Kleine Wanderung auf den Tafelberg beim Atalaya de Pozo Negro

      Kleine Wanderung auf den Tafelberg beim Atalaya de Pozo Negro

      Wenn man auf der FV-2 von Norden in Richtung Jandia fährt und den Abzweig nach Pozo Negro links liegen lässt, fährt man auf diesen „Tafelberg“ zu.


      Der Berg steht am südöstlichen Rande des Malpais Grande. Auf den ersten Blick ist zu sehen, das der Berg auf der linken Seite normal erodiert ist, während auf der rechten Seite eine Art Schutthalde zu sehen ist. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, das der Berg das Ergebnis der Erosion von Wind und Wasser ist. Ob er von Menschenhand bearbeitet wurde und so zu seiner eigentümlichen Form kam, ist reine Spekulation.
      Doch diese Vermutung, das der Mensch seine Hände im Spiel hatte, wollte ich genauer untersuchen, sprich ich muss auf den Berg und schauen, ob man auch oben Anhaltspunkte findet, das die seltsame Form eben unnatürlichen Ursprungs ist.
      Direkt neben der FV-2 verläuft ein Zaun, der wohl verhindern soll, das Ziegen dort die Straße queren. Allerdings hindert er auch mich, dort mit der Wanderung zu beginnen, deshalb bin ich zu der Ansiedlung „Casas de Tonicosquey“ gefahren, die mir schon von den Wanderungen in den Barranco de la Cueva bekannt ist. Dort findet sich immer ein Parkplatz, um recht nah zum Berg und Anfang des Barrancos eine Wanderung zu beginnen. Auf der Piste waren die Pfützen vom November schon wieder ausgetrocknet


      und etwas weiter in Richtung Barranco de la Cueva bemerkt man linker Hand eine Mauer, die sich den Hang hochzieht, um dann an einem Steilabbruch zu enden.


      Aber schon von unten ist zu erkennen, das diese Mauer oberhalb des Steilabbruchs weiter gebaut wurde.
      An der Infotafel am Anfang des Barranco de la Cueva, wende ich mich nach links um ganz gemächlich den Hang zu hochzusteigen.
      Auch diese Seite des Berges ist ganz normal erodiert und weist keine Schutthalde auf.


      Es sieht recht einfach aus und so geht es auch anfangs . Nicht überall gibt es Erosionsrinnen und so musste ich hier über einen offenen Hang hochsteigen.




      Das Wetter war auch an diesem Tag im Dezember 2014 eher unbeständig, also verlor ich nicht viel Zeit mit dem Aufstieg.
      Auch hier muß ein Steilabbruch, der allerdings bezwingbar ist, überwunden werden.




      Kurz danach stehe ich auf der Hochfläche, deren Oberfläche mit kleinen Steinchen übersät ist und erblicke die Mauer.


      Auf den ersten Blick kann man nicht erkennen, ob das Menschenwerk ist, aber was habe ich denn auch erwartet? Das oben ein Schild steht, das im Jahr …. im Zuge einer Landschaftsgestaltung die Bergkuppe abgetragen wurde. ;)
      Seltsam ist es allemal, das direkt am Rande große Felsblöcke stehen,


      aber auf der Fläche nur Steingebrösel herumliegt. Die Hochfläche zieht sich in Nordost-Südwest Richtung hinunter bis zum Steilabbruch.


      Fortsetzung folgt
      Bis auf die Mauer, die sich aus dem Tal am Barranco de la Cueva über die gesamte Hochfläche incl. der leichten Senke mittendrin bis hinab zum Malpais Grande im Tal nach Pozo Negro, hinzieht, ist sonst nichts zu sehen.


      An der Mauer steht ein kleines Steinquadrat ( Art Ziegenstall), auf der Mauerkrone liegen große flache Steinplatten, die zu einer Seite, zur Meerseite, überstehen.


      Die Mauer ist im Schnitt zwischen 1,50 Meter bis fast 1,90 Meter hoch, und ca. 50 cm breit. Klar ist die auch mal zusammengefallen, aber nirgendwo ist eine Lücke vorhanden.






      Wie viele Tonnen Gestein wurden dafür bewegt und zu welchem Zweck diente die Mauer?
      Das Wetter wurde nicht besser, eher ungemütlicher, der Wind frischte auf und es war abzusehen, daß es in nächster Zeit zu regnen anfängt. Ich mußte mich beeilen und dann den Abstieg in Angriff nehmen.


      Ich hätte zwar noch auf den Gipfel des Atalaya de Pozo Negro steigen wollen, um von erhöhter Position einen Überblick über die Hochfläche zu haben, konnte mir jedoch auch den Aufstieg dort nicht so recht vorstellen.


      Später sah ich, das der Aufstieg zum Gipfel am leichtesten sein wird, wenn man nahe Pozo Negro startet und dann den kontinuierlich ansteigenden Hang hochläuft.
      Aber wo wollte bzw. sollte ich vom Berg schnellstmöglich absteigen? Da sah ich es als leichteste Übung an, den Weg über die Schutthalde zu wählen, direkt auf die unten vorbeiführende FV-2 drauf zu.




      Bei diesem etwas überhasteten Abstieg verlor ich das Gleichgewicht durch einen rutschenden Stein und fiel hin. Konnte gerade noch den Sturz mit der linken Hand etwas abfangen, mit dem Resultat, das ich mir eine Fleischwunde am Handballen zuzog. Das musste nun erstmal verbunden werden. Ich habe für solche Notfälle stets mein Verbandszeug dabei. Diese Verzögerung bewirkte, daß ich das letzte Stück zum Auto im einsetzenden Regen bewältigen musste.
      Ich hatte aber durch die richtige Wahl der Abstiegsseite vom Berg nur noch ein paar Hundert Meter im fast ebenen Gelände vor mir. Ich wanderte dort an der alten Wasserleitung entlang, die man von der Straße aus sehen kann und anscheinend schon lange Zeit nicht mehr genutzt wird.


      Nun bin ich so schlau als wie zuvor, hätte ich doch da schon gewusst, das man bei alten Steinhaufen genauer hinschauen sollte. Naja, dann muss ich da nochmal hin. C´est la vie.
      Habe auch schon eine Idee zur tagesfüllenden Wanderung. Von Pozo Negro auf den Atalaya, Abstieg zur Hochfläche und zurück dann hinunter zum La Atalayita und weiter im Lavastrom zur Küste. Aber hoffentlich ist dann das Wetter ein wenig besser und man kann mal den Ausblick geniessen.
      Will jemand mitkommen?
      Wird man so bestimmt nicht im Wanderführer lesen können, aber vielleicht hier.
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