Wanderung von Ajuy zur Playa de la Solapa

      Wanderung von Ajuy zur Playa de la Solapa

      Am 17. Juli wanderten wir von Ajuy zur Playa de la Solapa. Ich kannte den Strand noch nicht und war sehr neugierig darauf.

      Am südlichen Ende des Ajuy-Strandes stiegen wir den schmalen Pfad hoch:



      Von oben ein Blick zurück zum Strand von Ajuy:



      Vor uns zeigte sich eine weite Steilküsten-Bucht



      mit einer Strandhöhle, zu der ich beim nächsten Mal hier bei Ebbe gern mal absteigen möchte:





      Wir wanderten entlang der Küste, an manchen Stellen machten wir Pause, setzten uns auf einen Felsen, genossen die Ruhe, den Blick aufs Meer und die Wellen:



      Die Umgebung war nun farbenfroh und schön abwechslungsreich zum Wandern:



      Später kamen wir zu einer unüberwindbaren Kluft



      die am Hang oberhalb einer wilden Behausung umgangen werden kann:



      Eine Zeitlang war ein Weiterwandern an der Küste noch möglich. Der Boden hier war nun anders als zuvor, Lavaröhren und Steine, die aus verschiedenem Material zusammengesetzt waren, prägten die Umgebung. Manche Steine sahen aus, als wären sie von steinernen Spinnweben durchzogen:





      Hier machten wir wieder eine längere Pause:



      Da wir unten an der Küste nicht mehr weiterkamen, mussten wir ein Stück zurückgehen und über einen Barranco nach oben steigen. Wir kamen zu einem Pfad, dem wir nun Richtung Solapa folgten:



      Nun folgte eine etwas eintönige, ebene Strecke, aber bald konnten wir unser Ziel, die Playa Solapa in der Ferne erkennen:



      Nach knapp 3 Stunden inkl. mehrerer Pausen war das Ziel erreicht:



      Für einen Sonntagnachmittag war hier wenig los, einige Familien waren am Strand.



      Wir suchten uns ein gemütliches Plätzchen und ruhten uns aus



      Es war trotz Bewölkung ein sehr heißer Tag und eine Abkühlung im Meer tat gut



      Am südlichen Ende des Strandes gab es eine Höhle, die wir uns gerne anschauen wollten. Wegen der noch andauernden Flut gelang es uns aber nicht, zum Höhleneingang zu kommen



      Später, als sich das Meer etwas zurückgezogen hatte, wäre es vorstellbar gewesen, in die Höhle zu kommen. Beim Versuch, über einen Felsen zu klettern, verletzte ich mich allerdings am Knie und wir ließen den Höhlenbesuch bleiben.
      Mit einem frischen Verband (war ja nicht der erste in diesem Urlaub :D ) und etwas schmerzendem Knie ging es dann wieder zurück Richtung Ajuy



      Beim Rückweg blieben wir am Pfad, der direkt nach Ajuy führte



      Am letzten Hügel vor Ajuy begegneten wir dieser Ziegenherde:



      Nach nur ca eineinhalb Stunden war der Rückweg geschafft und wir belohnten uns mit einem leckeren Radler:



      Fazit: Die Playa de la Solapa ist ein sehr schöner Westküstenstrand, zum Baden natürlich mit Vorsicht zu genießen wegen der starken, schwer einschätzbaren Strömungen. Die Wanderung ab Ajuy entlang des vorhandenen Pfades ist unkompliziert und ohne längere Pausen in ca eineinhalb Stunden pro Richtung machbar, aber teilweise etwas eintönig und langweilig. Ich würde beim nächsten Mal wieder solange als möglich an der Küste entlang gehen und wieder schöne Pausen einlegen zum „ins Meer schauen“ und Atlantikstimmung genießen :thumbsup:
      Schöner Bericht der gemeinsamen Tour @Romana
      Gemeinsame Wanderungen lösen später ein kleines Problem. Ich brauch nicht mehr selber die Wanderberichte zu schreiben, ich lasse schreiben ;)
      Viel gibt es da nicht mehr zu ergänzen.
      Diese Wanderung ist auch im Rother Wanderführer aufgeführt und da ich nun zum 2. Mal diese Wanderung gemacht habe, wußte ich vorher, was mich erwartet.
      Wir wanderten erst gegen 11 Uhr von Ajuy los und ließen uns viel Zeit auf dem Weg zum südlich gelegenen Strand. Nachdem wir die Steilküste hinter Ajuy erklommen haben, zog es uns aber wieder näher zum Meer.



      Der oberhalb verlaufende Wanderweg wurde von uns nicht beachtet, wir wollten unten am Meer über die Felsen steigen.



      Die Musterung der Felsen ist sehenswert, so viele Gesteinsadern verlaufen dort kreuz und quer.



      Irgendwann geht es dann aber unten am Meer nicht weiter, so daß wir durch eine Erosionsrinne nach oben zu einer Geländestufe hochsteigen mussten. Von da an waren wir gefangen in einer etwas eintönigen Landschaft.
      Mir fielen mehrere Steinkreise auf,



      zu welchem Anlass die Steine derart platziert wurden, erschließt sich mir leider nicht.
      Der Wanderweg nach Solapa verläuft relativ eben,



      nur kurz vor Erreichen des Strandes, müssen mehrere Barrancos durchschritten werden,



      also immer mal wieder absteigen und an der anderen Seite hochsteigen. Manchmal liegen solche Steine am Weg



      Dann war der Strand erreicht, etwas oberhalb standen mehrere Wohnmobile, und wir waren wieder unter Menschen.
      Nachdem wir ein gemütliches Plätzchen gefunden hatten, zog es mich zur Höhle am Ende des Strandes, die aber durch die anstehende Flut unerreichbar war.



      Nun zog es mich auch ins Meer zur wohlverdienten Abkühlung, es waren schon mehrere Personen im Wasser, unter anderem auch Kinder.
      Die Wassertemperatur war herrlich, ein erfrischendes Bad an der Westküste.
      Ich wäre gerne mit Romana baden gegangen, aber sie hat viel Respekt vor dem Meer, speziell an der Westküste. Besser so als zu risikofreudig.
      Wenig später machten wir uns an den Rückweg. Wir hatten nur noch wenig in den Wasserflaschen, kamen an den 2 Ruinen von Kalköfen vorbei





      und wanderten fast ohne Pause bis nach Ajuy zurück.
      Kurz vor Ajuy war eine kleine Ziegenherde vor uns und endlich sah ich auch mal Ziegen auf den Ziegentritten



      und nicht nur Wanderer, die sich dieser Tritte bedienen.
      Auf dem Rückweg waren wir sogar 10 Minuten schneller als im Wanderführer angegeben.
      :da: für die Ergänzungen :thumbup:

      OT zu meinem „Respekt vor dem Meer“: Den habe ich erst seit Mai. Beim Schwimmen am Playa de los Ojos wurden mir starke Gegen- und Seitenströmungen zum Verhängnis. Obwohl ich durchaus Muskelkraft besitze, gelang es mir nur mit äußerster Anstrengung wieder zum Ufer zu kommen. Dabei wurde ich von einer Welle auch noch gegen eine Felsplatte am Boden gedrückt (die Narbe am Knie sieht man immer noch). Nicht nur an der Westküste habe ich jetzt besonderen Respekt vor dem Atlantik. Beim Schwimmen im hinteren Strandbereich von Las Playitas an der Ostküste hatte ich im Juli-Urlaub ein ähnliches Erlebnis. Die Gegenströmung war so heftig, dass ich auch mit vollem Krafteinsatz dem Ufer nicht näher kam. Irgendwann schaffte ich es dann. Seither bin ich vielleicht übervorsichtig. Ich schwimme leidenschaftlich gerne, aber niemals weit hinaus und im Atlantik nur mehr, wenn weder hohe Wellen noch starke Strömungen vorhanden sind. Dann plansche ich lieber im Uferbereich und kühle mich auf diese Weise ab. Ist ja auch schön, am Ufer zu sitzen und sich von den herannahenden Wellen umspülen zu lassen ^^
      OT
      Ich bin bestimmt nicht risikofreudig und eher ein "Schisser" wenn es darum geht ein Risiko einzugehen. Der Ojosstrand ist, so schön er auch aussieht, ein gefährliches Terrain.
      Die Querströmungen sind gerade bei Flut nicht zu unterschätzen. In einer ähnlichen Situation konnte ich dir da helfen, als du in Richtung felsiger Untergrund abgetrieben wurdest. Oder war es diese Situation, die du beschrieben hast?
      Bei Gefahrensituationen im Meer immer ruhig bleiben, nicht in Panik verfallen, jede Welle von hinten Richtung Strand ist dein "Freund". Gegen eine Querströmung, und die am Ojosstrand ist enorm, gibt es kein Gegenmittel. Da ist es besser auf das Bad im Meer zu verzichten.
      Ich habe so Situationen, wo die Strömung oder die Wellen stärker als man selbst ist auch oft erlebt, mein Respekt vor dem Meer ist vorhanden , aber er nimmt nicht Überhand.
      Kleiner Nachtrag zu der Wanderung
      Als Romana ihr Knie an einem Felsen gestoßen hatte, zurück zu ihrem Rucksack ging um sich das Knie zu bandagieren, bin ich vorsichtig zwischen den immer noch umspülten Felsen weiter zur Höhle gegangen. Obwohl ich 2008 schon einmal dort hinein gegangen war, kam die Höhle mir diesesmal viel größer und höher vor. In meiner Erinnerung waren damals auch keine Felsen vor der Höhle gelegen, deshalb war ich mir nicht sicher das es die gleiche Höhle war. Die Höhle führt wohl an die 20 Meter in den Fels hinein



      und so schaut es von drinnen aus



      Gottseidank habe ich nun das alte Bildmaterial gefunden und siehe da, vor der Höhle ist nur ein kleiner Fels, der noch überspült wird, zu sehen.



      Die markante Form eines Zackens am linken Felsen bestätigt das es sich um ein und dieselbe Höhle handelt und lässt erahnen, wieviel Sand dort vom Meer in den letzten 9 Jahren abtransportiert worden ist. Deshalb kam mir die Höhle nun höher vor, weil der Höhleneingang heute um mehr als 2 Meter tiefer liegt. Das alte Bild ist nahe am Höhlenausgang aufgenommen worden, während ich beim Bild vom letzten Jahr noch tiefer in der Höhle stand.
      Hallo Romana , bin neu in diesem Forum, mein Name ist Elizabeth. Sie haben so einen schönen Bericht geschrieben. Leben Sie schon lange auf der Insel oder war das Urlaub . Ich möchte in die Sonne ziehen , an das Meer . Bin eigentlich in Griechenland verliebt . Können Sie mir etwas über Fuerteventura, oder die Canaren schreiben. Mit freundlichen Grüßen Elizabeth
      Romana war schon seit einiger Zeit nicht hier im Forum aktiv ...
      damit die Antwort nicht zu lange dauert, einfach mal das Forum durchstöbern, denn hier ist schon vieles über Fuerteventura geschrieben worden, auch einiges über die anderen Inseln.
      Viel Spaß beim lesen.

      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)
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