Montana Cardon

      fuertetom schrieb:

      Gerne wandere ich mit dir wieder auf den Berg, vielleicht mal auf den wahren, unspektakulären Gipfel des langgestreckten Bergrückens,

      Im Dezember war es dann soweit; wir fuhren von La Pared kommend die FV-617, Abzweig Las Hermosas, hoch bis zur Punta de la Galera. Dort an der Straße ließen wir den Wagen stehen und gingen zu den alten Steinhäusern. Man findet auch heute noch die alten Tonfragmente, anscheinend werden immer wieder welche vom Regen freigelegt.
      Der Aufstieg zum Cardon erfolgte dann getrennt, jeder suchte sich seinen Weg.



      Während ich es wieder bevorzugte in der Erosionsrinne hochzusteigen, stieg Romana über den Hang hoch. Wir trafen uns oben an der Steilstufe,



      an der wir dann weiter zu den landwirtschaftlichen Anbauflächen quer zum Hang weiter gingen. Mir gefällt diese Art des Bergwanderns, je nach Begebenheit den Hang in leichten Steigungen zu erklimmen, während Romana davon nicht sehr angetan war.



      Nach einer Weile waren wir dann auf diesen Anbauflächen, ich suchte wieder den einen Pflugstein, den ich dort mal gesehen habe. Auch Romana hielt danach Ausschau, leider erfolglos. Aber vielleicht finde ich den jetzt im März, man soll die Hoffnung nie aufgeben. ;)
      Dann machten wir uns an den Aufstieg zum Grat, auf dem die Mauer steht. Auch dorthin wanderte jeder auf seinem eigenen Weg. Ein kleiner Vogel schaute mir bei meinem Aufstieg zu, flog immer nur ein kurzes Stück voraus und es schien mir, als wartete er dann auf mich.



      Der Anstieg ist nicht sehr anstrengend, allerdings auch kein Spaziergang. Den kann man dann neben der Mauer auf dem Grat machen, dort ist es überwiegend eben.



      Dann kommt die farbige Steilstufe, wo es aber kein Problem darstellt weiter hoch zu gelangen, außer man weiß nicht mehr an welcher Stelle man beim letzten Mal hochgestiegen ist und diesen Aufstieg dann sucht. ?(



      Das weitere wandern ist danach wieder einfacher, es führt ein Weg hinauf



      und dann kommt der Grat, an dem ich beim ersten Mal dort oben nicht weiter kam. Auch Romana fühlte sich dort nicht sicher und wir stiegen ein paar Meter hinab, umgingen eine gefährliche Stelle und stiegen später wieder empor. Der Rest war dann ein Klacks



      und wir genoßen die Aussicht nach allen Richtungen. Hier der Blick nach La Lajita bis hoch nach Las Playitas (von rechts)



      Das eigentliche Ziel ist nicht der Gipfel, sondern die Sicht auf den Gipfel "El Castillo", der markant an der nördlichen Spitze des Cardons steht. Dort oben, wenige Meter unter den Gipfelsteinn auf dem kleinen Absatz, habe ich vor über 10 Jahren gestanden und kam nicht hoch. Zu groß war der Schisser in mir angesichts der Steilwand hinter mir.



      Die Felsnadel kann man vom Hauptkamm des Cardon nicht sehen, man sieht sie als langgestreckte Mauer.



      Der Rückweg ist dann nicht schwer und selbst an der gefährlichen Stelle auf dem Grat kamen wir problemlos weiter. Aber man muss immer achtsam sein, zu leicht stolpert man oder rutscht auf den Steinen weg. Wir waren schon unterhalb der Anbauflächen, wir gingen an einer Steinreihe entlang nach unten, als Romana stürzte. Gottseidank war es nur eine Schürfwunde und nichts Ernstes.

      Kurz vor Erreichen des Wagens war uns noch dieser Blick nach Cofete vergönnt.


      Hallo,

      angesteckt von fuertetoms Berichten, habe ich mich zusammen mit meinem Freund Anfang April auch mal am Cardon umgesehen. Ursprünglich war geplant den Gipfel zu besteigen, aber im Laufe der Wanderung wurde uns klar, dass für einen sicheren Aufstieg die Erfahrung noch nicht ausreichte.

      Wir starteten gegen Mittag unterhalb des Staubeckens an der FV417 und versuchten uns zunächst im Barranco (siehe im Bild unten) zum Cardon hinaufzuarbeiten:





      Nach wenigen Hundert Metern trafen wir ein verlassenes Autowrack an. Im Hintergrund sieht man die Felsnadeln am El Castillo:



      Bald merkten wir, dass es immer schwieriger werden würde den Barranco zu verlassen und entschieden uns, rechts herauszusteigen und auf einem Rücken weiterzugehen. Auf diesem stiegen wir langsam aufwärts und das Cardon-Massiv tauchte hinter dem Rücken auf:



      Blick zurück:



      Ungefähr am höchsten Punkt des Rückens fanden wir eine alte Mauer (nicht die, die in der Tourenübersicht deklariert ist) vor, die wir übersteigen mussten. Dahinter befindet sich zwischen Rücken und Cardon-Massiv ein Sattel, über den wir etwas abstiegen und die Anbauflächen erreichten:



      Hier galt es nun eine Möglichkeit zu finden, irgendwie auf den Grat des Cardons zu gelangen. Wir gingen quer hoch und bekamen zunehmend Probleme mit der Steilheit des Geländes. Irgendwann war an einen aufrechten Gang nicht mehr zu denken und es ging nur mit Einsatz aller Gliedmaßen weiter. Wir hielten auf einen Sattelpunkt des Grats zu.

      In der Zwischenzeit wieder ein Blick zurück zum Auto (das weiße Ding rechts der Bildmitte):



      Bald tauchte eine Mauer (siehe Tourenübersicht) auf, die etwa zum anvisierten Sattel verlief und für unsere Klettereinlage ganz guten Halt bot. Irgendwann haben wir es auf den Grat geschafft (im folgenden Bild ist die besagte Mauer und unten rechts sind die Anbauflächen zu sehen):



      Spätestens hier wurde uns klar, dass es für einen Aufstieg zum Gipfel des Cardons zu riskant werden würde, zumal wir unsere Wanderung relativ spät begonnen haben. Wir wollten nicht zu viel riskieren...
      Also gingen wir ein bisschen nach Süden zu einem kleineren Nebengipfel hinauf. Entlang des Grates verlief eine weitere Mauer in Richtung des Gipfels:



      Die Route am Grat:



      Während wir eine kleine Stärkungspause einlegten, tauchten unterhalb plötzlich zwei Schmutzgeier auf. Die beiden nutzen den Hangaufwind und schraubten sich ziemlich schnell aufwärts:



      Hier der leicht erreichbare Nebengipfel mit Blick nach Jandia. Leider nicht mit den besten Sichtbedingungen:





      Danach stiegen wir wieder entlang der Mauer ab und kamen nahezu auf dem selben Weg zurück. Statt über den Barranco stiegen wir zum Ende der Wanderung oberhalb des Barrancos ab und durchquerten das nicht mehr genutzte Staubecken:




      Am Ende waren wir mit dem kleinen Ausflug ganz zufrieden, aber ebenfalls etwas enttäuscht, es nicht zum Gipfel geschafft zu haben. Wir haben es uns noch nicht zugetraut...
      Jetzt kennen wir das Terrain aber besser und können uns den Gipfelaufstieg beim nächsten Urlaub vornehmen :thumbsup:

      Danke an fuertetom für die ausführlichen Berichte, sie haben uns bei der Planung sehr geholfen! :da:
      :da: schöner Bericht und aussagefähige Fotos. :appl:

      Schade das die Fernsicht derart eingeschränkt war.

      Den südlichen Gipfel bei Punta de Galera habe ich bisher links liegen gelassen, nachdem ich Probleme beim Aufstieg von Süden her hatte.
      Direkt neben der Mauer im Hang hochzusteigen ist sehr mühselig, da kann ich verstehen das ihr euch im "Vierfüßergang" sicherer gefühlt habt. Beim nächsten Urlaub mit Aufstieg zum Montana Cardon würde ich euch empfehlen, ab Mitte der Anbauflächen mit dem Aufstieg zum Grat zu beginnen und dabei den Anfang des fast waagerechten Teils vom Grat anzuvisieren.
      Wie schon beschrieben ist der Weg zum Gipfel ab dem Grat nicht sehr mühselig, die Steilstufe möglichst an der östlichen Seite überwinden und später auf den letzten zweihundert Metern zum Gipfel sehr vorsichtig zu sein, besonders bei böigem Seitenwind.
      Das Regenrückhaltebecken wird sehr wohl noch "genutzt", es scheint nur z.Zt. ausgetrocknet zu sein.
      Am Anfang meines 4-wöchigen Märzurlaubs auf Fuerteventura und El Hierro habe ich in den ersten Tagen eine kleine Wanderung auf den Montana Cardon gemacht. Der Tag war recht warm und so hatte ich keine große Lust viel zu laufen noch viel zu steigen.
      Ich erinnerte mich an eine Wegbeschreibung hoch zum Gipfel "El Castillo" und zur Felsnadel vom Pilgerweg aus, der zur Ermita Virgen del Tanquito führt. Aber diesen Pilgerweg wollte ich nicht von der Straße aus entlang wandern und dabei eine Höhenstufe von gut 100 Metern überwinden müssen. Ich fuhr auf der FV-618 am Parkplatz vorbei, danach kommt ein steiles Straßenstück ( ähnlich dem Pilgerweg ) und oben im flachen Straßenverlauf ließ ich meinen Wagen auf einer der wenigen Parkflächen neben der Straße stehen.

      Blick auf den Montana Hendido, hinter mir befindet sich eine "Rampe" ( kleines Stück Piste ), über die man ins Gelände einsteigen kann.



      Dieses Stück der Wanderung bin ich vor einigen Jahren schon einmal gegangen, nach der Rampe steige ich den rechts liegenden Hang hoch, um dann auf halber Höhe zum gegenüberliegenden Hang, an dem ich zum Pilgerweg absteigen kann, abzukürzen. Damals fiel mir die Wanderung im Hang leicht, nun aber ist es schwieriger als gedacht. Ich kann es nicht nachvollziehen warum die gleiche Wanderung mir dieses Mal viel schwerer vorkommt. Als ich endlich diese Querwanderung beenden kann und nur noch hinab und hinüber zum Pilgerweg gehen kann, bin ich unendlich erleichtert.
      Erhabener Anblick des Montana Cardon, links der Hauptgipfel mit 695 m Höhe, in der Mitte der Gipfel "El Castillo" mit 663 m Höhe und rechts die vermeintliche Felsnadel ( ein erstarrter Nebenschlot des Vulkans ). In der Bildmitte ist der Pilgerweg zu sehen.



      Noch bin ich nicht auf dem Pilgerweg, aber ich kann mir schon Mal den Weg ansehen, den ich abseits des Pilgerweges gehen will und letztendlich auch gegangen bin ( für euch schwarz markiert )



      Hier mal mein Wanderungsverlauf von der Rampe aus anhand eines Panoramas, im Hintergrund der Montana Hendido, im Vordergrund ganz am rechten Bildrand der Pilgerweg auf dem ich stehe.



      Auf dem Pilgerweg, auf den ich in einem flachen Streckenabschnitt treffe, ist eine Art Versammlungsplatz eingerichtet.



      Kurz nach diesem Platz verlasse ich den Pilgerweg um querfeldein mir meinen Weg hinauf zu suchen.



      Fortsetzung folgt
      Hinter dem "Versammlungsplatz" folge ich dem Pilgerweg noch wenige Meter, dann verlasse ich den Weg um den vor mir liegenden Berghang zu erwandern. Eigentlich kann man im unteren Teil des Hangs hergehen wo man möchte, aber ich bemerke 2 parallele Steinreihen, die einen Weg vorgeben oder nur eine Empfehlung darstellen. ( auf der rechten Bildseite zu erkennen )



      Der Hang steigt sehr moderat an, es ist nicht schwierig dort den Hang hoch zu wandern. Hauptsache man hält grob die Richtung zur nächsten Höhenstufe, an der eine verwitterte Basaltader freiliegt und eine Rinne an der rechten Seite bildet. Hinter dieser Rinne steht ein mächtiger Felsklotz im Hang.





      Nachdem ich neben der Basaltader hochgestiegen bin, diese Höhenstufe überwunden habe, ist kein Weg vorhanden. Ungefähr auf der Höhe bleibend verläuft ein Pfad durch einen Geröllhang,



      dem ich nun folge. Der Pfad führt ein paar Meter hinab zu einem Plateau, von wo man einen schönen Blick zur Felsnadel hat. Man schaut zwar nicht direkt auf die Stirnseite dieses Vulkanschlotes, jedoch ist die Felsnadel noch gut als eine solche zu erkennen. Auf dem Plateau stehen auch vereinzelte Tabaibabüsche



      Ich suche mir einen der großen Felsblöcke aus um dort drauf meine Rast zu verbringen.



      Ein weiterer Aufstieg von dort zum Gipfel "El Castillo", im Bild rechts zu sehen, war zumindest an diesem Tag keine Option. Das würde auch kein leichter Gang sein, dort hoch zu kommen.



      Wer also mal diese Felsnadel sehen will und gleichzeitig die Aussicht zum Istmo de la Pared geniessen will, muß nicht bis ganz oben zum Gipfel gehen, dieses Plateau tuts dafür auch.
      Vielleicht waren das UFO´s :hm:

      Nein, im Ernst, dort oben nördlich des Gipfels "El Castillo" knapp unterhalb des Grates gibt es eine Höhle, die 2-3 Leuten Platz für eine Übernachtung bietet. Gleich im ersten Beitrag dieses Threads ist sie schon beschrieben worden.

      Es geht zwar einigermaßen steil runter, aber abstürzen kann man da nicht, vielleicht wollten ein paar Leute den Sonnenuntergang von dort oben geniessen.

      Meine Unterkunft hatte ich im letzten Urlaub im Hotel Costa Real in La Pared. Dieser Ort wurde absichtlich gewählt, denn zu meinem Lieblingsberg Cardon sind es nur wenige Autominuten. Dort wollte ich wieder wandern, obwohl ich mit den beiden Gipfeln und dem Besuch bei der Felsnadel eigentlich schon alles "abgegrast" hatte. Aber dort oben bei den landwirtschaftlich genutzen Anbauflächen aus längst vergangener Zeit liegt ja noch ein Stein, den ich unbedingt wiederfinden wollte.
      Es war wenige Tage vor dem Heimflug, als ich mich an den Montana Cardon und an die geplante Wanderung erinnerte. Ich hatte in der Nacht zuvor schlecht geschlafen, saß im Schlafanzug auf dem windgeschützten Balkon, beobachtete eine Katze, die an einer Wand hochsprang und anscheinend mit irgendwas spielte. Was dieses etwas war, konnte ich nicht erkennen. Manchmal schien es als hätte die Katze die Lust am Spiel verloren, nur um wenig später wieder an der Wand hochzuspringen. Ich hatte so langsam den Verdacht, das es sich um einen Gecko handeln müsse, der leider die Wand nicht hoch genug emporlief, um aus dem Bereich der Katze zu kommen. Ich wollte schon hinübergehen und den Gecko oder um was auch immer es sich handeln sollte, zu retten. Bei einer Kakerlake wäre ich aber wahrscheinlich nicht eingeschritten, habe aber in der Anlage im ganzen Urlaub nicht eine gesehen.
      Als ich meine Schuhe angezogen hatte und kurz auf der Toilette war, ging ich nochmal auf den Balkon. Die Katze hockte am Boden und fraß, es knackte vernehmlich, ich war zu spät in die "Puschen" gekommen.
      Am Morgen nach dem Frühstück fuhr ich nach La Lajita in die Kamelbucht, um ein wenig zu schwimmen und mich zu sonnen. Das kann ich mir nicht lange antun, ich fuhr weiter zum Hafen nach Morro Jable um dort die Fische mit dem Brot vom Vortag zu füttern. Am frühen Nachmittag, nach einem kleinen Snack und einer Cola wurde ich müde. Ich beschloß mich noch ein wenig im Hotel hinzulegen, auf der Fahrt zurück hatte ich "Sekundenschlaf" auf den längeren geradeaus Strecken. Kaum im Hotel angekommen legte ich mich hin und schlief 2 Stunden. Kurz vor 17 Uhr wurde ich wach, setzte mich auf den Balkon und dachte daran, das ich noch irgendwas "vernünftiges" an diesem Tag tun wollte und erinnerte mich an den Cardon. Von dem Gedanken an den Cardon bis zur Umsetzung desselben vergeht aber, gerade wenn man "ein wenig neben der Spur" ist, noch eine Menge Zeit. Ich kam, wie schon des Nachts, einfach nicht in die Puschen.
      So war ich erst kurz vor 19 Uhr am Berg und wanderte los. Parkplatz war, wie schon mehrere Male vorher, wieder die kleine Piste, die hinter einer Leitplanke etwas versteckt liegt, unterhalb des Regenrückhaltebeckens. Dieses umging ich und stieg dann in den Hang ein, der am Anfang recht leicht, zum Ende jedoch, kurz unterhalb einer quer verlaufenden Mauer, unangenehm steil wird. Diesen Hang hatte ich bisher, sowohl für den Aufstieg, vor allem aber beim Abstieg, gemieden.



      Eine gute halbe Stunde später stehe ich am Anfang der landwirtschaftlich genutzten Flächen, auf dem ein leichter rötlicher Bewuchs liegt.



      Irgendwo dort, zwischen zwei Ebenen, liegt ein rautenförmiger Stein, den ich bei der ersten Wanderung dort gesehen habe und den ich nun suchen will. Ich lass mir Zeit, versuche mich an die Stelle, an der ich diesen Stein vor etlichen Jahren liegen sah, zu erinnern. Aber wo ich auch hergehe und mir so gut wie alle Steine anschaue, ich finde diesen einen Stein nicht. Es ist zum Mäusemelken, wie oft habe ich nun schon diese Anbauflächen aufgesucht, um diesen Stein wiederzufinden und jedes Mal ist die Suche erfolglos.



      Ich war damals von diesen Anbauflächen hinüber zu dem einsam stehenden Baum gewandert und auf den dahinter liegenden Anbauflächen hatte ich einen ähnlichen Stein gesehen. Dieser zweite Stein ließ erst den Gedanken reifen, das es sich um einen Gegenstand zur Feldbearbeitung handeln könnte.
      @Klatschmohn

      fuertetom schrieb:

      Aber wo ich auch hergehe und mir so gut wie alle Steine anschaue, ich finde diesen einen Stein nicht.
      Diesen "ersten" Stein habe ich bisher nicht gefunden. Vielleicht haben auch die Herren Archäologen vom "Medio Ambiente" diesen Stein eingesammelt und er liegt nun irgendwo im Museum.

      @volare
      Ja, das ist die richtige Seite vom Massiv. Seit ihr auch begeisterte Querfeldein-Wanderer?

      Ich habe nun von Google maps einen Screenshot erstellt und den ungefähren Verlauf der Wanderung eingezeichnet. Vielleicht sollte ich mir auch mal ein GPS-Gerät zulegen.



      Die Suche nach diesem "Pflugstein" erfolgt immer rechts auf den dunklen Flächen, weit unterhalb des Grats. Dort sieht man im Screenshot feine dunkle Linien, die die einzelnen Ebenen der Anbauflächen abgrenzen.
      Den Stein, den ich "Pflugstein" nenne und bisher nur ein einziges Mal gesehen habe ist diesem hier recht ähnlich. Auch dieser kleinere Stein wurde wohl zur Feldarbeit benutzt.



      Allein von der Art des Materials ist er als "fremdartig" in der Masse der anderen Steine um ihn herum leicht zu identifizieren. Hinzu kommt noch, dass die rechte Seite spitz zuläuft und an der rechten oberen Spitze eine Rundung (Radius) aufweist. Damit kann man herrliche Linien in der Erde ziehen. ^^

      Meine Suche nach dem Stein an dem Übergang von einer Ebene der Anbauflächen zur unteren Anbaufläche ist wieder nicht erfolgreich. Nun habe ich dort schon mehrere Male gesucht, weitere Wanderungen um die Suche fortzusetzen, sind nicht ausgeschlossen. :D



      Ich beschließe zu den nördlich gelegenen Anbauflächen zu wandern und dort den anderen Stein zu suchen. Teilweise sind die einzelnen Ebenen der Anbauflächen nur schwer zu erkennen.



      Nach einem kurzen Stück, wo die vielen Randbegrenzungen der Anbauflächen wild durcheinander liegen, quert man schließlich die Mauer. Ein Blick zurück, in der tief stehenden Sonne ist die Mauer gut erkennbar.



      Angesichts der Menge der Steine, die dort herumliegen wird es nicht schwer gewesen sein diese Mauer zu errichten, aber wozu man diese errichtet hat, mag mir nicht in den Sinn kommen. Die Mauer trennt praktisch die Anbauflächen von dem dahinter brach liegenden, mit Steinen übersäten, Gelände.
      Ich nähere mich dem alten Kanarischen Ölbaum vom Süden her, der als grüner Tupfer in der kargen Landschaft das Landschaftsbild erträglicher gestaltet.



      Ernüchterung beim Blick vom Norden her auf den Baum. So gut wie keine Blätter sind dort vorhanden, sie würden ja auch immer bei der vorherrschenden Windrichtung aus Nordost, ständig im Wind stehen.



      In einer guten Stunde geht die Sonne unter, ich stehe noch oberhalb der nördlichen Anbauflächen auf denen ich nach dem zweiten Stein suchen will und mir ist klar, das es eine Suche nun nicht mehr geben wird. Oder ich laufe Gefahr den Rest der Wanderung in teilweisem unwegsamen Gelände im Dunkeln gehen zu müssen. Und noch etwas wird mir klar; so gut ich mich an den ersten Fundort meine erinnern zu können, so gut wie gar nicht kann ich mich an den zweiten Fundort erinnern. Ich bin damals irgendwo in diesen nördlichen Anbauflächen abgestiegen und habe dabei einen zweiten Pflugstein gesehen, den ich natürlich auch nicht fotografiert habe. :wut: Die Erkenntnis um was es sich bei den seltsam geformten Steinen handeln könnte, mag wohl erst in der Nachbetrachtung der Wanderung stattgefunden haben. ;(

      Über einen guten Ziegentritt wandere ich nun zu den landwirtschaftlichen Flächen und hoffe auf eine Art "Eingebung", das ich die richtige Stelle zum Abstieg durch diese Anbauflächen wiederfinde.


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