Ausflug nach La Graciosa

      Ausflug nach La Graciosa

      Das "Highlight" meines Urlaubs im Dezember war der Ausflug nach La Graciosa, wo wir 2 Nächte verbringen wollten. Wir fuhren morgens früh um kurz vor 9 Uhr in Morro los und waren gegen Mittag in Corralejo, wo wir den Astra bei cicar abgaben. Danach kauften wir die Tickets für die kleine Fähre nach Lanzarote. Preis pro Person/Strecke 14 Euro. Wir mussten noch etwas warten und setzten uns draussen vor die Hafenkneipe. Es war noch wunderbar warm und sonnig. Wenig später kam unsere Fähre und wir gingen an Bord und schauten der Armas bei der Hafeneinfahrt zu.



      Es wurde eine ruhige Überfahrt





      Kurz vor 13 Uhr fuhr das Schiff in den Hafen von Playa Blanca und wir betraten Lanzarote. Unser erster Weg führte uns zum cicar Schalter um den gebuchten Wagen zu übernehmen, den wir allerdings erst gegen 15 Uhr holen wollten. Wir waren halt einfach etwas zu früh auf Lanzarote umd man erklärte uns, das wir dann noch 30 Euro dazu zahlen müssten, also eine ganze Tagesmiete. Wir verzichteten, gingen in den Ort und setzten uns in ein Eiscafe.



      Gegen 14:30 Uhr bekamen wir dann endlich unseren Wagen und wir fuhren durch La Geria auf direktem Wege zum Küstenort Orzola. Der Südteil der Insel Lanzarote war ungewöhnlich grün, wir hielten einige Male an und fotografierten die Landschaft.





      Bei La Geria kann man auch die Vulkane des Timanfaya Parks sehen.





      Der rot leuchtende Hang des hinteren Vulkans hatte es mir angetan



      Fortsetzung folgt
      @fuertetom Tolle Bilder!! Wir waren ja nach Weihnachten eine Woche auf Lanzarote. Ist schon eine faszinierende Landschaft. Mein Sohn hat in der Lavalandschaft wieder reichlich mit Olivin durchsetzte Steine gefunden. Oben auf dem Islote del Hilario haben wir Salchichas de los volcanes gegrillt :) Herrlich. Und ich habe mir schön die Finger verbrannt.
      Viele Grüße, Markus

      -el loco de barco :)
      Die Fahrt durch Lanzarote dauerte nicht lange.



      Kurz vor Arrieta machten wir noch einen Fotostopp. So einen Hang gibt es "en miniature" auch auf Fuerte, im Tal von Vallebron



      Aussicht nach Arrieta



      Kurz vor 16 Uhr suchten wir in Orzola einen Parkplatz, nahmen unser Gepäck und gingen zum Hafen, kauften die Tickets ( 11 Euro pro Person/Strecke ) und gingen an Bord der Fähre.



      Wenige Minuten später legte die Fähre ab, denn die Fähre von La Graciosa war angekommen und brauchte den Liegeplatz am Kai.
      Im rechten Bildhintergrund ist die Insel Alegranza zu sehen



      Das Meer war auch zwischen den beiden Inseln sehr ruhig, der Kapitän hat genug Zeit sich seinem Handy zu widmen, während das Schiff gen Norden fährt



      Die Nordspitze von Lanzarote





      Als ich diesen Hang sah, ergaben die Worte von Unamuno, die ich jahrzehntelang nicht verstanden hatte, plötzlich einen Sinn.



      Jahrzehntelang lang konnte ich mit der Aussage von Unamuno nichts anfangen, das Fuerte das "Gerippe einer Insel" sei.
      Hier das Zitat von Unamuno: „Dieses Skelett aus Erde, felsige Eingeweide, die aus der Tiefe des Meeres emporsteigen, Vulkanruinen; dieses rötliche, vom Dunst gepeinigte Gerippe! Und doch welche Schönheit! Ja Schönheit! Sichtbar für den, der das innere Geheimnis der Form zu suchen versteht, die Essenz des Stils in den klaren Linien des Skeletts ...“

      An den Anblick der vielen Vulkanberge auf Fuerteventura, an denen man die bloßliegenden Felsschichten sehen kann, hat man sich längst gewöhnt. An diesem Hang an der Nordspitze von Lanzarote ist aber eine Ascheschicht, die von vielen Erosionsrinnen durchzogen ist, zu sehen. Diese Ascheschicht fehlt an den meisten Vulkanhängen auf Fuerte.

      Wir nähern uns unterdessen La Graciosa, die beiden Vulkane "Las Agujas Grandes" (266 m) und "Las Agujas Chicas" (257 m), die ungefähr in der Inselmitte liegen, sind weithin sichtbar.



      Dann nähern wir uns dem Ort Caleta de Sebo



      und fahren wenig später in den Hafen der Insel La Graciosa ein



      Fortsetzung folgt
      Auf den letzten Bildern ist ein zartes Grün zu erkennen, ob es früher weniger war kann ich nicht sagen.
      Hier berichte ich von meinem ersten Besuch auf der Insel. Früher, zuletzt vor 16 Jahren, habe ich vom Mirador del Rio auf La Graciosa hinabgeschaut und eines hat sich definitiv verändert. Caleta de Sebo ist gewachsen, ich glaube es ist jetzt doppelt so groß wie damals.
      Nach der Anlandung machten wir die obligatorische Kaffeepause in einem der Lokale, die in unmittelbarer Nähe zur Anlegestelle liegen. Danach fragten wir dort nach dem Weg zu unserer Unterkunft. Es waren nur ein paar Meter, an ein paar Ecken musste man in die richtige Richtung abbiegen und dann standen wir vor der Pension Enriqueta. Wir hatten für 2 Nächte ein Zimmer im Obergeschoss.
      Vor unserem Fenster war ein begehbares Dach, wo ich mich in den frühen Morgenstunden aufgehalten habe, denn in den beiden Nächten sollte man das Maximum der Sternschnuppen der Geminiden sehen können. Leider hat der alles überstrahlende Vollmond dieses nicht zugelassen. Aber das war mir vorher schon klar, trotzdem war es ein Versuch wert, gerade zu dieser Zeit auf der kleinen Insel zu sein.
      Die Dämmerung kam und ich machte einen Dorfspaziergang um den Sonnenaufgang zu erleben.





      Den Sonnenaufgang kann man im Dezember von La Graciosa leider nicht erleben, die Sonne geht hinter dem Felsmassiv "Risco" auf Lanzarote, in dem auch der Aussichtspunkt "Mirador del Rio" von Cesar Manrique liegt, auf



      Bevor wir loswanderten gingen wir erstmal zum Hafen um zu frühstücken



      Wir verließen Caleta de Sebo nordwärts auf der Piste, die zwischen den Vulkanen "Montana del Mójon" und "Agujas Grandes" verläuft.
      Der Agujas Grandes, der 266 Meter hoch ist, zeigt am südwestlichen Hang eine markante Musterung, die durch verschieden farbige Vulkanasche hervorgerufen wird.



      Unser Ziel war der Playa de las Conchas. Die Piste verläuft ohne nennenswerte Steigungen überwiegend eben.
      Blick zu den westlichen beiden Vulkanen, dem Montana del Mojón und dem dahinter liegenden Montana Amarilla



      Blick auf die Inseln Montana Clara und Alegranza (von links). Der kleine Felsen "Roque del Infierno O del Oeste", der neben Montana Clara liegt, erkennt man kaum auf dem Panorama. Der rötliche Hang des Montana Bermeja liegt direkt am Playa de las Conchas.



      Fortsetzung folgt
      In der Annäherung zur Küste verändert sich das Landschaftsbild. Die rötlichen Hänge des Montana Bermeja ziehen mich magisch an.



      Der Boden wird sandiger und kurz vor der Küste stehen Dünen. Man könnte sich fast an der Nordsee wähnen



      Doch direkt am Meer enden die Dünen und die Küste ist felsig



      Und dann liegt der Playa de las Conchas vor uns, der Strand fällt steil ins Meer ab





      Es bricht sich meist nur eine Welle am Strand, dahinter liegt das Meer fast spiegelglatt. An diesem Tag waren dort am ca. 250 Meter langen Strand nur 5 oder 6 Menschen.



      Im Sand des Strandes findet man "Shiva Muschel Perlen", die aber besser im Naturschutzgebiet der Insel bleiben



      Wir verließen den Strand, wollten den roten Hang umrunden und erklommen die nächste Geländestufe. Ein Blick hinab auf Playa de las Conchas



      Noch ein Blick nach Montana Clara, die wie eine Schildkröte aussieht



      An der nordöstlichen Seite des Vulkans stehen viele Kakteen. Warum die Kakteen fast alle gleich hoch sind, kann ich mir nicht erklären





      Ein Panorama von der Nordseite des Montana Bermeja



      Eine Wandergruppe ( kaum zu sehen ) stieg an der Westseite des Vulkan empor



      Wir wanderten nun nördlich von Las Agujas Grandes und Las Agujas Chicas westwärts,



      kreuzten bald darauf die Piste, auf der wir zum Strand gewandert waren und erkundeten die südlich gelegene Nordwestküste ( ist kein Widerspruch ;) ). Dort ist die Küste wieder vom Vulkanismus geprägt



      Kurz danach wird das Land flacher, das vulkanische Gestein verschwindet



      Wir wendeten uns nun direkt nach Süden und wanderten zwischen den Vulkanen Montana del Mojón und Montana Amarilla zur Südküste



      Fortsetzung folgt
      Wenige Meter weiter sah ich 2 Boulespieler am Strand; es waren Franzosen, die mit ihren Hobbykugeln auf Sand spielten. Ich schaute zu und hatte Respekt, das die beiden so gut die Kugeln legen oder schiessen konnten.
      Nach ihrem Spiel wünschten sie mir "Good Evening" und ich machte mich an die letzten Meter zum Hafen.



      Am nächsten Morgen, unserem Abfahrtstag gingen wir noch durch das Dorf



      Wohnt hier ein "Hobbit"? Wobei die nächste Tür links ist für mich auch nicht normgerecht.



      Dann gehen wir in den Hafen, kaufen unsere Tickets und gehen an Bord. Die alte Fähre mit dem Haifischmaul wartet schon im Hafenbecken das der Liegeplatz freigemacht wird.



      Das Meer ist ruhig, ein letzter Blick zurück und das war´s vorerst.



      Hierhin möchte ich gerne nochmal zurückkommen, um mir auch die Westküste anzuschauen. Dort soll es auch noch einen schönen kleinen Strand vor einem Vulkanhang geben.

      Wir fahren von Orzola die Straße hinauf zum Monte Corona, der eindrucksvoll das Landschaftsbild der Nordspitze Lanzarotes beherrscht.



      Auch im Norden gibt es viel Grün an den Vulkanen



      Weiter führt uns die Straße nach Haria, wo wir einen Stopp machen, um uns den Ort anzuschauen. Eigenwillige Kunst auf dem Dach





      Im Zentrum steht diese große Krippenburg; nun ein paar Bilder des Ortes







      Leider verpassen wir die richtige Straße um vom Norden her zum Parque Nacional Timanfaya zu fahren. So fahren wir erneut die Straße durch La Geria und weiter nach Playa Blanca. Der Liegeplatz der kleinen Fähre liegt direkt neben dem Kai vom "Fred". Während wir auf unsere Fähre warten, wird der "Fred" beladen und fährt wenig später los...





      ...wobei er das Hafenbecken mit Sauerstoff flutet



      Auf der Fahrt hinüber nach Fuerte kommt uns die "Armas" entgegen





      Wir entschließen uns kurz nach El Cotillo zu fahren, um uns dort den Sonnenuntergang anzuschauen. Die Sonne geht hinter der Nordspitze von Gran Canaria unter



      Wir wenden uns nach Osten und bemerken, das der Vollmond schon am Himmel steht




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