E-Auto

      Schwer zu sagen...
      Ein Elektroauto verbraucht wohl je nach Auto Fahrweise und so weiter als Hausnummer zwischen 15 und 30 kwh/100km.
      Wieviel km willst du fahren?
      Fährst du nur Nachts damit tagsüber das Auto laden kann?
      Oder ein Tag Auto1 am nächsten Auto2?
      Oder du musst mit einem Energiespeicher arbeiten.
      Ins Netz einspeisen, und dafür Geld bekommen ist im Moment wohl nicht drin.

      Je schneller du laden willst, desto mehr Fläche.

      Ob sich das bei den Strompreisen von ca. 14ct/kwh rechnet, muss jeder selbst rechnen oder abschätzen. Ich würde aus dem Bauch heraus sagen... unwirtschaftlich.
      Ein Freund der etwas davon versteht und auf Fuerte Solaranlagen verbaut, schrieb mir dazu folgendes:

      E-Auto und Solar passt nicht wirklich zusammen. Der Ladestrom ist sehr hoch und 400V.
      Eine Anlage alleine wegen dem Auto wäre zwischen 20 und 30K.
      Dein Haus könntest du dann mit anschließen.
      E-Autos sind Augenwischerei.
      Kaufe dir lieber einen kleinen Benziner. 1000ccm haben dank Turbo auch 100PS.
      Fast kein Privathaus auf Fuerte hat Drehstrom! Ladezeit mit einer normalen Steckdose legt bei ca. 30 Std. für 200 Km Autonomie.
      Eigenstrom ist völlig unmöglich, also jedenfalls wenn es wirtschaftlich sein soll.
      Das 3l Auto ist längst serienreif, wurde ja schon in den 90ern drauf hingearbeitet, aber das höher, schneller, fetter, sicherer hat aus schlanken GFK-Fahrzeugen überfettete - in meinen Augen übrigens völlig hässliche - Kröten erzeugt, die ausser zuviel Sprit schlucken nicht wirklich viel können.

      Falscher Weg um CO2-Ziele wirksam zu erreichen. ;o)
      Grüssle Micha

      --

      Too old to die young!

      andy34 schrieb:


      E-Auto und Solar passt nicht wirklich zusammen. Der Ladestrom ist sehr hoch und 400V.
      Eine Anlage alleine wegen dem Auto wäre zwischen 20 und 30K.
      Dein Haus könntest du dann mit anschließen.
      Fast kein Privathaus auf Fuerte hat Drehstrom! Ladezeit mit einer normalen Steckdose legt bei ca. 30 Std. für 200 Km Autonomie.


      Hi andy34,

      ich weiß nicht was Dein Freund macht, aber es gibt einige, die sehr wohl PV und E-Auto kombinieren und damit fast umsonst tanken, das Haus elektrifizieren etc. Zumal auch Akkus aus E-Autos mit zu geringer Leistung bei PV als Stromspeicher weiterdienen können. Unterhalte Dich mal mit einem Hersteller von E-Autos, in meinem Fall war es der Hersteller des Twike in Rosenthal, mit dem ich sein ausführliches Gespräch wegen Akkus in E-Autos gehalten habe. Wolfgang kann Dir am Beispiel seines Firmengebäudes das Zusammenspiel von PV und E-Auto sehr anschaulich erklären. Die Firma läuft autark mit Solar, die Mitarbeiter haben Ladestationen am Gebäude.

      Ladezeit an der "normalen" Steckdose mit 30 Stunden? Woher hat er denn diese Zahlen? Eigene Probefahrten mit Smart ED un Nissan Leaf inkl. Schnarchladen am rund 10 bzw. 11 Stunden. Ich weiß nicht er für Akkus am Hausstrom lädt, dass er auf 30 Stunden kommt.

      Als Pendelfahrzeug kann ich mir zur zeit ein E-Auto sehr gut vorstellen, man muss halt planen, was man fährt, wo und wie man fährt und wie man "tankt". Sobald in unserem Ort eine Ladesäule steht, würde ich für € 12,50/Monat Flatrate tanken, damit würden wir rund 1000 km / Monat im Nahbereich pendeln. Der große Wagen würde wegkommen und der Kleinwagen als benziner als Zweitwagen bleiben.

      Die Links zu Twike und weitere Infos über E-Autos und deren Technik:
      http://www.twike.com/
      und
      goingelectric.de

      Gruß,
      Michael
      PS: wer Rechtschreib-, Komma- oder sonstige Fehler findet, kann sie gerne behalten! Seht es als Geschenk! :P
      Also ich denke das ganze nur für Fuerte wenn man dort ein Haus hat.

      Dieser Freund hat schon viele Solaranlagen auf Fuerte in Häuser verbaut damit man autark ist.
      Ich habe es zuletzt gesehen als er eine Anlage in Risco el Paso in einem Haus erweiterte wo ich wohnte.
      Die Erweiterung der Anlage hat ca. 25.000,- Euro gekostet.
      Es waren dann zusammen ca. 15 Solarpanel und 24 große (keine Autobatterien) ca. 1 Meter hohe Batterien.

      Damit wurde ein Haus mit ca. 5 Wohnungen mit Strom versorgt.
      Allerdings durften nicht in allen Wohnungen auf einmal kochen, Waschmaschinen und Staubsuger laufen.
      Da ist die Anlage bisschen in die Knie gegangen was man beachten musste. Es gibt ja auch bewölkte Tage auf Fuerte wo es dann länger dauert bis die Batterien wieder voll sind.


      @Mabuhay
      es macht sicher einen Unterschied ob man in Deutschland mit stabilen 220Volt lädt, oder über solch eine Solaranlage auf Fuerte.

      Vielleicht hat er mit den 30 Stunden etwas absichtlich übertrieben und wollte damit nur sagen das es sehr lange dauert.

      andy34 schrieb:


      @Mabuhay
      es macht sicher einen Unterschied ob man in Deutschland mit stabilen 220Volt lädt, oder über solch eine Solaranlage auf Fuerte.
      Vielleicht hat er mit den 30 Stunden etwas absichtlich übertrieben und wollte damit nur sagen das es sehr lange dauert.

      @andy34
      dann müssen PV auf Fuerte anders sein, als in D. Hier macht es keinen gravierenden Unterschied bei der Ladedauer, ob mit PV oder "Normalstrom" geladen wird.
      PS: wer Rechtschreib-, Komma- oder sonstige Fehler findet, kann sie gerne behalten! Seht es als Geschenk! :P
      Solarstrom über PV ist relativ teuer und unwirtschaftlich - Wirkungsgrad um die 20%
      Für Insellösungen und Kleinverbraucher auch o.k.
      Ich weiß in El Cotillo gibt es einige Ferienwohnungen die mit Sonnenenergie Strom erzeugen. Gekocht wird aber meist mit Gas.
      Schnellladestationen für E-Autos - da bräuchte man schon eine sehr gr0ße PV Fläche.

      Auch so kann es gehen und genau das würde passieren wenn in D sehr viele auf E-Autos umsteigen würden.
      http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/elektroauto-norwegen-hat-ein-e-auto-problem-1.3671436



      andy34 schrieb:

      es macht sicher einen Unterschied ob man in Deutschland mit stabilen 220Volt lädt, oder über solch eine Solaranlage auf Fuerte.
      .

      Die stabilen 230 oder gar 400V erzeugt der Umrichter aus dem PV Gleichstrom. Die sollten genauso stabil sein, wie bei uns. Was fehlt ist der erforderliche hohe Strom und die daraus resultierende Leistung (el. Gleichstrom Leistung = Strom x Spannung). Und wenn man mit geringer Leistung lädt, dauert es eben bis man die nötige Energiemenge in die Akkus gepumpt hat. Bei den oben angesprochenen 20% Wirkungsgrad, braucht man schon gewaltige PV Flächen um schnell Laden zu können. Laut meinen Kenntnissen (sind in diesem Themengebiet schon älter) ist bei 20% unter Laborbedingungen absolut Ende der Fahnenstange. Wenn man dann den Wirkungsgrad unter Realbedingungen betrachtet und den des Umrichters mit einbezieht, kommt man vielleicht auf 15% real oder gar weniger. Nicht viel. Windräder wären da geeigneter.
      Viele Grüße, Markus

      -el loco del barco :)

      Generation111 schrieb:

      andy34 schrieb:

      es macht sicher einen Unterschied ob man in Deutschland mit stabilen 220Volt lädt, oder über solch eine Solaranlage auf Fuerte.
      .

      Die stabilen 230 oder gar 400V erzeugt der Umrichter aus dem PV Gleichstrom. Die sollten genauso stabil sein, wie bei uns. Was fehlt ist der erforderliche hohe Strom und die daraus resultierende Leistung (el. Gleichstrom Leistung = Strom x Spannung). Und wenn man mit geringer Leistung lädt, dauert es eben bis man die nötige Energiemenge in die Akkus gepumpt hat. Bei den oben angesprochenen 20% Wirkungsgrad, braucht man schon gewaltige PV Flächen um schnell Laden zu können. Laut meinen Kenntnissen (sind in diesem Themengebiet schon älter) ist bei 20% unter Laborbedingungen absolut Ende der Fahnenstange. Wenn man dann den Wirkungsgrad unter Realbedingungen betrachtet und den des Umrichters mit einbezieht, kommt man vielleicht auf 15% real oder gar weniger. Nicht viel. Windräder wären da geeigneter.


      Sprichst du jetzt von der Großanwendung oder vom einzelnen E-Auto Besitzer?

      Für den einzelnen Besitzer kann das gut funktionieren. Was stören schon 20% Wirkungsgrad? Die Sonne scheint umsonst! Für 10 kW Leistung (bei Sonne) braucht man ungefähr 50 m² Fläche. Damit bekommt man ein E-Auto schon recht schnell voll.

      PV sei teuer und unwirtschaftlich? Wenn sich das sogar hier im dunklen NRW lohnt, dann ja wohl erst recht im sonnigen Süden. Ich erwirtschafte rd. 7000 kWh jährlich mit einer 8 kW - Anlage. Auf Fuerte käme da locker das Doppelte heraus. Auf 25 Jahre gerechnet könnte man dort Erzeugungskosten von 3 ct/kWh erreichen. Natürlich nur, wenn man den Strom auch verbrauchen kann. Da sähe ich schon eher ein Problem :)

      Falk
      Habe gerade kurz gegoogelt:
      -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Ein Beispiel: Ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt verbraucht pro Jahr etwa 4000 kWh Strom. Pro Kilowattpeak (= 1000 Watt) werden durchschnittlich 10 Quadratmeter Fläche benötigt. Eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 40 Quadratmetern - und somit 4 Kilowatt Peak Nennleistung - kann den Bedarf des Haushalts bereits komplett decken.
      ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Quelle: solaranlagen-portal.com/photovoltaik/leistung

      Das würde dann aber die 2,5 fache Fläche bedeuten. Und das bei Peak Leistung. Dann wären wir bei 125m² für 10kW Peak. Das ist schon was.
      Viele Grüße, Markus

      -el loco del barco :)
      Noch eine Milchmädchenrechnung zum E-Mobil.
      Die Batteriedaten meines i-miev: 88LiMaZo4 Zellen a 3,7Volt 50A=326Volt=16,28Kwh.Diese 16,3 Kilowattstunden stehen bei diesem Auto für ca.120Km Fahrleistung zur Verfügung.Bei Autobahn und 130Kmh reduziert sich das natürlich etwas.
      Mit einem beigestellten Ladegerät bedeutet das an einer mit 16A/220V Steckdose 6-8h Ladezeit.
      In Fuerte sind Steckdosen,zumindest bei neueren Objekten,ebenfalls mit 16A abgesichert.Reine Stromkosten,ohne
      Grundgebühr,liegen inkl. Impuesto bei 12ct.Billiger und emissionsarmer kann man kein Auto fahren.2€/100Km.
      Mit einer PV Anlage, die ja hier einen fantastisch hohen Wirkunggsgrad hat,reduziert sich das Ganze nochmals.
      Aber das haben ja einige Mitglieder schon plastisch dargestellt.Klaus
      Aha, mit Öl Strom herstellen, um dieses Öl dann als subventionierten Strom an der Steckdose in den Giftmülltank zu füllen, ist also emmissionsärmer als ein 3l Diesel? ;o)

      Atomstrom? Quatsch, der kommt doch bei uns aus der Steckdose... ;o)

      Die Rechnung geht ja auch, 3l Diesel= € 3/100 km.
      Ladezeit? Ca. 3 Minuten für einen 45l Tank.
      Reichweite? 1500 km!
      Grüssle Micha

      --

      Too old to die young!
      Der Strom aus dem Netz in Fuerte ist so was von "schmutzig" da er fast nur aus Schwerölverbrennung gewonnen wird.
      Als Selbstversorger über eine eigene PV Anlage sein E-Auto zu "betanken" ist natürlich eine schöne Wunschvorstellung.
      Ach, wie war das mit der grünen kanarischen Trauminsel El Hierro?
      Erstes Eiland der Welt, so war es gedacht, nur mit Biostrom autark zu versorgen.
      Hat leider (noch) nicht funktioniert, deshalb bleibt als Brückentechnologie nur Diesel zumindest für die kostengünstige Fortbewegung.
      LO QUE NO ME MATA, ME HACE MAS FUERTE

    Das Forum rund um die Insel Fuerteventura mit Beiträgen, Tipps und Wissenswertem zur Kanareninsel. Registrieren Sie sich in unserem Forum.

    Datenschutzerklärung nach DSGVO