Im Alleingang auf den Fraile

      Atemberaubend schöne Fotos die Lust machen sich selbst die Wanderschuhe anzuziehen um diese Ausblicke mit eigenen Augen erleben zu können.

      Wie ist ist das eigentlich mit dem Wind bei den Wanderungen dort oben? Wir waren im Frühjahr mal am astronomischen Aussichtspunkt Sicasumbre. Der ist wenn ich mich recht erinnere ist nur rund 300 Meter hoch und es zerrte dort mächtig. Die gleiche Erfahrung mit heftigem Wind hatten wir auch an dem Aussichtspunkt nach Cofete. Falls der Wind "in der Höhe" immer so heftig weht, hätte ich vermutlich Angst bis auf die Gipfel zu klettern ;o)
      @susewind

      Was? Hitler soll dort gewesen sein? =O Vor 1939 oder danach? Warum ist er denn nicht mal schwimmen gegangen am Playa de Cofete? :D

      @A+S_aus_EF

      Mit dem Wind hat man da eigentlich keine Probleme, der Wind ist da nicht so stark wie z.B. am Pass nach Cofete, am Aussichtspunkt im Barranco de los Canarios oder eben am Sicasumbre. Die Luft strömt meist aus nördlichen Richtungen und steigt ungern. Östlich und westlich vom Barranco de Gran Valle ( dem alten Hirtenweg nach Cofete ) stehen hohe Berge. Am Pass dazwischen dürfte es daher stärker wehen als oben auf den Gipfeln.
      Weshalb man den astronomischen Aussichtspunkt dort oben auf den Sicasumbre gebaut hat, versteh ich sowieso nicht. Zum Sterneschauen fahr ich immer in die dunklen Ecken von Violante oder Juan Gopar ( also rund um Montana Tirba ). Maximal gemäßigte Brise, eher weniger, und tolle Sicht auf die Milchstrasse.
      Als ich die Gipfelzone verlassen habe und mich auf dem breiten Grat befinde, drehe ich mich nochmal um und sehe den Gipfel wieder frei von Nebel. Da habe ich wohl überhastet reagiert, ich hätte mich auch richtig ausruhen können, vielleicht hätte ich dann doch noch den Willen und den Ehrgeiz aufgebracht, um zu dem Unterstand hinüber zu klettern.
      Nun bin auf dem breiten Grat und denke darüber nach, ob ich eine andere Abstiegsroute wählen soll. Der Morro de la Habana und der auf dem Bild rechts dahinter stehende Morro Siete Fuentes liegen direkt geradeaus vor mir, aber erschöpft wie ich bin, denke ich nur daran, das ich vom Sattel zwischen den Bergen Fraile und Morro de la Habana wieder bergauf steigen muss.



      Das ist ausschlaggebend; ich steige auf dem Weg den ich hochgestiegen bin wieder hinab. Das linke Tal im nächsten Bild ist mein Zielpunkt





      Wieder komme ich an dem Steinmännchen vorbei, der Weg hinab ist leicht, man kann sich nicht verlaufen. ;)



      Viel weiter unten, auf dem letzten Wegstück, kommt dann auch wieder die Sonne hervor und der angelegte alte Weg im Hang ist nun deutlich erkennbar.



      Auf diesem alten Weg finde ich dann noch einen ganz besonderen Stein; ich muss ihn aber erst ein wenig drehen und zurechtlegen, so dass man ihn gut erkennen kann.



      Wenig später stehe ich am Auto, insgesamt war ich 6 Stunden unterwegs. Diese Wanderung hat mich ziemlich beansprucht, bei der ersten Tour vor gut einem Jahr dort hianuf war ich längst nicht so platt. Vielleicht hatten aber auch die anderen Wanderungen in den Tagen davor ( 7 Stück in 11 Tagen ) und eine Antibiotika Therapie einen fitteren Tom nicht zugelassen.
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