Lastkahn versinkt im Hafen von Gran Tarajal

      Dorita schrieb:

      .... hat uns gestern erzählt, dass die Entsalzungsanlage in Gran Tarajal bis auf Weiteres abgeschaltet wurde, wg. Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung. Jetzt gibt es nur noch die eine Anlage in Rosario. Das könnte zu Problemen mit der Wasserversorgung führen!


      Das kennt man doch aus Mallorca. Kann man nur hoffen, das der Eigentümer des Lastkrans eine gute Versicherung hatte, die auch in so einem Fall zahlt.
      Tja, Sascha1980, mag ja sein, das die Versicherung zahlt, nur kann man im Geld nicht duschen oder waschen (außer man heißt Dagobert Duck) !! Es kann im Sommer doch zu erheblichen Engpässen in der Wasserversorgung kommen. Ich finde das höchst besorgniserregend.
      Scheint ja sonst hier niemanden besonders zu interessieren, das wundert mich wirklich... :hm:

      Dorita schrieb:

      Tja, Sascha1980, mag ja sein, das die Versicherung zahlt, nur kann man im Geld nicht duschen oder waschen (außer man heißt Dagobert Duck) !! Es kann im Sommer doch zu erheblichen Engpässen in der Wasserversorgung kommen. Ich finde das höchst besorgniserregend.
      Scheint ja sonst hier niemanden besonders zu interessieren, das wundert mich wirklich... :hm:


      Dorit, warum beschleicht mich das Gefühl, dass irgend etwas nicht stimmt und der Bevölkerung einiges verschwiegen wird?
      Ja, wenn die Entsalzungsanlage in Gran Tarajal bis auf Weiteres abgeschaltet wurde, wegen Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung, dann machen die das nicht ohne Grund. Oder ist das nur eine Vorsichtsmaßnahme? Oder ist doch mehr Öl ausgelaufen, was verschwiegen wird?
      Ich habe den Schaum am Strand gesehen und den Ölgestank gerochen. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass das meiste Öl im Hafenbecken geblieben ist.
      Die Leute von Gran Tarajal sind stinksauer und trauen sich nicht mehr an den Strand und baden nicht mehr im Meer.
      Und warum bittet ein Polizist zwei Kindern nicht im Sand am Strand zu spielen?
      Das ist, was mich beschäftig, natürlich auch den Engpass in der Wasserversorgung.
      Ob der Verursacher versichert ist oder ob die Versicherung zahlt, darüber mache ich mir z.B. keine Gedanken.

      LG
      Barbara

      Barbara schrieb:

      Oder ist das nur eine Vorsichtsmaßnahme?

      Das kann man nur hoffen!
      Dass Öl (oder was auch immer) den Strand erreicht hat, ist unstrittig. Das konnte man sehen und riechen.
      Wenn dieses Zeug in die Entsalzungsanlage geriete, wäre das eine Katastrophe. Also wartet man bis die Gefahr vorüber ist und geht dann wieder in Betrieb.
      So meine - vielleicht naive - Vorstellung.
      Natürlich interessiert mich das Thema sehr. Daher hatte ich auch die Petition unterschrieben, die meines Erachtes aber leider zu spät gestartet wurde bzw. von der ich zu spät erfahren habe. Die Abschaltung der Entsalzungsanlage wird, wenn sie länger dauert, mit Sicherheit in den nächsten Monaten zu Einschränkungen kommen. Wobei wir als kleiner Eigenheimbesitzer wahrscheinlich viel eher davon betroffen sein werden als die Hotels, denen man mit Sicherheit das Wasser als letztes rationieren wird.

      Freilich versucht man das Thema "Ölverschmutzung" möglichst aus den Medien heraus zu halten. Das könnte ja den Tourismus negativ beeinflussen - und das will man doch nicht :( . Gran Tarajal ist eines unserer Lieblingsorte auf Fuerte und den Strand mit der tollen Promenade finden wir besonders schön. Wenn ich daran denke, dass dieser Ort mit einer Ölverschmutzung, deren Ausmaß mit Sicherheit größer ist, als man den Einwohnern sagt, betroffen ist, könnte ich heulen......

      P.S. Ich habe gerade den Artikel in der Fuerteventurazeitung gelesen. Wenn das wirklich alles so stimmt und funktioniert, wäre das natürlich toll. Vielleicht kann man ja damit das Schlimmste abwenden.......
      Schlimmer geht immer :D
      Ja, klingt ja alles sehr positiv und vielversprechend in dem Zeitungsbericht. Aber plötzlich und aus heiterem Himmel 2 völlig neue revolutiunäre Ölverschmutzungsvernichter aus dem Hut gezogen (?), die zu allererst auf den Kanaren eingesetzt werden und alles in nullkommanix vernichten....irgendwie zu schön, um wahr zu sein.
      Außerdem ist mir nicht geheuer beim großflächigen Versprühen von Bakterien, die angeblich ganz harmlos sind und verhungern, wenn sie kein Öl mehr finden......Was ist, wenn die sich stattdessen über Automotoren oder Speiseöl hermachen?? Auch Bakterien sind ja nicht doof und haben einen vielfach bewiesenen Überlebenswillen.
      Die Geister die ich rief............................ ;(
      Verschmutzungen durch Öl sind natürlich ein Problem. Aber das wird weltweit und auch schon vor Erfindung besonderer Möglichkeiten (hier Bakterien) doch nach altbewährten Methoden bekämpft.

      Barbara schrieb anfangs von "Baumaterialien" auf den Lastkähnen. Nun kann man sich schwerlich vorstellen, daß beispielsweise Zement transportiert wird. Aber welche (Gefahr-) Stoffe waren auf den Lastkähnen neben (Schwer-) öl noch gebunkert ?
      Ist das vielleicht der Grund für nervöses Handling im Umgang mit der Entsorgung?
      Wenn ich es richtig verstanden habe, wollen die erst eine Ausschreibung machen wegen der Bergung und abpumpen?????

      Heute 5 Windstärken und nächste Woche noch mehr.
      Ob die bei solchen Winden da arbeiten?

      Bin gespannt ob die nächsten Tage irgendwo anders z.B. Risco el Paso
      am Strand Öl zu finden sein wird.
      Man will ja nicht schwarzmalen, aber diverse Lebenserfahrung sollte doch mittlerweile jedem gezeigt haben, dass bei nun wirklich jedem in irgendeiner Art und Weise öffentlichkeitswirksamen Problem immer alles von den verschiedensten Mitspielern verharmlost, verfälscht, vertuscht und in Salamischeibchen erst dann bekanntgegeben wird, wenn es ohnehin bereits unwiderlegbar bewiesen ist.

      Mich persönlich würde z.B. nicht wundern, wenn sich so gegen Ende 2018 dann plötzlich herausstellt, dass die Meerwasserentsalzungsanlage seit Tag 1 des Unfalls eigentlich unbrauchbar sei und komplett saniert werden müsse oder dass es irgendwie doch keine Versicherung gibt oder dass die Eigentümerfirma schon lange insolvent wäre, oder nicht verantwortlich, weil man die Kähne ja eigentlich vorher wegschleppen wollte, oder irgendwas ähnliches...

      Hoffen wir mal, dass hier irgendwie alles gut wird, vielleicht hilft es ja.
      Ich glaube ja noch an den Weihnachtsmann und an den Osterhasen, aber dass hier irgendeine Versicherung zahlt, wage ich zu bezweifeln.

      @Dorita Zum Glück habe ich mein gutes Olivenöl fest verschlossen im Küchenschrank stehen. Wehe, die Bakterien machen sich drüber her :* . Ich hoffe mal, dass die Bakterien nicht auf Speiseöl trainiert sind :D
      Schlimmer geht immer :D

      andy34 schrieb:

      Bin gespannt ob die nächsten Tage irgendwo anders z.B. Risco el Paso
      am Strand Öl zu finden sein wird.
      Ich denke und hoffe das du da nichts finden wirst.
      Der Kanarenstrom treibt das Wasser ähnlich wie der Wind die Luft grob gesagt von Nord nach Süd, nun liegt aber Gran Tarajal nicht an der Ostküste sondern eher an einer Südküste hinter dem Knick bei Faro de Entallada. Das erschwert die Überlegungen wohin das verdreckte Wasser getrieben wird zumal man in den nächsten Tagen von Windstärke fünf oder mehr ausgeht.
      Ich habe beim Schnorcheln zwischen Giniginamar und Tarajalejo eigentlich nur eine schwache Strömung Richtung Südwest wahrgenommen, deren Stärke aber auch von der Wellentätigkeit abhing.

      Wollen wir also hoffen, das der Insel und den Traumstränden auf Jandia der große Dreck erspart bleibt.
      Hier mal ein zusammenfassender Bericht über die Havarie im Hafen von Gran Tarajal

      :guck: esys.org/news/sos.html

      Auch wenn es in der Fuerte-Zeitung teilweise etwas anders dargestellt wird, sind weder die ölabsorbierenden Decken noch die ölfressenden Bakterien eine neue Erfindung. Zu den Bakterien bspw. ein kurzer Artikel

      :guck: zeit.de/2010/21/N-Oelmikroben

      Soweit mir bekannt ist, haben die gesunkenen Fahrzeuge keine Schweröl-, sondern Dieselmotoren. Daher ist in den Tanks auch kein Schweröl, sondern Diesel bzw. Heizöl. Die Umweltgefahren sind allerdings auch so schon groß genug.

      Außerdem ist auch - wenn auch in geringeren Mengen - Motoröl und Hydraulikflüssigkeit sowohl in den gesunkenen Kähnen als auch in den geladenen LKW und Maschinen vorhanden.

      Wenn die Fahrzeuge auf offener See oder in einer Bucht gesunken wären, dann wäre die Umweltgefahr m. E. noch viel größer gewesen, da sich ein Hafen wie in Gran Tarajal im Gegensatz zu einer Bucht - ganz zu schweigen vom offenen Atlantik - wesentlich einfacher absperren lässt.

      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)
      Der Hafen ist abgesperrt und da wurde einiges an Schrott gehoben. Mit einer Drohne hat sich ein Arbeiter dort einen Überblick verschafft. Weitere Infos habe ich keine aber ein paar Bilder:
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      Neu

      Im Hafen von Gran Tarajal ist - soweit ich das als Laie erkennen kann - noch einiges zu tun. Der Mobilkran ist inzwischen durch einen anderen Kran ersetzt worden, der Hafen selbst ist weiterhin abgesperrt.












      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)
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