Warum Fuerteventura

      Warum Fuerteventura

      Angeregt durch @Generation111s Post zum Palm Garden habe ich mich gefragt, warum ich (wir) seit fast 25 Jahren regelmäßig in den Süden Fuertes kommen. Meine subjektive Antwort ist einfach: Fuerteventura lässt einen in Ruhe, ist nicht fordernd. Wenn man hier seinen Urlaub am Pool, an der Freßmeile in Morro oder am nahegelegenen Strand verbringt habe ich nie das Gefühl großartig was verpasst zu haben. Und das ist gut so.
      Landschaftlich ist es, man verzeihe es mir, die unspektakulärste Insel des kanarischen Archipels. Die Städte, Ortschaften sind nicht wirklich sehenswert und der öffentliche Personenverkehr ist für "Nichtautofahrer" mit der mieseste, den ich auf Reisen kennen gelernt habe. Was sehenswert ist kann man auf organisierten Ausflügen finden und wenn man das gesehen hat ist es auch gut. So kann man sich dann ohne Gewissensbisse der Erholung hingeben.
      Ich weiß, dass es viele Forenmitglieder anders sehen, und freue mich, deren Ansichten kennen zu lernen.
      Gruß aus dem trüben Norden, Harald
      Als ich im Jahr 1992 meinen fünften Urlaub auf Fuerte hinter mir hatte, dachte ich, das es das war, das ich alles gesehen habe.
      Ich kam ich erst im Jahr 2001 erneut nach Fuerte. Wie sehr ich mich in meiner Einschätzung von 1992 getäuscht sehen sollte, wird mir immer wieder deutlich.
      Ich finde Ruhe auf der Insel und da ich mich gerne in entlegenen Landstrichen (ohne Anzeichen der Zivilisation) aufhalte, fühle ich mich dort "pudelwohl". Ich mag Tage ohne Menschenmassen aber mit viel Landschaft im Blick. ^^

      Harald48 schrieb:

      Fuerteventura lässt einen in Ruhe, ist nicht fordernd.

      Das trifft es ziemlich genau, Harald48.
      Wir leben ja im Winter 5-6 Monate hier, in erster Linie wg. des Klimas - und entschleunigt. Für mich bedeutet "draußen leben" zu können : Lebensverlängerung!
      Dann, im Frühjahr, zieht es mich aber auch wieder nach Schleswig-Holstein!! Wegen der Farben, der blühenden Blumen und Bäume, aber auch wegen der Kultur und des Großstadtlebens.
      Und wenn dann der graue November wieder da ist, zieht es mich wieder auf meine ruhige, warme Insel -sozusagen vom gemäßigten norddeutschen Sommer in den gemäßigten "norddeutschen Sommer", will heißen Fuerte-Winter :thumbsup:
      Kann mir jemand den Unterschied zwischen Fuerteventura und La Palma erklären?
      Wer hat dort schon mal mehr als 14 Tage Urlaub verbracht.
      Eigentlich ist La Palma mit viel Grün usw. Ist sie deshalb so grün weil es dort viel regnet?

      Ich kenne nur Fuerteventura..... wo ich jetzt 7 Jahre bin.

      Wenn mir aber die Immobilienangebote auf La Palma anschaue,
      dann bin ich erstaunt wie schön die Häuser dort sind im Vergleich zu Fuerteventura's meisten Wildwuchs.

      inmobiliaria-lapalma.com/de/home
      Ich würde mich dazu versteigen, dass Fuerteventura, wenn es schon "unspektakulär" sein soll, dann doch wenigstens "spektakulär unspektakulär" ist. ;o)

      Wenn man sich auf die Stille einlassen kann oder besser den Wind der die Stille übertönt, dann ist es phänomenal.
      Meine Inselinitiation hatte ich am alten "Aussichtspunkt", dort wo jetzt auf der gegenüberliegenden Strassenseite der Sucasumbre liegt.

      Da war nur Wind und geschwungene Vulkanhügel und ich hatte nach kurzer Zeit den Eindruck aus derselben herausgefallen zu sein.

      Eine weitere Zeitreise hatte ich an den Grandes Playas bzw. der "grossen Düne", es war stark windig, Sand trieb wie Nebelschwaden über die Küstenstrasse, der Horizont war nah und der Blick verengte sich auf das "Dünengeschehen". Ich beobachtete die Bonsaierosion der marinaraverkrusteten Sandfläche und es war als ob Jahrmillionen in eine Sekunde schlüpften.

      Nö, Fuerteventura hat was. Es gibt ausreichend Plätze an denen man völlig unvorbereitet aus der Zeit fallen kann.
      Grüssle Micha

      --

      Too old to die young!
      Als wir das erste Mal auf Fuerteventura landeten und die Sonne und der leichte Wind uns empfingen, war es die "Luft wie Sekt", die uns damals schon faszinierte. Im Laufe der Jahre hatten wir hierzulande mit Blütenpollen- und verwandten Allergien zu tun und Urlaub auf Fuerteventura war immer eine Auszeit von solchen Einflüssen. Der Kalima war verschwindend gering zugegen in all den Jahren.

      Gleichzeitig begeistert die "Einfachheit" der Landschaft und die Verbindung von Meer und Bergen. Relaxen pur. Jetzt hat jeder eine andere Einstellung zu Urlaub und im Laufe der Jahre wechselten wir mit dem Anwachsen der Touristenmeilen die Orte. Von Corralejo und der Playa de Jandia ging es dann verstärkt Richtung Playa Barca / Costa Calma.

      Habe jetzt gerade aktuell einen interessanten Bericht von der in den letzten Jahrzehnten zur All-inklusive-Hochburg mutierten Ferieninsel Ibiza und dem Partyort San Antonio gefunden. Man hat in den letzten Jahren stark gegengesteuert. Vielfach im Luxussegment. Hat aber jetzt auch erkannt, dass der "normale Urlauber" nicht vernachlässigt werden darf und versucht neue Wege zum Thema

      Die Zukunft des Ibiza Tourismus

      Hier ein kleiner Auszug, ins deutsche übersetzt:

      "Wir sprechen von einem international renommierten Gebiet, dessen Ruf durch sein früheres Tourismusangebot beschädigt wurde. San Antonio ist reif für Verbesserungen, insbesondere in der Hotellerie.

      Dieser Bereich hat begonnen, seine Auswahl an Hotels zu reformieren, eine Erneuerung, Wenn es sich auf Nachhaltigkeit konzentriert, wird es sehr positiv sein, weil es einen Kunden mit größerer Kaufkraft anzieht, der somit mehr ausgeben wird.

      Und als Ergebnis wird es beginnen, die Sache zu beenden, die San Antonio am meisten geschadet hat: das gefürchtete All-Inclusive.

      Dies hat den Dienstleistungssektor am stärksten beeinträchtigt und das Image von San Antonio und das Zusammenleben von Touristen und Bewohnern negativ beeinflusst. Der Kunde, der unsere Produkte bucht, wird nur Übernachtung und Frühstück haben, so dass er mehr für Dienstleistungen außerhalb des Hotels ausgeben wird. Dies wird sich positiv auf die Wirtschaft von Ibiza auswirken."

      Die komplette Info findet sich hier:

      cubanitoibiza.com/magazine/cor…ake-place-in-san-antonio/

      Die Cubanito Ibiza Suites sind ein klassisches Beispiel, wie man sich als Unterkunft von vielen abheben kann, ohne abzuheben.

      Ein weiteres Hotelbeispiel im jetzigen 3-Sterne Sektor ist die Komplettrenovierung des Lemar in Colonia Sant Jordi auf Mallorca, das in der nächsten Saison ein eigenständiges Profil als kleineres Boutique-Hotel (ÜF/HP) aufweisen wird: hotelhonucai.com/de

      Die Verantwortlichen auf Fuerteventura, in erster Linie die Hoteliers, müssen sich für die Zukunft eigenständiger aufstellen, um die Gelder, die der Tourismus bringen kann, weitestgehend auf der Insel zu halten.
      Um neu investieren zu können und nicht nur das Überleben zu sichern.

      Fuerteventura ist eine traumhafte Insel, soll sie auch bleiben.
      Man muß nicht das Rad neu erfinden, aber man kann es durchaus etwas zurückdrehen und für die Zukunft neu ausrichten.
      Klingt für mich vernünftig und nachhaltig, manana!
      Leider gehen die Elba-Hotels Antigua und San Jorge, sowie das Dorada Suites an der Steilküste in Caleta genau den gegenteiligen Weg. Sämtliche 2-ZimmerApt. mit Küchenzeile werden umgebaut zu jeweils 2 Doppelzimmern, und es gibt nur noch Hotelverpflegung, überwiegend AI.
      Das finde ich sehr schade und sehr kurzsichtig, wie dein Beitrag schildert.
      Frei nach Unamuno ist ja diese Hotelansiedlung dort auf den Felsen

      "rundum Wüste in der Oase der Zivilisation"

      oder anders gesagt: Da ist ein AI-Konzept vielleicht noch angesagt,
      weil man als Urlauber doch stark an diese Hotelanlagen gebunden ist.

      Im Gegensatz zu gewachsenen Örtchen wie Morro Jable oder Corralejo, wo die Vielseitigkeit der Gastronomie AI mehr über weniger überflüssig machen sollte.

      Keine Abschaffung, aber eine Maximalquote wäre da hilfreich. Auch, um den Unmut Einheimischer rechtzeitig zu stoppen und ein gutes Miteinander zwischen "Invasoren, sprich Touristen" und der Bevölkerung langfristig sicherzustellen. Besonders, wenn der jetzige Boom unterbrochen werden sollte. Dienstleister von der Strandbude bis zum Cafe und Restaurant müssen auch ihre Existenz absichern können.
      Da verwechselst du was, manana. Die 3 Hotels, von denen ich sprach, sind direkt an der Promenade von CdF, neben Barcelo, und dem neuen Strand. Da ist keiner auf AI angewiesen, weil sich viele Restaurants rundrum befinden. Alle zu Fuß in 5-10 Min zu erreichen.
      Wir haben dort 6 Jahre lang als Selbstversorger zur Dauermiete gewohnt, bis sie uns wegen des geschilderten Umbaus rausgekickt haben.
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