Wanderung durch den Barranco de la Torre Teil 1

      Wanderung durch den Barranco de la Torre Teil 1

      Start in Salinas del Carmen, Dauer ca. 3,0 Std., davon 2 Std. im Barranco (reine Gehzeit mit kurzen Fotografierpausen), Strecke hin und zurück ca. 8 km, keine wesentlichen Steigungungen.

      Besonderheiten: möglichst nur am Wochenende gehen, vom 15.02. - 31.07. wegen Brutzeit gesperrt.

      Wenn man vom Flughafen auf FV2 Richtung Süden fährt, überquert man kurz hinter Salinas del Carmen den Barranco de la Torre mit seinen von der Straße aus imposant wirkenden Felswänden. Der Barranco mündet etwa 1 km südlich von Salinas bei einem kleinen Gehöft und einem alten Kalkofen ins Meer, das Bild mit den Palmen haben wahrscheinlich alle regelmäßigen Fuerte-Urlauber schon einmal beim Landeanflug gesehen. Piloto hat hier auch schon einen Bericht zu der Wanderung geschrieben.

      Wir parken in Las Salinas vor dem am Sonntag leider geschlossenen familiengeführten Lokal Los Caracoles, laufen an dem kleinen Seemannskirchlein zunächst die Straße hoch und wenden uns dann nach links auf eine Piste nach Süden. Vorbei an neuen, zum Teil noch nicht bewohnten Villen erreichen wir nach 15 Minuten den Kiesstrand der kleinen Bucht Puerto de la Torre, heute am Sonntag stehen hier einige Wohnmobile. Wir laufen über eine schmale Piste landeinwärts, entlang von Feldern und vielen Palmen. Nach weiteren 20 Minuten biegt der Weg nach links zu einem Gehöft ab, wir laufen weiter im breiten trockenen Bachbett des Barranco. Ein Schild weist uns darauf hin, dass der Weg vom 15. Februar bis zum 31. Juli wegen Brutzeit der Vögel geschlossen ist. Aber Ende Januar dürfen wir noch. Entlang einer Steilwand mit vielen Ziegen und den hier nistenden Felsentauben schwenkt der Barranco in einem Bogen erst nach links, dann wieder nach rechts, bis nach einer weiteren Viertelstunde rechts eine am Sonntag glücklicherweise nicht arbeitende Zementfabrik auftaucht. Eine alte Pumpenanlage mit ungesichertem (!) ca. 8 Meter tiefem Schacht wird näher untersucht, die zugehörige Windmühle ist längst abgebaut. Entlang der Fabrik geht es in einem Rechtsbogen weiter, selbst der Boden ist weislich verstaubt, dieser Teil des Weges ist nicht schön und werktags absolut nicht zu empfehlen.
      Hinter der Fabrik öffnet sich das Tal zunächst und wird immer grüner, plötzlich stehen wir vor einem kleine Tümpel und überraschen zwei Rostgänse, die deutlich Abstand halten. Entlang eines mit Tamarisken bewachsenen Bachbettes geht es auf einem bequemen Weg weiter in Richtung Westen. Hier begegnen wir einem Paar, das seinen Hund ausführt, ansonsten waren wir ganz allein. Nach zwei Stunden haben wir die Unterquerung der Straße noch lange nicht erreicht, beschließen aber umzukehren. Um den Rückweg abzukürzen steigen wir direkt vor der Betonfabrik die Böschung hinauf und laufen auf einer Piste neben der Straße direkt nach Salinas del Carmen zurück.

      Hier könnte man auch parken und die Wanderung beginnen, wir suchen aber jetzt noch mit dem Auto nach einem Einstieg am oberen Ende des Barranco. Davon im Teil 2.
      :da: Schöner Bericht und gute Fotos.

      In diesem Barranco soll man doch in Vertiefungen in der Felswand, wie auf deinem 2. Bild ersichtlich, auch übernachten können. Immer wenn ich an diesem Barranco mit seinen hohen Felswänden vorbeifahre, denke ich daran, das ich dort auch einmal wandern wollte. Auf den Karten sind ziemlich nahe am Meer Ruinen der Guanchen eingezeichnet.
      Habt ihr die auch gesehen?
      Und führt dieser Barranco hoch bis nach Antigua?
      @fuertetom Die Guanchenruinen müssen etwas oberhalb südlich des Barranco liegen, die haben wir nicht gesehen, aber auch nicht gesucht. Die angedeuteten Höhlen in den Wänden des Barranco sind eher Vertiefungen und wahrscheinlich nicht zum Übernachten geeignet. Wir haben sie aber auch nicht näher inspiziert. Auf der Karte kommt der Bachlauf in der Tat aus der Gegend von Antigua, wir habe am Folgetag die Wanderung beginnend südöstlich von Los Alares in Richtung Meer komplettiert, der Bericht folgt noch.

      @Dorita Das ist in der Tat eher ein Spaziergang ohne jede Steigung und auch für "ältere Semester" geeignet, wobei die Beschaffenheit der Wege ja aus den Bildern hervorgeht. Trecking- oder Wanderschuhe sollten es schon sein, etwas Wasser sollte man wie immer mitnehmen.
      Wanderung duch den Barranca de la Torre Teil 2

      Start an der Abzweigung FV2 Richtung Los Alares, mit dem Auto erreichbar. Mit Bus sollte auch möglich sein.
      Dauer ca. 3,0 Std hin und zurück im Barranco (reine Gehzeit mit kurzen Fotografierpausen), Strecke: hin und zurück ca. 8 km, keine Steigung.

      Besonderheiten: vom 15.02. - 31.07. gesperrt

      Nach der Wanderung durch den unteren Teil des Barranco wollen wir gleich noch einen Einstieg vom Inselinneren her erkunden. Wir fahren von Salinas del Carmen Richtung Westen auf der FV2, nach ca. 5 km kommt eine Abzweigung nach Los Alares. Das Teersträßchen gabelt sich gleich am Anfang, wir nehmen die Abzweigung nach rechts und fahren an einer Tafel vorbei, die die Wanderung durch den Barranco bis nach Caleta de Fuste beschreibt. Die Gesamtdauer ist hier mit ca. 5 Std. angegeben. Man kann sich also wunderbar mit dem Taxi von Caleta aus hierher fahren lassen und zurück wandern. Heute haben wir das Auto dabei und sind außerdem spät dran, deshalb wird es eine kürzere hin- und zurück-Tour. Wir fahren noch ca. 700 m weiter, bis ein Schild in den Barranco zeigt, und parken dort.

      Gleich zu Beginn hören wir ein rhytmisches mechanisches Geräusch, zwischen ein paar Büschen tut sich der Blick auf eine arbeitende windbetriebene Wasserpumpe auf. Kurze Zeit später stoßen wir auf ein Schild, das die Sperrung wegen Brutzeit diesmal vom 01. Februar bis 31. Juli anzeigt, kurz darauf das bereits bekannte mit der Sperrung ab dem 15. Februar. Was gilt jetzt? Ende Januar ist das für uns aber kein Problem. Es geht in einem breiten Bachbett voran, links begleitet uns die bekannte hohe Felswand. Nach etwa einer halben Stunde kommt man an eine Farm mit Tomatenplantage an der wir etwas erhöht entlang laufen, da das Bachbett zugewachsen und sehr feucht bis nass ist. Es folgen Felder mit Kartoffeln, zwischen denen man wieder nach unten in das Bachbett gelangt. Nach einer weiteren halben Stunde haben wir die Unterführung unter der FV2 erreicht und laufen noch ca. eine halbe Stunde auf sich verengendem Weg an Tamariskenwäldern vorbei bis etwa zu der Stelle, an der wir am Vortag umgedreht sind.

      Auch dieses eine einfache Wanderung, die auch Werktags nicht durch Zementstaub beeinträchtigt wird, wenn man nicht zu weit läuft.

      Und hier kommen die Bilder:


      Die hohen Felswände des Barranco


      Diese Windmühle ist noch richtig in Betrieb.


      Blick zurück auf den Weg entlang der Felswand


      Es geht an einer Tomatenplantage entlang


      Frisch gepflügte Felder


      So müsste man klettern können!
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