Warnstreiks des Sicherheitspersonals am Flughafen

      Warnstreiks des Sicherheitspersonals am Flughafen

      Wer am Dienstag, 15.01.2019, seine Flugreise plant, muß mit Warnstreiks der bei Verdi organisierten Sicherheitsassistenten an den Flughäfen Frankfurt, Leipzig-Halle, Dresden, Erfurt, Bremen und Hannover rechnen.

      Es empfielt sich, mit der Airline / dem Reiseveranstalter Rücksprache zu halten. Letzte Woche wurde z.B. in Düsseldorf gestreikt und einige Airlines wie TUIfly und Laudamotion hatten einen Teil ihrer Flüge an umliegende Flughäfen verlegt.
      Wunderbar, dann ist das Chaos an diesen Flughäfen ja auch vorprogrammiert :( .

      Gestern gegen Mittag war am Flughafen Frankfurt High Noon. Im Terminal 2 waren zum Teil die Eingangstüren verschlossen. Die Schlangen am Check-In und am Security Check waren unendlich lang und einige Passagiere dürften dadurch mal wieder ihre Maschine versäumt haben. Zum Glück hatten wir einen zeitlichen Puffer eingeplant, so dass das für meinen Mann kein Problem war. Aber wie sonst immer zwei Stunden vor Abflug dazu sein, reicht nicht mehr aus, wenn man einen Koffer abgeben muss.
      Schlimmer geht immer :D
      20€ Stundenlohn ist ja gerade die Forderung von Verdi.

      Das finde ich teilweise zu viel. Für München, Stuttgart und andere Großstädte o.k. für kleinere Flughäfen wie z.B. Saarbrücken zu hoch.
      Das müssten viele andere Löhne auch so stark erhöht werden.
      Der Streik wird unötigerweise viele Millionen Euro kosten und viele Menschen, Firmen treffen die damit direkt gar nichts zu tun haben.
      Vielleicht sollte man auch die Automatisierung ausbauen.

      juliuskarl schrieb:

      @Sascha1980

      20€ Stundenlohn ist ja gerade die Forderung von Verdi.
      Bisheriger Stundenlohn 17,50€

      Gruß Carmen

      Danke Carmen.

      Hauptsache ne Altenpflegehelferin verdient 1.600€ Brutto!

      17.50€, an einem Flughafen in Spanien und ich wäre dabei. Lockerer Job, keinen Stress... Klimatisierte Arbeitsbedingungen und alles ist tutti.

      Mit solchen Forderungen schafft der Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz bald selber ab.
      Das sind bei 40 Stunden rund 3.450€! Ich finde Sicherheit ja wichtig, aber das ist schon ordentlich. Polizisten im Streifendienst und Krankenschwestern kommen da nicht mit! ?(
      Diese meine Meinung ist vollkommen subjektiv und kann nicht als Allgemeingültig angesehen werden. Das Lesen meiner subjektiven Meinungsäußerung ist nicht gesundheitsgefährdend und verstößt gegen keine Forumsregeln; Nebenwirkungen sind unbekannt aber nicht ausgeschlossen.
      Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! :nw:
      :cool:
      Durschnittsverdienst ca. 18,-- Euro .Dazu kommen Schichtzulagen.
      Der Unmut von anderen Flughafenbeschäftigten ist sicher.
      Beim Check-in wird bei weitem nicht so viel verdient aber man
      benötigt Fremdsprachenkenntnisse etc. Da hat sich z.B. am Flughafen
      Düsseldorf eine eigene Gilde gebildet, so dass man gar nicht so einfach
      an die Jobs als Luftsicherheitsassistent kommt.
      Ich bin dafür, dass die Leute anständig verdienen, nur mit dieser
      Aktion tut sich Verdi keinen Gefallen.
      Es gibt verschiedene Sichtweisen...

      Ein Arbeitnehmer der Lst.-Klasse I mit dem hier angenommenen Brutto-Monatseinkommen von 3.450 € auf Basis der geforderten 20 €/Std. wird entgegnen: Klingt gut, sind aber netto nur ca. 2.150 €. Zu bedenken ist auch, dass im Umkreis von Flughäfen die Wohnungsmieten überdurchschnittlich hoch sein dürften.

      Das Argument „Andere gesellschaftlich wichtigere wichtige Berufsgruppen verdienen ja noch weniger“ wird gekontert mit:
      Wahrscheinlich reicht es ihnen aus - sonst würden sie ja wehren bzw. auch streiken!

      Ver.di rechtferfertigt den Streik so:

      Die Streiks stehen im Zusammenhang mit bislang vier erfolglosen bundesweiten Tarifverhandlungen zwischen dem BDLS und ver.di. Die Arbeitgeber hatten in der letzten Verhandlungsrunde am 20./21. Dezember 2018 ihr Angebot für eine Entgelterhöhung lediglich von 1,8 auf 2,0 Prozent pro Jahr bei einer zweijährigen Vertragslaufzeit erhöht. Die Lohnanpassung für ostdeutsche Bundesländer soll erst nach fünf Jahren beendet sein.
      Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Stundenlohns im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle auf 20 Euro brutto. Das bislang vorliegende Angebot der Arbeitgeber beläuft sich auf eine Erhöhung von rund 40 Cent. „Auf dieser Grundlage ist ein Tarifkompromiss nicht möglich“, betont ver.di-Verhandlungsführer Benjamin Roscher. „Die Beschäftigten der Luftsicherheitsunternehmen müssen für ihre schwere und verantwortungsvolle Aufgabe eine deutlich höhere Entlohnung erhalten.“
      Barriguita llena, corazón contento, lo demás es un cuento
      ​Klingt gut, sind aber netto nur ca. 2.150 €


      Stimmt Besseresser, aber nur, wenn man ledig und kinderlos ist.
      Verheiratet, 1 Kind sind schon rd. 2.450€! Die Ausbildung zum/zur Luftsicherheitsassistenten/in dauert 450 Stunden und endet in einer theoretischen und praktischen Prüfung! Dann ist man qualifiziert, zur Durchführung der Passagier- und Gepäckkontrollen gemäß § 5 Luftsicherheitsgesetz.

      Was sollen dann Erzieher/innen mit einer insgesamt 5-jährigen Ausbildung verdienen? Die haben übrigens auch mehrfach gestreikt. On die dann auch auf 20€ Stunde kommen?

      Ich finde diese Ausrichtung von Verdi bedenklich!
      :hm:
      Diese meine Meinung ist vollkommen subjektiv und kann nicht als Allgemeingültig angesehen werden. Das Lesen meiner subjektiven Meinungsäußerung ist nicht gesundheitsgefährdend und verstößt gegen keine Forumsregeln; Nebenwirkungen sind unbekannt aber nicht ausgeschlossen.
      Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! :nw:
      :cool:
      Könnte man alles streichen... man braucht keine Gewerkschaften. Wozu?
      Mindestlohn hoch und fertig. Wer zu blöde ist, mehr Lohn zu fordern, hat eben Pech gehabt.
      Der eiert dann eben sein Leben lang an der unteren Grenze rum.
      Kann mir doch keiner erzählen, das sowas nicht möglich ist.

      Genauso den Pflegenotstand. Einfach sofortige Anreize schaffen! Mehr Rente oder Steuervergünstigungen schaffen. Dasselbe gilt für die Feuerwehr oder Bundeswehr.
      Sollen die doch entschädigt werden, durch eine extra Rente. Wieso kann die Bundeswehr nicht mal wieder positive Schlagzeilen machen und im Lande helfen und Bundespolizei entlasten? Man man man.... :thumb:

      Und ja, ich habe selber als Krankenpfleger gearbeitet. Habe jedes Jahr "mit Verschwiegenheitserklärung" meine Lohnerhöhung bekommen. Die Kollegen nicht. Selber schuld! Man muss eben auch mal Eier haben.
      Das mag sicherlich nicht in allen Berufen so einfach möglich sein, aber am Ende gibt es immer Wege.

      Und ja, in Randgebieten ist das Leben teurer. Da wohnen aber auch Menschen, die weniger verdienen.
      Der Staat hat es einfach verpennt, Wohnraum anzubieten, der bezahlbar ist.
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