Montana Cardon

      Den Parkplatz, den Du markiert hast, ist der für den Wander- und Pilgerweg zur Felsenkapelle der Ermita Virgen del Tanquito. Ich habe den Parkplatz, den ich immer ansteuere, markiert (weiß aber nicht ob der das bei dir dann anzeigt) Der liegt ca. 900 Meter vorher auf der rechten Seite und ist nur eine mit schwarzem Lavagrus/Split belegte Fläche neben der Straße. Links geht dort von der Straße ein Feldweg ab.
      Dann viel Spaß beim hochsteigen und die Aussicht geniessen. Der gesamte Aufstieg wird ca. 1,5 Stunden dauern, je nach Kondition und Tagesform. Aber Zeit ist da nicht so wichtig, man lernt zu entschleunigen auf dem Weg. Mal sehen, ob dir irgendwas auffällt oben. Berichte mal, wie es für dich war.
      Letzter Teil der Wanderung.
      Unter mir, am Fuß des Hangs, verläuft die Mauer, die sich bis auf den Grat des Cardon zieht.


      Was sind da Gewichte für bewegt worden. Welchen Sinn hatte diese Mauer, steht nicht weit von La Pared, wo früher eine Mauer gestanden haben soll, die die beiden Königreiche trennte.
      So langsam komme ich in dem unwegsamen Gelände dem Baum näher.


      Ein großer Lavafelsblock, mit einem schwarzen Boden, als wenn es dort mal eine Feuerstelle gegeben hat.


      Der einsam stehende Baum erhält doch hin und wieder Besuch, wie ich an der Steinpyramide daneben erkennen konnte. Wie alt ist dieses Gewächs schon und was hätte der Baum zu erzählen.


      Stand er immer schon allein in dieser Steinwüste oder hat man ihn einfach nur verschont?


      Nach dem ich mir eine Pause im Schatten des Baumes gegönnt habe, wanderte ich weiter und fand eine Quelle, deren Wasser aber schon nach wenigen Metern wieder versickert ist.


      Den Hang hinauf zogen Ziegen, die im frischen Grün genug zu fressen fanden.
      Apropos Ziegen; so viele Ziegen-Kadaver (auch Zicklein) wie dort an dem Hang habe ich bisher nirgendwo auf der Insel gesehen.
      Danach begann ich mit dem Abstieg, erst über die herrlich weiche Erde in den Anbauflächen, später dann in einer Erosionsrinne


      und ehe ich mich versah,stand ich in einem breiten Barranco, der sich zwischen den Feldern hindurchzog.


      Wenig später verließ ich den Barranco, wanderte am Rand der dort angelegten alten Felder. Dort hörte ich, wie eine Windböe den Hang hinab zog, unversehens von der Ackerfläche vor mir viel Staub und Dreck hochschleuderte und schon war der Spuk vorbei. So schnell konnte ich meine Kamera nicht startklar machen, aber ich wartete nun einfach auf die nächste Böe, die nicht lange auf sich warten ließ. Dieses mal war ich vorbereitet und erwischte den Staubteufel, kurz bevor er über den Ackerrand den Bodenkontakt verlor und sich in Luft auflöste.


      Denn die nächste Ackerfläche liegt ungefähr 2 Meter tiefer.


      Auf der alten Piste ging es dann zum Ausgangspunkt an der FV-617 zurück.
      Hallo fuertetom,

      doch leider leider OT:
      Mir gefällt diese Idee von Dir und Mundo einen oder mehrere Wandertage anzubieten. ich bin sicher, dass einige user teilnehmen. Leider werde ich evt.erst wieder Ende 2015 nach FUERTE kommen. Diesen Sommer gehts wieder nach Portugal (Monte Gordo, wie 2014).
      Also, ich freue mich auf die Touren sowie Fotos von Deinen (Euren) Aktionen.
      Liebe Grüße Evi
      Gruss Evi
      Ich bin übrigens nicht sozial kompetent genug, um mit Leuten, die mich langweilen über Dinge zu sprechen, die mich nicht interessieren



      Frage zum Montana Cardon:
      Ich fange jetzt erst an, mich näher mit Wanderungen abseits der Küstenwege zu beschäftigen, deshalb meine Frage: Dieses Foto entstand an der FV-605 ca 6 km nördlich von La Pared. Ist der Berg, der hier zu sehen ist, der Westhang vom Cardon? Wäre hier vielleicht auch ein guter Aufstiegsort? Oder doch besser von einer anderen Seite?

      Wanderungen auf den Berg erfolgen zumeist querfeldein, ausser Du willst zur Feslenkapelle "Ermita Virgen del Tanquito". Der Hang, der hier zu sehen ist, ist der Westhang des Bergrückens der nach La Pared zielt, während der Bergrücken des Cardon in gerader Linie nach Matas Blancas zielt. Auf dem Bild ist links der Gipfel "El Castillo" (663m) zusehen, der nördliche niedrigere, aber attraktivere Gipfel, der Haupthang, den man rechts ca. 1/3 vom Bild bis zum Rand sieht, hat seinen höchsten Punkt bei 694m.

      Da es auf den Gipfel, welchen auch immer, keinen Weg gibt, musst Du dich da auf dein Gespür verlassen. Ich würde es allerdings nicht ganz an der Stelle auf dem Foto versuchen, da an dieser Piste ein meist geschlossenes Tor zur Straße angebracht ist, also schlussfolgere ich, das die Häuser, Tomatenplantage und das Anwesen nicht gerne Besuch von u.a. Touristen hat.

      Auf meinem letzten Bild in diesem Thema siehst Du die alten Felder hinter den Häusern und zeigt dir auch eine Möglichkeit durch die Erosionsrinne weiter ins das Tal zwischen den beiden Hängen zu gelangen, aber ob man da im steileren Gelände hochkommt, wage ich zu bezweifeln. Ich traue mir da den Aufstieg mit Trekkingsandalen nicht zu.


      Ich bin im Mai wieder am Berg und hoffe, das ich dann auf den Grat des Cardon hochsteigen kann. Ich habe mir auch schon eine Stelle ausgeguckt.
      Danke fuertetom für diese ausführliche Erklärung! Ich will natürlich keine Leute belästigen, mir gefiel einfach der Hang im linken Bildteil zum möglichen Aufstieg, hier sieht man ihn besser:



      Vielleicht kann ich das Auto etwas nördlich der Plantagenzufahrt abstellen und einen Zugang finden, der nicht an den Häusern vorbeiführt. Entlang der Straße, die neben dem Barranco de Chilegua verläuft, würden sich laut google maps mehrere gute Abstellmöglichkeiten anbieten (falls man das darf!).

      Ich freue mich auf weitere Berichte von dir! Mein Urlaub ist ja leider noch in weiter Ferne, aber auch das Träumen davon macht schon Urlaubsgefühle ^^
      Mal sehen, wo ich, wenn es soweit ist, meinen persönlichen Cardon-Aufstieg finden werde.
      Ganz sicher kannst Du deinen Wagen nördlich der Plantagenzufahrt abstellen, denn da hört irgendwann die Leitplanke auf. Du musst nur mit allen Reifen vom Asphalt sein, da kann dann keiner was gegen haben.
      Ich bin auf der Westseite des Cardons einmal abgestiegen, nachdem ich vom Gipfel "El Castillo" zur vermeintlichen Felsnadel gewandert (diese hier)


      und dann dort an der grauen Gesteinsader (links von der rechten Kuppe "Felsnadel" sichtbar)


      abgestiegen bin. Da wird man auch hochsteigen können, aber ich würde den mir bekannten einfacheren Weg auf der anderen Seite wählen. Ich bin gespannt, was Du dann von deiner Wanderung am Berg berichten kannst.
      Da bin ich ehrlich gesagt etwas überfragt. Die Fachfrau "Atlaspuschel" hat mir mal erklärt, das am Gipfel "El Castillo" Basalt vorzufinden ist. Zu sehen sind ja die Basaltsteine in der Gipfelregion, darunter die schwarzroten Ascheschichten, die von Lavaadern durchzogen sind. Granit, so wie er im Barranco unterhalb Vega de Rio Palmas zu sehen ist, kommt am Montana Cardon meines Wissens nicht vor. An der Südspitze des Massivs kommt zwar auch anderes Gestein vor ( siehe Bild mit der Felstreppe ), aber nach Granit sieht es da nicht aus, so brüchig wie das war.
      Deine Bilder sind beeindruckend, man sieht schön, wie diverse "Felsen" markant hervorragen.
      Granitgestein fällt dominant in der Gegend von "Penitas" auf.
      Beim Montana Cardon bin ich "leider" bisher nur vorbeigefahren.
      Aber unterm Strich ist ja alles vulkanischen Ursprung, da fällt mir auch nur Granit, Basalt oder vielleicht
      Schiefer ein.
      LO QUE NO ME MATA, ME HACE MAS FUERTE

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