Mein Urlaubstagebuch

      Interessante Berichte und wirklich schöne Fotos :thumbup:

      Sylvesterhund schrieb:

      Schade, auf die Antwort bzgl. der Kamera hatte ich auch gewartet, aber das wäre ja unerlaubte Werbung gewesen.


      Es ist natürlich allein die Entscheidung von fuertetom, ob er die Info öffentlich oder per PN gibt. Aber unerlaubte Werbung wäre die Antwort hier im Forum nicht.

      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)
      Einige haben schon diese Info bekommen;
      es handelt sich um eine Cybershot DSC-HX80 von Sony, hat einen ausfahrbaren Sucher, eine "Intelligente Automatik" und eine "Überlegene Automatik" wo die Kamera mehrere Bilder hintereinander aufnimmt (innerhalb Sekundenbruchteilen) und daraus ein Bild kreiert.
      Und man kann auch manuell fotografieren und die Kamera funktioniert bestens wenn es viel Licht gibt und hat Schwächen wenn es dunkler wird.

      Urmel schrieb:

      Warum veröffentlichst du kein Buch darüber ?

      Diesen Gedanken hatte ich auch schon in den letzten Tagen gehabt, als ich sah, das es viel mehr als vorher gedacht mitzuteilen gibt.
      Aber es sind viele Fehler im Text und ich wechsele zu oft die Zeiten (von Imperfekt zu Präsens; ich habe extra nachgeschaut wie die Vergangenheits- und Gegenwartsform genannt werden :D ). Von daher müsste erstmal ´ne Fachkraft drüberschauen ;)

      Die Insel ist zum einen vielleicht auch nur bei den Mitgliedern in diesem Forum, weil sie so auf Fuerteventura fokussiert sind, noch weitgehend unbekannt, andererseits möchte ich nicht Schuld sein wenn dieses Kleinod im Atlantik vom Massentourismus überflutet wird. ;)
      Aber die Gefahr besteht nicht so sehr, denn die breite Masse sucht Locations (Strände, Promenaden, Cafes etc.) an denen sie ohne große Mühen hinkommt und das alles fehlt auf El Hierro. Ich würde sogar sagen es fehlt nicht, es würde nur den Charakter der Insel zerstören.
      Ich sitze im Auto und fahre zurück zum Tunnel und die Sonne beleuchtet die zum Teil senkrecht abfallende Felswand. Irgendwo dort oben an der Kante liegt der "Mirador de Isora", der auf ungefähr 800 m Höhe liegt. In dieser Steilwand soll es einen Wanderweg geben, der früher von einzelnen Personen und auch ganzen Familien mit ihrem kompletten Hausrat benutzt wurde, die eine zeitlang unten an der Küste verweilen wollten. Am Wanderweg, der auch ca. 4 km lang sein soll, sollen so einige Kreuze für die dort tödlich verunglückten Menschen stehen.



      Die ganze Gegend dort wird "Las Playas" genannt, es gibt einen fast durchgängigen Kieselstrand mit eher groben Steinen und einer Bademöglichkeit an einem der Grillstationen. An diesen Grillstationen, die es überall auf der Insel gibt, ist alles vorbereitet. Von den meist überdachten Tischen und Bänken bis hin zum kleingesägten Holz und dem Rost für den Grill ist alles vorhanden. Essen mitbringen und was zum anzünden, Getränke sollten nicht fehlen. Einer steht am Grill und der Rest der Familie geht derweil z.B. schwimmen. Das Meer ist wahrscheinlich nicht nur an diesem Tag ruhig. Wellen wie an der Nordwestküste habe ich den ganzen Vormittag dort nicht bemerkt.
      Man kann den Bonanza-Felsen vor der rötlichen Steilwand sehen, aber schöner sieht er mit dem Meer im Hintergrund aus.



      Dann stehe ich mal wieder hinter einem Fahrzeug vor der Ampel am Tunnel. Auf der Straße ist die Fläche mit der Induktionsschleife markiert, eine Anzeige an der Ampel zeigt an in wieviel Sekunden die Ampel schaltet. Der Fahrer vor mir verlässt diese Markierung und steht direkt neben der Ampel, ich rolle auf die markierte Fläche und die Ampel fängt erneut an von "90" abwärts zu zählen. Lag der Fehler bei mir oder daran das der Fahrer vor mir so ungeduldig war. Als der Wagen vor mir losfährt zeigt die Anzeige irgendwas bei "70" an, aber ich habe keine andere Wahl. Ich nutze die Chance und folge dem Wagen bei "Rot" durch den Tunnel. Oben angekommen steht auch keiner dort der wartet und die Ampel zeigt ebenfalls "Rot". Alles gutgegangen. Wozu die Eile, man ist im Urlaub und hat Zeit, meist bis zum Sonnenuntergang. ;)
      Ich fahre bis kurz vor Puerto de La Estaca und biege dann auf die Straße in Richtung Valverde ab. Am Anfang ist die Straße ziemlich steil, sie führt erstmal auf eine Höhe von ca. 150 Meter. Wenig später kommt der Abzweig zum Flughafen und Tamaduste. In dieser kleinen Ansiedlung nahe des Flughafens gibt es ein paar bunte Häuser, ein Restaurant, ein Supermercado (von der Größe eines Wohnzimmers) und eine Bar.

      Natürlich kommt eine Fortsetzung ;)

      fuertetom schrieb:

      Aber es sind viele Fehler im Text und ich wechsele zu oft die Zeiten (von Imperfekt zu Präsens; ich habe extra nachgeschaut wie die Vergangenheits- und Gegenwartsform genannt werden ). Von daher müsste erstmal ´ne Fachkraft drüberschauen


      Das Drüberschauen macht dann der Verlag.

      Im Buch sollten auch Deine Wanderungen inkl. der Bilder von Fuerteventura enthalten sein. Ich würde es direkt kaufen. Toll!
      Ja , das Drüberschauen macht der Verlag !
      Ich lese sehr gerne Bücher , ich muss sagen , du
      kannst sehr fesselnd schreiben ! Nicht langweilig
      oder so ! Versuch es einfach ! Man müsste jetzt
      auch wissen , an wen man sich wenden könnte .
      Oder einfach an einen Verlag schicken . Du hast
      doch nichts zu verlieren !
      Neben dem Ort an der Küste findet sich ein Naturparkplatz, einfach eine planierte Fläche wo ich den Wagen abstellen kann. Selbst wenn ich jetzt nicht wüsste, wo der Wanderweg beginnt zeigt mir ein Schild an, wo es losgeht.



      Auf einem Steinhaufen sind Steinmännchen aufgestellt worden



      Und dann geht es los, gleich zu Anfang des Weges kann man ein Steintor sehen.



      Das Wetter ist gut und nicht zu warm, aber die Wolken, die über der Insel hängen, halten die Sonne ab, es gibt nur indirektes Licht und so fehlt mir Licht um gute Aufnahmen mit dem lichtschwachen Objektiv machen zu können. Entweder umplanen und am nächsten Morgen wiederkommen oder aber einfach das Beste draus machen. Ich habe Lust zu wandern und nutze nun den angelegten Wanderweg durch ein Lavafeld, in dem die Lavaart "Aa" vorherrscht.



      Es ergeben sich ab + an interessante Perspektiven...



      ...auch kann man auf eigene Gefahr hin den Wanderweg jederzeit verlassen, aber es empfiehlt sich schon auf dem Weg zu bleiben. Denn dort kommt man am schnellsten vorwärts und die Stolper- und Verletzungsgefahr wird minimiert. Ich möchte aber nicht auf diesem Wanderweg bleiben, bin es gewohnt querfeldein zu gehen und so ergeben sich auch ganz unvermutete Ansichten von Hohlräumen unter dem Wanderweg, in die das Meer hineinrauscht.



      Dabei fällt auf, das auch hier an der Nordostküste, so wie an der Nordwestküste diagonal gegenüber am anderen Ende der Insel, die Basis der Lava aus Basalt besteht, der kristallinen Form der Lava. Solche Basaltsäulen finden sich rund um den Erdball und sind z.B. auf Irland eine der Hauptattraktionen, neben dem Whiskey. ;)





      Der Wanderweg ist nicht sehr lang, so geschätzt vielleicht nur 2 - 2,5 km lang, aber es gibt viel zu sehen. Ich hoffe die ganze Zeit darauf einen Lavatunnel zu finden und in diesen hineingehen zu können, aber dort liegt nur viel Trümmermaterial. Dafür entschädigt der rote Berghang etwas, es ist eine auffällige Gesteinsformation an der Flanke des Vulkans.



      Nach kurzer Zeit habe ich aber das Ende des offiziellen Wanderweges erreicht, er endet an einem Kieselstrand.



      Das eigentlich interessante dort ist jedoch das Kap am rechten Bildrand, denn dort es mehrere Steinbögen. Ich versuche erst vom Wanderweg aus auf dieses Kap zu kommen aber das ist unmöglich, ich muss es über den Strand versuchen.





      Zum Glück sind viele Steine am Strand trocken und ich kann auf das Kap relativ leicht hochklettern, jedoch hat dieses Kap mehr Löcher als mir lieb ist.





      Unversehens kann man von unten nassgespritzt werden und manche Verstrebungen sind sehr filigran.



      Ich klettere zurück, überquere den Strand und gehe zum Wanderweg. Dort erst fällt mir auf, das eine Spur weiter nach Norden führt, es ist also jetzt nicht mehr ein angelegter Wanderweg, sondern nur eine Spur in der roten Asche. Ich folge der Spur noch ein wenig, mache ein weiteres Bild des vorher erkundeten Kaps...



      ...und halte mich dann südwärts, zurück nach Tamaduste. Von der roten Vulkanasche mache ich noch eine Foto, auf dem man auch diese Spur erkennen kann. Erst beim Betrachten der Bilder fällt mir auf, das der Sockel der Lava nicht aus kristallinem Basalt besteht.



      Während ich auf dem Weg zurück bin fliegt eine Binter vom nahe gelegenen Flughafen noch recht niedrig über das Lavafeld, kippt über die rechte Tragfläche und nimmt Kurs nach Teneriffa. Ich kann den Ort schon sehen...



      ...als eine weitere Binter zur Landung ansetzt.



      Ich gönnte mir die nächse halbe Stunde in Tamaduste, holte mir ein Eis im Mercado und wollte nun mal den Start der Binter miterleben.



      Ungefähr eine Stunde später war ich wieder an der Nordwestküste bei La Maceta. oberhalb der Meerwasserschwimmbecken und fotografierte dort den nächsten Sonnenuntergang



      Neben dem Parkplatz ist auch eine Stahlplatte mit dem Wahrzeichen von El Hierro, dem Wacholderbaum bei El Sabinar, installiert.



      Dort will ich auch noch hin.

      Fortsetzung folgt
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