San Borondon, die legendäre Insel

      San Borondon, die legendäre Insel

      Viele haben von ihr gehört, (ich meine jetzt nicht das Lokal an der Costa Calma),einige behaupten, sie gesehen zu haben, San Borondon, dieses geheimnisvolle Eiland der" Islas Afortunadas", der glücklichen Inseln, das irgenwo zwischen den Kanarischen Inseln aus den Fluten des Atlantiks auftaucht und wieder verschwindet, oder zumindest in vergangenen Zeiten so gewesen sein soll. Denn seit langem hat man von dieser mysteriösen Geisterinsel nichts mehr gehört, was jedoch nicht bedeutet, daß sie aus dem Gedächtnis der Bewohner der Kanaren verschwunden ist. Denn die Legende von San Borondon ist wohl diejenige Geschichte, welche in die Seele der Kanarier am tiefsten eingegraben ist. Kaum ein Historiker des Archipels, der nicht wenigstens ein Kapitel über diese geheimnisvolle Insel geschrieben hat.
      Die verzauberte, verlorene, unerreichbare Insel, wird sie genannt, in zahlreichen Gedichten, Balladen und Volksliedern hat man sie im Laufe der vergangenen Jahrhunderten beschrieben, und obwohl man ihrer empirisch nicht habhaft werden kann, ihre Existenz nicht beweisen kann, behaupten selbst gelehrte Leute, unter ihnen Amtsschreiber und Kirchenvorsteher, Doktoren und Kapitäne, diese Insel mit eigenen Augen gesehen zu haben.
      Im 16. Jh. zeichneten die Ing. P.Cazorla und L.Torriani einen Plan von der Insel, und der Geschichtsschreiber A. Galindo wagte sogar, ihre Lage zu bestimmen. Man hat sogar Exkursionen zu dieser geheimnisvollen Insel unternommen (1721 Aguirre) Jahrunderte später erschien in einer Madrider Zeitung eine Notiz, daß jemand sogar die Insel fotografiert haben will. Der berühmte kanarische Historiker V.y Clavijo faßte im 18.Jh. wie folgt zusammen.
      "Die Existenz der Insel San Borondon stellt ein Problem dar, für welches es drei Betrachtungsweisen gibt. Die erste ist die Meinung des gewöhnlichen Volke, das abergläubisch und einfältig das Nicht-Habhaftwerden der Insel einer speziellen göttlichen Vorsehung oder teuflischer Magie zuschreibt.
      Die zweite ist die Betrachtung derjenigen, die sich hartnäckig an ihrer Realität festhalten und Gründe dafür suchen, weshalb diese Insel noch nicht entdeckt wurde, und die dritte Betrachtung ist diejenige der Kritiker und Philosophen, die mit Vehemenz die Existenz einer Insel außerhalb unseres Gesichtskreises und unserer Vorstellungskraft negieren."
      Heute beschäftigt uns dieses San Borondon - Phänomen nicht mehr allzu stark, denn man glaubt den Grund für dieses Geheimnis gelüftet zu haben:
      Die Insel ist nur eine Fata Morgana.
      Herrschen bestimmte atmosphärische Bedingungen, spiegelt sich die Kanareninsel La Palma auf hoher See wider, mit allen denjenigen Deformationen, die so eine Spiegelung mit sich bringt.
      Mit dem Auftauchen der Legende der mysteriösen Insel San Borondon ging sicherlich die Suche der Menschen nach einem Paradies auf Erden einher, ein Inselparadies, die Betrachtung der Insel als ein Eiland, das wie ein Wal auftaucht und wieder im Meer verschwindet, das Thema der schwimmenden Insel, der "Verlorenen Insel".

      Kalahari
      ?(
      Gott gab den Europäern die Uhr, den Afrikanern die Zeit. :D
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