Das unbekannte(re) Griechenland

      Lefkada - Lefkas

      Die ionischen Inseln liegen alle in Sichtweite der Küste Westgriechenlands, aber nur eine so dicht davor, dass man, wie im Fall von Lefkada, über eine Schwimmbrücke und einen Damm (noch aus römischer Zeit) mit dem Auto direkt dorthin gelangen kann. Von Preveza erreichten wir, nachdem das Mittelmeer via Tunnel wieder unterquert und unser Flughafen Actio passiert war, die ratternde Überfahrt nach rund 30 Minuten.

      Lefkada (die alte Bezeichnung ist Lefkas) ist in kanarischen Maßstäben in etwa so groß wie La Gomera, aber mit maximal gut 1.100m nicht so hoch. Der Plan war, an diesem Sonntag Anfang Juli die Insel zu umrunden. Nachdem der morgendliche Nebel und ein paar Wolken an den Küstenhängen sich verzogen hatten, sollte es ein optisches Spektakel werden. Ich wußte oder ahnte schon immer, dass die Poster, welche von der griechischen Fremdenverkehrszentrale zwecks Sehnsuchtswerbung in die Reisebüros auf diesem Planeten verschickt werden, zu 100% authentisch sind! Entlang der Westseite der Insel gewann die küstennahe Straße schnell an Höhe und so boten sich permanent atemlose Blicke, an denen man sich gar nicht satt sehen konnte.







      Unser Ziel war am späten Vormittag der Strand von Porto Katsiki, der sicher nicht wegen seiner Einsamkeit an diesem Tag so beliebt war… Die grünen Felder und Wiesen und sind an diesem Küstenabschnitt wie abgebrochen, die weißen Kalkfelsen (Lefkada= "Die Weiße") gehen schroff und senkrecht nach unten, der genauso weiße Kiesstrand in unverschämt türkisfarbenes Wasser über. Eine beim letzten größeren Erdbeben weggebrochene Brücke auf einen größeren Felsvorsprung erinnerte daran, dass die Erde hier öfters einmal in Bewegung ist.









      Wenn man die Treppe bis ganz nach unten gestiegen ist, weiß man endgültig, warum diese Kulisse öfters für Katalog- und Modellaufnahmen genutzt wird. Etliche hauptsächlich weibliche Besucherinnen wollten das offenbar nachstellen und verfielen in einen nicht mehr enden wollenden, beispiellosen Posen- und Selfiewahn, wie vom Gesange der Sirenen betört und niemals zufrieden mit dem zuvor gemachten Foto…





      Weiter ging es Richtung Kap Lefkas, wo wir dann wieder alleine unterwegs waren. Inzwischen konnte man, neben einigen kleinen Inseln, auch die südlichen Nachbarn Ithaka und Kefalonia erblicken.









      Jetzt musste nochmal dringend eine längere Pause her und wir fanden ein sehr schön gelegenes Restaurant mit schattigen Plätzen und natürlich Panoramablick. Ich erblickte in der Nähe auch einen der unzähligen Stände mit Honigverkäufen an diesem Tag.







      Und mit diesen Bildern dürft ihr jetzt träumen von einem Besuch auf Lefkada, den wir mit einem Stopp in Lefkada-Stadt beendeten, bevor es völlig optisch reizüberströmt wieder zurück ging in unser nettes Hotel. Der Tag wurde auf unserer wurde im letzten Sonnenlicht auf unserer großzügigen Terrasse beendet mit einer sehr leckeren Pizza von einem in Preveza ausfindig gemachten Italiener und bei mir reichlich Malamatina Retsina Wein.





      Einige Tage später sollten wir noch einmal zurückkehren nach Lefkada, aber davon im letzten Teil…
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