Medizinische Versorgung am Flughafen

      Nach meiner Kenntnis gibt es schon einen medizinischen Notfallplan am Aeropuerto el Motorral.
      Aber auch wie in Deutschland wird die Verantwortung schnell weitergeschoben.
      Dennoch liegt ein sehr gut ausgestattetes Krankenhaus im Süden der Inselhauptstadt.
      Vor Ort arbeiten auch deutsche Ärzte, bei einem Notruf müsste eine mobile Einsatztruppe in weniger als 10 Minuten am Flughafen eintreffen.
      Aber wer weis schon genau wann ein Notruf eingegangen ist.
      Alles nur Spekulation.
      LO QUE NO ME MATA, ME HACE MAS FUERTE

      Mensch Leute,
      macht euch nicht verrückt, das Spital ist nicht weit weg. Der Krankenwagen wäre ruck zuck da.
      Und was ich weiß ist, dass ein Notarzt, mittels einer internen Rufnummer, schnell vorort sein kann, so die Aussage einer Reiseleiterin, die am Flugfafen arbeitet.


      Hallo Barbara,
      das mag ja alles richtig sein, und ich mach mich auch nicht verrückt, aber bedenklich finde ich es schon dass an einem Ort wo sich so viele Menschen aufhalten, keine Notfallversorgung vorhanden ist.
      Wenn man sich nicht gerade abseits der Zivilisation wie z.B. in den Bergen oder an einsamen Küstenstreifen aufhält finde ich mehr als 30 Minuten bis ärztliche Hilfe eintrifft schon grenzwertig.
      Auf dem Flughafengelände ist es jedenfalls inakzeptabel.
      Jetzt möchte ich auch nicht über Fuerteventura herziehen, denn ich denke das auch in Deutschland diesbezüglich nicht alles Gold ist was glänzt, aber an Orten wo tausende Menschen verkehren, sei es Flughäfen, Hauptbahnhöfe oder Großveranstaltungen aller Art sollte dies gewährleistet sein.
      Gruß Bernd
      Emotional sind Forderungen wie hier zu lesen gut zu verstehen, aber eben nicht darstellbar.

      Jeder Grossbahnhof hat täglich mehr Reisende als ein Flughafen, und, und, und

      Rettungsdienstgesetze schreiben bestimmte Fristen für Notarzteinsätze vor, die oft unterschritten, aber leider wegen besonderer Umstände auch überschritten werden.

      Viel wichtiger ist an diesen Orten das Vorhandensein von Defibrllatoren, die schnell erste Hilfe möglich machen.

      First Responder, d.h., gut ausgebildete Ersthelfer vor Ort ergänzen seit längerer Zeit dieses Konzept. Das ist hier bei der Flughafenfeuerwehr mit Sicherheit gewährleistet.

      jedes Jahr sterben krankheitsbedingt in Flugzeugen fast 3000 Menschen!

      Die Die Diskussion also auf den Flughafen zu beschränken ist der falsche Ansatz. viele Unfälle und Notfälle auf der Insel haben da ganz andere Mängel aufgezeigt.

      unterhaltet Euch mal mit den Rettungskräften dort, da tut jeder einzelne sein absolut bestes, aber die Werkzeuge dafür bis hin zur Qualität des Krankenhauses lassen da viel Spielraum nach oben offen.

      wenigstens gibt es auf Gran CanariaKliniken mit Weltruf, die da manches abpuffern hatder Patient die Chance überhaupt dort hin zu kommen.

      Jeder Einzelfall ist tragisch, aber letztlich ist 100%ige Sicherheit nicht darzustellen. Und ganz am Schluss könnte man über eine bessere Überlebenschance nur nach Prüfung aller Details stattfinden, auch in diesem Fall.

      Nach diesen Fakten auch noch ein "schlauer Spruch" zum Abschluss. Hätte man mit Durchsagen nach einem Arzt in den Wartebereichen gesucht, wäre mit allergrößter Wahrscheinlichkeit mehr als einer verfügbar gewesen.
      Nach diesen Fakten auch noch ein "schlauer Spruch" zum Abschluss. Hätte man mit Durchsagen nach einem Arzt in den Wartebereichen gesucht, wäre mit allergrößter Wahrscheinlichkeit mehr als einer verfügbar gewesen.

      Bestimmt - ABER - hat der auch die nötigen Geräte und Medikamente zur Verfügung?

      Defi´s gibt es in Deutschland fast schon an jeder Ecke. Wir wohnen in einer Kleinstadt (50 000E), da kommt auch schon mal der Rettungshubschrauber, wenn die anderen Helfer nicht schnell genug vor Ort sein können.

      Ich denke schon das die Gesundheitsversorgung auf den Kanaren, bzw. auf den kleineren Inseln verbesserungswürdig ist.
      Die Flughafenwache der Feuerwehr ist ständig besetzt. Allerdings sind die Feuerwehrleute nicht für ärztliche Notfälle vorgesehen oder gut ausgebildet. Im Gegensatz zu den deutschen Großstädten sind die Feuerwehrleute auf Fuerte nicht unbedingt als Rettungssanitäter ausgebildet, da sie nicht während ihrer Schichten Rettungswagen oder Notarztwagen besetzen müßen, was in deutschen Großstädten Standard ist.
      Emotional sind Forderungen wie hier zu lesen gut zu verstehen, aber eben nicht darstellbar.
      Jeder Grossbahnhof hat täglich mehr Reisende als ein Flughafen, und, und, und
      Rettungsdienstgesetze schreiben bestimmte Fristen für Notarzteinsätze vor, die oft unterschritten, aber leider wegen besonderer Umstände auch überschritten werden.
      Viel wichtiger ist an diesen Orten das Vorhandensein von Defibrllatoren, die schnell erste Hilfe möglich machen.


      @schwegi,

      das Defibrillatoren bei Herzstillständen wichtig sind und vor Ort sein sollten ist sicherlich richtig.
      Aber das Personal vorhanden sein sollte, welches in der Lage und geschult ist solche Instrumente auch fachgerecht einzusetzen dürfte genauso unstrittig sein. Ob Ersthelfer (Feuerwehr, Sanitätsdienst) reichen oder gleich der Notarzt unbedingt erforderlich ist darüber kann man sicherlich diskutieren. Aber ob die Forderung einer schnellen Notversorgung darstellbar ist oder nicht, an Orten wo täglich tausende von Menschen zusammen kommen würde ich nicht diskutieren wollen, das sollte vorgeschrieben und gesetzlich geregelt sein. Das dies Kosten verursacht ist auch klar, die hat der Betreiber bzw. Veranstalter (z.B. bei Konzerten oder Sportveranstaltungen) zu tragen und das sollte machbar sein, zumal Gebühren und Steuern ohnehin für den Nutzer in aller Regel fällig werden. Ob ein Flugticket oder eine Eintrittskarte dadurch 1 oder 2 € teurer wird stört niemanden. Eine Nachricht über den (eventuell) vermeidbaren Tod eines Menschen durch fehlende Hilfe stört dagegen alle wie der Thread hier beweist, mich nicht ausgeschlossen!
      Das ist alles richtig. Für mich einer der entscheidenden Punkte ist, dass die Airline offenbar keine den heutigen Erfordernissen entsprechende Ausrüstung, sprich Defibrillator, mitgeführt hat. Sollte eine Selbstverständlichkeit sein, jedes Crewmitglied mit der Arbeitsweise vertraut zu machen, um entscheidende Zeit zu gewinnen bzw. zu überbrücken.

      Wobei die Geräte der neuen Generation tatsächlich auch für den Einsatz durch Laien vorbereitet sind:

      navigator-medizin.de/herz_gefa…fibrillator-benutzen.html
      Schon seltsam: TUIfly hat nach eigenen Angaben auf allen Maschinen Defi's. Daran hat es evtl. nicht gelegen? Die Crew sollte in der Handhabung unterwiesen sein und eine Ersthelferausbildung haben. Was letztlich entscheidend war, werden wir hier wohl nicht erfahren.

      Hier ein Ausschnitt eines Artikels der sueddeutsche.de vom 17.05.2010:

      Airlines sind unterschiedlich gut ausgerüstet

      Dass es nicht egal ist, in welchem Flugzeug ein Passagier
      erkrankt, zeigen Unterschiede in der Ausrüstung. Lufthansa, Air Berlin
      und der Ferienflieger TUIfly haben in jeder Maschine einen
      Defibrillator, der bei Herzstillstand einen womöglich lebensrettenden
      Elektroschock abgeben kann. "Unsere Flugbegleiter werden jährlich
      geschult, wie sie den benutzen", sagt Jan Bärwalde von Lufthansa.
      Ein Defibrillator wird nur angewendet, wenn das Herz in einem “schockbaren Rhytmus” ist, das bedeutet, dass ein Herzkammerflimmern oder eine pulslose Kammertachykardie vorliegt. Sollte das Herz keine Aktivitäten mehr aufweisen (Asystolie) wird kein “Schock” abgegeben. Die AED-Geräte für den Laienhelfer (immer häufiger an öffentlichen Orten zu finden) treffen diese Entscheidung selbst, der Ersthelfer ist hier nur die letzte Instanz und drückt den Auslöseknopf, wenn sichergestellt ist, dass niemand den Betroffenen berührt.
      Die Bedienung der Geräte ist wirklich selbsterklärend und für jeden ein Kinderspiel!
      Wir haben hier im Emsland mittlerweile ca. 160 Stück verteilt!
      Die meisten in Schulen, bei Sportvereinen und in oder an öffentlichen Gebäuden.
      Die Wartung der Geräte ist sehr simple, der einzigste Schwachpunkt ist die Batterie!
      Laut DRK habe diese Geräte im Emsland in den letzten Jahren schon über 50 Personen das Leben gerettet!


      Ich bitte um Entschuldigung, dass ich Euch dieses Thema "aufgezwungen" habe, aber es mir geht nicht um Defis, nicht um Zeiten, es geht einfach darum, dass ein relativ grosser Flughafen, der aufgrund (voraussichtlich) steigender Passagierzahlen i. M. nicht befähigt ist, eine kurzfristige Patientenbetreuung zu garantieren.
      Die Hochachtung vor dem Denken anderer gibt dem eigenen Denken erst den richtigen Respekt. (Paul Schupp) :abklatsch:
      Du hast Recht Carmelita, ich bin einwenig vom Thema abgekommen! Sorry.

      Würd mich aber interessieren ob jemand der Residenten weiß ob die Feuerwehrmänner am Flughafen Fuerteventura eine Ausbildung in erster Hilfe bzw. ob es einen Rettungssanitäter dort gibt!
      Ein Defibrillator wird nur angewendet, wenn das Herz in einem “schockbaren Rhytmus” ist, das bedeutet, dass ein Herzkammerflimmern oder eine pulslose Kammertachykardie vorliegt. Sollte das Herz keine Aktivitäten mehr aufweisen (Asystolie) wird kein “Schock” abgegeben.


      Die Bedienung der Geräte ist wirklich selbsterklärend und für jeden ein Kinderspiel!


      Sorry hdtj1,

      aber welcher Laie, dazu in einer Stresssituation, trifft da die richtige Entscheidung?

      da schließe ich mich lieber Carmelita an:

      aber es mir geht nicht um Defis, nicht um Zeiten, es geht einfach darum, dass ein relativ grosser Flughafen, der aufgrund (voraussichtlich) steigender Passagierzahlen i. M. nicht befähigt ist, eine kurzfristige Patientenbetreuung zu garantieren.



      und sage Defibrillatoren vor Ort, egal ob im Terminal oder im Flieger, sind lobenswert aber bitte nur in Verbindung mit Menschen die mit der Handhabung der Geräte vertraut sind.

      Gruß Bernd
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