Lohn in Spanien.... Mindestlohn ja/nein?

      Lohn in Spanien.... Mindestlohn ja/nein?

      Da hier ja einige interessiert waren, habe ich mal eine Berechnung für den Lohn.
      Barbara müsste eigentlich aus Ihrer "aktiven" Zeit auch noch was dazu beitragen können.

      Salario Base (Grundgehalt) 753,33 €
      Antiguëdad (Zuschlag für Jahre der Betriebszugehörigkeit) 65,92 €
      Beneficios (Gewinnzulage) 65,92 €
      Plus trans (Fahrgeld) 117,65 €
      Spesen 114,12 €

      "Bruttogehalt" 1.116,94 €
      Abzüge:Allgemeine Kontingentierung 47,80 €
      Arbeitslosenbeitrag 15,76 €
      Lohnsteuer 9,00 €
      Ausbildungsabschlag 1,02 €
      Nettoauszahlung 972,69 €

      .. und hier ein Vergleich der Mindestlöhne:

      @laluna @Barbara (eventuell Beiträge verschieben)

      de.statista.com/statistik/date…-mindestloehne-in-der-eu/
      @Sascha1980 - deine Aufstellung ist ja eigentlich ganz interessant, aber ohne einen konkreten Bezug zu einem Job, etc. kann man keine weiteren Vergleiche o.ä. anstellen.
      Ist es ein 1/2-tags Job oder ganztags/wie viele Stunden? Welche Branche? Liegt ein Tarifvertrag oder ähnliches zu Grunde?
      Vielleicht könntest Du mal Licht ins Dunkel bringen? ?(

      Bei den Abzügen ist eine "allg. Kontingentierung" aufgeführt. Ist das mit der Renten/Krankversicherung gleichzusetzen?
      Für was berappen die Spanier einen "Ausbildungsabschlag"? ?( ?(
      Diese meine Meinung ist vollkommen subjektiv und kann nicht als Allgemeingültig angesehen werden. Das Lesen meiner subjektiven Meinungsäußerung ist nicht gesundheitsgefährdend und verstößt gegen keine Forumsregeln; Nebenwirkungen sind unbekannt aber nicht ausgeschlossen.
      Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! :nw:
      :cool:
      Die Mindestlohnliste sollte uns dennoch zu denken geben, wir müsen uns ja nicht gleich vor einem Wirtschaftsschwergewicht wie Luxemburg einreihen wollen, aber Germany second müsste doch nun wirklich drin sein, oder?
      Grüssle Micha

      --

      Schon im präfaktischen Zeitalter wusste Mohammed:
      Die Tinte des Gelehrten ist heiliger als das Blut des Märtyrers.
      Ich fand schon immer, dass ein Mindestlohn von 10€ sein müsste...mit allem was darunter liegt ist ein vernünftiges Leben (Miete/Fahrtkosten/Lebenshaltungskosten/etwas Freizeit) kaum möglich. Man möchte ja auch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

      Und ich denke dabei an die Mieten hier bei uns im Ruhrgebiet...in anderen Städten sieht es wieder ganz anders aus, da sind die Mieten ja doch deutlich über unseren. Z.B. in Köln oder München würde man damit wieder nur schwer auskommen, es sei denn man zieht in die absoluten Randgebiete.

      Wie ist es denn in Spanien, ich kann mir auch hier nicht vorstellen, dass man mit diesen geringen Gehältern über die Runden kommt...
      Ich fand schon immer, dass ein Mindestlohn von 10€ sein müsste...

      Find ich auch in Ordnung damit ein Anreiz/Anerkennung gegenüber nicht arbeitenden Menschen besteht. Allerdings müssten auch Facharbeiter besser bezahlt werden. Das alles nützt aber nicht viel, wenn gleichzeitig vom Bruttolohn mehr abgezogen wird.

      da sind die Mieten ja doch deutlich über unseren. Z.B. in Köln oder München


      Gerade in den letzten Tage kam ein Bericht aus München, da waren als Beispiel ein Polizist, Altenpfleger und Rettungssanitäter, die in der Innenstadt keine Wohnung mehr leisten können.
      Na ja Kinder, das ist auch hier im Großraum Frankfurt/Wiesbaden so.
      Da muss heftig gependelt werden um eine bezahlbare Wohnung haben zu können. Bei Arbeitslosigkeit wird die Diskrepanz noch größer!

      Ich bin auch für einen vernünftigen Mindestlohn und der derzeitige darf nur der Einstieg gewesen sein, aber man sollte -wie Sparfuchs schon schrieb- auch für die gutausgebildeten Mitarbeiter/innen einen gewissen Anreiz gegenüber den ......nicht ausgebildeten Menschen bieten. Wird aber von beiden die gleiche Leistung erbracht, sollten sie auch gleich bezahlt werden. Letztlich sollte aber auch die Situation des Unternehmens berücksichtigt werden, denn nicht jeder kleine Kaufmann oder Handwerker ist dazu in der Lage, höhere Löhne zu zahlen.
      :Hut:
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      Ich sage mal, speziell in der Altenpflege wird von den Krankenkasse genügend bezahlt. Da fließt da Geld nur leider in andere Töpfe. Da kann und sollte man auch einen Lohn von 12 Euro einführen, mindestens. Schließlich geht es um Menschen und wir werden alle mal alt.

      Aber generell sind die Löhne in Spanien ganz niedrig. Als Kellner oder eben in der Touristen Saison verdient man "faires Geld" aber eben auch von 10-24 Uhr... und das ein paar Monate im Jahr. ALG gibt es dann nie, weil unter 12 Monate beschäftigt. Die Spanier können das alles nur machen, weil Sie eben alle große Familien haben. Die Wohnungen sind für die meisten Spanier nicht mehr bezahlbar in Küstennähe. Die Engländer (Rentner) merken es auch schon seit letztem Jahr. Meine Nachbarn bekommen Rente und haben schon 15% verloren, nur durch den Währungswechsel.
      Wie ist das auf Fuerte mit der "Touristensaison"? Auif dem Festland muß das Geld in 4-5 Monaten verdient werden, aber Fuerte hat doch ganzjährig Saison. Da müssten doch auch feste Verträge zustande kommen, die die Mitarbeiter dann auch gegen eine Arbeitslosigkeit absichern. Oder wird da auch wieder getrickst?
      ?(
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      :cool:
      Es werden Jahreszeitverträge gemacht, viermal hintereinander mit dazwischenliegender Kurzarbeitslosigkeit, danach musst Du Dir einen neuen AG suchen, weil ab der 5.Wiederholung eine Festeinstellung entstehen würde.

      Das ist der übliche Prozess im Beherbergungsgewerbe für den "flexiblen" Teil der Mitarbeiter.
      Grüssle Micha

      --

      Schon im präfaktischen Zeitalter wusste Mohammed:
      Die Tinte des Gelehrten ist heiliger als das Blut des Märtyrers.
      ...bei den Sozialbeiträgen sind uns die Spanier aber voraus:

      "Beitragsatz zur Krankenversicherung und Rentenversicherung in Spanien
      Arbeitnehmeranteil: 4.7 % vom sozialversicherungspflichtigen Gehalt
      Arbeitgeberanteil: 23.6 %"
      :thumbsup:

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      :cool:
      Ein "Kleinunternehmer" erzählte uns, dass man Festangestellte noch sehr viel schwerer kündigen kann als in D, auch wenn sie sich was zu Schulden kommen lassen. Sebst wenn ein Festangestellter selber kündigt, bekommt er immer eine Abfindung. Das ist zwar sicher sozial gut gemeint, hat aber diese haarsträubenden 1-Jahresverträge zur Folge und ist somit sozial kontraproduktiv.
      Achtung: ich weiß das nur vom Hörensagen, habe es nicht nachgeprüft. Micha, das ist doch ein Nachforschungsauftrag für dich :cool:

      zwiebackdancer schrieb:

      ...bei den Sozialbeiträgen sind uns die Spanier aber voraus:


      Genau, deshalb ist der Unterschied beim Brutto / Netto Lohn so minimal. Sind meist nur ein paar hundert Euro je nach Tarif oder Chef bei Zuschlägen. Problem ist in der Tat die soziale Absicherung. Deshalb arbeiten auch so viele Spanier nebenbei oder eben schwarz auf die Hand.
      Beispiele sind hier die Hausverwaltung, App. Reinigung, Gärtner & Poolreiniger. Ein Poolreiniger bekommt für 4x pro Monat je 15-30 Minuten schnell 100 Euro auf die Hand. Ein Gärtner der 1x im Monat kommt, hat schnell 1.000 Euro im Jahr bei einer kleinen Grundstücksgröße ohne Rasenfläche.
      App. Reinigungen sind inzwischen bei 100 Euro. Das ist teilweise echt dreist. Ist aber nun mal so, weil die Touristen das eben zahlen. Oft gibt der Vermieter nur 30-50 Euro weiter. Zuverlässige Leute zu finden, ist aber echt schwer.

      Kenne allerdings auch Poolreiniger, die kommen dann im Winter nur alle 6-8 Wochen, kippen 10 Kilo Chemie rein wenn der Pool "gekippt" ist und fertig. Schwer zu kontrollieren, wenn man selber nicht vor Ort ist.
      Über Abfindung weiss ich nichts, letztlich bleibt die Frage wie hoch die denn ausfällt, ich nehme an das ist in den tendentiell niedrigen Löhnen bereits eingepreist, aber mit den Zeitverträgen kann man sich drum drücken.

      Zu den "niedrigen" Sozialversicherungsbeiträgen (auf ohnehin niedrigere Ausgangswerte): die liegen in prozentualer Summe ca. 1/3 unter den deutschen, was sich damit dann finanzieren lässt, sieht man an der Leistungsfähigkeit der spanischen Krankenversicherung.
      Wie siehts bei der Rente aus?
      Grüssle Micha

      --

      Schon im präfaktischen Zeitalter wusste Mohammed:
      Die Tinte des Gelehrten ist heiliger als das Blut des Märtyrers.

      Micha schrieb:


      sieht man an der Leistungsfähigkeit der spanischen Krankenversicherung.


      Dafür kostet eine sehr gute private KV auch nur 100 Euro monatlich für einen um das Baujahr 1980.
      Die gesetzliche KV kannst halt echt vergessen. Als Rentner sieht das leider auch schlecht aus. Deshalb sind z.b. Bekannte von uns in Holland gemeldet und nutzen die KV in Spanien. (Rente in Holland)
      Als Rentner kriegst doch keine private KV mehr.
      Und wenn Du sie so lange behältst, kannst sie nicht mehr bezahlen.
      Oder Du fällst auf GKV-Niveau zurück mit Tarifumstellung - und zahlst dann trotzdem mehr.

      PKV macht allenfalls Sinn als Zusatzversicherung, aber nicht als Basisversicherung. Und wer dennoch eine billige PKV abschliesst, muss den eingesparten Betrag zwingend als Altersreserve zurücklegen und nie antasten.
      Grüssle Micha

      --

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