Mit dem Kreuzfahrtschiff auf Fuerteventura - Kanaren & Madeira mit AidaNOVA

      Mit dem Kreuzfahrtschiff auf Fuerteventura - Kanaren & Madeira mit AidaNOVA

      Anfang Januar war es endlich soweit: Nach, für unsere Verhältnisse, ewig langer einjähriger Vorbuchung ging es in Las Palmas auf die nagelneue Aidanova. Die Route, welche wir schon kannten, spielte in der kommenden Woche nur eine untergeordnete Rolle, mit einer Ausnahme.

      Sie führte zunächst nach Madeira, weiter nach Teneriffa, von dort nach Fuerteventura und über Lanzarote zurück nach Gran Canaria. Die obige Ausnahme betrifft natürlich unser aller Lieblingsinsel! Diesem Tag auf Fuerte werde ich einen ausführlichen Abschnitt widmen. Einen Videopart auf den Mirador de los Canarios hatte ich ja bereits vorgezogen (Hinter der alten Tankstelle zum Mirador de los Canarios). Ansonsten geht es in den nächsten Abschnitten hauptsächlich um das größte bisher in Deutschland gebaute und weltweit erste LNG Kreuzfahrtschiff, dessen Bau auf der Meyer Werft in Papenburg ich aus der Ferne schon genau verfolgt und die Emsüberführung dann über 2 Tage live begleitet hatte (Kreuzfahrtschiffe), zunächst diesen und nächsten Winter planmäßig immer Donnerstag auf Fuerteventura (es gab am 02. bzw. 3.01. schon eine Ausnahme).

      Wie ihr es von mir schon kennt, wird es eine ausführliche Bebilderung geben, die ich dieses Mal in eine Art chronologisches Tagebuch integrieren werde. Ich hatte, unter dem kopfschüttelnden Blick meiner Familie, vor Reisbeginn versprochen, dass ich es auf dieser Tour richtig krachen lassen und das auch noch richtig ausgiebig dokumentieren wollte. Dieses Unternehmen endete am Montag nach unserer Rückkehr zunächst bei einem großen „Medien“ Markt. Eine riesige Bilder- und Videoflut hatte die heimische Datensicherung überfordert...

      So gibt es zur Vorschau schon mal etwas vom Fuerte Tag am 10.01.


      Blick aus der Kabine nach Puerto kurz nach Sonnenaufgang und Einlaufen:




      Abendliche Rückkehr zum Hafen:



      Sicherheitsschleuse im Zelt:



      Gangway heute Deck 3:


      Vorfreude in Las Palmas

      @johnys-megane 8o
      @Schirai ich halte mich ran, dass ihr vor der "Einschiffung" noch ein bischen davon habt

      Am 5 Januar 2019 gegen 11 Uhr, nur 17 Tage nach offizieller Indienststellung, war es soweit: An der Muelle Santa Catalina in Las Palmas ging es bei typisch sonnigem und leicht windigem Kanarenwetter an Bord des ersten Kreuzfahrtschiffs, welches überwiegend mit flüssigem Erdgas betrieben werden soll und auf unserer Reise nach meiner Beobachtung auch wurde. Am Tag zuvor waren wir morgens mit Eurowings von Düsseldorf nach Gran Canaria aufgebrochen. Ein privater Taxibus brachte uns ins bewährte Stadthotel Pujol, unweit des Canteras Strandes und des Schiffsanlegers tags drauf.









      Nach über 30 Aufenthalten sind die Kanaren für mich zu einer zweiten Heimat geworden. Die Ankünfte auf den Inseln lösen, auch nach kurzen Nächten wie dieser, ein postwendendes Glücksgefühl aus, das warme sonnige Wetter nach kurzer Flugzeit aus dem schmuddeligen nassen deutschen Winter eine Stimmung von „Urlaub sofort“. Las Palmas habe ich allerdings erst vor wenigen Jahren „entdeckt“. Die stark befahrenen engen Straßen in Santa Catalina, die vielen Klein- und Kleinstläden, der unmittelbar angrenzende, mit Palmen bepflanzte, tolle Stadt-Sandstrand – wir könnten uns keine bessere Einstimmung auf eine Kanaren Kreuzfahrt vorstellen. Den Abend ließen wir, nach einem Bummel auf der lebhaften Strandpromenade, zünftig in einer der vielen Tapas Bars im Viertel ausklingen und einer Kneipe direkt im Hotel mit mehreren Ron Miel, welcher auf Gran Canaria von Artemi aus Telde kommen muss.

      Nach diesem perfekten Vortag hieß es, nach Frühstück in einem Strandcafe am Canteras Strand, Aufbruch zum Hafen. Auf den umliegenden Straßen waren schon Absperrungen angebracht und gegenüber bereitete sich ein Folkloregruppe in Kostümen auf die bevorstehende Ankunft der heiligen 3 Könige im Hafen vor, welche um die Mittagszeit mit großem Geböller und unter dem Jubel von tausenden Menschen empfangen wurden. So benötigte unser Taxi fast 20 Minuten durch das Straßengewirr und die Menschenmassen.










      Ich hatte dieses Mal übrigens auch eine "Actioncam" im Einsatz. Also nicht wundern über manche Perspektiven und Verzerrungen der Fotos und Videos...
      Vor einigen Wochen hatten wir die festgebuchte Balkonkabine noch gegen die Kategorie Juniorsuite getauscht. Einziger nennswerter Nachteil: Unsere Kabine wurde nun zugeteilt, heißt bei Aida "Vario". Dies sollte sich im Nachhinein als riesiges Glück herausstellen, wurde doch unmittelbar vor unserer Reise die exklusive Suiten Lounge auch für unsere Kabinenkategorie freigeschaltet. Zusammen mit den bereits erhaltenen Getränkekarten und dem im Vorfeld gewährten Bordguthaben ergab dies ein sehr sehr gutes P/L Verhältnis. Außerdem konnten wir am Abreisetag bis 11Uhr in der Kabine bleiben, was perfekt zum Taxitransfer gen Flughafen passte.






      Die Kategorie Juniorsuite besteht auf der Nova aus einer ca. 18qm großen Kabine, davor eine Art Wintergarten inkl. Couch und Minibar, welcher mit dem davor liegenden Balkon die Kabine nochmals um ca. 11qm vergrößert. Der Wintergarten kann zum Balkon komplett geöffnet werden und bei nicht zu stürmigem Wetter auch bleiben. Ist der Wintergarten geschlossen, wird er über die Klimaanlage der Kabine temperiert. Diese selbst ist etwas schmäler als die Kategorie „Veranda Komfort“, welche wir von der Prima und Perla kennen. Gleiches gilt auch für das Bad. In der JS können bis zu 4 Personen untergebracht werden, für 3 und eine Schönwetterwoche ist auch in den Schränken ausreichend Platz, 3 Koffer verschwinden unter den Betten.

      Eine Kaffeemaschine samt Tassen gehört hier zur Standardausrüstung. Es gab täglich frisches Obst und zur Begrüßung eine Flasche französischen Schaumweins. Bademäntel, Schlappen, Badetücher, Schirm und Kofferwaage sind ebenfalls vorhanden. Abends gab es einen „Bettaufdeckservice“, den wir nur einmal gewähren ließen. Dafür heiß begehrt die gleichzeitig immer neu aufgefüllten Trüffelpralinen. Letztlich alles verdammt komfortabel, fast schon luxuriös. Ich muss dazu sagen, dass wir in der Vergangenheit uns immer Balkonkabinen geggönnt hatten, beim ersten Mal war es eine Außenkabine.

      Gegen 14 Uhr war die Kabine bezugsbereit, der SMS Service funktionierte aber noch nicht. Wir waren auf Deck 9 "steuerbord" also rechts im mittleren Teil hinten, über dem Außenbereich des Brauhauses bzw Steakhouse, was aber in den kommenden Woche kein Nachteil war. Die Kabine war quasi neu, auch wenn in den letzten Monaten dort vermutlich Aida Besatzung oder Meyer Personal wohnte. Dazu komme ich später nochmal.




      Die Aida Lounge auf der Nova...

      Ich muss das jetzt mal vorab sagen: Wir machen seit vielen Jahren immer „normalen“ ungezwungen Urlaub in einem mittleren Preissegment. Das war übrigens auch bei dieser Reise so! Aber ich musste mich innerlich mehrfach kneifen in den folgenden Tagen und wenn das, was ich jetzt zeige, im „Massenmarkt“ möglich ist, dann sind wir zukünftig gerne "nur noch" Massenmarkt Urlauber…

      Da die Kabine noch nicht fertig war, und das erste Restaurant Mittags auch erst um 12.30 öffnete, haben wir natürlich zunächst den Lounge Zugang getestet. Das funktionierte wie bei Sesam öffne Dich: Karte davorhalten und die Tür ging auf. Diese Aida Lounge auf Deck 17, hat es in sich: Ein separater Bereich mit ebenfalls separatem Sonnendeck (ein Deck darüber, aber ohne Pool), welches wieder den Namen Patiodeck erhielt. Ich sag das jetzt mal so, wir waren einfach nur „geflasht“, als sich die Tür öffnete und das sollte sich auch in den kommenden Tagen nicht ändern…











      Hochwertigste Ausstattung, echter Holzfußboden, dazu ein Buffet, welches ständig neu auf- und nachgefüllt wurde, je nach Tageszeit, inkl (franz. Schaum-) Wein und Antialkoholika, Kaffeespezialitäten, dies alles inklusiv. Nebenan eine Bar, an welcher gegen Aufpreis alles Sonstige bestellt werden konnte, auch Cocktails. Nur 86 der insgesamt über 2.600 Kabinen hatten Zugang zu dieser Lounge, das habe ich relativ schnell herausbekommen. So verwundert es nicht, dass wir an einem Morgen alleine (!) dort frühstückten und auf dem Außendeck darüber auch so gut wie nie Mangel an freien Liegen herrschte. Immer das selbe Personal kümmerte sich um die kulinarischen Wünsche und der/die Concierge am Eingang um den Rest, was noch auf dem Schiff an Reservierungen oder Wünschen zu erledigen war.

      Man muss Aida und den Designern dieses Schiffes (an vielen Stellen, das werdet ihr noch sehen) gratulieren und vielleicht versteht der Ein oder Andere von Euch, warum ich vermutlich in den nächsten noch häufiger Kreuzfahrten unternehmen möchte...






      Einfach nur ein schrecklicher Anblick an unserer Muelle in Puerto. Ein umgelegtes riesenhochhaus.
      Aus Beton und Glas dürfte man soetwas an Land nicht errichten.

      Hoffentlich werden irgendwann die Nutzer solcher Trümmer auch mal wach und denken etwas an Ihr umfeld.
      Vom Naturschutz darf man ja nicht mehr reden das Schiff verbrennt ja nur noch fossiles Gas und trägt ja wahrscheinlich zur Umweltverbesserung bei.

      Gruß DTI
      Also ich habe die Nova vor 2 Wochen in Gran Canaria gesehen, da wir einen Tag später mit der Stella die Kanarenkreuzfahrt gemacht haben. War so beeindruckt von der Größe der Nova, dass ich unbedingt nächstes Jahr eine Kreuzfahrt mit der Nova machen möchte. So verschieden können die Ansichten bzgl.
      eines Kreuzfahrtschiffes sein.
      Das sind schon Dimensionen. Wenn wir mit unserer kleinen Albatros in einem Hafen liegen und neben uns liegt so ein großer Kasten.
      Aber wenn ich sehe wie groß die Auslastung der kleinen Schiffe der Phönix Flotte ist, dann weiss man das nicht jeder auf so einem großen Schiff fahren möchte.
      Allerdings würde ich gerne mal so ein neues großes Schiff besichtigen. Vielleicht ergibt es sich ja mal.
      Es ist zwar schon ein interessanter Bericht und ich möchte das Erlebte auch nicht madig machen.

      Für mich allerdings wäre so eine Kreuzfahrt nichts, mit so vielen Menschen und soviel Tamtam um mich drumherum, ich habe es gerne ruhiger und möchte mich frei bewegen - Landschaft gucken, Örtchen gucken, all das. Maximal die Hurtigroute auf einem dieser kleinen Postschiffe könnte ich mir vorstellen - die sind natürlich viel teurer, dazu unten mehr.

      Was mich aber tatsächlich auch massiv stört, die Schäden die diese Schiffe anrichten, das kann ich jedes Jahr auf Ibiza sehen - die fahren die Seegraswiesen vor der Insel kaputt, Unmengen von abgerissenem Gras werden ständig in der Bucht von Talamanca angeschwemmt. Diese Seegraswiesen sind natürlich Heimat von vielen Meeresbewohnern. Desweiteren überragt so ein Kahn die Altstadt von Ibiza bei weitem - ein kleineres!!! Exemplar lag mal im normalen Hafen. Die grossen Pötte liegen draussen vor Anker. Unglaubliche Dimensionen, mir ist das zu viel. Die Umweltbelastung durch das Fahren mit Schweröl soll auch nicht ohne sein. Wenn die Schiffe morgens raus sind, hängt oft eine Dunstwolke über der Altstadt.

      Was man auch bedenken sollte, sind die Arbeitsbedingungen der Menschen an Bord. Dazu gibt es einschlägige Berichte im Fernsehen. Das alles damit eine billige Kreuzfahrt für alle möglich ist. Eine "richtige" Kreuzfahrt auf einem kleinen Schiff z.B. nach Norwegen kostet nämlich viel mehr. Ich weiss nicht.
      die Berichte sind immer lesenswert auch wenn man andere Ansichten hat.
      Auf unserem Schiff sagen die Stammgäste, nie auf so einem großen Schiff und die die zum ersten Mal auf dem kleinen Schiff sind nie wieder das ist nichts für uns. Was allerdings schon gewaltig ist sind die Preisunterschiede. klein große Preise groß kleinere Preise.

      @Bahama weiter so

      Dagmar schrieb:

      Die Umweltbelastung durch das Fahren mit Schweröl soll auch nicht ohne sein.
      Wenn du richtig gelesen hättest, wüsstest du das die neue AidaNova überwiegend mit flüssigem Erdgas fährt.

      :da: @Bahama das du uns an dieser Reise teilnehmen lässt.

      Die AidaNova ist verspätet zum Einsatz gekommen, weil es während der Testfahrten an Bord in zwei Kabinen gebrannt hat. Das habe ich von einer Bekannten erfahren, die im Dezember mit der AidaStella die Kanaren & Madeira Kreuzfahrt gemacht hat.
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