Unfall in Aguas Verdes

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      fuertetom schrieb:

      Aber es war interessant zu sehen, wie schnell du in die Puschen kamst um dagegen zu wettern (zu Recht).


      Das war Zufall. Ich hatte, als ich alleine vor der Glotze saß (Frau war gerade in die Heia gegangen) aus Langeweile mit dem Smarty noch mal rein gesehen. Da
      hat mich fast der Schlag getroffen.

      Mit Ron y Miel habe ich als 17 jähriger auf GC meine ersten Erfahrungen gemacht. Nach dem Tauchen gab es da in abgelegenen Kneipen immer ein paar Runden. Da wurde
      das Zeug in halbvollen Wassergläsern ausgeschenkt. Gaaaanz übel wenn man sonst mit Alkohol kaum Kontakt hatte. Dann 4 - 5 Stück davon (Gründe gab's ja immer) und du
      warst fertig mit der Welt.

      Mit dem Ouzo war das mal ein anderer Fehltritt als du auf Kreta warst. Da hattest du das geschrieben. "War wohl zu viel Ouzo gestern".

      War jetzt auch OT. Sorry.
      Viele Grüße, Markus

      -el loco de barco :)

      Dorita schrieb:

      Das sehe ich genau so, Tropical! Ohne genaue Kenntnis des Unglücks gefällt mir die "Vorverurteilung" Leichtsinn, selber Schuld, eigene Dummheit usw. hier nicht. Es kann auch mal eine Monsterwelle an den Klippen geben, mit der nicht zu rechnen war!


      Genauso ist es. Schon häufiger sind hier bei uns an der Westküste selbst erfahrene Angler und Residenten von Wellen überrascht und zum Teil auch verletzt worden. Im übrigen war der junge Mann, der ums Leben gekommen ist, mit seiner Freundin zum ersten Mal auf Fuerte, hatte also keine Ahnung von den Gefahren dort an den Klippen.

      Neu

      Vielleicht kann man es so formulieren, dass beide Seiten irgendwie im Recht sind, der junge Mann hat sich in einer Gefahrenzone aufgehalten.
      Selbst wenn man die Wassereinwirkung völlig ausser acht lässt, ist der Aufenthalt so nahe an der "Abrisskante" bereits aus Gründen der Gravitationswirkung nicht ungefährlich.

      Letztere kennt nun schon ein kleines Kind, das sehr wohl abschätzen kann, wie weit es sich wagt.
      Er hat vermutlich angenommen, dass diese Gefahr für ihn beherrschbar sei - und die andere nicht gekannt.

      Wer nicht an Klippenrändern rumturnt, kann nicht von Brechern weggerissen werden oder sich beim nächtlichen Pinkeln zu Tode stürzen.
      Grüssle Micha

      --

      Schon im präfaktischen Zeitalter wusste Mohammed:
      Die Tinte des Gelehrten ist heiliger als das Blut des Märtyrers.

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      Jeder ist irgendwann mal das erste Mal in einem fremden Land. Gerade dann sollte man sich vorher mit den Gegebenheiten und eventuellen Gefahren vor Ort befassen. Ich gehe auch nicht im Amazonas baden, ohne vorher abzuklären, was da alles rum schwimmt und gehe dann davon aus, dass es ja "nur" ein Fluß ist wie der Rhein, Main etc. :( .

      Ich will dem Verunglückten keine Dummheit vorwerfen; ein Momentanversagen ist da wohl eher der Grund.
      Schlimmer geht immer :D

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      Er hat halt einfach Pech gehabt, zur falschen Zeit am falschen Ort.

      Vor Jahren bin ich an der Küste entlang von Aguas Verdes nach Norden gewandert und habe miterlebt wie eine Welle, beim Aufklatschen auf eine Klippe einen meterhohen "Gischtpilz" produzierte. So schnell hatte ich die Kamera nicht startklar, ich setzte mich hin und wartete auf den nächsten Einschlag. Aber es tat sich in der nächsten Viertelstunde nichts mehr. Da hatte ich kein Glück gehabt, dieses Ereignis fotografieren zu können.
      Ich will damit sagen, das man schon verdammt viel Pech haben muß, wenn man genau zur falschen Zeit dort von einer höheren Welle erwischt wird.

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      Genau das meine ich, Tom. Wir sind schon mehrfach auf den Klippen umhergeklettert - und das nicht an den Rändern. Es kann einen auch mehrere Meter vom Abgrund erwischen - da, wo man es nie erwarten würde. Die Wellen hier im Westen sind unberechenbar, man sieht sie nicht kommen. Zunächst fast glatte See und dann plötzlich eine Monsterwelle.
      Auch wir mussten das erstmal lernen. Umso mehr die Frage, wie ein "Neuling" auf der Insel davon Kenntnis haben kann. Ergo:
      Ich gehe sogar davon aus, dass sich der Ertrunkene gar nicht so weit an den Klippenrand gewagt hat und stimme Tom zu: Das war richtig viel Pech.

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