Einen Sommer den ich nie vergessen werde

      :da: Piloto!
      Auch mir macht es immer großen Spaß Dein Fuertetagebuch zu verfolgen :) .
      Bewundernswert finde ich Deine guten nachbarschaftlichen Beziehungen im Dorf.
      Wenn ich auf Fuerte bin ist es schon vorgekommen, daß ich beim Anblick etwas speziellerer Fahrzeuge an Dich denken mußte und mich gefragt habe, ob das wohl der "unglückselige Transporter" sein könnte ;) .
      Nur gut, daß er jetzt wieder regelmäßig anspringt und Du den Motor nicht mehr permanent laufen lassen muß, denn das ist das Einzige, was mich bisher an Dir gestört hat, weil es einfach Umweltverschmutzung ist :thumbdown: .
      Alles Gute für Dich und Dein geliebtes "Blechschwein" und noch viele schöne Auszeiten auf der Insel!

      Gruß Wanderdüne
      Heute ein weitere kleiner "Baustein" meiner Erzählungen.Ein liebes Dankeschön an alle Leser meiner Aufzeichnungen.Danke auch psycho48,hdtj1,Klatschmohn,Stefan2,Wanderdüne und Carlos für die anspornenden Worte des Dankes. Gruß Piloto

      Heute bin ich etwas später aus dem Bett gekommen. Es ist der 20. Juli, ein sonniger Sonnabend mit wenig Wind. Über Pozo Negro liegt noch die morgendliche Stille und es scheint als hätte auch das Meer noch nicht seine rauschenden Akkorde der Dynamik des Tages angepasst. Auch heute hat mein morgendliches Ritual nicht der deutschen Pünktlichkeit genüge getan. Trotz alledem kann ich mich rühmen erster am Strand zu sein.Zum Frühstück Kaffee, Brötchen, Kaktus Konfitüre und die letzten zwei Scheiben Serrano Schinken. Als Abschluss noch ein dickes Stück Queso artesano de Fuerteventura ganz genüsslich in der Morgensonne genießend kauend. Ein“ gepflegter“ Tagesbeginn auf meiner Insel. Geschirr weg und Beine hoch mit blinzelndem Blick auf das von der Sonne gleißende Meer. Auch vor den einzelnen Behausungen wird es lebendig. Mein Nachbar spritzt seine Terrasse ab. Auch die Markise wird einer Reinigung unterzogen. Zunehmend kräftigerer Wind als sonst üblich hält heute scheinbar viele Badegäste von einem Besuch am Strand ab. Nur vereinzelt tauchen einige Sonnen und Badelustige Familien auf. Nachbar Martin kommt vorbei und bringt die von mir gewünschten Gitarrennoten. Er hatte sie kopieren lassen. Es ist Zwölf Uhr und dreißig Minuten. Es treibt mich noch mal zum Transporter. Will den Batterieabsteller noch einmal überprüfen. Dazu muss ich das Amaturenbrett abbauen. Klemme die Kabel ab und löse die Gewindepole und verändere ihren Sitz. Baue dann alles wieder zusammen. Drei Startproben alles funktioniert. Das Auto noch etwas aufräumen. Es ist halb vier als ich wieder zu meiner Wohnung komme. Zwei Familien sind neben meiner Wohnung am Grillen. Pepe Luis und Mario vom“ Albergue“ sind auch dabei. Prompt erfolgt eine Einladung. Ich setze mich zu den Männern, schon steht ein üppig gefüllter Teller mit gegrilltem Ziegenfleisch vor mir. Ziegenfleisch, egal wie zubereitet von den Canariern immer eine Delikatesse. Nun geht das Palabre der Männer schon den ganzen Nachmittag. Es ist achtzehn Uhr fünfzehn in einer halben Stunde wird sich die Großfähre von Cádiz kommend um den Bergrücken schieben.In der Bucht sind Martin seine Verwandten mit dem gelben Motorboot und der“ Optimisten Jolle“ zu Gange. Inzwischen ist Ebbe. Auch der Wind hat an seiner Kraft verloren. Da taucht auch schon die Großfähre am Horizont auf. Zehn Minuten früher als erwartet. Nur einige Minuten und sie entschwindet den Blicken. Es geht dem Abend entgegen und Ruhe kehrt wieder ein im kleinen Fischerdorf was ich immer als sehr angenehm empfinde. Die Abendstimmung, das rauschende Meer und die Wortfetzen der Bewohner die vom warmen seichten Abendwind herüber wehen. Entspannte Feierabend Stimmung. Heute hatte ich mal Muße das Eingangsschild am Ortseingang von Pozo Negro zu studieren. Interessante Erläuterungen zur Geschichte des kleinen Ortes. Die kleine Bucht, schon seit dem 15 Jahrhundert genutzt zum Fischfang, Transport von Kalk und der Barranco, der sich zum Meer hin verengt diente dem Ackerbau. Wenn ich so hier am Meer sitze, die Sonne beleuchtet die kargen Felsen mit den bizarren Formationen des Lavagesteins, versinkt man in die Tiefe der Vergangenheit wie die Insel wohl aus dem Ozean gewachsen sein mag. Mit spärlicher Vegetation, den anspruchslosen Wolfsmilchgewächsen und anderen Pflanzen die sich mit Erfolg hier ansiedelten.
      Hier noch einmal die gesamte Inschrift der Informationstafel.
      Das ausgedehnte und als Valle de Pozo Negro bekannte Talan der Ostküste der Insel, das sich in Richtung Meerimmer weitert verengt, liegt inmitten einer Landschaft,die von Lavaströmen der Vulkanausbrüche derCaldera de Laguna und der Caldera de Gairita geprägt wurde.Ursprünglich wurde es als Weidefläche für das Viehund in eingeschränkten Maße auch für den Trockenfeldanbaugenutzt. Diesen Tätigkeiten ist es zu verdanken, das im Tal vonPozo Negro die kleine Ansiedlung El Saladillo sowie einigeverstreute Hütten entstanden, die den Viehhirten zeitweiseUnterschlupf boten. Etwa 2 km östlich des Ortes La Atalayitaliegt die Bucht von Pozo Negro. Dieser Naturhafen ist auf denKarten seit dem 15. Jahrhundert als geschützt liegenderSchiffsanleger verzeichnet. Er diente sowohl dem An- und Abtransport der Waren und entwickelte sich im Laufe der Zeitzum bedeutendsten Verladehafen der Insel für Kohle und Kalk.Heute befindet sich hier die größte Ansiedlung des gesamtenTals. Die Bevölkerung widmet sich in erster Linie dem Fischfangin Küstennähe. Seit Jahren ist dieser Ort auch beliebtes Ausflugszielzahlreicher anderer Inselbewohner, was schließlich zur Errichtungdes einzigen Campingplatzes der Gemeinde und einer Jugendherberge führte.

      Es ist inzwischen zwanzig Uhr Pepe Luis steigt die Außentreppe seiner Terrasse herunter. Setzt sich mit zwei Büchsen Cerveza zu mir am runden Tisch vorm Haus. Reicht mir die Eine. Eisgekühlt, so das sie von außen beschlägt. Nicht lange und Martin gesellt sich zu uns. Pepe Luis bemüht sich nach oben um für Martin noch ein Getränk zu holen. Ich mache in meiner Küche noch schnell einen Teller mit Miniknackwürstchen und Ziegenkäse zurecht, dem ich der Bierrunde beisteuere. Es scheint den beiden auch zu munden. Da erscheint Martins Frau Concha mit einem großen Teller Paella und drei Gabeln. Die grüne Einfärbung der Speise ist für mich neu. Sicher hängt das mit den Gewürzen zusammen. Schmeckt aber fantastisch. Wenig oder kaum Fisch aber leckeres Ziegenfleisch. Zu dritt wurde dann dem Teller zu Leibe gerückt. Ich glaube der größere Teil der leckeren Kost ist über meine Gabel gegangen. Es wurde noch so manches Thema angeschnitten. So erfuhr ich auch das Martin siebzig und Pepe Luis fünfundsechzig Lenze hinter sich hatten. Wobei ich die Jahreszahlen der beiden getauscht hätte. Auch für meine Familie, dem Leben und Deutschland Ost und West bis hin zum Zweiten Weltkrieg zeigten sie großes Interesse und stellten so manche Frage. Es ist einundzwanzig Uhr dreißig. So langsam beenden wir unsere Männerrunde. Es war wieder ein schöner und wortreicher Abend mit delikatem Menü und den fantastischen Blick auf den abendlichen Atlantik.
      Sonntagmorgen. Etwas rekeln und strecken und die Bettdecke wird mit Schwung ans Fußende befördert. Raus aus den Federn mit erstem Blick zum Fenster. Die Sonne lässt noch auf sich warten. Der Himmel hier an der Küste ist noch Wolkenverhangen. Die Flut lässt den Küstenstreifen in unserer Bucht zusammen schmälzen . Badehose an und ab ins Meer. Zurück zum Ufer fällt mein Blick in Richtung Landesinnere. Antigua wird schon von der Sonne verwöhnt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis auch uns sie erreicht. In einiger Entfernung hat der Katamaran seinen Anker geworfen. Ich denke ein Frühstücks-Dinner für die Passagiere und Crew in der malerischen Bucht ist ein einmaliges Erlebnis. Weiter draußen noch in Küstennähe eine Motorjacht mit Sportanglern. Nach Morgentoilette und Frühstück kann der Tag nun mit seinen Ereignissen oder Müßiggang meine Person ergreifen.Schon kommt Pepe Luis die Außentreppe herunter. Zwei Weingläser und einer Flasche Wein in den Händen. Setzt sich zu mir an den Tisch vorm Haus. Zu früh am Tag. Um nicht unhöflich zu sein, ein kleiner Schluck. Später gerne mehr. Es ist elf Uhr dreißig. Die Sonne versucht die Wolken zu durchbrechen um sie dann auf´s Meer zu verbannen. Die Temperaturen sind angenehm. Ein leichtes Lüftchen von See lässt den Vormittag zum Müßiggang verführen. Sonnenschein und blauer Himmel sorgen für den letzten Schups. Jetzt aber raus aus der Faulenzerstellung. Noch ein paar kleine Mitbringsel wie Kaffee und Kekse eingepackt zum Auto und ab nach Giniginamar. Heute steht ein Abschiedsbesuch bei Barbara auf dem Plan. Der kleine Fischerort an der Ostküste. Eingebettet in einen Barranco der in eine kleine Bucht mündet. Kurz nach Mittag erreiche ich den kleinen Küstenort. Einige neue Bauten sorgten dafür, dass ich etwas suchen musste um mich zu orientieren. Da ist ihr Anwesen. Da steht sie, Barbara oben im Garten und winkt. Sonntäglich gekleidet in weißer Hose und schicker bunter Bluse. Natürlich gab es eine liebe Begrüßung. Nachdem wir auf der gemütlichen Terrasse mit weichen Sitzkissen und schönen Blick auf´s Meer und den kleinen Ort es uns gemütlich gemacht hatten den Kaffeduft genießend die Kekse knabbernd und über das Forum, die Aktivitäten und deren Mitglieder plauderten. Neuigkeiten über die Insel und Jedermann zelebrieren. Die Zeit verging so schnell. Noch ein Blick über die Bucht und den liebevoll gepflegten Garten, dann wird es Zeit ¡Adios! zu sagen. Ich drehe noch eine kleine Runde durch den Ort. Hier ist doch mehr betrieb am Strand und in den schmalen Gassen mit den dicht aneinander gedrängten kleinen Häusern als in Pozo Negro. Meine Fahrt geht zurück aus dem Barranco auf die Küstenstraße, welche sich im Osten der Insel Richtung Puerto del Rosario dahin schlängelt. Nach einer guten halben Stunde erreiche ich wieder Pozo Negro. Das Auto wie gewohnt abstellen. Dann die kleine staubige Straße in Richtung meiner Behausung noch in Gedanken mit dem Besuch bei Barbara. Biege ich um die Ecke am Meer zum Apartamento, sitzt am Eckhaus auf der Bank einer der Nachbarn und hämmert an der Schiffsschraube seines Außenborders. Sie sieht recht verbogen aus. Nach einigem Wortwechsel habe ich dann erfahren, dass er in Ufernähe einige Steine erwischt hatte. Ein zweiter junger Mann sitzt dabei und schaut zu, wobei zwei weitere Hände das Richten der Schaufelräder wesentlich erleichtert hätten. Ich kann bei so etwas nicht zugucken und fasse mit zu. Nachdem die Blätter der Schiffsschraube gerichtet sind zeigt er mir sie noch mal zur Kontrolle. Bedankt sich bei mir und steigt mit der Schiffsschraube in sein kleines Ruderboot um die Schiffsschraube an dem in der Bucht ankernden Außenborder am Schlauchboot anzubringen. Ich begebe mich zu meiner Wohnung. Sonnenhut und Beine auf Stuhl Nr2 so beobachte ich die Aktion vom Probellerkumpel. Er dreht nach kurzer Zeit des Anbaus seine Proberunden in der kleinen Bucht. Kommt noch einmal bei mir vorbei .Gibt mir die Hand und bedankt sich noch einmal bei mir. Hatte sich scheinbar rumgesprochen, meine Hilfsbereitschaft. Ein kleiner Abendrundgang am Strand. Suche noch kurz meinen Vermieter auf um ihn mitzuteilen das ich diese Woche meine Unterkunft bezahlen werde, da meine Tage hier auf der Insel leider zu Ende gehen, meine Frau in einigen Tagen in Cadiz auf den spanischen Festland auf mich wartet. Bei meinem Weg zu besagten Vermieter treffe ich doch wieder auf meinen „Freund „ den Italiener, der die Steinbrüstung des unbewohnten Bungalows wie ein Trojaner des Troanisches Pferds besetzt. Ich frage ihn:“¿Tu no sabado vacacione hoy“? Er sagte mir dass er eine Fieste in Jandia hatte und deshalb erst spät in Pozo Negro war. Die Ebbe gibt heute noch mehr Strand frei. Hängt scheinbar irgendwie mit dem Vollmond zusammen. Der alte „Herr“ hat heute seine maximale Größe erreicht. Gar anmutig zeigt er seinen vollen Glanz über den spiegelnden Wellen des Atlantiks, als wollte er uns mahnen achtsam mit der Mutter Erde umzugehen. Mit dem Blick auf einen schillernden Silberteppich der sich in dem Dunkel der scheinbar unendlichen Ferne des Atlantiks verliert stelle ich meinen Stuhl zum Tisch und suche mein Bett auf.
      Wir haben den 22. Juli. Die letzte Woche auf meiner Wohl- fühl- Insel ist angebrochen. Zu gewohnter Zeit arbeite ich mein morgendliches Programm ab. Mein Frühstuck wie immer im Freien. Kaffee, das letzte Stück Ungarische Salami aus Deutschland ist schon ganz schön hart, schmeckt aber trotzdem. Gestern hatte ich noch zwei Eier gekocht, aber leider nicht lange genug. Vergessen auf die Uhr zu schauen. Der wabbelige Inhalt machte einem Frühstücksei keine besondere Ehre. Da gab es nur noch die Option der Entsorgung. Schade, ich hatte so Appetit auf ein Frühstücksei. Gegen 11.00 Uhr suche ich meinen Transporter auf. Er sprang tadellos an. Noch ein kurzer Trip ins Atlantico nach “de Fuste“ einige Lebensmittel einkaufen. Unter andern noch Nesskaffee für Suzo, als kleines Dankeschön wegen des Batterie -Ladegerätes, was ich ja nun vier Wochen in Benutzung hatte. Noch einmal zum Frisör, ist ja gleich nebenan im Atlantico. Denke es gleich heute zu machen, hier in der Frisierstube muss man Zeit mitbringen. Mein erster Anlauf endete mit unerträglicher Wartezeit, die auch einen Jäger beim Ansitz auf einen Hochsitz vergrämt hätte. So verließ ich dann auch recht bald den schwül warmen Tempel der Verschönerung um nach geraumer Zeit der Abkühlung im klimatisierten Gebäude vom Atlantico zum nächsten „Angriff“ zu blasen. Dieser erwies sich dann auch als Erfolg nach etwa dreißig Minuten des Wartens. Eine junge hübsche Frisöse wies mir dann an der großen Spiegelwand einen Stuhl zu. Ich sagte:“pelo corta, tres mm“. Womit sie ihren Haarschneider auf gewünschte Schnitthöhe einstellte und akribisch genau, meine, doch recht spärliche zu bezeichnenden Resthaarwuchs ausgiebig bearbeitete, und zeitmäßig auch einer vollen Haarpracht genüge getan hätte. So zufrieden verließ ich den Stuhl mit einen freundlichen „¡muchas gracies!“Es ist 13.30 Uhr als ich wieder in Pozo Negro ankomme. Am Strand tummelt sich die Kinderschar aus der Jugendherberge. Ihre Aktivitäten werden durch auflaufende Flut am Strand begrenzt. Immer wieder müssen sie Handtücher und Utensilien nach Ufernähe verlagern. Meine Nachbarin Concha sieht mich vorm Haus sitzen. Kurze Zeit später bringt sie mir eine herrliche Gemüsesuppe. Angerichtet mit Suppenkräutern, Zucchinistückchen und Melone, weiße Bohnen und Rindfleischstücken. Ich kann mich kaum entsinnen, eine so schmackhafte Suppe gegessen zu haben. Ich bedanke mich mit den Worten:“muchas gracias Concha, ke rico“.Mein Blick fällt auf die in der Brandung des Meeres liegenden Gesteinsbrocken. In Jahrtausenden von den Wogen des Meeres rundgeschliffen. Verschmolzen im Ufersand. Aber auch kantige von Menschenhand hier her transportierte in alle nur möglichen geometrischen Formen gesellen sich unter ihre auch gleichen Altersgesellen. Sie wurden aber herangeschafft, das Ufer zu befestigen und dem Meer einige Meter abzugewinnen. Leider nur mit mäßigen Erfolg. Weiter nördlich hat der Mensch keine Hand angelegt und die Wellen des Atlantiks konnten in bizarren Formen und Aushöhlungen ihre jahrtausende alte Handschrift hinterlassen.Ein altes Bild von Pozo Negro zeigt nur die Nordhälfte der Bucht, wo ich auch wohne, mit Steinhütten aus Lavagestein mühselig erbaut und besiedelt. Und wenn ich mir so die Bauweise ansehe, ist dies der Ort wo die ersten Hütten direkt in der Bucht entstanden und die Besiedlung für Fischfang begann.Seit Tagen beobachte ich schon den kleinen quirligen Josef der Bruder von Ahisha. Er ist fünf Jahre alt, und sorgt immer für Leben vor ihrem Haus. Ein Matchbox- Track, von dehnen ich mehrere Varianten von zu Hause mitgenommen und verschenkt hatte sollte auch den kleinen Zwerg erfreuen. Da ich ja nun die letzten Tage auf der Insel vor mir hatte holte ich aus meinen Koffer einen dieser in Sichtfolie verpackten rot glitzernten Track. Es ist Nachmittag der kleine spielt im Sand vorm Haus. Sein großer Bruder und Ahisha sitzen auf der Bank und sehen dem kleinen zu. Ich gebe ihn den Track, da leuchten mir zwei große dunkle Kinderaugen voll Freude und Glück entgegen. Sein großer Bruder sagt zu ihm:¡un beso,un beso Josef ! Ich bücke mich zu den kleinen so glücklichen Knirps und bekomme ein Küsschen auf die Wange. Das war ein beeindruckender Moment, der auch meine Augen nicht ganz trocken lies.Wie wenig braucht es doch hier um Kinderherzen glücklich zu machen. Er ließ das Auto nicht mehr aus den Händen und lief ständig vorm Haus damit umher. Wie ich erfuhr , musste es in der Nacht sogar mit in sein Bett. Am Strand ist wieder ein fröhliches Getummel. Die Kinder von“ Albergue“ genießen wieder ihre sorgefreien Sommerferien am Strand. Jet Ski und Banane sind wieder in vollem Einsatz. Ein Segelboot mit schneeweiß gesetzten Segeln nähert sich der Bucht. Ich glaube, dass der Skipper nach einen Blick durch sein Fernrohr sich entschlossen hat, hier nicht zu ankern. Das Treiben in der Bucht war nicht nach seinem „Geschmack“. So setzte er seinen Spinnaker (großes Beisegel) und drehte ab.Suzo ist wieder bei Pepe Luis in der Wohnung am werkeln. Lobe Suzo, indem ich sage: bester Spezialist in Pozo Negro. Er grinst.Es ist 19.00 Uhr. Meine frisch eingekauften Eier, werden der morgendlichen Pleite schuldend zu Spiegeleiern avanciert. Geröstete, in Scheiben geschnittene Bockwürstchen mit Tomate, Weißbrot Toast und mein Abendbrot war fertig. Honigmelone, ein Glas Vino ein „kulinarisches Gedicht“ unter freien azurblauen Himmel am rauschenden Atlantik.Suzo klopft und hämmert immer noch unermüdlich in Pepe Luis Wohnung.Ein paar Schritte noch in der kleinen staubigen Dorfstraße in Richtung „Jugendherberge“. Wie doch die Kinder und Jugendlichen beim Singen und dem Gitarrenspiel der jungen Erzieher ihren Spaß haben. An einem friedlichen windstillen und warmen Sommerabend.Die Bucht wird nun das Domizil der Möwen, die ihre Plätze an der Steilküste verlassen und sich auf den seichten Wellen der Bucht hin und her schaukeln lassen an die 35 Stück. Den seichten Wind von vorn im Auge um bei Gefahr schnell abheben zu können.Pepe Luis nimmt noch einmal ein Bad im Meer. Dabei spart er nicht mit Shampoo, welches er sich scheinbar zu genüge seinen Körper zugefügt hatte bevor er den Wellen zustrebte. Erquickt von seiner körperlichen Reinigung, stapft er in seinen alten geflickten Gummilatschen an mir vorbei in seine oberen Gemächer an der Freitreppe und wünscht mir ein nettes ¡buenas noches ! Die Möwen haben zwar noch nicht ihre Schlafplätze aufgesucht, für mich jedoch an der Zeit selbigen im kleinem Haus aufzusuchen.
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