Wanderung zur Caldera de Gairia

      Jetzt möchte ich etwas richtig stellen.
      fuertetom hat recht mit seiner Schreibweise Gairia!
      Nur die alten Einheimischen schreiben, wie es früher war, Gayria.
      Die offizielle und neue Art, wird mit ai geschrieben.
      Seit wann das so ist, das konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen, bleibe aber am Ball.
      Es gibt mittlerweile in Tiscamanita auch einen Gayria Wein, ebenfalls mit y geschrieben.
      Ein kleines Weingut einer mit kleinen Keltlerei gibt es auch Tiscamita, sogar mit einer kleinen Bodega, wo man sogar für 5,- € den Wein und Likör probieren kann, zusammen mit einer Tapas-Beilage.
      Allerdings nur geöffnet nach Terminabsprache.









      LG
      Barbara
      Zur Caldera de Gairia kam ich am letzten Tag meines letzten Urlaubs im Juni. Dafür fuhr ich hinter Tiscamanita an den Rand der Caldera, zum dortigen Ausflugsrestaurant. Die Anfahrt ist hier schon beschrieben: Wanderung zur Caldera de Gairia
      Als erstes sah ich einen Schmutzgeier über mir, den ich leider nicht ganz scharf ablichten konnte



      Dieser flog in die Richtung zur Caldera...



      ...und ließ sich dort nieder. Dort saß noch ein weiterer Schmutzgeier (am beigen Gesteinsband rechts von der Bildmitte)



      Ich packte nun meinen Rucksack auf die Schulter und ging los. Eine Ziege fand wohl etwas zu fressen auf dem Weg, im Hintergrund kann man gut den Weg am Vulkanhang erkennen, der sich zum rechten Absatz am Krater hinzieht.



      Kurz danach querten noch ein paar Ziegen den Weg, der durch die Asche führt.



      Ich wollte noch ein wenig näher an die beiden sitzenden Schmutzgeier heran kommen, aber diese Vögel lassen Menschen nicht nahe an sich ran. Ich sah die beiden Geier östlich der Caldera kreisen. Ich war schon froh, wenn ich beide im Sucher der Kamera hatte.





      Der Weg durch den Aschehang ist recht schmal, im Hintergrund der "Tafelberg" vor dem Atalaya de Pozo Negro



      Wenig später stand ich auf dem breiten Absatz und überlegte woher ich weiter gehen sollte. Ich war sehr überrascht in der Ausflussrinne einen breiten Weg zu erkennen, den gab es vor 2 Jahren noch nicht (siehe Bilder in diesem Thread, Wanderung mit @Romana)



      Dort müssen sich in der Zwischenzeit schon "Menschenmassen" hoch bewegt haben. Es gab mehrere machbare Routen, die man dann verfolgen kann. Als erstes hätte ich den Grat oberhalb des Absatzes hochsteigen können, war mir aber unsicher ob das an diesem Naturdenkmal erlaubt wäre, querfeldein den Hang hochzusteigen. Die andere Möglichkeit war, den gut sichtbaren Weg in der Ausflussrinne hochzusteigen, bis man in die Caldrea hinein schauen kann. Diesen Weg nutzte ich, denn ich wollte sehen, welchen Weg @Barbara mit Roque gegangen war.
      Der Weg ist nicht schwierig, man kann ja immer wieder eine Pause einlegen. Da man sich aber kontinuierlich im Windschatten der Caldera befindet, kann es eine recht schweißtreibende Wanderung werden.
      Der Ausblick bei den Pausen aus dieser Ausflussrinne ist immer wieder schön. Man kann gut den Lavastrom verfolgen, der einst von hier in Richtung Pozo Negro geflossen ist. Knapp links neben der Bildmitte ist die Caldera de la Laguna oder auch der Berg der blauen Steine zu sehen.



      Bei einer weiteren Rast, schon ein Stück höher, kann man den zurück gelegten Weg gut erkennen.



      Weit ist es nicht mehr bis zum Einblick in die Caldera. Dort teilt sich der Weg d.h. es gibt einen Abzweig der nach Süden führt, der ungefähr die Höhe hält und an einem Absatz an der südlichen Flanke des Vulkans endet.



      Nun stelle ich mir wieder Frage, wie es weiter gehen soll. Den "neuen" Weg zur südlichen Flanke gehen oder aber querfeldein klettern und wandern. Ich zitiere mal eben meinen Schlusssatz von Januar 2017

      fuertetom schrieb:

      Ich werde wohl noch einmal wiederkommen um den Rest des Kraterrands zu erkunden und mir die Höhle noch genauer anzusehen.

      Genau, jetzt ist der Kraterrand erneut dran, die damals abgebrochene Wanderung wird nun fortgesetzt.
      Am Anfang ist es ein wenig schwierig hinauf zu kommen, der leichteste Weg ist aber an der Außenseite des Hangs, dort wird jeder Absatz genutzt, wie auf einer Treppe mit sehr unregelmäßigen Stufen.



      Man kommt aber immer wieder auf den Grat um jederzeit neu abzuwägen, wo der Weg leichter ist. Natürlich denke ich an die vorherige Wanderung und versuche mich zu erinnern, welchen Weg ich damals ging. Aber das ist vertane Lebenszeit, ich will ja auch nicht immer den gleichen Weg laufen, das merkt man spätestens bei einem Deja-vu. ;)





      Die Steilheit des Hangs ist immer wieder respekteinflößend, es geht viel leichter nach unten (ungewollt) als nach oben.



      Wenn ich nun zurück blicke, kann ich gut den quer verlaufenden Weg im Hang zur südlichen Flanke erkennen, der linke Weg ist der Aufstiegsweg.



      Ein letztes Mal noch klettern...



      ...dann steh ich oben auf dem Kraterrand und schaue zum Gipfel.

      Nun folgt eine eher harmlose Wanderung auf dem Kraterrand, das einzige Manko, man steht nun voll im Wind.
      Der Blick hier geht nach Norden.



      Ein Panorama des Kraterrands, mein Wanderweg in der nächsten halben Stunde.



      Ein Blick zurück lässt erkennen, das der Kraterrand nicht gleichmäßig hoch ist, man immer wieder ein wenig Windschatten erhält und die Temperatur dann gefühlt einige Grad höher liegt, da die Steine viel Wärme abgeben.



      Im Inneren der Caldera, auf dem Kraterboden, haben früher mal Menschen gelebt.



      Die übrig gebliebenen Steinmauern zeugen von ein wenig Anbaufläche, die die Menschen dem Kraterinneren abgetrotzt haben. Was muss das für ein mühseliges Leben gewesen sein. Da geht es uns doch heute sehr gut gegen.
      Am oberen Bildrand sieht man das untere Ende des "V" von der Ausflussrinne.



      Ein Panorama, rechts der Gipfel der Caldera de Gairia



      Meistens geht man oben auf dem Grat oder wenn es dort zu uneben ist, mal innen und mal aussen. Dann komme ich zu einer kompakten Gesteinsformation. Dort empfiehlt es sich aussen rum zu gehen.







      Ich habe nun den nördlichen Teil erreicht, unten am äußeren Fuß des Vulkanhangs kann man den Eingang zur Höhle erkennen ( der längliche Schatten im unteren Bildabschnitt )



      Auf dem Kraterrand wachsen nun einige wenige Pflanzen, deren Namen mir unbekannt ist.





      Der Gipfel ist in Sichtweite, dorthin ist es sehr angenehm zu wandern, den Wind im Rücken komme ich wenig später am höchsten Punkt an. Wiederum der Blick nach Norden, diese Gipfelsäule steht auf jedem Gipfel und sieht immer gleich aus. :(



      Ausblick vom Gipfel zum Malpais Grande



      Nun folgt der Abstieg, den man auf Lavagrus mit wegrutschen oder auf den festsitzenden Lavafelsen hinter sich bringen kann.



      Ich gehe am liebsten über die Lavafelsen, bin ich doch dann vor unliebsamen Überraschungen weitgehend sicher





      Kurz darauf erreiche ich den ersten oberen Absatz, an dem ich mich entscheiden muss, ob ich zur Caldera zurück durch den Hang oder aber weiter auf dem deutlich kürzeren Weg zum nächsten unteren Absatz, sozusagen auf der Verlängerung des Gipfelabstiegs, gehen will.



      Wer mich kennt, weiß die Antwort ;)
      Es sind nur noch wenige feste Felsen zu sehen, der Großteil des Hangs muss dann ohne die Sicherheit gebenden Felsen zurückgelegt werden.





      Dann stehe ich wieder unten, so sieht der letzte Teil des Hangs aus. Dort bin ich ganz am Anfang probehalber hochgestiegen um den Hang und die Griffigkeit des Untergrundes zu erkunden. Rechts der Gipfel



      Zum Abschluß der Wanderung kommt noch ein Schmutzgeier meiner Kamera zu nah ^^

      :da: für das positive Feedback. Bei meinem Bericht fehlt ein wenig der "Größenvergleich" Berg mit einem Menschen, damit jeder das besser nachvollziehen kann, aber @Barbara hat das ja schön dargestellt. Es ist nicht eine wahnsinnig schwere Tour, dafür spricht ja auch, das es geführte Touren gibt um da mal raufzukommen. Könnte ich ja auch mitmachen, aber dann wäre es keine "stille" Wanderung die ich so liebe und auf den Fotos wären für mich wildfremde Menschen. Ich mag Natur und keine Gruppenveranstaltungen.
      ,
    Das Forum rund um die Insel Fuerteventura mit Beiträgen, Tipps und Wissenswertem zur Kanareninsel. Registrieren Sie sich in unserem Forum.

    Datenschutzerklärung nach DSGVO