Man sollte auch die Ostküste nicht unterschätzen

      Man sollte auch die Ostküste nicht unterschätzen

      Als bekennender "Westküsten ins Wasser Geher" liegt es mir auch immer am Herzen (der versierte Leser weiß dies), generell auf den respektvollen Umgang mit dem Element Wasser hinzuweisen.

      Folgende Story von heute knapp oberhalb des Leuchtturms. Grüne Fahne und kaum Wellen. Plötzlich hört man die Strandwache pfeifen. Blick aufs Meer. Bulk mit einigen Luftmatratzen und Menschen sehr weit draußen. Strandwache gestikuliert wie wild, pfeift und wirkt sichtlich angespannt (der war kurz davor rauszuschwimmen). Luftmatratzenbulk versucht Richtung Land zu kommen. Wird erst mal nix. Strandaufsicht deutet Richtung querab westlich (also nicht direkt zum Strand zurück) an. So ging's dann. War jetzt nicht kritisch, aber anschaulich, wie stark auch hier die Strömung ist (bei grüner Fahne!).

      Läßt man sich mal mit Taucherbrille etwas treiben, merkt man, dass die Haupströmungsrichtung zwar südwestlich entlang vom Strand ist, aber schon eine erkennbare Tendenz zu Süd hat (und damit ablandig ist).

      Eine reine Badewanne ist auch die Ostküste mit grüner Fahne nicht. Ist jetzt nix Neues, aber ein Statement, das man durchaus mal wiederholen kann und vermiedene Konsequenzen wichtiger sein können als ein falsch gegarter Fisch. ;)
      @ Henry99

      da haben wir ja was gemeinsam. Wir haben Respekt vor der Brandung an der Westküste aber Schiss haben wir nicht, da ins Wasser zu gehen.

      Auch ich habe es vor 20 Jahren an der Costa Calma erlebt, wie stark ablandig die Strömung dort ist. Vielleicht war es auch der Ebbstrom. Bin damals mit einem Belgier, der eine sehr gute Tauchausrüstung hatte ( nur ohne Flaschen ) hinaus geschwommen, bis unter uns in ca. 10 Meter tiefe Seegraswiesen waren. Dort haben wir 2 Sepias gesehen. Der Belgier taucht ab, die Sepias kommen ihm ein wenig entgegen um dann ihren Turbo einzusetzen und zu verschwinden. Daraufhin tauchte er wieder auf und wir haben uns daran gemacht zurück zu kraulen mit Schwimmflossenunterstützung. Da erst fiel mir auf wie schnell wir draußen waren ( ca. 100m vor dem Strand ) und wie ewig wir brauchten um zurück an den Strand zu kommen. Nach einer knappen Stunde hatten wir es aber doch geschafft. Bei Pausen zwischendurch konnte ich sehr gut sehen wie stark die Strömung zum offenen Meer hin war. Seitdem bin ich nie mehr so weit raus geschwommen.
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