Montana de la Arena

      Montana de la Arena

      Montana de la Arena von Nordwesten her gesehen (Archivbild aus Dezember 2014)



      Angeregt durch ein Bild im Ratethread beschlossen Romana und ich am Heiligabend uns mal die Montana de la Arena anzuschauen. Das Wetter war anfangs sonnig, es bewölkte sich aber im Tagesverlauf.
      Wir fuhren nach La Oliva und fanden nach ein paar Minuten die richtige Straße die zum Berg führt. Die Straße verläuft zwischen eingezäunten Grundstücken. Auf einem dieser Grundstücke sahen wir das Walskelett. Ein paar Meter weiter endet die Straße und es beginnt eine ziemlich gute Piste. Wir ließen das Auto am Anfang der Piste stehen, denn wir wollten wandern.



      Nach Westen hin kann man den Montana de Tindaya sehen



      Uns beeindruckten die vielen Mauern die in dieser Gegend stehen



      Auf der anderen Seite der Piste sind einzelne Parzellen durch dicke hohe Mauern abgeteilt. In einer dieser Parzellen stand ein Pferd, ich frage mich noch immer wie es da hineingekommen ist. Und warum es kaum was zu fressen dort gibt.



      Wir gingen weiter auf den Berg zu, kamen jedoch zu einer Grundstückseinfahrt, an der ein "Gesperrt" Schild angelehnt war. Wir beschlossen von dort aus dem Berg näherzukommen indem wir an der Mauer nach Osten weiter wanderten. Dort stehen viele Agaven



      Wenig später können wir dem Berg an der Ostseite näherkommen



      Rechts neben uns lag ein Hügel aus verwittertem Lavagestein auf den wir dann hochsteigen mussten.





      Nach einer weiteren kleinen Geländestufe gelangen wir auf leicht welliges Gelände und stossen auf eine Schafherde die vor uns herlaufen





      Dann laufen wir auf eine Hausruine mit kleinen Öffnungen wie Schießscharten an den Seitenwänden und einen großen Kaktus zu





      Fortsetzung folgt
      Nicht unerwähnt lassen wollte ich den Wind, der auf dieser erhöhten Position mittelmäßig zu spüren gewesen ist. Es war nicht unangenehm kalt aber es war ein wenig frischer als vor dem Aufstieg auf die obere Ebene. Anscheinend waren wir am Anfang unserer Wanderung, von Süden kommend, im Windschatten des Vulkans gewandert und nach Osten hin hielten erst der verwitterte Lavahügel und später die Mauern den Wind ab.
      Wir beschliessen zu der Schafherde ein wenig mehr Abstand zu halten.



      Nach Osten hin blicken wir auf den Montana de los Saltos und dahinter auf den Montana de Escanfraga. Zwischen den beiden Bergen liegt Villaverde



      Nachdem wir die Schafherde umgangen sind, gehen wir näher an den Vulkanhang heran, dort steht noch eine letzte Mauer hinter der sowas wie ein Fussweg zu erkennen ist. Wozu hier soviele Mauern stehen, die Flächen dazwischen fast von jeglichem losen Gestein befreit sind, erschließt sich mir nicht. Wenn es sich um Felder handeln würde, aber fast überall steht der nackte Fels an.
      Am Ende der Mauer stehen wir auf einmal voll im Wind und vor einem Seitenkrater. Wir haben die Nordseite des Vulkans erreicht.



      Wir ziehen uns die mitgebrachten Vliesjacken an, ohne die wären wir jetzt aufgeschmissen und müssten die Wanderung abbrechen.
      Unter uns stehen am Hang zwei Steinkreise und wir hoffen das der Wind weiter unten weniger stark bläst.



      So steigen wir hinab zu den kleinen Steinringen. Die Mauern, deren Mauerkrone aus extra dicken Steinen besteht, ist so hoch das selbst ich nicht den Grund innerhalb sehen kann.



      Im zweiten Steinring steht ein Feigenstrauch. Die Mauerkrone ist teilweise eingebrochen und daher nicht so hoch.




      Fortsetzung folgt
      Wir gehen zu einer Mauer, die quer zum Vulkanhang steht, und stehen dann auf einer breiten Piste, die zwischen zwei Mauern verläuft.
      Blick nach Osten



      Blick nach Westen, am Himmel sieht es nach Regen aus.



      Wir wenden uns nach Westen, die Piste führt uns zur vulkanisch sehr aktiven Nordseite. Wir kommen an Kratern und kleinen Ausbruchskegeln sogenannten Hornitos vorbei.





      An diesem Hornito sahen wir sehr merkwürdige Lavasteine. Diese waren in Relation zur Größe extrem leicht.







      Fortsetzung folgt
      Diese Lava hat viel Gas an die Oberfläche befördert, die Steine sehen aus wie ein Schwamm und sind deshalb so extrem leicht.





      An diesen Steinen kann man gut erkennen wie dünnflüssig die Lava gewesen sein muss. Dann geht es an weiteren Kratern vorbei



      Am Hang oberhalb kann man gut einzelne Schichten erkennen



      Dann kommen wir an weiteren Hornitos vorbei



      und laufen auf ein großes Geröllfeld mit einzeln stehenden Resten eines früheren Kraters zu





      Zwischen den Resten des Kraters kann man in der Ferne erneut den Montana de Tindaya erkennen



      Noch ein Blick zurück



      Die Wanderung am Fuß des Montana de Arena geht ihrem Ende entgegen. Wir kommen zur großen Ausflussrinne, die sich den ganzen Hang runterzieht. An dieser Stelle dürfte der Aufstieg zum Gipfel machbar sein.





      Ein paar Meter weiter stehen wir dann an der Bank, die @pesebre mal in einem Ratethread hat raten lassen. Mal unbesetzt



      mal besetzt



      Dann folgen wir der Spur im Aschehang und uns wird bewusst, das wir uns innerhalb des Grundstücks, das wir am Anfang der Wanderung nicht betreten wollten, nun befinden. Wir schauen uns den Aschehang an, auf halber Höhe stehen Mauern im Hang,





      deren Sinn und Zweck sich uns nicht erschließt. Von den Gebäuden kommen nun bellende Hunde auf uns zu gelaufen, mittlere Größe, aber sie werden vom Besitzer zurückgerufen. Nur einer reagiert nicht, versucht weiter sich uns von hinten her anzunähern, wobei er bedrohlich bellt. Wenn ich eins gelernt habe, dann dieses, das man so einem Hund am besten entgegen geht, denn dann zeigt sich fast immer wer der größere Schisser von uns beiden ist. So auch in dieser Situation; der Hund stoppt ab und läuft zurück.
      Zum Ende der Wanderung, als wir wieder auf der Piste zum Auto gehen, ist die Bewölkung abgezogen und wir können wieder ein bißchen Wärme tanken.

      wunderschön die Bilder!
      Fuertetom, bei der Ziegenfarm wo du eh warst, kann man ganz bequem hinaufgehen. An den bellenden Hunden (die sind aber harmlos, wenn sie merken, dass man einfach weitergeht, lassen sie einen in Ruhe - und das merkte sogar ich, obwohl ich mich im allgemeinen sehr vor Hunden fürchte ) und den Ziegen vorbei, kommt ein gerölliger Weg, auf dem man in Serpentinen leicht hinaufkommt. Lieber gehe ich aber von der Nord (Lajares)-Seite rauf - an dem kleinen Nebenkrater vorbei, dann ein kurzes etwas schwierigeres Stück, aber dann kann man entlang des einen Hauptkraters sehr gut raufgehen. Ich hätte da verschiedene GPS-Aufzeichnungen über meine Aufstiegsvarianten.
      siehe z.B. evademaxorata.blogspot.co.at/2…f-dem-hausvulkan-mta.html

      evademaxorata.blogspot.co.at/2…-hausvulkan-30032016.html

      Für dich mit deiner Geländeerfahrung wäre der Aufstieg auf die Arena garantiert kein Problem.

      lg Eva
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