woche nach Lloret de Mar :D - das hatte ihr eine Bekannte empfohlen, die eine Reise dort hin für einen jungen Menschen als passend erachtete.

      Da ich nicht bezahlen musste, habe ich mich damit einverstanden erklärt, und ich war auch offen, etwas anderes auszuprobieren, Hauptsache von zu Hause weg. Es war übrigens zudem meine erste Flugreise, und dazu noch ganz alleine. Keiner konnte mir vorher sagen, was mich da erwartete, da auch keiner bisher eine Flugreise unternommen hatte. Der Check-In am Flughafen war insofern auch noch eine ganz eigene Geschichte.

      Na ja, man kann es sich denken, Lloret de Mar war damals noch nicht ganz so gross, aber schon ein bekanntes Partymekka, und es waren jede Menge ENGLÄNDER da, mit denen ich über England sprechen und in die Discos gehen konnte - Komasaufen gab es damals noch nicht, aber es wurde schon gut gefeiert. Mir hat alles gefallen - nicht nur die Partytempel, sondern wirklich alles. Tagsüber war ich viel in der Gegend an der Küste unterwegs. Das mediterrane Klima, die Landschaft, das Essen, die Atmosphäre abends, wenn immer noch alle Läden auf sind, die lauen Nächte...das war alles neu für mich, ich war gewohnt an das graue Ruhrgebiet, wo damals noch alles hinter verschlossenen Türen stattfand - die Biergartenkultur, so wie wir sie heute im Sommer kennen, war ja erst mal in den Kinderschuhen bei uns. Dieser Zauber der mediterranen Abende hat sich bei mir bis heute gehalten.

      Ich denke, das war der Beginn meiner Leidenschaft für Spanien. Fuerteventura kam dann viel später, erst Anfang der 2000er, weil ich mich nach Jahren von Urlauben in Grossbritannien an das mediterrane Flair in Lloret erinnerte - und ich mal wieder etwas Wärme und chillige Abende in netten Strandbars haben wollte. Meinen ebenfalls anglophil veranlagten damaligen Lebensgefährten zu überzeugen, war nicht leicht. Corralejo wurde es dann, aber das ist eine ganz andere Geschichte ;) .
      @Dagmar Durch Deinen interessanten Bericht ist mir mein Tripp nach Lloret wieder in Erinnerung gekommen, ich glaube es war 1988 oder 1989. Zusammen mit meinem Bruder und einem guten Freund habe ich ein unschlagbares Angebot gebucht, eine Busreise inkl 7 Übernachtungen + Frühstück für 180 DM pro Person. Dreibettzimmer (war ne richtige Siffbude), auf das Frühstück haben wir nach dem 1. Tag verzichtet. Kann mich nur noch an viele Engländer erinnern, die mal so richtig aufgedreht haben. Ansonsten habe ich aus diesem Tripp vieles verdrängt, man war halt jung und brauchte den Spaß :)
      … mein erster Trip nach Spanien liegt schon eine Ewigkeit zurück! 1977 ging es das erste Mal nach Ibiza, genauer gesagt nach Playa Talamanca in das Hotel Player Real. Ein Jahr später folgte dann schon mein erster Besuch der Kanaren auf Gran Canaria.
      Ich kann mich noch gut daran erinnern das es damals das angesagteste Urlaubsziel war und besonders die Disco „Pasha“ in Playa de Ingles
      war Treffpunkt aller Nachbarn aus Deutschland
      1982 war ich dann das erste Mal auf Fuerteventura! Es war meine Hochzeitsreise und wir wohnten in einer Alltours – Anlage in Esquinzo.
      Ich war sofort von diesen endlosen und (damals noch) unberührten Stränden begeistert. Es entwickelte sich eine echte Liebe zu dieser Insel und seit 40 Jahren bin ich, bis auf wenige Ausnahmen, mindestens einmal im Jahr dort.
      Obwohl ich sehr viel von dieser Welt gesehen habe, viele Länder (beruflich) bereist habe, zieht es mich doch immer wieder nach Fuerteventura…
      solo un gato muerto es un buen gato...

      quepassa schrieb:

      Obwohl ich sehr viel von dieser Welt gesehen habe, viele Länder (beruflich) bereist habe, zieht es mich doch immer wieder nach Fuerteventura…

      So ähnlich geht es mir auch, wenn auch nicht direkt auf Fuerteventura bezogen, aber auf die Kanaren. :)
      Ich war in Neuseeland, Finnland, Griechenland, Schweden, habe Kreuzfahrt im Mittelmeer gemacht. Auf die Türkei (wo ja auch viele hinreisen) habe ich gar keine Lust, Karibik oder Amerika auch nicht. Mit Marokko, Tunesien oder Ägypten fange ich gar nicht erst an.
      Es zieht mich immer wieder auf die Islas Canarias. :Can:

      quepassa schrieb:

      … mein erster Trip nach Spanien liegt schon eine Ewigkeit zurück! 1977 ging es das erste Mal nach Ibiza, genauer gesagt nach Playa Talamanca in das Hotel Player Real.


      Ibiza! ^^

      Ibiza kam nun ganz zuletzt vor ein paar Jahren aus einer "Strandlaune" in Corralejo (ja, im Urlaub schon den nächsten Urlaub geplant!) bei uns dazu - Playa Talamanca auch, anderes Hotel - genau da bereue ich sehr, dass ich nicht schon viel früher dort hin bin...die Atmosphäre ist aber immer noch gut, denn z.B. die Altstadt kann man ja nicht so verbauen wie es auf den Kanaren leider gemacht wurde. Weltkulturerbe halt. Das Problem dort ist, dass es dort unter Umständen sehr teuer werden kann, je nachdem was man machen möchte (gottseidank bin ich kein Discogänger mehr! 75€ für DJ David Guetta im Pacha erscheint mir irgendwie komplett abgehoben). Aber man kann super gut shoppen, schöne ausgefallene Läden und Märkte, das gibt es auf Fuerteventura nicht. Die Abende sind "lauer", auf Fuerteventura ist es abends mitunter richtig kalt. Dafür gibt es auf Ibiza eben diese Strände und das Meer in der Form nicht - das Mittelmeer erinnert mich meist mehr an einen plätschernden See. Ich liebe die tosenden Wellen, die oft auf Fuerte reinkommen, z.B. in Ajuy könnte ich mir das stundenlang ansehen.

      Dazwischen haben wir auch mehrfach Tunesien und Marokko gerne bereist, das ist wieder eine ganz andere Sache, auch ganz wunderbare Destinationen, es gibt soviel zu sehen, Marrakesch z.B. ist wirklich wie aus 1001 Nacht, und die Märkte...ein Traum.

      Die Türkei kenne ich noch gar nicht. Leider hat man ja auch nicht soviel Urlaub, dass man alle diese Reisen unternehmen kann ;)

      @surferking

      ich glaube meine Reise hat 295DM oder so gekostet - auch kleines Hotel, ich glaube familiengeführt, ich hatte das Glück, ein Zimmer mit einem Fenster zur Fussgängerzone raus zu bekommen. Sehr stimmungsvoll fand ich das damals - morgens Fensterladen auf und runterschauen, wie die Obsthändler ihre Auslagen bestücken.

      Das Essen im Hotel...naja. Gewöhnungsbedürftig. "Rote Salami" kannte ich damals gar nicht...und lauwarmes Hühnchen zum Abendessen :D … und zum ersten Mal Olivenöl ohne Ende. Ich kannte von zu Hause ja nur gutbürgerlich deutsch. Heute liebe ich das spanische Essen.
      Dann will ich auch mal. Das erste Mal Spanien war bei mir mit 4 Jahren 1971. Mit meinen Eltern in Palamos auf dem Campingplatz Cala Gógó (gibt's heute noch). Nach dem mir mein Vater einen ganz kleinen Einsiedlerkrebs gezeigt hat, hat mich keiner mehr ins Wasser bekommen :) Es folgten viele Jahre Urlaub auf Camping Pola in Tossa de Mar. Meine erste Flugreise ging 1976 über Ostern nach Mallorca. Es folgten weitere Urlaube in Tossa de Mar und Tamariu an der Costa Brava. Dann ging es 2 Jahre in Folge nach Ibiza in den Club Cala Pada in der nähe von Santa Eulalia.

      Dann folgte eine längere Spanien Pause. Mit meiner damaligen Freundin (heute Frau) und meinem VW Käfer ging unser zweiter gemeinsamer Urlaub wieder nach Tossa de Mar. Insgesamt waren wir 3 Jahre in Folge dort. Anschließend ging es ein Jahr nach Altafulla (Camping Tamarit) und das Jahr danach 20km weiter nördlich auf den Park Playa Bara.

      Mit einem zuerst geliehenen und dann einem eigenen VW Campingbus ging es viele Jahre durch Spanien. In diesen Jahren wechselten wir alle paar Tage den Standort. Wir sind in dieser Zeit bis Oliva als südlichstem Standort gekommen.

      1995 verspätete Hochzeitsreise nach Fuerte ins Sol Jandia Mar. Es war ein schrecklicher Urlaub. Fuerte hatten meine Eltern uns empfohlen. Was soll ich auf dieser fürchterlichen Insel. Nie wieder!!!

      Wir entdeckten Lanzarote und waren fasziniert. 1999 ging es dann doch wieder nach Fuerte. Zusammen mit meinen Eltern. Grund war aber mein erneuter Einstieg ins Gerätetauchen. Damit war ein halber Tag weg und so konnte man es auf Fürchterlichventura aushalten. Die top Verpflegung im damaligen RIU Maxorata tat ein übriges dazu. Diese Urlaube (im Herbst) gingen bis 2009. Da habe ich dann das Tauchen wieder aufgegeben und auch zusammen mit den Eltern wollte es nicht mehr so klappen. In dieser Zeit habe ich aber die Liebe zu Fuerte entdeckt. Es hat gedauert. Sehr lange, bis ich auf Fuerte eine gewisse Schönheit entdeckt habe. Aus meiner Sicht auch eine Frage des Alters.

      Parallel waren wir als kleine Familie im Sommer viele Jahre hintereinander auf Teneriffa. 2015 kam dann eine Woche Gran Canaria über Ostern hinzu. Da waren wir bisher 4 mal. 2015 /16 / 17 waren wir im Sommer je eine Woche in Torremolinos und Tarifa. In Tarifa zum Whalewatching. Nach meinem Tauchausstieg immer mal wieder eine Woche Fuerte in den Herbstferien. Auf Mallorca waren wir auch mehrfach als Pärchen und auch als Familie.Das sind so meine Erfahrungen mit Spanien. Andere Länder habe ich eigentlich wenig bereist. Da wäre das damalige Jugoslawien, Ägypten als Tauchziel (8 mal) und auch als Rundreise (2 mal), Kenia (2 mal), Israel (2 mal).

      Jetzt, wo unser Sohn nicht mehr mit uns verreisen will (Oktober 2018 das erste mal alleine; 1 Woche Jandia, Alameda), wollen wir unser Spektrum etwas erweitern. Im Mai geht es daher das erste mal auf Kreuzfahrt, im Oktober das erste mal nach Zypern. Ich bin gespannt.

      Wir haben bisher 2 Ägyptenrundreisen unternommen. Die waren beeindruckend. Ansonsten stehen islamische Länder definitiv nicht auf der Liste. Aber es gibt ja noch genug andere Ziele.
      Soweit erst mal meine Reisegeschichte mit Fokus auf Spanien.
      Viele Grüße, Markus

      -el loco del barco :)

      Generation111 schrieb:

      Es folgten weitere Urlaube in Tossa de Mar und Tamariu an der Costa Brava.

      Tossa war mein erstes Ziel in Spanien 1977 mit dem Auto! Schee wars in der Villa Vella! :abklatsch:
      Diese meine Meinung ist vollkommen subjektiv und kann nicht als Allgemeingültig angesehen werden. Das Lesen meiner subjektiven Meinungsäußerung ist nicht gesundheitsgefährdend und verstößt gegen keine Forumsregeln; Nebenwirkungen sind unbekannt aber nicht ausgeschlossen.
      Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! :nw:
      :cool:
      Nun, da die Frage ja nach Fuerteventura, Kanaren oder überhaupt nach Spanien gestellt worden ist, fange ich mal in der tiefen Historie an ;)

      Erstmals war ich 1971 mit Eltern und Oma auf Mallorca, der zweite Auslandsurlaub überhaupt (der erste war an italienischen Riviera, An- und Rückreise mit dem Zug im Liegewagen). Von diesem Mallorca-Urlaub ist u. a. das schlechte Hotelessen in Erinnerung geblieben und die Tatsache, dass man (in diesem Fall jeweils die Kinder) sich vor dem Speisesaal rechtzeitig anstellen musste, damit man an einem Tisch gemeinsam als Familie essen konnte.

      Das nächste mal nach Spanien ging es dann 1975 mit dem Bus nach Calella. Schon auf der Hinfahrt bildete sich eine schöne "Clique" von vier Familien mit Kindern/Jugendlichen. Abends war die Jugend meist zunächst allein unterwegs, zu einer verabredeten Uhrzeit trafen sich dann alle wieder, meistens in einer Kneipe "Bei Pedro".

      1979 war dann Lloret de Mar angesagt, das erste Mal allein mit dem Flugzeug, danach in den nächsten Jahren noch mehrmals mit dem Bus nach Calella, einmal nach Pineda de Mar und 1989 nach Salou.
      Um mal langsam in die Nähe der Kanaren zu kommen ;) - nach 1971 war Mallorca bei mir nochmals 2004 dran (wieder zusammen mit meinen Eltern), dazwischen 1988 Ibiza und 1998 Menorca.

      Als die Planung für den noch vorhandenen Resturlaub 1992, der bis Ende April 1993 angetreten werden musste anstand, fiel die Wahl auf Fuerteventura. Meine Mutter wollte, solange es ihre Wirbelsäule erlaubte, noch etwas sehen, mein Vater war nicht so für "Erlebnisreisen", so kam es dann, dass meine Mutter und ich Ende April 1993 nach Fuerte geflogen sind. Die Anfänge des Tourismus auf Fuerte habe ich so natürlich nicht mitbekommen, aber es war doch noch einiges anders als es heute ist.

      Den ersten Schock gab es gleich nach der Landung beim ersten Kontakt mit dem Reiseleiter, das gebuchte Appartement in Corralejo war überbucht. Als Ausweichquartier konnten wir zwischen Club Twendorado und Hotel Dunapark auswählen, die Wahl fiel auf das Dunapark, und es war eine gute Wahl. Damals sehr schönes, nicht zu großes Hotel, angenehm ruhig, nah zum Ortszentrum und mit hervorragender Verpflegung.

      Zur Erkundung der Insel mieteten wir uns vor Ort einen Seat Marbella und beachteten natürlich den Hinweis des Reiseleiters (nein, nicht den auf die richtige Autovermietung ;) ), der meinte, Parkverbote solle man beachten, denn das könne die Polizei kontrollieren. Mit der tollen Kiste machten wir die Insel unsicher und lernten innerhalb der zwei Urlaub schon einiges von Fuerte kennen. Die Straßen waren zwar schon soweit asphaltiert wie heute auch, allerdings längst nicht so gut ausgebaut, angepasst an die ortsübliche Fahrweise zeigte der Tacho aber trotzdem oft so zwischen 110 und 120 km/h an (s. Hinweis des Reiseleiters).

      Corralejo war 1993 noch ziemlich überschaubar, die Hauptbebauung fing erst ca. auf der Höhe des ehemaligen Hotels Brisamar an. Es gab alles für Touristen notwendige im Ort, aber alles noch recht gemütlich und nicht überlaufen.

      Jedenfalls hatte mir Fuerte so gut gefallen, dass ich im gleichen Jahr im Oktober schon wieder auf der Insel war. 1994 und 1996 ging es dann nach Gran Canaria, 1995 nach Teneriffa, 1997 über Karneval eine Woche nach Lanzarote und im April wieder nach Fuerte. 1998, 1999 und 2000 auch wieder nach Corralejo, ab 2003 dann nach Costa Calma, das mir inzwischen besser gefiel als Corralejo. 2002 war zwischendurch mal die Costa de la Luz angesagt, ab 2004 dann aber jedes Jahr Fuerte, ab 2010 auch zweimal im Jahr.

      Andere Länder innerhalb Europas waren natürlich auch noch dabei, aber das ist ein anderes Thema. Zum Schluss noch ein paar Fotos von damals, eingescannt von den Abzügen.










      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)
      Schöner Bericht, @ennis , und von allen anderen natürlich auch.

      Von dem Peñitas-Stausee kannte ich bisher nur Fotos ohne Wasser drin bzw. nur mit dem bis fast oben hin reichenden getrockneten Schlamm.
      Beim Vergleich meiner Fotos von 2007 und 2019 von der Wanderrung zur Staumauer ist mir aufgefallen, dass der Stausee jetzt etwas mehr mit dem Schlamm gefüllt ist. Fast ein Meter mehr. Weniger wird es ja wohl auch nie mehr werden.

      Und diese MD-11 von LTU mit dem damaligen Kennzeichen D-AERX fliegt heute noch, seit 2011 für Federal Express als Frachtflieger, Kennzeichen N643FE. ;)
      Den Stausee mit Wasser statt Schlamm erlebt man wohl nur kurz nach regenreichen Perioden, wobei das Foto von weit oben ja auch nur wenig darüber aussagt, wieviel Wasser tatsächlich über dem Schlamm vorhanden ist.
      Da jeder Starkregen auch wieder neues Geröll mitbringt, steigt der "Schlammspiegel" wohl auch allmählich, die Fotos mit Wasser werden wohl in Zukunft noch seltener werden.
      Ich habe aber noch eines aus gefunden, aufgenommen am 18.05.2011:




      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)
      Es war 1984, da flog ich zum ersten Mal in den Urlaub. Meine erste Flugreise ging nach, na wohin schon, nach Mallorca in ein 3 Sterne Hotel in Santa Ponsa. Ich erhielt ein Zimmer zur Straße raus im 1.Stock direkt über dem Eingang. Neben dem Balkon blinkte die Neonreklame für die Disco bis um 1 Uhr früh. Von Zimmerwechseln hatte ich keine Ahnung und somit blieb ich dort. Ich hatte noch keinen Führerschein und in heimischen Discos mochte ich am liebsten Barcadi-Cola. Kaum im Urlaub angekommen, sah ich, das es dort Bacardi in 1 Literflaschen gab. Ich kaufte mir so eine Flasche, nach einer Woche waren dort 2 fingerbreit aus dem Flaschenhals leer. Dann fing ich eines Abends an, erst ein paar Barcadi-Cola zum Anwärmen, dann in der Disco gegenüber noch einen, zwischendurch wieder zurück auf´s Zimmer und nachgetankt. Keine Druckbetankung sondern einfach laufen lassen. Am nächsten Tag wurde ich kurz vor 3 Uhr am Nachmittag wach, ich lag in voller Montur auf dem Bett. Wie ich dahin gekommen bin sollte ich erst am Abend erfahren, als der Nachtportier zur Arbeit erschien, denn er erkundigte sich wie es mir ginge. Er hat mich am frühen Morgen auf der Hoteltreppe gefunden und auf´s Zimmer gebracht. Ob und wieviel Gehirnzellen in dieser Nacht ihren "Geist" aufgaben, habe ich nie erfahren. Das war mein zweites böses Erlebnis mit Alkohol in meinem Leben. Danach habe ich dem Alkohol abgeschworen und fungierte später im Freundeskreis immer als Fahrer, wenn es irgendwo was zu feiern gab.
      Zurück nach Mallorca, ich hatte ja noch keinen Führerschein und mietete mir ein Rennrad. Walkman auf die Ohren, Kassetten und Wasserflasche im Rucksack, so fuhr ich an die Küste nach Magaluf und dann nach Palma. Dort fuhr ein Bus recht langsam vor mir her, dann wurde der plötzlich schneller und ich trat in die Pedalen. Der Bus war bei dunkelgelb über eine Ampel gerauscht, für mich war Rot, von links und rechts strömten Fussgänger auf die Strasse. Ich sah das ich dort nicht durchkam, zog beide Bremshebel und hatte noch Platz. Ich löste eine Bremse, natürlich die falsche. Vorne das Rad war noch blockiert, der Walkman, die Kassetten und ich flogen auf die Strasse. Danach fuhr ich die Küstenstraße bis zum Flughafen, umrundete diesen und fuhr wieder zurück nach Santa Ponsa. Von Mallorca sah ich sonst nicht viel, eine Gruppe Deutscher im Hotel bastelte dann wegen einer Wette bei Mister Minit in Palma einen Schlitten aus Regalschienen und Brettern und einer wurde dann darauf über den Strand gezogen. Die Flasche Bacardi blieb auf Mallorca, ca. 1/3 Drittel hatte ich in dieser einen Nacht geschafft. Im nächsten Jahr flog ich wieder nach Mallorca, diesesmal mit Freundin und Führerschein und wir erkundeten die Insel. Und dann im nächsten Jahr war ich bereit für den ersten Urlaub auf den Kanaren, auf Fuerteventura, aber nicht mit einer Freundin.

      Das war 1986, seitdem bin über 30 Mal zurück nach Fuerte gekommen, obwohl ich zwischen 1992 und 2001 nicht einmal dort war.
      Habe Sehnsucht nach der Stille und der lieblichen Landschaft von Fuerteventura. :cry:
      @fuertetom
      Bezüglich Alkohol und Kraftfahrer im Freundeskreis haben wir beide was gemeinsam (auch ohne, dass ich vorher böse Erfahrungen mit Alkohol gemacht habe).
      Nicht nur im Freundeskreis, auch auf Empfehlung dieses an Bekannte, weil ich auf Alkohol verzichten kann, habe ich mir schon reichlich Taschengeld als Kraftfahrer verdient. Besonders über meinen früheren Chef, der auch Vorsitzender des örtlichen Fußballverein ist und diese seine Weihnachts- und Jahresabschluss-Feier hat.

      Ich will jetzt keinen von Fuerteventura weglocken, aber bezüglich ”Stille und liebliche Landschaft Fuerteventuras“, wie ”fuertetom“ es formulierte, habe ich bisher festgestellt, dass neben Lanzarote auch La Palma da recht nahe herankommt. Bei letzterem merkt man es schon am (etwas zu großen) Terminal am Flughafen, dass so leer wirkt. Keine Menschenmassen und Gedränge am Check in und bei der Sicherheitskontrolle um die Mittagszeit, wo die meisten Flüge zurück nach Mitteleuropa abgewickelt werden.
      Mein "erstes Mal" war nicht Fuerte, sondern Lanzarote. Und im Vergleich zu den meisten anderen hier recht spät, nämlich erst 2008.
      Als "Ostgeborene" wäre ja Spanien für mich vor 1989 eh keine Option gewesen. Viele Jahre haben wir Camping gemacht, mit einem Qek Aero, mit 2 kleinen Kindern eine optimale Urlaubsvariante.
      Erst die Trennung von meinem damaligen Mann 2007 brachte mich auch urlaubsmäßig gesehen auf ganz andere Ideen. Ich wollte unbedingt mal fliegen, es war Winter und wo fliegt man da hin, wenn man nicht so weit, aber in die Sonne möchte? Auf die Kanaren.
      Und so flog ich im Januar 2008 gemeinsam mit meinem neuen Freund nach Lanzarote, was für mich ein tolles Erlebnis war. Im Jahr darauf wollten wir die nächste kanarische Insel erkunden, Fuerte war dran. Eine Kollegin hatte mir vorgeschwärmt, dass es dort so tolle Strände gibt.
      Und so ging es im Januar 2009 nach Corralejo. Ins Oliva Beach. Von dort aus buchten wir einen geführten Tagesausflug mit einer kleinen Gruppe. Der nannte sich "Insel im Licht". An diesem Januartag war es sehr kalt und es regnete Bindfäden, so dass wir zeitweise in dem kleinen Bus kaum was von der Landschaft draußen sehen konnten. Wir wateten durch Schlamm im Barranco von Ajuy zu den Höhlen, während uns der Regen durchnässte und wärmten uns an einem Kaminfeuer im damals noch nicht umgestalteten Gebäude des Mirador de Morro Velosa bei einem Picknick mit Ziegenkäse, Salami,Tomaten und Rotwein auf.
      Eine Woche später fuhren wir die gleiche Tour nochmal mit einem Mietwagen ab. Diesmal bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. "Insel im Licht". So schön!
      Und seitdem kommen wir jedes Jahr, teilweise mehrmals auf die Insel. Inzwischen waren wir schon 18 mal da. Und wenn man aus dem Flieger steigt, fühlt es sich an, wie nach Hause zu kommen.
      Die Stille und die liebliche Landschaft - ich vestehe genau, was Fuertetom da meint! Und ich liebe das Licht, was immer wieder anders ist, die Landschaften verwandelt und nebenbei bemerkt, viele Inspirationen zum Fotografieren gibt.

      Liebe Grüße Lissy
      wer kleingedrucktes liest, bekommt bildung, wer es nicht liest, erfahrung. :lies:
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