Kapverden 2017

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      Kapverden 2017

      Na dann berichte ich auch mal von meiner etwas abenteuerlichen Reise auf die Kapverdischen Inseln vom 14.11.17 - 04.12.17.

      Wir verbringen die erste Woche immer auf Boa Vista und fliegen dann für die die nächsten 14 Tage innerkapverdisch nach Sal.

      Flüge von Düsseldorf aus mit TUIfly sind Gabelflüge, d.h. zunächst wird die Insel Boa Vista angeflogen, Gäste die dort ihr Hotel gebucht haben steigen aus und die Urlauber aus Boa Vista, deren Ferien vorüber sind, steigen dort zum Rückflug zu. Dann geht es weiter zur Nachbarinsel Sal. Der Rest an Passagieren steigt dann dort aus, diejenigen, die erst in Boa Vista zugestiegen sind bleiben für den Nachhauseflug sitzen und Gäste aus Sal steigen zu. Und dann geht die soeben gelandete Maschine mit neuer Crew wieder zurück nach Düsseldorf.

      Soweit so gut. Und im letzten Jahr hatte unsere Anreise auch gut funktioniert. Aber in diesem Jahr eben nicht.

      Cirka 2 Stunden vor der geplanten Landung - wir überflogen gerade die Kanarischen Inseln - erklärte uns der Kapitän, dass in Boa Vista ein Sandsturm wütet (war beim Start in Düsseldorf morgens um 6 Uhr noch nicht bekannt) und er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wisse, ob er dort landen kann.

      Der Airport Boa Vista/Rabil (BVC) ist nicht mit Radar ausgestattet und dort geht halt nur Landung nach Sicht. Beim Landeanflug konnten wir aus den Kabinenfenstern gut erkennen, dass außer brauner, sandhaltiger Luft wirklich nicht viel zu erkennen war und der Kapitän startete wieder durch und das Flugzeug landete dann sicher auf der Nachbarinsel Sal.

      Die Passagiere, die eigentlich nach Boa Vista wollten, wurden dann im Transitbereich des Flughafens Sal (SID) untergebracht und niemand wusste zunächst wie es weitergehen soll. Nach ca. 2 h wurde uns dann von der TUIfly erklärt, dass es für uns gestrandete Gäste einfach keine Unterbringungsmöglichkeiten auf Sal gäbe und wir dann für eine Nacht nach Gran Canaria ausgeflogen werden müssen.

      Wir sollten dann wieder im hinteren Teil der Boing 737/800 platz nehmen und die Gäste aus Sal, die regulär nach Düsseldorf wollten, stiegen ebenfalls zu. Wir gestrandete Passagiere (ca. 50 Leute) hatten natürlich keine Bordkarten mit Sitzplatznummern und saßen halt alle zusammen im hinteren Teil der Maschine. Die zusteigenden Gäste waren natürlich überrascht, dass ihre Sitzplätze teilweise besetzt waren und auch nicht besonders beglückt, dass es für sie einen Zwischenstopp auf Gran Canaria geben würde. Aber egal, es hat letztendlich gut funktioniert und die Boing war ja auch nicht voll besetzt, so dass jeder einen Platz gefunden hat.

      - Fortsetzung folgt (meine Frau hat gerade das Essen fertig) - :five:
      So dann mal weiter.

      Zunächst ein dickes Lob an TUIfly, die diese Organisation in der Kürze der Zeit auf die Beine gestellt hat. 50 Leute für eine Nacht ins 2 Flugstunden entfernte Gran Canaria für nur 1 Nacht unterzubringen stelle ich mir nicht so einfach vor.

      Und auch die nach Düsseldorf weiterfliegenden Leute zusammen mit uns gestrandeten Leute in einem Flieger gemeinsam bei Laune zu halten wurde von der Kabinen-Crew mit viel Charme, kostenlosen Getränken und Snacks wirklich toll bewerkstelligt. Im Flughafen Las Palmas (LPA) wurden wir dann in 2 Gruppen für 2 Hotels aufgeteilt. Hier gab es die ersten Reibereien, da einige für die Reise Doppelzimmer, andere Einzelzimmer, wieder andere mit Kinder und eine Gruppe mit 6 Reisende mit 2 Doppelzimmern und 2 Einzelzimmern gebucht hatten und diese Gruppe natürlich auch komplett zusammenbleiben wollte. Aber letztendlich hat alles geklappt.

      Beide Hotels liegen in der Hauptstadt Las Palmas; eines direkt an der Strandpromenade, das andere 20 Gehminuten vom Hafen entfernt. Meine Frau und ich waren im Letzteren und haben dann abends den Fußweg zum Hafen unternommen und einige Kaltschalen verköstigt. :D Übrigens herrlich Warm und wolkenloser Himmel am 14.11.17 auf Gran Canaria.

      Am nächsten Morgen nach dem Frühstück wurden wir in 2 Bussen eingesammelt und wieder zum Airport gebracht. Wir hatten dann für den Flug nach Boa Vista mit ca. 50 Leuten die komplette Boing 737/800 für uns alleine. Der Sandsturm hatte sich mittlerweile gelegt und wir konnten dann problemlos auf den Kapverden landen.

      Genervt hat eigentlich nur, dass wir bei der Ausreise von Sal nach Gran Canaria, dort bei der Einreise und am nächsten Morgen wieder bei der Ausreise nach Boa Vista und dort wieder bei der Einreise (Visumspflicht) sehr aufwändige Kontrollen über uns ergehen lassen mussten (Non EU > EU > Non EU). Da verstanden weder die kapverdischen Behörden noch die spanischen Spaß.

      Vielleicht ist es noch erwähnenswert, dass ja nicht nur die TUIfly nicht auf Boa Vista landen konnte und die Nachbarinsel Sal anfliegen musste. Von Mitreisenden anderer Flugzeuge hörten wir später im Hotel oder bei Ausflügen, dass die sogar nach Marokko, Lissabon, Senegal und in einem Fall sogar nach Brasilien (sind auch "nur" 4 Flugstunden) ausgeflogen wurden... :thumb:

      Auf jeden Fall wurden wir am Flughafen von unserer Reiseleitung (OLIMAR) mit Namensschild erwartet und in unsere etwas abseits gelegene Iberostar-Anlage gebracht. Tolles All-Inclusive Hotel übrigens. Da gab es wenig zu meckern.

      Normalerweise nehmen meine Frau und ich lieber Übernachtung mit Frühstück, ist aber auf Boa Vista nicht ratsam da die touristische Infrastruktur dort bei weitem nicht europäischen Maßstäben entspricht. Im Jahr zuvor hatten wir es in der Inselhauptstadt Salrei probiert. Aber es gab wenig was man tagsüber und abends unternehmen konnte. Verhungert sind wir nicht. Aber es gab nur 4 oder 5 Esslokale und Bars die man über weitgehend unbeleuchtete Straßen erreichen konnten. Deshalb in diesem Jahr ausnahmsweise eine Clubanlage mit All-Inclusiv Verpflegung. Das Iberostar Boa Vista kann man auf jeden Fall weiterempfehlen.

      - Fortsetzung folgt -

      Nana schrieb:

      @Detlef wenn die uns nach Brasililien "evakuiert" hätten, hätte ich doch gleich mal verlangt, dass wir unseren Urlaub dann dort verbringen dürfen :D :D

      Ich bin gespannt auf deine Fortsetzung der Geschichte :)


      Nun, Brasilien (Fortaleza) ist genau wie Lissabon "nur" 4 Flugstunden von Sal entfernt. Ich weiß allerdings nicht, welche Gesellschaft es war, die die Leute nach Brasilien ausgeflogen hat. Da auf den Kapverden auch viele Brasilianer ihre Ferien verbringen, liegt die Vermutung nahe, dass es eine brasilianische Fluglinie war.

      Aba nix jenaues wees man nüscht... :con:


      - Muss jetzt einige Dinge erledigen. Ich mache später weiter (wenn gewünscht) -

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      So, mit etwas Verzögerung (krankheitsbedingt) berichte ich nun weiter. Von der Insel Boa Vista gibt es nicht mehr so viel zu erzählen, außer, dass dort an den Stränden in den Monaten Juni - Anfang Dezember unglaublich viele Schildkrötennester zu finden sind. Auf den Kapverden schlüpfen weltweit mit die meisten Wasserschildkröten.

      Daher auch von mir die Bitte an alle "Spaßtouristen", die mit ihren Quads oder Buggys kreuz und quer über die Insel brettern: passt bitte auf. Wer die Insel kennenlernen will, sollte vielleicht besser eine organisierte Tour mit einem ausgewiesenem Guide unternehmen. Z.B. mit Franka von Baobob Tour (mybaobabtour.com/touren/). Es soll jetzt keine Schleichwerbung sein. Aber auf dieser deutschsprachigen Tour wird so viel erklärt und man erlebt so viel Neues, was man auf bei Inselerkundigung auf eigene Faust wohl nie erleben würde.

      Außerdem ist es in diesem westafrikanischen Inselstaat sicherer in einer Gruppe unterwegs zu sein. Nicht dass dort viel passiert. Aber Überfälle auf alleinreisende Touristen im Landesinneren gab es schon häufiger. Auch von ausgiebigen Strandspaziergängen in den Abend- und Nachstunden wird dort allgemein abgeraten.

      Am 21.11.17 haben wir dann Boa Vista verlassen und sind mit Binter CV zur Nachbarinsel Sal geflogen. Den Flug hatten wir bereits von Düsseldorf aus reserviert. Die 2-motorigen Propellermaschinen (ATR 72/600) sind für Verbindungen zwischen den Inseln meist ausgebucht und man ist gut beraten, weit im Vorraus zu buchen. Regelmäßige Fährverbindungen zwischen Boa Vista und Sal gibt es nicht.

      Auf Sal wohnten wir dann 14 Tage im Hotel Morabeza direkt an der Pier im Touristenzentrum Santa Maria. Welch ein Unterschied zur Insel Boa Vista. Touristenmassen aus allen Herren Länder schoben sich tagsüber und abends durch den Ort und alle Kneipen, Lokale und Bars waren sehr gut besucht. Aber überall Baustellen und noch nicht fertiggestellte Gebäude - keine große Veränderung zum Jahr zuvor. Es geht scheinbar nicht weiter.

      - Fortsetzung folgt (mit Fotos) -

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      Eventuell sollte man noch darauf hinweisen das Boa Vista sehr hohe Rate an Sex Tourismus hat und auch speziell für die weiblichen Touris ist es in der Sache ein Paradies . Es gibt dort einen regelrechten Sextourismus der dort beliebten weissen Frau. Und Achtung wie überall auf der Welt wo es Sextourismus gibt, gibt es auch dort eine sehr hohe Kriminalitätsrate.

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      hrhrhrhr, Markus1212......
      mal unter uns, hast du nen nassen Hut auf? Detlef schildert uns hier seine Eindrücke, er lässt uns teilhaben! Ich finde es sehr interessant, haben wir, ich weiße Frau und Mann mit athletischem Körper, Boa Vista und Sal ins Auge gefasst. Bin für Infos jederzeit dankbar. Was bitte hat Detlefs Urlaub nun mit Sextourismus zu tun? :nw:
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