Fuerteventura in der Tomatenkrise

      Ich bin zwar nicht Carlos ... und einen direkten Bezug zum Massentourismus stellt der Artikel auch nicht dar, aber man kann diesen Bezug schon herauslesen ("Grund dafür seien vor allem der hohe Wasserpreis...").
      Der hohe Wasserpreis resultiert m. E. schon aus dem hohem Verbrauch aufgrund des Massentourismus.

      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)
      Schade eigentlich, ich habe die Fuerte-Tomaten immer geschätzt und habe diese auch hier in Regensburg kaufen können. Seit drei/vier Jahren werden diese hier nicht mehr angeboten. Jetzt, wo der Winter vor der Türe steht, wird nur noch Treibhausware aus Holland, Belgien oder vom süd-spanischen Festland angeboten. So bleibt mir nur der Fuerteventura Ziegenkäse, den ich hier in Regensburg kaufen kann.
      :( H. W. F.

      justizfachwirt schrieb:

      Schade eigentlich, ich habe die Fuerte-Tomaten immer geschätzt und habe diese auch hier in Regensburg kaufen können. Seit drei/vier Jahren werden diese hier nicht mehr angeboten. Jetzt, wo der Winter vor der Türe steht, wird nur noch Treibhausware aus Holland, Belgien oder vom süd-spanischen Festland angeboten. So bleibt mir nur der Fuerteventura Ziegenkäse, den ich hier in Regensburg kaufen kann.
      :( H. W. F.


      Diese Erfahrung habe ich hier in Ingolstadt auch gemacht. Bis vor einigen Jahren hat im Winter eine alteingesessene Gärtnerei Fuerte-Tomaten in ihrem Laden in der Altstadt verkauft. Die Juniorchefin hat die immer vom Großmarkt in München mitgebracht.
      Wie ich die in den 1980ern zum ersten Mal gegessen habe, war ich begeistert. Eine Aroma-Explosion. Da muss ich hin, hab ich damals beschlossen. Und auf ging´s in einen verschlafenen Fischerort namens Morro Jable.

      Die Tomaten gibt es längst nicht mehr. Und der Laden wurde inzwischen auch dicht gemacht. Mit Gemüseverkauf kann heutzutage niemand mehr Innenstadtmieten erwirtschaften....

      Cofeter schrieb:

      Bescheidene Frage: Was hat der Massentourismus mit der Tomatenkrise zu tun?
      Nichts
      Und ohne Massentourismus gäbe es auch keine Fuertetomaten in Deutschland.
      Wer würde denn Fuertetomaten in Deutschland bevorzugen? Hauptsächlich Menschen die Fuerteventura sehr gut kennen. Und mehr Deutsche einen Bezug zu der Insel haben, desto mehr werden diese auch gekauft. Wasser kommt auf Fuerte fast immer aus Entsalzungsanlagen und ist pro Liter nicht teurer ob mit oder ohne Tourismus. Da sind andere Faktoren ausschlaggebend, wie Ölpreis, Transportweg, Fixkosten. Ich bedauer auch das es hier keine Fuertetomatenmehr gibt. Die konnten wir in Globusmärkten kaufen, auf Fuerte war auch ein großes Globusschild zu sehen. Das ist aber alles schon lange her.
      Tomaten brauchen Unmengen an Wasser, haben wir diese Jahr selbst erfahren als wir eine Toamtenpflanze auf dem Balkon hatten. Täglich oft 2 mal gießen war angesagt. Und das waren Cocktailtomaten. Tomatenanbau ist also nicht ideal auf Fuerte.

      Sparfuchs schrieb:

      Tomatenanbau ist also nicht ideal auf Fuerte


      Dann stelle ich doch mal die bescheidene Frage: welche Geistesleuchte ist auf die Idee gekommen auf Fuerte riesen große Golfplätze zu bauen ?( , mit Wasser zu berieseln und, und.
      Was bringen die Hinweise in fast jeden Hotel, jeder Anlage mit Wasser sparsam umzugehen, wenn man diesen Golf - Platz - Schwachsinn sieht. :schirm:

      - schlimmer geht immer -
      @SBH2010 die Handvoll Golfer mag das anders sehen, aber ich stimme dir voll zu. Die Plätze werden rund um die Uhr berieselt. Ich warte auf den Tag, an dem wir in unserem Bungalow das Wasser nur noch an bestimmten Zeiten aufdrehen dürfen (gab es vor vielen Jahren auch schon mal in den Hotels auf Ibiza und Mallorca).

      Übrigens hast du mir meinen Spruch "schlimmer geht immer" geklaut ^^ :D
      Schlimmer geht immer :D
      Ein sehr komplexes Thema. Ich habe ja nur bescheidendste Gärtnereikenntnisse. Aufgrund des gemässigten Klimas (zumindest bisher, die Klimaveränderung lässt grüssen) viel Sonne, wenig Hiltze gedeihen die empfindlichen Tomatenpflänzchen bei Bewässerung doch gut auf Fuerteventura?! Über Meerwasserentsalzungsanlagen wurde ja schon gesprochen, Preise etc. Ist es nicht so, dass die "Geiz ist geil- Mentalität",mehr Quantität weniger Qualität, Nordeuropäer veranlasst, billigere Tomaten z.B. aus Holland bei weniger Geschmack zu kaufen?
      Ich selber, Anfang der 90er Jahre als Selbstversorger auf Fuerte urlaubend, erinnere mich noch gut an das Aroma der Tomaten (Geschmacksexplosion trifft es wirklich gut) und bedauere diesese Entwicklung, insbesondere auch für die Bauern auf Fuerteventura.
      Moin,

      mag ja sein, dass dieses jetzt am Thema vorbei ist, aber ich muss es halt loswerden. :cool:

      Pflanzen brauchen Wasser, ob nun die viel gepriesene Fuertetomate, oder die schmackhaften Minigurken auf Fuerte.

      Fakt ist aber, wenn der gemeine Touri mal das Hirn einschalten würde und nicht vehement darauf pochen täte, dass mindestens dreimal wöchentlich das Bett frisch bezogen wird, dass jeden Tag frische Handtücher bereit liegen, wenn möglich noch nach Lavendel und Rosenblüten duftend (Ironie!) dann, erst dann wird mit den Ressourcen gehaushaltet. Alle zwei Tage das Zimmer frisch durchfeudeln reicht auch. Vllt. achtet man mal darauf, dass man nicht mit drei Kilo Sand an den Gehwarzen ins Zimmer schlurft. Mitdenken!!!

      Es gibt nicht in jedem Dorf Entsalzungsanlagen. Zu Stoßzeiten werden kleinere Orte gerne mal von der Frischwasserversorgung abgeschnitten, damit in den Tourihochburgen die Sparspülung nicht genutzt werden muss. So sieht es aus! :cool:

      Ich warte auf das Totschlagargument, wir haben ja gezahlt, jaaaaaaa, ich auch!!! Schaut mal hinter die Kulissen!

      Zu bewässernde Golfplätze gehören meiner Meinung nach so wenig nach Fuerte wie Solarien. Es wird an vielen Orten Wasser verschwendet, welches man woanders wirklich nötig hätte, da haben wir wieder den Bezug zu den Tomaten!!! :cool:
      Über solche banalen Nebensächlichkeiten, wie den verantwortungsbewussten Umgang mit Wasser und auch Strom, macht sich der Pauschaltouri so gut wie keine Gedanken.

      Schönen Tag :lupf:

      Lydia
      @Lydia du hast vollkommen recht damit und ich versuche auch im Urlaub nicht all zu viel zu verbrauchen nur weil ich es "bezahlt" habe.
      Natürlich sollte aber Wasser zum Duschen da sein. Zimmerservice brauchen wir kaum 2mal die Woche würde reichen.
      Wenn man das mit den Ressourcen aber weiter spinnt, sollte man auch die umweltverschmutzenden Flugzeuge meiden und erst gar kein Urlaub auf den Kanaren machen.
      Und die Fuertetomaten sollten dann auch auf der Insel verspeist werden und nicht nach D exportiert werden.
      Warum schmecken die, in Deutschland verkauften Tomaten oft nicht. Weil es hochgezüchtete von der Industrie hergestellte Produkte sind.
      Die Tomaten wachsen ohne Erde auf wenig Raum und sollen nach der Ernte noch lange halten damit die Händler nicht so viel wegwerfen müssen.
      Wie schön ist es wenn man Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten verzehren kann.

      teneriffa-news.com/news/fuerte…in-wasser-mehr_11549.html
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