Lavahöhle Cueva del Llano

      Lavahöhle Cueva del Llano

      Centro de Interpretacion Cueva del Llano
      (von Corralejo kommend kurz vor Villaverde auf der rechten Seite)

      Der Besuch zur Lavahöhle lohnt sich allemal.
      Volker und ich, wir haben es nicht bereut.

      Diese Höhle ist einzigartig unter den Lavahöhlen der Kanarischen Inseln. Sie ist ein ganz besonderer Zeuge der generellen "Abnutzerscheinungen", die so kennzeichnend für Fuerteventura sind, denn hier findet man Versteinerungen von Tieren, die in der Ablagerungen eingeschlossen wurden.

      Also Helm auf, Lämpchen anknipsen und hinein ins dunkle Loch! ;) ;) ;)

      LG
      Barbara
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      RE: Lavahöhle

      Hallo Barbara,
      ja die Höhle ist schön, mir ist ja eingefallen, daß ich doch schon mal dort war, allerdings war sie da noch nicht ausgebaut und man konnte nur in den unteren Raum.
      Im Jahr 1999 habe ich dort mit Hannelore und vielen Freunden das neue Jahr 2000 begrüßt. Es war toll, habe auch noch Bilder davon.
      Aber ich werde mir die Höhle jetzt doch mal richtig ansehen.
      Also noch ein bißchen warten, dann werde ich auch darüber mal einen Artikel schreiben, am recherchieren bin ich ja schon bezüglich der Höhle, des Alters, der Gesteine usw.
      LG Kalahari
      :) :)
      Gott gab den Europäern die Uhr, den Afrikanern die Zeit. :D

      RE: Lavahöhle Cueva del LLano

      Liebe Foraner, nun ist es mir gelungen endlich einmal die Cueva del Llano zu besuchen. Anbei einige meiner Eindrücke, bebildert hat Barbara ja schon .

      Cueva del Llano
      Fuerteventura ist ein Eldorado für Höhlenforscher. So haben wir uns auch zu diesem Höhlengang entschlossen, denn mich interessiert die Geschichte unserer Insel und die damit verbundenen Aktivitäten vor langer Zeit sehr. Es war schön, nur eine kleine Gruppe, wurde von Macu begleitet. Mit Helmen ausgestattet, folgten wir Macu die Treppe hinab unter die Erde. Bevor wir die Höhle betraten, erklärte uns die engagierte spanische Museumsführerin deren Entstehung, Form, Beschaffenheit und ihre Bewohner.
      Neben verschiedenen endemischen Höhlenbewohnern, die auch recht interessante Vertreter ihrer Art sind, beherbergt die Cueva eine Spinne, die es nur an einem Ort der Welt gibt, und zwar hier auf Fuerteventura. (Erinnert mich an die Mundodopsis - Albinokrebse in Lanzarote, sind auch einmalig auf der Welt dort zu sehen). Für Biologen ist das bestimmt eine Fundgrube, jedoch für den Besucher mit Spinnenphobie eine Qual. Auch ich bin nicht begeistert von Spinnen, aber ich wußte, daß diese hier nur sehr klein ist, also kein Problem. Auch kein Vergleich zu dem im Informationsraum ausgestellten Modell in Fußballgröße.
      Indem man die Cueva betritt, verlässt man nicht nur die Welt der visuellen Eindrücke, sondern auch die Zeit. Man durchschreitet eine eigene Welt, die vor rund 990.000 Jahren entstanden ist,(die Inseln entstanden vor ca. 250 Millionen Jahren durch Plattenveschiebungen und Aufbruch des Meeresbodens), als der Vulkan Escanfraga ausbrach. Es entstand ein großer Lavasee, dessen Inhalt sich über die Abhänge ergoß.
      Die Oberfläche erstarrte durch den Kontakt mit der Außentemperatur und rührte sich nicht mehr, doch unterhalb der Kruste floss die Lava weiter. Da das ganze Gelände wenig Gefälle hat, ergoss sich so ein breiter, nun bereits unterirdischer Lavastrom langsam Richtung Norden. Als die Eruption des Montana Escanfraga vorbei war, leerte sich auch die nun kilometerlange Höhlung und hinterließ Galerien von enormen Ausmaßen.
      Lange wurde gerätselt, welcher Vulkan denn nun für die Höhle verantwortlich wäre, bis man es durch die Messung des Felsmagnetismus herausfand. Die letzte Umkehrung der Polarität, man glaubt es kaum, hat unsere Erde ja mehrfach hinter sich gebracht, fand vor rund 800.000 Jahren statt. Sowohl die Cueva als auch der Vulkan Escanfraga weisen diese umgekehrte Ausrichtung der Magnetkristalle auf, während das Höhlengestein der nahegelegenen Cueva de Villaverde normale Polarität besitzt.
      Vielleicht ist dies der Grund, warum besonders sensible Menschen nach ihrem Besuch erzählen, sie hätten eine enorme Energie wahrgenommen!
      Aber man bemerkt die Veränderungen, je weiter man in die Cueva hineingeht, denn die Luft wird feuchter und wärmer, Hier herrscht absolute Dunkelheit und Ruhe. Außer jetzt, natürlich wo wir anwesend sind.
      Die Lampen unserer Helme spenden genung Licht, daß wir den schmalen Weg erkennen können, nach oben verliert sich das Licht. Macu zeigt uns die dunklen Markierungen, die ein Fluss oder besser See, vor langer Zeit an den Felswänden hinterlassen hat. Sie erklärt uns Erstaunliches über diese Insel, deren höchster Gipfel einst über 3.000 Meter lag, deren Pflanzenreichtum erstaunlich vielfältig war (wurde auch schon von J.d. Bethencourt bestätigt) und deren Entwicklungsgeschichte ein, für Biologen und Geologen gleichermaßen, reicher Fundus ist. Man merkt auch den Mitgliedern unserer Gruppe an, daß auch sie von den Bildern einer anderen Zeit gebannt sind.
      Nach etwa rund 300 Metern öffnet sich der Höhlen-Gang zu einer beeindruckenden Halle, groß wie ein Tanzsaal, die sich auf der gegenüberliegenden Seite wieder zu zwei Gängen, getrennt durch eine enorme, natürliche Säule, verengt.
      Macu zeigt uns die winzigen Stalaktiten, die rund 100 Jahre brauchen, um 1 cm zu wachsen und erklärte uns die Bewohner der weiterführenden Höhle und ihr Leben unter Tage. Für uns heißt es jetzt umzukehren, denn die eigentlichen Bewohner der Cueva sind scheu und - verständlicherweise, sehr Licht und Lärmempfindlich.
      Doch bevor wir zurückgehen, bittet uns Macu für einen Moment das Licht an unseren Helmen auszuknipsen und für einen Moment zu schweigen. Hier in totaler Dunkelheit und Stille berschleicht uns die Idee, unter welchen Bedingungen die kleinen Höhlenbewohner hier leben.
      Stiller und nachdenklicher als zuvor geht es langsam zurück zum Eingang.
      Wir trreten hinaus in die Sonne und atmen wieder die frische Luft ein und sind wieder in unserer Welt.
      Doch dieses wunderbare Erlebnis in den Tiefen der Cueva del Llanos wird uns für immer im Gedächtnis bleiben.
      Das Informationszentrum, das man sich natürlich vor der Höhlenbegehung ansehen sollte, zeigt verschiedene vulkanische Gesteinsproben sie sind zum Hochheben präpariert, um ein Gefühl für ihre unterschiedliche Dichte zu bekommen. Bildschirme und gesprochene Informationen vermitteln Wissen, einfach und gut verständlich. Neben den phantastischen Bildern aus den Tiefen der Höhle ist in einem Glaszylinder auch das Modell der einzigartigen kleinen Spinne ausgestellt, denn nicht immer kann man sie sehen.
      Das Museum findet man bei Villaverde
      Öffnungszeiten : Dienstag bis Samstag von 10 - 18 Uhr.
      Führungen in deutsch, englisch und spanisch finden durchgehend bis 17.15 Uhr statt.

      Schaut Euch die Höhle an, denn sie ist ein Stück unserer Inselgeschichte.
      Ich habe in dieser Höhle, als sie noch nicht geöffnet war, mit unserer Hannelore vom Norden, und vielen Freunden in das Jahr 2000 gefeiert.

      LG Kalahari
      Gott gab den Europäern die Uhr, den Afrikanern die Zeit. :D
      Hola @all

      ja, der Bericht von Barbara und Kalahari hat mich überzeugt

      Das muss ich auch mal sehen. :kamera: die Cuevo del Llano - Höhle der Ebene

      auf der Suche nach noch mehr Material stieß ich auf diese Webseite
      und mein Entschluss steht fest,
      nächste Woche am 30. Dezember nachmittags schau ich mir die älteste Höhle von Fuerteventura an.
      Sie ist Millionen von Jahren alt. Unvorstellbar für mich.
      Eine Führung dauert ca, 30 min und kostet 5,- €
      ein Video in spanischer Sprache

      LG anni
      Hola @all
      Den beiden Berichten von Barbara und Kalahari ist eigentlich nichts mehr hinzu zu fügen.
      Man muss die Höhle einmal gesehen haben.
      Ich lass folgende Bilder sprechen.

      Man sieht sie kaum.
      Links die Parkplätze,
      rechts der Eingang und
      ganz hinten sieht man den Atlantik, Corralejo und sogar Lanzarote


      Hier seht ihr 3 Eingänge
      Links den Haupteingang mit der Kasse
      Rechts ist ein kleiner Laden mit Cafeteria und kleinem Infocentrum
      Mittig der Eingang zur Höhle


      Im Infocenter eine der vielen Tafeln


      und die oben beschriebene Spinne


      es geht hinunter in die Höhle


      man darf sogar in der Höhle fotografieren,
      wenn die Gruppe gerade steht um dem Höhlenführer zuzuhören




      mir ist allerdings die Luft in der Höhle nicht so gut bekommen



      LG Anni
      Hi Anni,

      das klingt ja wirklich alles sehr interessant, und ich würde mir diese Höhle auch gerne mal anschauen. Aber ich habe so einen wahnsinnigen Ekel vor Spinnen, egal in welcher Größe! Kann man die denn sehen, wenn man die Höhle betritt?
      Nothing in life ist to be feared. It is only to be understood. (Marie Curie)
      Keine Angst Cali

      Nichts
      du siehst und hörst rein gar nichts in der Höhle.
      Der Guide leuchtet mit der Taschenlampe die markanten Stellen an und du hast ja deine Kopflampe, die nicht gerade hell ist. Du bistb so damit beschäftigt, irgendetwas zu sehen ......
      LG anni
      @Diskus

      ich weiß es nicht.
      Es war zu dunkel um irgend etwas an "Viehzeug" zu sehen. Und der Guide sprach englisch und italienisch, habe deshalb auch nicht alles verstanden.
      Wir sind auch längst nicht durch die ganze Höhle spaziert.

      LG Anni

      diskus schrieb:

      Kann man diese Spinnen sehen oder leben die in abgesperrten Bereichen wo die besucher nicht hin kommen ?

      Genau so ist es - die leben im hinteren Teil der Höhle und der ist für Touris nicht zugänglich.
      Die Höhle ist ja ca. 650 Meter lang und die Führung geht ja nur ca. 500 Meter weit ins Innere. Und ob man die Spinnen dann sehen könnte, weiß ich ehrlich gesagt nicht, da es dort absolut dunkel ist, die Viecher nur 2 - 3 Millimeter und, wie Anni schon schrieb, man hat nur die Helmfunzel und die Handscheinwerfer der Führer(innen).

      Viele Grüße :winki:

      Rainer
      Die Cueva del Llano ist nicht so auf sog. touristischen Kommerz ausgelegt, wie die Jameos del Agua. Es existiert keine Effektbeleuchtung oder ähnliches.
      Soweit ich richtig informiert bin, wurde sie nur für Besucher geöffnet, um etwas Geld für die wissenschaftlichen Untersuchungen in die Kassen zu spülen.

      Ich war mittlerweile 3 mal in der Höhle, und durfte die Führung in den Sprachen bzw. Sprachkombinationen Englisch, Spanisch/Englisch und Spanisch/Deutsch erleben.
      Bei meinem ersten Besuch (kurz nach der Eröffnung) bekam ich noch eine persönliche Führung, da ich weit und breit der einzige Besucher war, der sich an diesem Tag dorthin verirrte.
      Dabei konnte ich auch ein kleines Netz mit einer Spinne sehen. Sie sind wirklich sehr winzig.
      Da die Höhle mittlerweile bekannter geworden ist, finden sich dadurch auch immer mehr Besucher ein, und die Führungsgruppen werden größer.
      Bei solchen Gruppen wird auch mehr Staub aufgewirbelt, und durch das Geflimmer übersieht solche winzigen Details recht schnell.

      Gruß Ralph :lupf:
      A agua pasada todo se ve más fácil.
      (Hinterher ist man immer klüger.)

      Cueva del Llanos

      Hallo guten Abend,
      im Februar waren wir in Villaverde bei der Höhle. Wegen Überflutung war sie geschlossen. Man konnte zwar in den Räumen fotografieren und bekam eine ziemlich ausführliche Information in deutscher Sprache von einer sehr netten Spanierin (zum halben Eintrittspreis), aber die Höhle ist seit November geschlossen.
      Am 15.6.13 fliegen wir wieder nach Fuerte. Kann uns jemand sagen, ob die Höhle wieder zu besichtigen ist? Haben schon bei "Sunny" angefragt, aber dort gehen wohl so viele Anfragen ein, dass wir uns weiterhin gedulden sollen.
      Über eine Antwort würden wir uns freuen.
      LG Jürgen und Ingrid :da:
      Hallo Ingrid und Jürgen,

      ich hab mal bisschen die Suchmaschinen befragt...die Information im Link ist vom 02. April 2013 - keine Ahnung, ob es noch gilt.

      :guck:

      Wir hatten 2011 im Oktober eine wunderschöne "Privatführung" in der Höhle, da außer uns gerade keine anderen Besucher da waren. Der Besuch hatte sich im jedem Fall gelohnt.
      Schade, dass die Höhle jetzt unter Wasser steht. ;(

      Viele Grüße
      vom hörnchen
      :by: :sturm:

      Zur Information

      Hola Forumsmitglieder,

      wollten uns heute die Lavahöhle anschauen, doch leider ist die zur Zeit geschlossen. Schaut so aus, als wenn im Eingangsbereich der Höhle was repariert wird.
      Leider steht an der Einfahrt zum Parkplatz kein Hinweis, wie lange geschlossen ist.

      Also, wenn sich die jemand anschauen will, vor allem wenn er extra aus dem Süden unten nach oben in den Norden fährt, ist es sinnvoll vorher anzurufen.
      Hier gleich mal die Telefonnummer: 928 175 928
      In einem Museumsführer, den ich mir heute am Mirador de Morro Velosa mit genommen habe, ist die Cueva del Llano (wie einige andere Museen auch) mit einem Stempel versehen, wonach sie derzeit geschlossen ist.

      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)
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