Mein Urlaubstagebuch

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      Danach fahre ich nach Tigaday, dem eigentlichen Ortszentrum des Bezirks von La Frontera, und dort in die "Einkaufsstraße", denn dort befindet sich eine Pizzeria. Ich habe diese Pizzeria noch nicht geöffnet gesehen, aber Andrea meinte, das die wohl Abends auf hätten und der Inhaber ein Italiener ist und so probiere ich es an diesem Abend aus. Dort werden von Baguettes über Burger und Sandwiches bis hin zu den Pizzen alles angeboten. An einer langen Bar kann man u.a. Fernsehen schauen, während man auf das Essen wartet. Aber da schaue ich nicht hin, würde sowieso weniger als die Hälfte verstehen und möchte von der großen weiten Welt drumherum nichts mitbekommen. Die bestellte vegetarische Pizza ist riesig und schmeckt sehr gut. Ich bestelle mir noch eine zweite kleinere Pizza zum mitnehmen und für den Nachhunger ;) , der Rest dieser Pizza wird am nächsten Morgen gegessen.
      Wie jeden Morgen fahre ich so gegen 10 Uhr los, das Wetter ist an der Küste sonnig, oben auf der Cumbre sind fast keine Wolken zu sehen. Diesesmal will ich in Richtung Westküste nach La Dehesa und weiter hinauf am Lomo Negra vorbei zur Ermita Virgen de Los Reyes und wenn es dort nicht neblig ist, schauen, ob ich die Piste nach El Sabinar zu den vom Wind verblasenen Bäumen befahren kann. Die HI-550 verläuft kilometerlang schnurgerade, erklimmt eine kleine Höhenstufe, es folgt eine Kurve und dann geht es auf ca. 2,5 km weiter geradeaus. Ich passiere Sabinosa, das oberhalb am Hang liegt, eine kleine Ansiedlung nur aus Wohnhäusern bestehend. Ich habe jedenfalls kein Geschäft dort gesehen.





      Dieser Berghang ( im Bildhintergrund ) steht in der Sonne, endlich kann ich die ganze Schönheit dieser Wand erkennen. Unten sind zwei verschieden farbige Aschen zu sehen, darüber mehrere Lagen Gestein von aufeinanderfolgenden Ausbrüchen des Vulkans und darüber wieder eine mächtige Ascheschicht. Am Hang nebenan dominiert die rote Asche. Durchzogen sind beide Wände von senkrecht verlaufenden Rissen, in denen die basaltische Lava nach oben aufgestiegen und dann erstarrt ist.
      Ich kann mich nicht sattsehen an diesen farbigen vulkanischen Aschen, ich finde diese Wand wunderschön.





      Fortsetzung folgt
      Ich fahre weiter auf der Nachts gesperrten Straße und komme nach wenigen hundert Metern am Playa Arenas Blanca vorbei, wo mehrere Felsblöcke vor dem Strand stehen.



      Das Wetter über dem Meer verspricht wechselhaft zu sein, ich hoffe oben am Hang auf 600 m Höhe trocken zu bleiben. Die Fahrt geht weiter durch den mir nun schon bekannten Weg durch das Lavafeld. Gleich am Anfang der Steigung am Lomo Negra zweigt eine Straße ab, wird allerdings nach wenigen Metern zur Piste und führt an früheren Plantagen vorbei zum Playa del Verodal.



      Die Aussicht auf das Lavafeld unter mir an der Küste ist jedesmal wieder schön, ich komme am Aussichtspunkt vorbei und durchfahre die dort beginnende Vegetationszone. Ich hatte den liegenden Baum schon mehrmals gesehen, nun bleibe ich stehen um ihn mal zu fotografieren. Es ist ein Vorgeschmack auf El Sabinar.



      Der linke Hang zum Meer ist wieder vulkanisch geprägt, der rechte Hang dagegen ein wenig älter und grüner



      Nach einer weiteren halben Stunde bin ich dann oben an der Ermita Virgen de Los Reyes, es sind ein paar Autos dort, beim letztenmal war ich ganz allein hier oben. Ich sehe das die Tür zur Ermita offen steht und ich gehe hinein



      Ich bleibe nicht lange, neben der Kapelle gibt es weitere Gebäude und in einem davon einen "Souvenirladen", aber leider ohne Postkarten. Ich weiß nicht warum an diesem Tag die Kapelle geöffnet hat, ich befürchte aber das ein kleiner Bus von "transhierro" auftaucht und dann ist es mit der Ruhe und Beschaulichkeit vorbei. Von der Ermita aus geht ein Fußweg zu der Cueva del Caracol, die ich mir anschauen will. Fast bin ich enttäuscht, es ist nicht mehr als ein an mehreren Stellen überhängender Fels, eigentlich nur ein "Abri". Von Menschenhand ist dieser Hohlraum vergrößert und aussen eine Mauer errichtet worden. In diesen Hohlräumen hat man primitive Schlafkojen eingerichtet.



      Ich umrunde den Montana de la Virgen, komme an füheren Feldern vorbei...



      ...und gehe auf der schwarzen Piste zurück zum Wagen. Ein Auto kommt mir entgegen und ich erfahre, das man die stärker erodierte Piste auch befahren kann. Nun gut, ich werde da auch herfahren, die Piste nach El Sabinar ist etwas mehr als 2 Kilometer lang. Ich möchte mir nicht vorstellen, das ich dort irgendwo hängenbleibe. Am Rand der Piste gibt es immer wieder schöne Ausblicke auf die blühenden Bergwiesen



      Das letzte Stück bevor der Parkplatz in Sicht kommt, also die letzten 40 Meter sind die schlimmsten der gesamten Piste. Hinunter bin ich gekommen und auf dem Parkplatz stehe ich nun auch alleine. Das Wahrzeichen von El Hierro befindet sich direkt neben dem Parkplatz, es ist "eingezäunt", man könnte aber an jeder Stelle über die Kordel zwischen den Holzpfosten steigen.



      Es ist wechselhaft, regnen tut es nicht, aber man muß Glück oder Zeit haben um die Bäume im Sonnenlicht zu sehen





      Ich habe ja von beidem, Glück wenn ich gerade passend hinkomme und Zeit, um zu warten bis die Wolke vor der Sonne weitergezogen ist, habe ich auch. Ein Panoramafoto mache ich noch,



      dann folge ich dem Wanderweg zum Mirador de Bascos, von wo man auf das El Golfo Tal hinunterblicken kann. Dieser Aussichtspunkt liegt oberhalb der wunderschönen farbigen Felswände. Dieser Mirador interessiert mich nicht so sehr, ich mache stattdessen eine kleine Rundwanderung...





      ... und gehe zum Auto zurück. Direkt am Parkplatz liegt noch dieser Baum, rechts am Bildrand das Wahrzeichen El Hierros

      Fortsetzung folgt
      Direkt am Parkplatz liegt noch dieser Baum, rechts am Bildrand das Wahrzeichen El Hierros



      Kurz bevor ich losfahren will, sehe ich noch dieses dürre Stämmchen, es erinnert mich an einen Pferdekopf. So ähnlich sieht der Pferdekopfnebel im Sternbild Orion auch aus, nur steht im All der Kopf nach links.



      Trotz großer Bedenken geht auf dem schlechtesten Stück der Piste alles gut, auf der Hinfahrt bin ich schon an blühenden Bergwiesen vorbeigekommen und jetzt liegen diese Wiesen im Sonnenlicht.



      Auf Dauer ist es mir aber auf 700 - 800 m Höhe zu kalt, ich möchte wieder hinunter. Auf der Fahrt zum Lomo Negra nehme ich diesesmal den Abzweig zum Faro de Orchilla. Es ist zwar nur eine Piste, die am Montana de Orchilla vorbei führt, aber die ist in gar nicht so schlechtem Zustand. Vom Vulkan hinunter zur Küste befindet sich wieder eine Lavalandschaft. Auf Höhe des Leuchtturms bleibe ich stehen, ich glaube nicht weiter hinunter fahren zu können, zu tief sind die Schlaglöcher auf der Piste. Mir scheint das ich alleine dort bin, deshalb fahre ich nicht rechts an den Rand der Piste. Ich steige aus und erkunde die nähere Umgebung.



      Hinter der Mauer ist ein Loch im Boden, ich kann einen Lavatunnel sehen, aber ich weiß nicht wie ich da hinunter komme. Ich geh weiter über diese erstarrten Lavaflächen und sehe weitere Löcher im Boden...



      ...und wenig später stehe ich vor diesem Loch, in das eine Treppe hinunter führt. Ich gehe zurück zum Wagen, hole meine Stirnlampe, will gerade wieder zurückgehen, als ein Auto ankommt und an meinem vorbeifährt, als wenn das ganz normal wäre. Na gut denke ich, werde ich auch noch ein Stück weiterfahren, drehen und den Wagen an der Seite parken.
      Bald danach bin ich wieder an der Treppe und gehe hinunter. Am Ende der Treppe ist erstmal Schluß, ein Lavabrocken hängt ziemlich weit hinunter und versperrt mir den Eintritt. Ich setze mich auf den Hintern und rutsche dann ich den Lavatunnel hinein. Am Anfang ist noch ein wenig Restlicht vom Einstieg vorhanden, aber nach 10 Metern ist es vollkommen dunkel. Ich schalte die Lampe ein und will Aufnahmen machen, aber der Blitz funktioniert nicht. Hätte ich doch vorher mal ausprobieren sollen, ich weiß mir aber zu helfen. Ich nehme die Stirnlampe ab, leuchte damit in den Tunnel hinein und mache dann Aufnahmen. Einige sind verwackelt, nur eins ist recht gut geworden.



      Typisch für einen Lavatunnel ist die "Zipfelmützenoptik" :D , eine eigene Wortkreation, es soll nur die Form des Tunnels angeben.
      Da dieser Tunnel nicht weit von der Steilküste entfernt liegt, dachte ich, das er an der Steilküste auch eine Öffnung hat. Ich kann gerade noch aufrecht stehen, vor mir wird die Decke immer niedriger. Ich mache einfach mal die Lampe aus und stehe in der Finsternis. Ich warte mindestens 3 Minuten, aber meine Augen gewöhnen sich nicht so schnell an die Dunkelheit. Es ist kein Riss, kein noch so kleines Loch vorhanden, nirgendwo kommt ein wenig Licht herein und es ist absolut still. Ich schalte die Lampe wieder ein und gehe zur Treppe zurück, krabbele am Schluß auf allen vieren auf die Treppe und steige dann hoch.
      So eine schöne Landschaft, mir persönlich gefällt das nächste Bild am besten



      Ich gehe zurück zur Piste und auf dieser hinab in Richtung Punta de Orchilla. In der freytag&berndt Karte sind dort in der Gegend mehrere Höhlen eingezeichnet. Direkt an der Piste sehe ich wenig später dieses Loch



      Der Einstieg ist ganz leicht, es sind an einigen Stellen Löcher in der Decke und der Tunnel ist gut 2,5 Meter hoch



      Man kann aber nicht weit hineingehen, nach einem Knick muß ich mich schon bücken und wenig später ist es zu niedrig für mich. Aber auch hier kann man diese "Zipfelmützenoptik" gerade an der Decke gut erkennen



      Das Gestein sieht aus wie Zuckerguss



      In der näheren Umgebung sehe ich auch offene Lavaröhren, in denen jetzt Lavagrus liegt



      Ich gehe zum Wagen zurück und verlasse diese Gegend.



      Fortsetzung folgt
      Ich überlege gerade, da Du ja immer alleine unterwegs warst, wenn Dir in einer Höhle etwas passiert wäre ..... ein Unfall, ein gebrochenes Bein, was auch immer.
      Du wärst sicher nie gefunden worden ..... Gruselige Vorstellung.
      Pass bitte auf dich auf.
      Gruß Birgit
      Wer versucht, Allen alles recht zu machen, wird niemals "Everybodys Darling!" sondern höchstens "Everybodys Depp!" (zwiebackdancer)
      Noch ein Blick zurück, es war schön begehbare Lavaröhren zu finden



      Beim Aussichtspunkt am Lomo Negra halte ich an und wandere dort ein wenig hoch bis zur Abbruchkante des Vulkans.
      Ich finde diese Farbzusammenstellung sehr schön, die Natur hat viel zu bieten auf El Hierro.
      Hier der Blick hinunter zum Playa de Pilato



      Und dann mal eine Detailaufnahme



      Ich fahre hinunter zur Küste und sehe mir die Abbruchkante von unten an, wie auf einer Rampe ist die Lava dort hinunter geflossen



      An Pozo de la Salud fahre ich vorbei und nehme den Abzweig hoch nach Sabinosa.
      In einer Kurve, knapp unter den Häusern, sehe ich worauf die Ansiedlung steht.



      Ich komme durch den Ort und fahre auf dieser Höhe bleibend nach Tigaday und sehe mir dort die Gegend an.
      Es stehen vereinzelt sehr schöne Häuser dort, die teilweise auch als Ferienwohnung gemietet werden können.



      Dann komme ich zu den Feldern auf denen für mich unbekannte Pflanzen wachsen



      und auf dem nächsten Feld schon etwas ältere Pflanzen gleichen Typs ^^



      Hat schon jemand eine Ahnung um was für eine Pflanze es sich handelt?

      Fortsetzung folgt
      Es sind Ananasfelder, ich dachte bisher, das Ananas wie eine Rübe im Boden wächst. Aber sie wachsen am Stengel.



      Und hier ein Ananasfeld das abgeerntet werden könnte.



      Neben Ananas werden auch Wein und Bananen angebaut. Ich wandere noch ein wenig in dem Ort herum, während die Sonne durch die Wolken scheint und die Steilwand der Cumbre oberhalb Tigaday beleuchtet.



      Dann beschließe ich nochmal zur Pizzeria Volcano zu fahren und dort einzukehren. Die Pizza ist wieder groß und gut. Ich frage auch nach Peperoni und man stellt mir eine Flasche hin, in der drei Peperoni in einer trüben Flüssigkeit liegen. Mein Magen ist ein wenig empfindlich und so verzichte ich auf den Versuch ein wenig nachzuschärfen. Danach, es ist schon dunkel, fahre ich zur Unterkunft aber von den Katzen ist keine zu sehen. Es hat sich wieder zugezogen und so entfällt das Sterne schauen an diesem Abend.
      Am nächsten Morgen werde ich früh wach und gehe auf die Terrasse. Normalerweise werde ich miauend empfangen, aber nicht an diesem Morgen. Ich schaue die Treppe zum Garten hinunter und da sehe ich alle drei zusammen. Die Katzenmutter steht links, ihr Nachwuchs rechts daneben, sie scheint "not amused" zu sein. Habe ich da etwa eine Fütterung ausgelassen? :D



      An diesem Tag möchte ich nun endlich mal im Meer auf der Südseite der Insel schwimmen gehen. Ich fahre erneut über die HI-1 hoch zur Cumbre und schaue mal nach den Pflanzen am Straßenrand.





      Dann komme ich an der "Zona de Parapente" ( Rampe für Gleitschirmflieger ) vorbei. Panorama über El Golfo



      Die Hochfläche der Cumbre liegt erstaunlicherweise im Sonnenlicht und dann sehe ich auf der rechten Seite eine Parkmöglichkeit. Ein Kunstwerk in einem Baumstamm...



      ...und Rastplätze unter mächtigen alten Bäumen



      Die HI-4 verlasse ich ungefähr 5 Kilometer vor La Restinga und fahre nach Tacoron. Ich konnte da noch nicht ahnen, das in dieser Gegend neben Stricklava viele begehbare Lavaröhren zu finden sind. Die Straße verläuft erst nur leicht abfallend...





      ...bevor es auf den letzten hundert Höhenmetern in Serpentinen hinunter geht.
      Ausblick in ca. 100 Metern Höhe auf den Vulkan Montana de los Cardillos.



      Unten an der Küste gibt es einen Parkplatz, in der Karte ist sogar von einem Restaurant die Rede, aber für mich war das nur eine Imbisshütte, in der man Getränke und etwas zu Essen bekommt. Und es gibt eine Toilette. :thumbsup:
      Ich ging auf gepflasterten Wegen durch die Lavaklippen zum Meer, dort gibt es größere Flächen wo man sich sonnen kann und über Leitern ins Meer kommt. Aber zunächst steht mir der Sinn nach etwas Bewegung, ich möchte die Cueva del Diablo sehen. Ich trinke noch eine Cana und dann gehe ich los.

      Fortsetzung folgt
      Auf der Karte ist die ungefähre Lage der Cueva del Diablo eingezeichnet, wie man dahin kommt bleibt mir selber überlassen. Anfangs führt ein gut erkennbarer Weg zu den Klippen, über diese hinweg und danach führt nurmehr eine Spur durch einen Geröllhang.




      Wenig später stehe ich auf den großen runden Steinen, auf denen ich so gerne gehe. Ich habe keine Ahnung, wo unterhalb der Steilwand der Eingang zur Höhle zu finden ist.



      Ich vermute den Eingang zur Cueva del Diablo hinter dem großen Felsblock (Bildmitte) unten an der Steilwand



      Und auf einmal komme ich nicht weiter, einen weiteren Geröllhang kann ich nicht überwinden, d.h. ich könnte schon aber ich denke schon an den Rückweg und da würde ich garantiert nicht zurückgehen können.



      Ich gehe ein Stück zurück, schaue ob ich woanders diesen Hang umgehen kann, aber alles andere ist genauso aussichtslos. Trotzdem wage ich noch einen zweiten Versuch und stehe dann auf kleinsten Felszacken im Geröll und muß erkennen das ich dort niemals zurückkommen könnte. Nun habe ich aber ein Problem, ich muß mich auf diesen kleinen Zacken im Geröll umdrehen und dabei nicht abrutschen, ich hab wirklich Schiß gehabt, das das nicht gut gehen kann.
      Aber ich überstehe diese knifflige Situation und lasse mich wenig später auf den Klippen nieder. Und dann sehe ich wunderschöne große Krabben, die einfach sitzenbleiben.



      Anscheinend ist, so denke ich, hier schon lange keiner mehr vorbeigekommen. Die Krabben sehen mich nicht als Bedrohung an.





      Fortsetzung folgt
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