Gemeindeprobleme oder Problemgemeinden?

      Ich habe keine Ahnung, warum man in Pájara bzw. Morro und Costa Calma alles so verkommen lässt. Der neue Dorfplatz ist (nach 3 Jahren "Bauzeit") immer noch nicht fertig gestellt, sondern nach wie vor ein Schandfleck. In vielen Bereichen liegt einfach so Müll und Dreck herum. Die Wasserleitungen im Bereich der Solana Matorral werden weiterhin nur geflickt anstatt endlich mal erneuert. Fast jede Woche gibt es einen Schaden, und die Bewohner haben dann zumindest für einen Tag kein fließendes Wasser. Bei den zahlreichen Schlaglöchern muss man gut auf seine Füsse aufpassen..Dann noch dieses Drama mit den Hotels Stella Canaris und SBH. Eigentlich sollte diese Gemeinde doch mehr als ausreichend vom Tourismus profitieren. Die Frage wohin die ganzen Steuereinnahmen fließen finde ich hier schon angebracht. Caleta macht da auf mich einen deutlich besseren, aufgeräumten und saubereren Eindruck. Im Süden lebt die Gemeinde anscheinend nach wie vor mit der Auffassung, dass die Touristen sowieso kommen!
      Nothing in life ist to be feared. It is only to be understood. (Marie Curie)
      Beim Dorfplatz in Morro soll zu Beginn der Bauphase dem Bauunternehmen das Geld ausgegangen sein, er meldete schnell Insolvenz an. Nun wird mal etwas provisorisch rumgewerkelt, aber planmäßig sieht das nicht mehr aus. Das ganze Projekt ist oder wird neu ausgeschrieben. Der untere Teil von Morro ist wirklich mittlerweile vermüllt, um die Mülltonnen sieht es tageweise aus wie auf einer wilden Müllkippe. Bei Wind verteilt sich der Dreck in alle Gassen. Was ist mit der Jahre alten Baulücke neben dem borodon? Eine weitere Müllhalde? Was ist mit diesen merkwürdigen Eisenplatten die sich durch die Fußgängerzone ziehen? Welchen Zweck haben die? Unten haben sich richtige Stolperfallen gebildet. Glauben die Verantwortlichen denn, dass den Touristen der Strand alleine reicht? Ich habe den Verdacht, dass die Verwaltung auf der Insel überfordert ist, der Tourismus wird denen mittlerweile eine Nummer zu groß.
      @calimero bin genau deiner Meinung.

      Für mich als Touri darf ich sagen, daß wir unseren Müll den wir täglich am Strand "produzieren" mitnehmen und entsorgen.

      Zuhause lasse ich auch nichts auf meiner Rasenfläche liegen und hoffe das es jemand anderes wegräumt.

      Ist manchmal ziemlich eklig was im Sand auftaucht :(
      ... es kann alles schneller enden, als wie man denken kann ...

      surferking schrieb:

      Ich habe den Verdacht, dass die Verwaltung auf der Insel überfordert ist, der Tourismus wird denen mittlerweile eine Nummer zu groß.


      Da hast Du sicherlich recht. Das vermute ich schon lange, aber woher sollen den all die guten Fachleute (vor allem in der öffentlichen Verwaltung) herkommen. Die ganze Insel hat nur rund 100.000 Einheimische von Corralejo im Norden bis Pajara im Süden (Pajara hat 20.000 Einwohner und ist übrigens die größte Flächengemeinde der Kanarischen Inseln mit einer Größe von 383,5 km²). Ich denke, da ist es schwer, vernünftige Strukturen aufzubauen.
      Diese meine Meinung ist vollkommen subjektiv und kann nicht als Allgemeingültig angesehen werden. Das Lesen meiner subjektiven Meinungsäußerung ist nicht gesundheitsgefährdend und verstößt gegen keine Forumsregeln; Nebenwirkungen sind unbekannt aber nicht ausgeschlossen.
      Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! :nw:
      :cool:

      Gemeindeprobleme oder Problemgemeinden?

      Ich habe die vorstehenden Beiträge mal aus dem Thread "News aus Caleta" hier in diesen neuen Thread verschoben, da sie ja nicht Caleta an sich betreffen.

      Für mich stellt sich u. a. die Frage, ob bei der finanziellen Ausstattung - und damit auch bei den Möglichkeiten, die eine Gemeindeverwaltung hat - ähnliche Unterschiede zwischen den Gemeinden bestehen wie sie in Deutschland trotz aller Finanzausgleiche die Regel sind.

      Vielleicht ist ja die Gemeinde Antigua, zu der Caleta gehört, wesentlich besser gestellt als die Gemeinde Pajara, zu der Costa Calma und Morro Jable gehören. Mir fehlt da das Insiderwissen, ebenso fehlen mir die Sprachkenntnisse für entsprechende Recherchen.

      Aber derartige Unterschiede wären schon eine Begründung für unterschiedliche Aktivitäten der Gemeindeverwaltungen, wenn auch keine Entschuldigung dafür, einzelne Gebiete zu vernachlässigen.

      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)

      ennis schrieb:

      Vielleicht ist ja die Gemeinde Antigua, zu der Caleta gehört, wesentlich besser gestellt als die Gemeinde Pajara, zu der Costa Calma und Morro Jable gehören.

      Ja Ennis, Insiderwissen fehlt, aber im Internet wird Pajara aufgrund des Tourismus in Costa Calma und Morro Jable als sehr wohlhabend beschrieben. Das klingt auch logisch. Aber vielleicht kann einer der Residenten da ein wenig mehr Licht ins Dunkel bringen. ?(
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      Ich durfte (musste ;) ) in den vergangenen Jahren öfters aufs Ayuntamiento in Pájara. Die Ausstattung ist da, auch der gute Willen der meisten Mitarbeiter. Allerdings hapert es erheblich an der Vernetzung der Mitarbeiter. Ich muss dann oft mehrfach von einem Mitarbeiter in einem Gebäude zum anderen rennen, um nur eine Angelegenheit zu erledigen. Das kostet Zeit und Nerven. Oftmals weiß dann auch die eine Hand nicht, was die andere macht und jeder erzählt einem etwas anderes.

      Bis da irgendwann einmal eine Linie hinein gebracht wird, dauert es wohl noch lange.

      Ich wollte letztes Jahr die Abbuchung der Steuern vom Konto der spanischen Bank auf unsere deutsche Bank umstellen. Ich dachte noch, das klappt nie. Aber oh Wunder: es funktionierte einwandfrei. Geht doch :) .

      Wir haben anfangs auch den Fehler gemacht zu glauben, dass auf der Insel alles so funktioniert wie in Deutschland. Es funktioniert anders, aber es funktioniert (irgendwie und irgendwann).

      Wobei ich es herrlich finde, wie sich die Mitarbeiter auf den Gemeinden freuen, wenn mal etwas klappt und man sie dann lobt. Sie sind von ihren Fähigkeiten wohl selbst nicht so sehr überzeugt.

      Übrigens ist es so, dass es nach und nach bei den Ämtern und Dienstleistungen auf der Insel immer besser klappt und es oftmals sowas wie einen tollen Kundendienst gibt, während in Deutschland der Kundendienst und die Servicebereitschaft immer mehr nachlassen.
      Schlimmer geht immer :D
      Was Antigua anbelangt, muss ich sagen, die Aussenstelle Caleta ist mit der Hauptstelle Antigua mittlerweile super venetzt, man braucht genau nicht nach Antigua tigern, sondern kann alles vor Ort erledigen, die Mitarbeiterinnen sprechen englisch, spanisch und eine auch deutsch und was nicht noch alles (ich glaube sie ist Skaninavierin).

      Dafür dicken Daumen hoch!
      Grüssle Micha

      --

      Too old to die young!
      :thumbsup: Stimme dir auf´s Schärfste zu, Micha! In der Zweigstelle Caleta sind alle MitarbeiterInnen kompetent, gut vernetzt verstehen dich ( selbst wenn du dir in Spanisch einen abbrichst) und die deutsch sprechende Dame ist Dänin. Für die Steuern gibt es jetzt sogar eine Extraabteilung , besetzt mit einem Fachmann. Besser geht es nicht!
      Mich wundert ja, dass sich noch kein deutscher Resident in das Kommunalparlament hat wählen lassen.
      Ein Freund, der es vor hatte, aber zurück nach Deutschland siedeln musste hat mal gesagt, er würde für CC bzw. Pajara unter 100 Stimmen benötigen um einen Sitz zu ergattern.
      Vielleicht würde es ja was bringen, wenn die Interessen von Residenten bzw. Touristen auch vertreten wären.
      Natürlich können sich auch Residente in ein Kommunalparlament wählen lassen, Micha! Das hat nix mit Tourismus zu tun. Residente sind doch auch Einwohner, oder? ?(
      In Deutschland können sich auch Spanier für das Kommunalparlament aufstellen lassen und bei uns gibt es auch einige EU-Bürger/innen, die dieses Recht wahrnehmen. Dies dürfte in Spanien nicht anders sein. Das setzt natürlich einen gewissen Vernetzungsgrad in der Wohnortgemeinde voraus und natürlich kommunalpolitisches Interesse. Ob dazu 100 Stimmen ausreichen? Keine Ahnung :hm:
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      :cool:
      Ich sagte lediglich, dass es keine Touristeninteressen in Kommunalparlamentem zu geben hat, ein Kommunalparlament ist für die Kommune da, Touristen sind da eher eine Randerscheinung.

      Natürloich können sich Residente wählen lassen, wieso auch nicht, aber Touristen sind im allegmeinen, das sagt schon die Sammelbezeichnung, genau nicht resident.

      Und es erfordert einen ausreichenden Spracherwerb, der leider bei den meisten, auch Residenten, nicht vorhanden ist. Wir müssen uns damit abfinden, wir sind hier die Türken Spaniens - lernt erst mal richtig Spanisch. ;o)
      Grüssle Micha

      --

      Too old to die young!

      Micha schrieb:

      Ich sagte lediglich, dass es keine Touristeninteressen in Kommunalparlamentem zu geben hat, ein Kommunalparlament ist für die Kommune da, Touristen sind da eher eine Randerscheinung.

      Ich weis nicht, was Du ständig mit den Touristen hast. Du hast doch auf den Post von Tobias 14 reagiert, der schrieb:
      Mich wundert ja, dass sich noch kein deutscher Resident in das Kommunalparlament hat wählen lassen.


      :whistling:
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      Micha schrieb:

      Dann lies halt mal genau, er schreibt von Touristen.


      .....klar wurden auch Touristen erwähnt (Residente bzw. Touristen) aber es ging doch eindeutig um die Möglichkeit, das Residente sich ins Kommunalparlament wählen lassen können. Welche Interessen diese dann vertreten (ob ihre eigenen oder die von Touristen oder aber auch die der Wohnortgemeinde) wird man wohl den Gewählten überlassen müssen. :lupf:
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