Wandern im Barranco de la Cueva

      Wandern im Barranco de la Cueva

      Den Barranco de la Cueva, der ca. 4 Kilometer südlich Pozo Negro liegt, erreicht man über die FV-2. Die wenigen Häuser von „Casas de Tonicosquey“ liegen am östlichen Rand des „Malpais Grande“ dem großen schlechten Land. Dort in der Ansiedlung „Casas de Toniscoquey“ lässt man den Wagen am Straßenrand stehen und geht über eine breite Schotterpiste leicht aufwärts zum Barranco, der ziemlich breit dort anfängt.
      Auf der Kuppe steht eine Hinweistafel mit Informationen zum Verlauf der Pisten, Flora und Fauna. Außerdem wird der Verlauf des Wanderwegs erklärt.
      Auf der Hinweistafel am Beginn des Tales steht folgender Text


      Soweit der Text, den ich nicht ganz verstehe, denn wenn man sich auf dem Rückweg links auf den Cuchillo de Juanicon begibt und Unerschrockene den 436m hohen Vulkan Los Toneles ersteigen können, wo ist dann der Vulkan Jacomar, der seine Lava im Tal hinterlassen hat.
      In der Kompass Karte ist der Vulkan Los Toneles nirgendwo im Umkreis verzeichnet, allerdings hat die Caldera de Jacomar eine Höhe von 435m. Im Rother Wanderführer wird auch eine Tour angeboten, die von Pozo Negro über den Strand am Barranco de la Cueva zu den Casas de Jacomar führt .
      Meine erste Wanderung in dem Tal verlief ganz anders. Die Hinweistafel stand noch nicht oder ich habe da nicht drauf geachtet, bin auf der Piste durchs Tal gegangen


      und habe zu den „Sehenswürdigkeiten“ die Piste verlassen. Ist das die Höhle die dem Tal den Namen gegeben hat?


      oder ist es diese Höhle?


      Blick talabwärts zur Küste


      Am Ziegenpferch vorbei bis zum schwarzen Sandstrand.


      Dort die kleinen Segelquallen gefunden


      und mich nach einer Rast wieder auf den Rückweg gemacht. Dabei ist mir erst der Weg auf der linken Seite aufgefallen, den ich, neugierig wie ich bin, hochgestiegen bin.
      Blick ins Tal auf die Lava und die Piste. Am Hang Ziegentritte


      Blick ins Tal bis zum Malpais Grande


      Nachdem ich auf einem Absatz angekommen war, stand ich direkt neben einem Lavafeld mit Wällen und Senken,


      in denen es sogar recht grün war




      Links am Hang der Caldera de Jacomar konnte man einen „Weg“ erkennen,


      den ich dann weiter hochgegangen bin.
      Dieser Weg war aber nicht mehr als eine Spur, damit man sich am schrägen Hang überhaupt halten kann


      Am Ende der Spur stand ich in einer Erosionsrinne, in der ich weiter Richtung Gipfel gehen wollte.
      Allerdings stand ich dann nach einigen Metern vor einer ca. 3m hohen unbezwingbaren Wand.


      Zurück zum Ende der Spur und dann über den Hang zu einem Sattel weiter hoch. Allerdings zwang mich der starke Wind und die gefühlte Kälte dann doch zur Umkehr. Ich war wohl an diesem Tag ein wenig zu leicht bekleidet gewesen.
      Oberhalb der Erosionsrinne auf dem Rückweg


      Zurück über die Spur ins Lavafeld und dort habe ich am Rande einer grünen Senke eine Rast gemacht.


      Der Stein, auf den ich mich setzte war wie für mich gemacht und hatte eine leicht konkave Sitzfläche. Hervorragend. Ich legte die Kamera und den Rucksack ab und warf noch ein paar Erdnüsse in die Gegend. Wenig später nahm ich meinen Rucksack und wanderte weiter, achtete auch nicht darauf wo ich herging.
      Als ich dann aus dem Lavafeld heraus war, drehte ich mich nochmal um und wollte eine Aufnahme der Gegend machen. Erst da bemerkte ich, daß ich meine Kamera wohl bei der Rast in der grünen Senke vergessen hatte. Nur war ich die ganze Zeit in Gedanken versunken gewesen und wusste somit nicht wo diese grüne Senke war.
      Mein Glück war aber, das sonst kein zweibeiniges Lebewesen in dieser Einöde unterwegs war, nur die allgegenwärtigen Ziegen.


      Schlussendlich habe ich meine Kamera wiedergefunden, die ich mir erst kurz vor dem Urlaub gekauft hatte. Aber auf diese halbe Stunde Sucherei hätte ich gerne verzichten können.
      Im Lavafeld, im Hintergrund der Hang und Gipfel der Caldera de Jacomar


      Ein „Herz“ in den Asche- und Lavasteinen


      Nun gibt es 3 Möglichkeiten wie man dieses Lavafeld auf dem Absatz neben der Caldera de Jacomar verlassen kann.
      Den Weg, auf dem man hochgestiegen war, suchen und dort wieder runter steigen, oder eine andere Möglichkeit, die ich letztes Jahr erkundet habe, wäre direkt neben dem Lavastrom den Hang neben einer Erosionsrinne abzusteigen.
      Vor Beginn der Erosionsrinne liegt ein Steinkreis, mit kleinerem Innenkreis.


      Zu welchem Zweck diese Kreise dort liegen, weiß ich noch nicht. Meine nicht ganz ernste Vermutung: Eine SoFi, wobei der ganze Kreis den Mond darstellt und die Sichel der Sonne bedeckt ??
      Hinter dem Steinkreis beginnt dann die Erosionsrinne, an deren linker Seite ich dann abgestiegen bin, also gegenüber dem Lavastrom und war dann doch überrascht, das dort kurz hintereinander 2 Steilstufen zu umgehen waren.
      An der Steilstufe mit Blick auf den Lavawall am Hang.


      Da habe ich beide male die sichere Variante gewählt und bin noch ein paar Schritte weiter von der Erosionsrinne weggegangen, um dann dort über die Felsen hinunter zu klettern. Deswegen nochmal den Hang hoch und woanders suchen, kam für mich nicht in Frage.
      Blick im Tal zur Küste


      Die 3. Möglichkeit ist für mich die einfachste und man spart sich den Weg auf der Piste im Tal. Auf dem Absatz Richtung Inselinneres, nach Westen, fast eben weiterwandern, dabei möglichst rechts am Hang des Montana Juanicon in einem Bachbett gehen. Dort im Bachbett gehen, weil am unteren Hang der Caldera de Jacomar zahlreiche Erosionsrinnen durchstiegen werden müssen. Zwischen dem Montana Juanicon und der Caldera de Jacomar hinunter in den Barranco de la Cueva absteigen. Dort geht es am Rande eines Bachbetts hinunter.


      Blick auf Malpais Grande vom Ende des Absatzes


      Irgendwo an diesem Hang habe ich auch die vermeintliche „Speerspitze“ gefunden. Es weist ja nur die Form und die geringe Dicke auf eine solche hin.


      In diesem Wanderbericht sind Bilder aus 3 Wanderungen eingefügt.
      Eine kleine Ergänzung zu diesem wunderschönen Bericht, nachdem wir die Wanderung ohne die Bergexkursion Anfang Februar nachgelaufen sind. Außer einem Pärchen, das mit Jeep kurz den Strand besuchte und die wir nur aus der Entfernung gesehen haben, sind wir in den gesamten 3 Stunden keinem Menschen begegnet, dafür umso mehr Ziegen.


      Blick beim Landeanflug im September 2016 auf das Valle de la Cueva


      Blick auf den Lavahügel mit der Höhle, die von der Meerseite her einen zweiten, allerdings mit Steinen verschlossenen Eingang hat.


      War das einmal das "Schlafzimmer"?


      Blick aus der Höhle auf die Talwand in Richtung Süden.


      Es gibt etliche weitere ehemalige Guanchen-Behaasungen, wie man sie auch im Poblado la Atalayita im Tal von Pozo Negro sieht.


      Viele Ziegen, die hier allerdings recht scheu waren und und uns nicht in die Nähe gelassen haben.


      Diese zwei neugierigen Jungtiere bildeten eine Ausnahme. Sie fühlte sich hinter Ihrem Stein offensichtlich geborgen.
      Das war für uns sicher auch nicht das letzte Mal in dieser Gegend. Auf einer englischen Karte ist ein Weg von Tonicosquey rechts am M. Juanicon vorbei über den M. Jacomar zu den Casa de Jacomar eingezeichnet, den werden wir bei nächster Gelegenheit versuchen zu finden, aber ob das dieses Jahr noch etwas wird? :hm:
      Wir sind erst im Mai wieder da, hängt dann ganz vom Wetter ab.
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