Mein Urlaubstagebuch

      Ja, diese an Orgelpfeifen erinnernden Basaltsäulen, die unten meist sehr dünn sind und oben klobiger werden, als wenn sie zusammen gebacken wurden, ist auch für mich etwas besonderes.
      Man findet diese Basaltsäulen auch vereinzelt auf Fuerteventura, natürlich, da weitaus älter, in erodierter Form. Und nicht nur an der Küste, sondern auch am Berghang, aber Fuerte ist ja auch anders entstanden als El Hierro.
      @Klatschmohn
      :guck:
      Was man über Vulkane, Villa Winter usw. wissen sollte
      und hier
      Vulkanische Eruptionen und Lava Arten. Letzte Folge
      Beiträge von @Kalahari


      @Detlef @markus1212
      Die Schöpfungsgeschichte passt besser in diesen Thread:
      Gespräche über Gott und die Welt


      @Nana
      So langsam habe ich das Gefühl auf den Arm genommen zu werden, auch wenn sich schon ein Lektor gemeldet hat :hm:
      Habe mir die Seite mal abgespeichert, man weiß ja nie wozu es gut ist ;)
      Am nächsten Tag fuhr ich nach dem Frühstück nach La Maceta um endlich mal im Meer bzw. in den Meerwasserschwimmbecken zu schwimmen. Es war trotz Sonnenschein ein recht frisches und daher kurzes Bad. Im Anschluß machte ich mich gegen Mittag auf den Weg in den Süden der Insel. Ich fuhr auf die HI-5 in Richtung Tigaday, um dort die alte HI-1 Richtung Valverde zu nehmen. Die Straße führt von ca. 350 m auf knapp 1300 m Höhe durch alle Klimazonen der Insel. Als erstes komme ich am Kirchturm der Kirche Nuestra Señora de la Candelaria, der auf einem Aschekegel thront, vorbei. Am Fuß des Aschekegels steht eine Ringkampf-Arena, in der unter freiem Himmel die Ringkämpfe ausgetragen werden



      Die Straße führt moderat in die höheren Inselregionen auf der mir mehrere Fahrzeuge entgegen kommen, die übervoll beladen sind. Es werden auf der Südseite der Insel im Pinienwald die abgefallenen Nadeln zusammengetragen um auf der anderen Inselseite als Streu in den Viehställen zu dienen.



      Hinter der Zone mit den jeweils kleinen Anbauflächen rechts und links der Straße, fängt der Wacholder und Lorbeerwald an. Die Bäume stehen sehr dicht, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 40 km/h begrenzt, denn die in dieser Höhe enstehenden Wolken verlieren viel Feuchtigkeit im Wald.



      Es wird vor "Schleudern" gewarnt, denn so mancher Abschnitt der Straße schimmert ein wenig grünlich. Dort wächst Moos auf der Straße. Wenige Meter weiter gibt es eine asphaltierte Abfahrt, die nach "Hoya del Pino" führt, ein Grillplatz mit vielen Tischen und Bänken mitten im Wald und einer Boulebahn.



      An der Abfahrt nach El Pinar verlasse ich die HI-1 und fahre auf der HI-40 erst durch einen Mischwald mit wenigen Lorbeerbäumen und alten Pinien oder Kiefern. Dort ist es mir noch viel zu kalt.



      Je weiter man hinunter fährt desto lichter wird der Wald, der Waldboden ist mit Gras bewachsen, aber wärmer ist es auch dort noch nicht.



      Aber die meisten Stämme sind schwarz; hier muss es mal gebrannt haben, nur einige wenige Stämme sind anscheinend verschont geblieben.



      Nach wenigen Kilometern durch diesen grünen Wald, der das Auge erfreut, komme ich auf die HI-4, die mich nach El Pinar und letztendlich in den Ort La Restinga an die Südspitze der Insel führt. Unter einem Feigenbaum stehen diese Pferde.



      Kurz hinter El Pinar hört der Baumbewuchs auf, die Landschaft wirkt trockener, wird karger und dann befindet man sich wieder in einer Lavalandschaft. Diese zieht sich bis direkt an den Ort La Restinga. Vor diesem Ort hat es im Jahr 2011 eine Unterwassereruption gegeben, ich erfahre, das der neue Vulkan 5 km vor der Küste es bis auf 80 Meter unter die Wasseroberfläche geschafft hat.
      Ich fahre in den kleinen Ort, der einen Hafen hat und genehmige mir ein kleines Bier. Ein Schiff wird per Kran ins Wasser gehievt, aber das laute Piepsen des rückwärtsfahrenden Fahrzeugs ist übermäßig laut. Ich fliehe aus diesem Ort und selbst einen guten Kilometer vor dem Hafen höre ich das Piepsen noch deutlich. Die Lava ist bis an die Häuser geflossen, beziehungsweise die Häuser sind bis an die Lavasteine gebaut worden. ;)



      Ich habe erfahren, das die längste Höhle der Insel, die ungefähr 6 km lange "Cueva de Don Justo" ca. 2 km vor dem Ort und ca. 50 Meter neben der Straße liegt. Man soll sich dort drinnen aber nur gebückt fortbewegen können. Ich fahre von La Restinga wieder bergan und parke ungefähr 2 Kilometer vor dem Ort. Diese Höhle will ich finden und vielleicht auch hineingehen. Eine Stirnlampe habe ich eingepackt.
      In den nächsten 2 Stunden durchwandere ich diese Gegend die mit Lavagrus bedeckt ist, einige Steinhaufen ragen heraus, die ich alle abgehe, aber ich finde diese Höhle nicht. Das einzige Loch im Boden ist für mich viel zu klein und auch die Lavaröhre darunter sieht nicht allzu hoch aus.



      Und ich finde diesen doppelreihigen Lavakanal, der mir besonders gut gefällt



      Ich gehe bis hinunter an die Steilwand zur Küste, wo es einen herrlichen Ausblick auf den Montana Puerto de Naos gibt. Sinnigerweise wird nicht vor der Steilwand gewarnt, sondern vor dem Brutgebiet der Turmfalken.
      Gefrustet setze ich mich wieder ins Auto und fahre weiter bergan zum "Centro Vulcanologico de El Hierro" um dort die richtige Stelle zu erfahren. Der freundliche Mann erklärt mir, das es einen Weg von La Restinga aus bergan gibt und der genau zu der Höhle führen soll. Das weiß ich, denn es ist in der freytag&berndt Karte eingetragen. Er will mir eine DVD mit Informationen vom Ausbruch im Jahr 2011 verkaufen, aber verständlicherweise keine näheren Informationen zum genauen Standort der Höhle geben, will nicht das sich ein Tourist in der Höhle verläuft. Man könnte sich ja auch an kundige Personen wenden, allerdings sehe ich es nicht ein, das ich dafür Geld ausgebe. ;)
      Ich fahre erneut hinunter, parke und suche den Boden nach Fußspuren ab, werde auch nach kurzer Zeit fündig, folge diesen und finde nix.
      Naja nicht ganz, ich finde einen Bereich, in dem viele Muschelschalen liegen, ähnlich den Plätzen an der Küste auf Fuerte



      Ich gehe zurück zum Wagen, sehe weitere schöne Stricklavaflächen...





      ...und dann komme ich dem Montana de Prim näher. Die dunklen Lavasteine und der rote Vulkankegel im Hintergrund bilden einen starken Kontrast.



      Ich könnte mir noch vorstellen, das der Höhleneingang dort irgendwo verborgen liegt, aber letztendlich gebe ich auf. Was soll ich auch in einer Höhle, in der ich nur gebückt gehen kann.



      Fortsetzung folgt
      Das hat jetzt zwar nix direkt mit dem Thema zu tun, aber ein Verlag, der Autoren irgendwelche Kosten fürs verlegen überträgt, ist gar kein Verlag.

      Denn genau das gehört zum eigentlichen Geschäftsmodell eines Verlages: Autoren auswählen (finden) und aufs Risiko des Verlags an den Markt bringen.

      Selfpublishing im ebook-Sektor ist eine Möglichkeit sich auch dann zu verlegen, wenn es kein Verlag wagt.
      Dazu braucht man allerdings eigentlich keinen "Verlag", der dafür, dass er nichts wagt, auch noch Geld fordert.

      BoD (Book on demand) ist eine weitere Variante, bei der idealtypischerweise der "Verlag" (der technisch eigentlich eine Datenverwahrstelle und Druckerei ist) erst dann etwas verdient, wenn ein vorhandener Datensatz tatsächlich auch gedruckt und verkauft wird.
      (Theoretisch kann man als Autor mit Desktoppublishing-Werkzeugen den Datensatz selbst erstellen und es entstehen - von der eigenen Arbeitszeit mal abgesehen - zumindest keine Kosten für Satz und Layout).
      Grüssle Micha

      --

      Schon im präfaktischen Zeitalter wusste Mohammed:
      Die Tinte des Gelehrten ist heiliger als das Blut des Märtyrers.
      Oder Du suchst Dir eine Druckerei, kaufst Dir einen Satz ISBN Nummern und machst alles selber auf eigenes Risiko, das macht mein Bruder so, weil BoD qualitativ für gute Fotos und andere künstlerische Darstellungen nicht wirklich gut geeignet ist.
      Da man ISBN Nummern nicht einzeln kaufen kann, hat er wohl genug bis an sein Lebensende ;)
      Nach dieser Höhlensucherei in einer für mich beeindruckenden Lavalandschaft fahre ich wieder zurück in Richtung Unterkunft. Ich komme nach Taibique, das schon auf 830 m Höhe liegt. Es ist eine Ansiedlung mit Mini-Tankstelle im Bezirk "El Pinar" und sehe ein Schild "Mirador de Tanajara". Es sind noch 2,5 Stunden bis zum Sonnenuntergang und ich habe noch genug Zeit. Ich fahre über einen asphaltierten Weg auf einen Vulkankegel, auf dem 4 Sendemasten stehen. Und in der Mitte der Freifläche führt eine ziemlich merkwürdige Holzkonstruktion noch einmal 3 - 4 Meter höher. Aber da gehe ich nicht hinauf, das sieht mir zu wackelig. Was bringen 3 - 4 Meter mehr, wenn der Vukankegel sowieso schon 70 Meter über dem Dorf thront? Der Sinn dieser Baumaßnahme erschließt sich mir nicht, aber ich muß auch nicht alles verstehen. ;)



      Was man von dort sieht ist nicht allzuviel, das meiste habe ich kurz vorher durchfahren. Ich fahre zurück nach Taibique und weiter hoch zum Abzweig auf die HI-40, der Verbindungsstraße durch den Kiefernwald zur HI-1.
      Genau an dieser Abzweigung steht ein Mann mit Hund neben einem Fahrzeug. Das kommt mir ein wenig merkwürdig vor, ich halte an und will dem Mann meine Hilfe anbieten, vielleicht hat der Wagen eine Panne. Aber schon als ich aussteige höre ich Glockengebimmel, es ist ein Schäfer der dort seine Herde auf den saftiggrünen Wiesen zwischen den Bäumen grasen lässt.



      Ich stehe nur wenige Meter von den Schafen entfernt, der Hund lässt mich nicht aus den Augen, ist sehr wachsam. Ich schaue eine Weile zu und fahre dann weiter auf einer Nebenstraße, auf einem Schild steht "Naturaleza", und ich will wissen was das bedeutet. Die Straße führt zu einem weiteren Grillplatz mit einer großen Freifläche. Die Sonne scheint, es ist trotz der Höhe von 980 m Höhe noch mäßig warm und ich genieße den Duft der Bäume in der wärmenden Sonne. Hier stehen mehrere mächtige alte Bäume





      Ich bleibe eine Weile dort sitzen und verlasse dann diesen angenehmen Ort, fahre zurück zur HI-40 und sehe die Schafe weiter von der Straße entfernt zwischen den Bäumen



      Die Straße mündet in 1300 m Höhe auf die HI-1, Nebelfetzen ziehen durch den Wald, es ist schattig hier oben. Gut 50 Meter weiter liegt auf der rechten Straßenseite ein Parkplatz und ein Schild weist auf "Mirador La Llania" hin. Ich schaue auf die Karte, der Aussichtspunkt ist eingetragen und liegt auf 1360 m Höhe. Hier stehen nur noch Lorbeer- und Wacholderbäumchen, es ist für die Tageszeit schon recht dunkel auf dem Weg hoch zum Aussichtspunkt. Aufgrund der Höhe ist die Sonne nicht sichtbar, über mir ist eine dichte Wolkenschicht. Die Kamera hellt das Bild etwas auf, es war wirklich dunkler dort.



      Die Stämme der Bäumchen sind mit Moos überzogen



      Ich trete aus dem Wald hinaus auf eine Lavagrusfläche und habe dann freie Sicht auf den Talkessel von El Golfo



      Ich mache mehrere Aufnahmen aber lange kann ich mich dort nicht aufhalten. Der Aussichtspunkt liegt voll im Wind, dort frieren mir in den wenigen Minuten zum fotografieren fast die Finger ein im heftigen Wind, während es unten an der Küste sonnig ist.
      Ich fahre vorsichtig auf der teilweise grünlich schimmernden Straße hinunter und komme gerade rechtzeitig um den Kirchturm auf dem Aschekegel noch einmal im Sonnenlicht fotografieren zu können.



      Als ich an der Küste ankomme, natürlich bin ich wieder nach La Maceta gefahren, habe ich genug Zeit um zu dem Steinbogen zu gehen und zu erkunden, ob man dort auf den Strand absteigen kann. Das geht leider nicht, allerdings kann ich den Steinbogen auch so recht gut auf das Bild bekommen.





      Ich gehe zu der kleinen Plattform, wo die Stühle auf dem Holzboden festgeschraubt sind und habe endlich das gesamte Steintor auf dem Bild. im Hintergrund sind die Imbushütte, die andere größere überdachte Plattform und die Meerwasserschwimmbecken zu sehen.



      Und dann klappt es auch mit dem Sonnenuntergang, endlich mal ein schöner Sonnenuntergang



      Fortsetzung folgt
      Nun fahre ich zur Cooperativa und muss mal wieder Katzenfutter kaufen. Ich hole der Abwechslung halber mal andere Dosen, fahre zur Unterkunft und werde an der Treppe hoch zum Studio schon erwartet. Die Katzen scheinen echt Hunger zu haben, sie folgen mir auf Schritt und Tritt. Laut Anweisung von Andrea soll ich aber die Katzen nicht mehr auf der Terrasse füttern, sondern unten im Garten. Ich nehme die beiden Tellerchen und eine Dose und gehe hinunter in den Garten. Jetzt habe ich ein Problem; wie bekomme ich das Futter auf die Tellerchen, ohne das nicht mindestens eine Katze dabei stört. Ich gehe im Garten umher und sehe an einem Apartment eine Mauer, die ungefähr in 1,50 m Höhe endet. Ideal denke ich, stelle die Tellerchen darauf ab, öffne die Dose und nix geschieht. Den Inhalt kann ich nun nicht auskippen, die Masse darin ist fest, eine Art Sülze. Ich nehme die Dose und gehe zurück zum Studio um einen Löffel zu holen. Die Katzen sind nun unschlüssig, zwei laufen mir hinterher, Hans-Franz schaut immer wieder hoch zur Mauer, kann aber nicht so hoch springen. Ich komme zurück, der Kater kommt mir nun entgegen und gemeinsam erreichen wir die Mauer. Ich kann gerade das erste Tellerchen befüllen, da ist eine Katze oben auf der Mauer. Hunger versetzt anscheinend Berge, kurz danach ist auch die zweite katze oben und ich wundere mich, wie sie das geschafft haben. Ich nehme das zweite Tellerchen und gehe soweit weg, das sie mich nicht sehen können. Sie sind auch viel zu beschäftigt, nur Hans-Franz läuft nun zu mir. Aber er ist nicht so wild auf das Futter wie die beiden Katzen. Es ist kein Problem ihm das Tellerchen zu befüllen. Ich schaue ihm beim fressen zu und dann muß ich wieder zurück zur Mauer, auf der jetzt keine Katze mehr ist, das Tellerchen ist leer. Sie fragen sich wahrscheinlich gerade ob das schon alles war und ich fülle das Tellerchen erneut. Und es dauert nicht lang, da sind beide Katzen erneut oben und fressen. Nun hat Hans-Franz ein bisschen zuwenig bekommen, aber ich kann es nicht ändern. Und eine weitere Dose aufmachen will ich nicht, denn wo soll ich die bis morgens früh lagern.
      Aber ich mache mir unnütze Gedanken, wenig später kommen alle drei zu mir und schnurren mir um die Beine. Ich denke nur "de nada" ^^
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