Fuerteventura in der Tomatenkrise

      Lern resistent und offensichtlich vermögend. Das muss nicht lange gut gehen. Denk' mal dran wenn du in der Sch... sitzt. Es gibt auch Situationen im Leben, die man nicht mit Geld wieder gerade rücken kann. Und dann gucksch'd blöd. Aber manche Erfahrungen muss man selber machen. Lach ruhig weiter. Irgendwann bleibt's dir im Halse stecken. Dann habe ich was zu lachen.
      Viele Grüße, Markus

      -el loco del barco :)
      Habt ihr mal überlegt, was es ausser Wassermangel sein könnte?
      Meine Gedanken dazu:
      Bananen, wie auch die Tomaten müssen doch eine EU-Norm haben. um sie zu exportieren. Das würde doch mehr Aufwand für die Bauern bedeuten. Was passiert mit den Tomaten, die dieser Norm nicht entspechen?
      Wie ich gehört habe, sollen die Hotels hier überwiegen die holländischen Tomaten einkaufen, weil die sind billig als die einheimischen.
      Ich denke, ich liege im Ansatz richtig ... oder?
      Da ich nur die Fuerte-Tomaten kaufe, egal ob etwas größer oder kleiner oder nicht so rund, habe ich nicht auf die Preise der anderen Tomaten geachtet.
      Könnte es nicht auch ein EU- Machpreiskampf sein?
      Ich bin aber dabei, mich bei kompetenten hiesigen Fachleuten zu informieren.
      Weiß ich mehr, dann poste ich es euch.
      LG
      Barbara



      Danke für deinen sachlichen, kenntnisreichen Post zum (angeblichen) Wassermangel @DTI, bestärkt mich in der Annahme, dass daran die bösen Touristenmassen nicht schuld sind.
      Zum Thema "kanarische Tomaten" möchte ich anmerken, dass auch die Fuerte-Tomaten lange nicht mehr so gut schmecken, wie noch vor 10-15 Jahren. Da waren die noch dunkelrot und schimmerten dunkelgrün durch - köstlichst! Wer kennt die noch? Die findet man heute nirgends mehr....
      Und Golfplätze und schön angelegte Hotelgärten sind ein Labsal für meine Augen! Fuerte ist doch von Wasser umgeben, muss doch nur aufbereitet werden...
      Damit hier nicht nur ins Blaue geschrieben wird hier einige Informationen zu Tomaten in der EU.
      Als erstes mal die Vermarktungsnorm der EU zur Tomate: ble.de/SharedDocs/Downloads/DE…ktungsnormen/Tomaten.html

      Dazu ein interessanter Artikel aus der Zeit aus 2017:
      zeit.de/wissen/2017-10/tomaten…ndwirtschaft-umweltschutz
      Interessant in dieem Artikel ist der Hinweis auf die Blindverkostung von Tomaten, bei der die Probandten keine Unterschiede im Geschmack zwischen Import- oder regional produzierten Tomaten bemerkt haben. Ich bin überzeugt, das Ähnliches mit den Fuerte-Tomaten passieren würde.

      und noch eine Statistik zu den Erntemengen in Europa 2016/2017.
      de.statista.com/statistik/date…-in-der-eu-nach-laendern/
      Gemessen an diesen Mengen spielen die 2017 auf Fuerte geernteten 2500 t natürlich keine Rolle bei der Vermarktung
      Ganz so einfach ists nun auch wieder nicht, der Hauptteil des Stroms wird nach wie vor aus Erdöl gewonnen. Würde also in erheblich erhöhtem Umfang zusätzliches Wasser gewonnen, käme das aus Erdöl.

      Klar, man kann aus Wasser Wein machen, aber die Insulaner sind mindestens so pfiffig, die machen aus Erdöl Trinkwasser. Und bitte nicht weiter umwandeln! ;o)

      Ja, Windkraft wäre sicherlich die sauberste Lösung, wann bläst mal kein Wind hier, aber offensichtlich mangelt es an der Infrastruktur, haben wir in D ja auch, Einspeisevergütungen für Offshoreanlagen, deren Strom gar nciht abgeleitet werden kann, weil dieTrassen fehlen...
      Auf Fuerte müsste es, dank reichlich Wind, allerdings wohnortnäher möglich sein zu erzugen, sodass lange Trassen entfallen könnten, offensichtlich traut sich aber niemand ran oder die Inselregierung hat das Thema schlicht verschlafen.
      Grüssle Micha

      --

      Too old to die young!

      Generation111 schrieb:

      Macht es eventuell Sinn, den Thread zu trennen? In Tomaten und Wassernutzung allgemein? Nur so als Vorschlag. Ist hier schon wieder einiges weg von den Tomaten. Meins hier auch. Sorry


      Würde schon Sinn machen, ist aber sehr schwierig und wohl auch schon zu spät, da die Unterhaltung auseinander gerissen würde.
      Auf der anderen Seite lesen in diesem speziellen Fall auch mal Einzelne diesen Thread, die bei einer direkt auf die Wasserproblematik hinweisenden Überschrift sofort auf den nächsten Thread klicken würden ...
      Also ich denke, wir lassen die Trennung mal bleiben.

      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)
      Ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, aber ich schätze mal, dass die "echten" Fuerte-Tomaten nicht genügend Gewinn einbringen, weil die EU eben kein krummes oder schiefes Gemüse duldet! Ich glaube auch nicht, dass es am Wasser liegt. Die Tomaten vom Bauernmarkt in La Lajita sind auch oftmals(mit Ausnahmen) ziemlich geschmacksneutral, und sie benötigen ja auch Wasser. Es werden wohl inzwischen einfach andere, pflegeleichtere Sorten angebaut.
      Nothing in life ist to be feared. It is only to be understood. (Marie Curie)

      Neu

      Ich greife mal Barbaras Worte auf. Für mich gibt es da ganz klar nur um einen Preiskampf. Der Gewinn für die Fuerte-Bauern wird sich nicht zum Aufwand rechnen lassen. Allein die Hotels könnten doch statt den Container Wasserbomben tonnenweise Fuerte-Tomaten abnehmen, wenn der Preis passen würde. Ich denke, die handarbeit FuerteBauern sind da weder konkurrenzfähig noch bereit höhere Stückzahlen zu erwirtschaften. Somit geht der Anbau weiter in den Keller,dann folgt noch das Generationsproblem: Wie sollen die AltGenerationen ihre Kids motivieren mit dem Anbau weiter zu machen? und damit stirbt die FT langsam aus.
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