"Oma von Fuerteventura" - Knast wegen Häuschen im Naturschutzgebiet

      "Oma von Fuerteventura" - Knast wegen Häuschen im Naturschutzgebiet

      Schlägt grade gut Wellen, das Thema...

      Die 63-jährige "Oma von Fuerteventura" wurde inhaftiert, weil sie Kinder und Enkel vor Obdachlosigkeit bewahren wollte.

      ... Das Haus hatte sie im Naturschutzgebiet "Parque Rural de Betancuria" errichtet, allerdings auf einem Gelände, das einst ihrer Familie gehörte. Die sei enteignet und unzureichend entschädigt worden, beklagte die alte Frau. Stets betonte sie, es gehe ihr nur darum, ihrer Familie ein Obdach zu bieten. ...

      ... Die Empörten-Partei Podemos zeigte auf, dass es in Fuerteventura oder Lanzarote etliche Hotels gibt, die in Naturschutzgebieten stehen oder gegen das Küstenschutzgesetz zu nahe am Meer gebaut worden seien. Ein bekanntes Beispiel ist der Betonklotz "Palace Tres Islas", der im Naturschutzgebiet in den Dünen von Corralejo steht, wo die alte Frau die Fähre nehmen musste, um auf die Nachbarinsel zum Haftantritt zu fahren. Der Fall ist sehr ähnlich wie der von Hernández, allerdings wurde das Gelände nie enteignet. Und obwohl es seit 1982 im Naturschutzgebiet steht, bekam es 2003 eine Konzession für den Betrieb für weitere 60 Jahre. ...

      www.heise.de/tp/news/Erst-Knast-und-dann-Sozialwohnung-2793140.html
      Ich bin da vorsichtig mit einer Beurteilung der Lage. Keiner von uns weiss doch, was da wirklich passiert ist. Auf FB hat ein Nachbar von Josefa geschrieben, dass sie die Möglichkeit hatte, ihr Haus legalisieren zu lassen, so wie andere Nachbarn es dort getan hätten. Stattdessen hätte sie immer weiter angebaut, und Anzeigen der Behörden einfach ignoriert. Ich habe natürlich keine Ahnung, ob es wahr ist. Das mit dem Knast finde ich übertrieben, aber man kann es zumindest nicht ausschliessen, das Josefa nicht ganz unschuldig an der Sache ist, und dass die Angelegenheit ziemlich medienwirksam aufgebauscht wird. Zu den Hotels in Corralejo: Standen die nicht bereits dort, bevor alles zur Umweltschutzzone erklärt wurde?
      Nothing in life ist to be feared. It is only to be understood. (Marie Curie)
      Als RIU dort gebaut hat, war das Gebiet als "urbaner Boden" und nicht als öffentliches Naturschutzgebiet ausgewiesen. Da auch César Manrique wesentlich an der Planung des Tres Islas beteiligt war, machte es damals die Situation recht einfach.
      Dies wird heute gerne "unterschlagen".
      Dass die Genehmigung verlängert wurde hängt natürlich auch damit zusammen, dass RIU dafür dem Staat die Insel Lobos zurückgegeben hat.
      Hätte man abreißen müssen, wäre die Gefahr groß gewesen, dass RIU niemanden hätte mehr die Insel betreten lassen und der Staat wäre da der blamierte gewesen.
      Ein fairer Deal also.
      Ich weiss nicht wer das Tres Islas gebaut hat, aber wenn ich mich recht erinnere, gehörte das Tres Islas in den 70er und Anfang der 80er Jahren der Ybarra-Gruppe und später glaube ich Iberotel, bevor es RIU übernommen hatte.
      Hier der Beweis von 1980 !
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