Im Alleingang auf den Fraile

      Im Alleingang auf den Fraile

      Der Fraile stand schon länger auf meiner persönlichen "To-do-Liste", jedoch habe ich vor diesem Gipfel großen Respekt. Der Berg, der 689 m hoch ist, liegt westlich des Passes am Abschluß des Barranco de Gran Valle und hat eine markante Form. Unterhalb vom Fraile liegt das Dorf Cofete am gleichnamigen Strand an der Westküste.
      Hier die Ansicht des Fraile vom Playa de Cofete, der linke Hang sieht wie ein Flaschenöffner aus ;)



      Und hier die Ansicht de Fraile vom Parkplatz des Cementerio von Morro Jable aus aufgenommen



      Der Startpunkt der Wanderung war mal wieder bei den Casas de Joros, die an der Piste nach Punta de Jandia liegen. Von dort starteten Romana und ich zur Wanderung auf den Morro de la Habana ( Wanderung auf den Morro de la Habana ) und nun wollte ich dort im westlichen Barranco, unterhalb des Montana de Joros, den Aufstieg alleine zum Fraile beginnen.
      Im Bild ist der Fraile die Spitze im Hintergrund, der Aufstieg sollte über den Berghang, der unterhalb dieser Spitze zum linken Bildrand verläuft, erfolgen.



      Am Hang des Montana de Joros stehen viele Kakteen





      Irgendwo dort auf halber Höhe des Berghangs muss es einen Weg geben, der in Richtung Fraile den Hang gemäßigt hochführt. Es war am Anfang der Wanderung schwer diesen Weg zu finden, er war größtenteils ausgesetzt und nur hin und wieder an unnatürlichen Steinschichtungen zu erkennen.



      Nach wenigen hundert Metern verlässt man dann den Hang und befindet sich auf dem Grat, der mich nun bis auf 689 m Höhe führen soll.



      Im freien Gelände ist von einem Weg nichts mehr zu sehen, dort ist es vollkommen egal, wo man den Hang hochsteigt. Interessanterweise ist der Weg an jeder Steilstufe wieder zu erkennen, denn an diesen Steilstufen ist der Weg in Serpentinen angelegt, so dass man genaugenommen von der dieser Steilstufe nicht gefordert wird und ganz entspannt hochsteigen kann. Ich fragte mich den ganzen Weg lang wofür und von wem dieser Weg angelegt worden ist.
      Hier mal der Weg, der zur freien Hangseite zumeist mit großen Steinen befestigt ist. Man braucht wahrscheinlich schon Adleraugen um den Weg von der Bildmitte nach rechts unten in die Bildecke und von dort weiter in Richtung des Montana de Joros am Talausgang zu erkennen.



      An der nächsten Steilstufe ist der Weg recht gut an den angelegten Steinschichtungen zu erkennen



      Oberhalb der Steilstufe stoße ich auf zwei sehr ungewöhnliche Steinformationen



      Von der Seite aus gesehen hat diese Steinformation große Ähnlichkeit mit einem Stuhl, ich habe mich auch mal draufgesetzt und es war gar nicht mal unbequem. Auch die andere Steinformation hat Ähnlichkeit mit einer Bank.



      Ist dafür der Weg angelegt worden? Ist das der "Hausberg" des früheren Königs des Südteils von Fuerteventura? Fragen über Fragen, auf Antworten werde ich wohl lange warten dürfen.

      Fortsetzung folgt
      Hinter den seltsamen Steinformationen kommt die nächste Steilstufe,



      die recht ausgedehnt ist und ich überlege ob ich da wirklich noch hinauf muss, denn mein Ziel liegt nun nicht dort oben am Ende dieses Berghangs, sondern noch ca. 500 Meter weiter links und gut 100 Höhenmeter höher. In Serpentinen gehts es ganz gemütlich hinauf, ein kleiner Absatz unterbricht den Aufstieg. Der Weg ist mal wieder ausgesetzt und ich wende mich auf diesem Absatz nach links, erkenne am Hang in Richtung Gipfel des Fraile einen "Weg" und folge diesem.



      Nach wenigen Metern ist dieser "Weg" verschwunden, vielleicht war es nie ein Weg, sondern eine Laune der Natur, die in diesem steinigen Chaos eine halbwegs ebene Rinne schuf. Ich mache es nun den Ziegen nach und steige wie auf so viele Berge schon zuvor dann querfeldein hoch



      Nun ist es nicht mehr weit bis ich auf dem Grat zum Gipfel stehe



      Dann ist es geschafft, ich stehe auf dem breiten Grat und habe herrliche Ausblicke....

      ....zum Playa de Barlovento, unten rechts im Vordergrund am Bildrand der Pass des Barranco de Gran Valle



      ....zum Hafen von Morro, wo gerade der Fred losfährt



      Wenig später hat der Fred seine Reisegeschwindigkeit erreicht ( leider etwas unscharf durch flirrende Luftschichten :nw: )



      Nun kann ich ganz entspannt über den leicht ansteigenden Grat in Richtung Gipfel gehen und treffe wieder auf verrostete Stahlpfosten mit Stacheldraht, genau wie auf dem Morro de la Habana, der ja in direkter Linie zur Ostküste steht





      Mit jedem Höhenmeter wird mehr und mehr vom Playa de Cofete sichtbar



      Auf dem nächsten Bild ist gut zu erkennen, wie steil die Berghänge unterhalb des Gipfelbereichs sind.



      Dank einer früheren Wanderung im Barranco del Ciervo, oberhalb von Morro Jable, von wo man den Fraile von der Seite aus zu sehen bekam, habe ich großen Respekt vor dem Gipfel. Hier ein Archivbild



      So steil es auch auf der südlichen Seite vom Barranco de Gran Valle zum Gipfel geht, das ist noch nichts im Vergleich zur Steilheit zum Playa de Cofete.
      Aber noch bin ich nicht dort oben, der Grat auf dem ich mich befinde, lässt mich noch verschnaufen



      Fortsetzung folgt
      Auf der dem Barranco de Gran Valle zugewandten Seite grasen unterhalb des Grats noch Ziegen...



      ... eine scheint mich schon bemerkt zu haben, sie wirkt wie "erstarrt", als hätte sie dort oben keinen Menschen erwartet



      Vor der Ostküste zieht der Fred eine gerade Spur ins Wasser



      Ich gehe weiter, es ist fast eben dort auf dem Grat, eine kaum spürbare Steigung,



      dann kommt die nächste Geländestufe, dort stehen doch tatsächlich Basaltsäulen.



      Schöner Ausblick zum Playa de Cofete, am rechten Bildrand ist der Weg zum Pass im Barranco de Gran Valle zu sehen.



      Nun ist es nicht mehr weit



      Der Schlußanstieg, im Hintergrund ist die Gipfelsäule schon zu sehen



      Und dann stehe ich oben, direkt hinter der Gipfelsäule geht es steil nach Cofete hinunter. Wie erwartet gibt es dort nicht viel Platz, ich habe eher das Gefühl auf der "Schneide eines Hobels" zu stehen. Vor mir geht es steil nach Playa de Cofete runter, hinter mir etwas gemäßigter zum Barranco de Gran Valle hinunter.





      Endlich liegt der Playa de Cofete ist seiner ganzen Pracht vor mir



      Fortsetzung folgt

      Carmelita schrieb:

      Das Letzte wäre ein ideales Foto für den Fuerte-Kalender

      Nur das letzte Foto? :( :giggel:

      myfuerte schrieb:

      ...und tolle Leistung als "Flachlandtiroler"

      Mir war auch ganz anders dort oben, aber der Weg ist einfach und nicht schwer, nur oben sollte man keine Mätzchen machen, dann ist man schneller unten als manchem lieb ist ;(

      Cofeter schrieb:

      (FB)...da hast Du unzählige Leute, denen das gefallen wird.

      Ne ne lass mal, wenn die alle kommen, nehmen die einem doch nur die Unterkünfte weg :P


      Ausblicke von dort oben gab es viele; hier der Ausblick nach Westen zum Montana Azufra, zum Punta Pesebre und Punta de Jandia



      und dann ein Panorama vom Punta Pesebre bis zum Istmo de la Pared oder strandmäßig vom Roque del Moro zum Playa de Barlovento



      und der Ausblick hinüber zum Pico de la Zarza, im Vordergrund auf dem Grat eine Art "Unterstand"



      Und das kommt mir richtig merkwürdig vor. Auf dem Grat, knapp vor dem Knick hinunter zum "Flaschenöffner", befindet sich dieser "Unterstand". Kommt mir etwas künstlich aus, also nicht naturgegeben. Die Steine drumherum sind normal verwittert, nur direkt an diesem Eingang liegen auffallend viele Steine die rechtwinklig sind und gerade Kanten haben.



      Fortsetzung folgt
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