Immobilienfinanzierung

      Viele Kredite platzen, weil bei Kreditbeginn z.B. zwei Arbeitnehmer da sind. Wenn dann im Laufe der Jahre ein Kreditnehmer wegfällt (Familienzuwachs, Arbeitslosigkeit, Krankheit etc.), können die Raten schon nicht mehr bedient werden. Passiert sehr, sehr häufig. Alleine in unserem Wohnumfeld werden jeden Monat zig Objekte zwangsversteigert.
      Schlimmer geht immer :D
      Ich lebe im Hochtaunuskreis und damit in einem der teuersten Gebiete Deutschlands. Auch bei uns gibt es Zwangsversteigerungen, aber bei weitem nicht in dem von Nana beschriebenen Umfang. :/ Wenn das südlich von Frankfurt anders ist, hat das aber vielleicht auch andere Gründe, die vielleicht in den strukturellen Gegebenheit begründet sind.

      Oft werden aber auch Objekte versteigert, weil eine Erbengemeinschaft aufgehoben wird. Wenn Kreditnehmer wegen Familienzuwachs, Arbeitslosigkeit, etc. schon dadurch in die Bredouille kommen, wurde auch oft nicht seriös finanziert. Luftschlösser können manchmal platzen. :cry:
      Diese meine Meinung ist vollkommen subjektiv und kann nicht als Allgemeingültig angesehen werden. Das Lesen meiner subjektiven Meinungsäußerung ist nicht gesundheitsgefährdend und verstößt gegen keine Forumsregeln; Nebenwirkungen sind unbekannt aber nicht ausgeschlossen.
      Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! :nw:
      :cool:
      @zwiebackdancer Viele Leute in Kronberg, Königstein etc. haben i.d.R. keine Geldsorgen, so dass alleine deshalb das Thema Versteigerung keines ist.

      Bei uns hier "unten" wohnen die Normalos (z.B. Opelarbeiter). Da sieht im Moment die Lage leider schon ganz anders und nicht so rosig aus. Zumal auch hier die Immobilienpreise in den letzten 2-3 Jahren rasant in den Himmel geschossen sind. Die Rechnung "lieber kaufen als mieten" geht auch bei niedrigsten Immokredit-Zinsen nicht immer auf.
      Schlimmer geht immer :D

      Nana schrieb:

      Viele Leute in Kronberg, Königstein etc. haben i.d.R. keine Geldsorgen, so dass alleine deshalb das Thema Versteigerung keines ist.


      Nana, glaub mir, bei uns wohnen auch ganz normale Leute, die Geldsorgen haben können. Aber gut, die Struktur ist mit dem Opel-Werk in der Nähe natürlich eine Andere. Dennoch wundert es mich, dass es so viele Versteigerungen bei Euch gibt. Opel-Arbeiter nagen auch nicht gerade am Hungertuch! :rau:
      Diese meine Meinung ist vollkommen subjektiv und kann nicht als Allgemeingültig angesehen werden. Das Lesen meiner subjektiven Meinungsäußerung ist nicht gesundheitsgefährdend und verstößt gegen keine Forumsregeln; Nebenwirkungen sind unbekannt aber nicht ausgeschlossen.
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      Nana schrieb:

      Viele Kredite platzen, weil bei Kreditbeginn z.B. zwei Arbeitnehmer da sind. Wenn dann im Laufe der Jahre ein Kreditnehmer wegfällt (Familienzuwachs, Arbeitslosigkeit, Krankheit etc.), können die Raten schon nicht mehr bedient werden. Passiert sehr, sehr häufig. Alleine in unserem Wohnumfeld werden jeden Monat zig Objekte zwangsversteigert.


      Exakt so ist es, bei ganz seriösen Finanzierungen über maximal 75%.
      Natürlich könnte man sich gegen schwere Krankheiten versichern, aber das treibt die Finanzierungskosten meist so hoch, dass es dann deshalb wieder nicht gehen würde. Tod zu versichern ist billigst, die mögliche krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit ists, die auch seriöse Finanzierungen killt.

      Da werden zwei Einkommen auf Naht belastet eingesetzt - und es darf nichts, absolut nichts passieren.
      Dass die neuen Finanzierungsrichtlinien jetzt mehr Luft verlangen, ist prnziiell nicht verkehrt, auch wenn dann evtl. eingie Leute ausgeschlossen werden, die mit entsprechendem Lebensglück das durchstehen könnten.

      Wenn es politisch gewünscht ist, dass diese Familien trotzdem Eigentum erwerben können, dann liesse sich das leicht dadurch regeln, dass die Umsatzsteuer teilweise oder ganz erlassen würde, aber nicht um die Belastbarkeit zu erhöhen, sondern dass das sofort in die Tilgung aufgenommen werden müsste. Grunderwerbssteuer ebenso. Da würden aus 75% dann ratzfatz bloss noch 50%.

      Politischen Gestaltungswillen kann man nicht in den Verantwortungsbereich von Banken legen. ;o)
      Grüssle Micha

      --

      Too old to die young!
      Man darf eben nicht vergessen, das inzwischen die Nebenkosten teilweise 10% des Kaufpreises betragen können. An 1. Stelle die Grundsteuern und dann häufig der Makler!

      Eine neue Eigenheimzulage wäre auch gut gewesen. Ich hatte damals auch noch Glück, diese zu bekommen. Gerade bei den niedrigen Zinsen momentan! Das kann in 20 Jahren böse zur Falle werden, wenn die von 2% auf 6 oder 8% steigen! Dann ist die nächste Krise vorhanden.

      KFW kann man momentan knicken. Das nutzen die Banken nur, um die Beleihung zu drücken und sich abzusichern!
      Im Moment gibt es ja noch das Baukindergeld in Höhe von 12.000 Euro pro Kind (über 10 Jahre). Allerdings war der Plan dabei, dass es dadurch neuen Wohnraum durch Neubau geben soll. Das hat allerdings so nicht geklappt, da in den meisten Fällen das Baukindergeld für gebrauchte Immobilien beantragt wurde.

      Bei den Baunebenkosten sind 10% in einigen Bundesländern noch niedrig gerechnet. In einigen Bundesländern beträgt die Grunderwerbsteuer inzwischen 6,5%, dazu kommt noch der Makler mit 3,57% bis 7,14% plus Notarkosten etc. etc.
      Schlimmer geht immer :D

      Micha schrieb:

      Wenn es politisch gewünscht ist, dass diese Familien trotzdem Eigentum erwerben können, dann liesse sich das leicht dadurch regeln, dass die Umsatzsteuer teilweise oder ganz erlassen würde


      Hätte in erster Linie nur Auswirkungen bei Neubauten, da Grundstücksgeschäfte grundsätzlich umsatzsteuerfrei sind mit Optionsmöglichkeit. Zu Einzelheiten bitte den Steuerberater fragen ;)

      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)
      Klar, ennis, bei Neubauten. Aber die will man doch erreichen.
      Bloss muss man dafür dann auch was tun.
      USt. und Grundewerbssteuer sind schnell 25% aufs Haus, ok Grundstück ohne USt.
      Wär soo einfach umzusetzen, aber einfache Sachen will grundsätzlich niemand anfassen in D.
      Grüssle Micha

      --

      Too old to die young!
      Natürlich, sascha, das gälte einmal für die erste selbstgenutzte Immobilie und das auch einkommensabhängig, klar. Und fertig.

      Ich glaube aber nicht, dass es einen besonderen Bauboom auslöste, weshalb es vermutlich eher marginal auf die Preise durchschlagen würde.
      Grüssle Micha

      --

      Too old to die young!
      Sorry, aber unser deutsches Steuerrecht ist doch schon kompliziert genug.
      Soll jetzt der Bauunternehmer, Elektriker, Architekt usw. auch noch prüfen, wie hoch das Einkommen des Kunden ist und wie er zukünftig die Immobilie nutzen wird?
      Das ist praktisch überhaupt nicht durchführbar.

      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)
      @ennis - aber über die Steuererklärung ginge das ganz schnell und einfach und der Staat könnte die Rückerstattung vornehmen. :abklatsch:
      Diese meine Meinung ist vollkommen subjektiv und kann nicht als Allgemeingültig angesehen werden. Das Lesen meiner subjektiven Meinungsäußerung ist nicht gesundheitsgefährdend und verstößt gegen keine Forumsregeln; Nebenwirkungen sind unbekannt aber nicht ausgeschlossen.
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      :cool:

      ennis schrieb:


      Soll jetzt der Bauunternehmer, Elektriker, Architekt usw. auch noch prüfen, wie hoch das Einkommen des Kunden ist und wie er zukünftig die Immobilie nutzen wird?
      Das ist praktisch überhaupt nicht durchführbar.

      Gruß ennis


      Bei der Eigenheimzulage musste man auch nachweisen, das man gemeldet war! Nur das Beantragen hat nicht ausgereicht und auch der Notar Termin reichte alleine nicht aus. Der Einzug war wichtig! Ist doch ne ganz einfache Sache!

      Micha schrieb:

      Wenn es politisch gewünscht ist, dass diese Familien trotzdem Eigentum erwerben können, dann liesse sich das leicht dadurch regeln, dass die Umsatzsteuer teilweise oder ganz erlassen würde,


      Das wolltest Du aber, wenn ich Dich nicht total missverstanden habe, dem privaten Bauherrn zu Gute kommen lassen. Der ist üblicherweise kein Unternehmer und kann daher keine Vorsteuer abziehen. Wenn Du aber die Vorsteuer bei der Einkommensteuer anrechnen oder sonstwie erstatten willst, vermischst Du verschiedene vollkommen unterschiedliche Steuerarten.
      Und was schon gar nicht geht, ist dass der leistende Unternehmer auf die Berechnung der Umsatzsteuer verzichtet.
      Leicht übertrieben geschrieben, würde dann hier alles vermischt ... bei einem 3-Gang-Menue gibt man ja auch nicht alle Zutaten gemeinsam in den großen Mixer in der Erwartung, dass etwas genießbares heraus kommt.

      Im Übrigen - aber das ist eine ganz andere, große Baustelle - würde das Grundübel unseres aktuellen Steuerrechts noch vergrößert: Zu viele Subventionen sind in den Steuergesetzen geregelt. Richtig wäre: In den Steuergesetzen die Einnahmen (= Steuern) regeln, die Subventionen in jeweils eigenen Gesetzen. Aber das wird wohl nie kommen.

      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)

      Micha schrieb:

      Und das ginge über die Steuererklärung, so einfach.



      Sagte ich doch bereits! Aber unser Steuerexperte hat noch nix dazu gesagt! :hm:
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