La Luz de Mafasca

      La Luz de Mafasca

      Sicher hat der Eine oder der Andere einmal etwas vom Licht aus Mafasca gehört!
      Dieser Ort findet sich jedoch auf keiner Landkarte, aber trotzdem ist er jedem Einheimischen ein Begriff.
      Um das Luz de Mafasca ranken sich verschiedene Legenden. Ihren Namen hat diese geheimnisvolle, gespenstische Erscheinung nach einem einzelnen Weiler
      (ein kleiner Ort - wie auch Tarajal de Sancho) hinter Guisguey im Norden der Insel, in dessen Nähe sie zuerst gesichtet wurde. Wer das Licht nicht selbst gesehen hat, weiß zumindest Leute, denen es schon begegnet ist:
      In mondhellen Nächten, zur Geisterstunde taucht es abseits des Weges auf, springt auf die andere Seite, hüpft hinter den einsamen Wanderer oder Autofahrer und hält ihn zum Narren. Bleibt dieser stehen, verharrt auch das Licht; geht oder fährt er weiter, so folgt es.
      Sagt man.
      Sehr verbreitet ist jene Version der Legende, wonach zwei Ziegenhirten einst mit ihrer Herde übers Land zogen. Als die Nacht hereinbrach und sie ihr Lager aufgeschlagen hatten, verspürten sie plötzlich großen Hunger und beschlossen, ein Zicklein zu schlachten. Auf der Suche nach etwas Holz für ein Feuer, fand der eine von ihnen nur ein altes Grabkreuz. Er nahm es mit und briet - allen Warnungen seines Freundes zum Trotz - das Zicklein und verzehrte es. Der Freund ergriff entsetzt die Flucht.
      Am nächsten Morgen wurde der Hirt tot aufgefunden. Doch seine Seele findet keine Ruhe. Wenn nachts der Mond scheint, irrt er in Gestalt eines durchsichtig, leuchtenden Lichts durch die Ebene bei Mafasca.
      Mit ein wenig Sinn für Romantik kann man überall auf der Insel, wenn der Mond scheint und der Himmel locker bewölkt ist, gespenstische Lichtflecken über die Ebenen tanzen sehen.
      Allerdings folgen diese Lichtflecken den Launen des Windes und bleiben nicht stehen wenn der Betrachter sich umdreht.
      :rolleyes: 8o ?(

      Grüße von Kalahari
      Gott gab den Europäern die Uhr, den Afrikanern die Zeit. :D

      Das Licht von Mafasca

      Das Licht von Mafasca

      Ich habe Informationen über ein Naturschauspiel gelesen, daß sich "La Luz de Mafasca" nennt. Ich könnte einige Ausführungen dazu machen,würde mich aber über weitere Infos freuen.Jetzt nur soviel:
      es tritt nachts vorrangig in der Ebene zwischen Antugia und Tuineje auf und ist laut A.C.E.C. einmalig auf der Welt. ich finde eine interessante Naturerscheinung mit Mythen.
      LG Piloto

      Lichterscheinungen

      Ich möchte weiter zum Thema „La Luz de Mafasca“ berichten !

      Dieses Licht bzw. diese Naturerscheinung hat große Bedeutung in Kultur und Gesellschaft der Majoreros vergleichbar mit Sagen, Geschichten und Ritualen in Deutschland. Zurück verfolgen läst sich diese Naturerscheinung durch Augenzeugenberichte bis ins 17.Jahrhundert. Bei dem „Licht“ handelt es sich um helle, oft kugelförmige , bläuliche ,oder orangefarbene Lichter ,die schwebend , rollend, hüpfend oder sich ruckartig bewegen, manchmal still verharren , um dann mit großer Geschwindigkeit davon rasen. Augenzeugen berichten, dass sie von den Lichtkugeln stundenlang begleitet wurden und dabei auf den richtigen Weg geführt worden sind .Andere wiederum sagten, das Licht habe sie in die Irre geführt. Die meisten Majoreros jedoch fürchten es. Es ist aber nicht bekannt, dass jemand zu Schaden gekommen ist.

      Eine 100%tige wissenschaftliche Erklärung gibt es nicht. Es wird angenommen, dass es sich um Kugelblitze handelt. Doch treten diese Wettererscheinungen nicht bei Gewitterneigung oder Wetterleuchten auf. Es ist fast unmöglich den Lichterscheinungen nachzuspüren, denn sie sind trickreich und flüchtig. Dieses Schauspiel liefert deshalb viel Stoff für übernatürliche Ausführungen und Geschichten.

      Eine viel verbreitete Version ist folgende:

      Ein Hirte der in Llano de Mafasca sein Lager aufschlug und großen Hunger litt, fand kein Brennholz für sein Feuer. So hatte der Teufel leichtes Spiel. Er führte den Hirten zu einem Kreuz am Wegesrand, welches dieser als Brennholz benutzte, um eine Ziege zu braten. Entsetzt über seine Tat wurde er durch das Schuldgefühl sehr krank und starb kurz danach. Bei Neumond wurde das Licht zum Ersten mal gesichtet. Die Sage erzählt weiter, dass die Seele des Hirten danach keine Ruhe fand und als Irrlicht über die Insel schwebt.

      Es gibt noch andere Erzählungen welche dieses Naturphänomen mittel Sagen zu erklären versuchen.

      Da ich auch aus einer Region stamme wo Mythen und alte Bräuche noch gepflegt werden, kann ich die
      Majoreros verstehen wenn sie diese Überlieferungen weiter tragen und auch als ihr Volksgut erhalten wollen.

      LG
      Piloto

      RE: Das Licht von Mafasca

      Hallo Piloto,
      über das Licht hatte ich bereits am 30.10.08 geschrieben.
      Es ist natürlich so, daß die Majoreros hier sehr an Geschichten und Legenden glauben. Auch ich habe schon oftmals dieses Licht gesehen (mir eingebildet) wenn ich früher noch in der Nacht 5.00 h nach Jandia zur Arbeit fuhr, da sah man auch überall diese Lichter. genau hingesehen, war es in dieser Region die Stromleitungen, die immer geblitzt haben. Aber man kann da wenn man alleine auf weiter Flur ist, schon so ein komisches Gefühl bekommen.
      Liebe Grüße von Kalahari
      Gott gab den Europäern die Uhr, den Afrikanern die Zeit. :D
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