Kultstätten der Guanchen

      >Meiner Meinung nach wird die Kultur der Majos/Guanchen nicht richtig erforscht. Zahlreiche Indizien der verschwundene Kultur, sind noch nicht professionell aufgearbeitet worden. Die Ignoranz mag auf Fuerteventura auch an politischen Entscheidungen liegen.

      Somit betritt der interessierte Laie die alten zerstörten Kult - und Wohnsätten, die ein verlorenes Dasein im Schattenreich der archäologischen Forschung führen. Die Parallelitäl zwischen dem Schicksal dieser Stätten und dem ihrer Bewohner, für die kein Platz mehr in unserer Welt war, spricht für sich.

      Meiner Erfahrung nach zeigen die zuständigen Stellen nur Interesse wenn Tonscherben oder Werkzeuge gefunden wurden. Anders verhält es sich mit Artefakten, die mit dem spirituellen Denken der Altkultur im Zusammenhang stehen.

      Kanarische und altkanarische Traditionen werden heute nur noch zur Unterhaltung im Sinne der Tourismusindustrie eingesetzt. Gezielt werden brauchbare Aspekte der vorspanischen Bewohner wiederverwertet, andere Elemente dagegen ausgeblendet und damit der Gesamtzusammenhang mit den früheren Lebensverhältnissen zerstört.

      Im Montana de Tindaya sind zB. einige der Hieroglyphen sehr ähnlich mit denen, welche auf Teneriffa und Gran Canaria gefunden wurden, doch beschäftigt sich hier offensichtlich niemand mit dem Thema.

      Interessant ist, das die auf den beiden benachbarten Inseln anzusiedelnde Kultur die der Guanchen ist. Das erstaunliche ist nun, dass für alle anderen Kanarischen Inseln einschließlich Fuerteventura, die Kultur der Guanchen nicht belegt ist. Dies könnte also ein erster Anhaltspunkt sein, wie wir die Funde einstufen müssen, denn somit handelt es sich offiziell um die Hinterlassenschaften einer nicht existierenden Kultur.</p>

      Nach meinen intensiven Recherchen und dem Vergleich des Dekors auf alten Tonscherben, mit denen aus Publikationen, habe ich den Eindruck bekommen das es sich um Bandkeramische Funde handelt. Sollte das zutreffen währen auf Fuerteventura materielle Hinterlassenschaften zu finden, welche in etwa um 10.000 v. Chr. anzusiedeln sind.

      >Die von mir auf Fuerteventura vorgefundenen Idole aus Stein fehlen leider im Museum. Diese Funde müssen für sich selbst sprechen.


      Dieses kleine Tonfragment (1cm x 0,5cm) fand ich im Mai


      und brachte es mit den anderen Fragmenten (hier nochmal zusammengestellt)


      zum Archivo Historico in PdR.
      Einen interessant geformten Stein fand ich auf einer weiteren Wanderung am Montana Cardon. Eine etwas aussergewöhnliche Form, die mir direkt unnatürlich vorkommt.


      Dieses Tonfragment fand ich in der Gegend von La Florida, die vermeintliche Innenfläche (konkav) mit einer grünen Oberfläche, die vermeintliche konvexe Aussenfläche ist nicht gefärbt worden.

      Hallo Tom. Glückwunsch zu deinen Funden die den steinigen Weg in das Cabildo gefunden haben. Im Kanarischen Museum sind einige, aus Bruchstücken zusammengesetzte Tongefäße mit ähnlichem Dekor zu sehen. Einige der Fundstücke sind Innen mit einer Glasur versehen. Da die Ureinwohner keine Töpferscheibe kannten, wurden alle Gefässe mit der Hand geformt. Dann ließ man sie einen Tag lang trocknen und pollierte sie mit glatten Steinen oder speziellen Knochen, bevor sie mit Verzierungen vesehen wurden. Die rohen Tonwaren wurden auf Stützpfeilern in ein Loch gesteckt, mit Erde oder Sand bedeckt, und ein großes Feuer darauf angezündet. Diese arbeiteten wurden von Frauen ausgeführt.
      Natürlich soll man einen Fund, der aus der Zeit der vorspanischen Ureinwohner stammt, nicht mit nehmen oder verändern, damit Archäologen den Fall professionell erforschen können.
      Auf deinen Fotos ist auch ein Stein zu sehen, der vieleicht einmal als Werkzeug verwendet wurde. Es ist schwer etwas darüber zu sagen da keine Bearbeitungsspuren zu sehen sind.
      Die Guanchen/Majos benutzten auch unbearbeitete Steine, Muscheln und Knochen als Werkzeug.
      So haben sie auch die Gestalten ihrer Totemtiere, mythische Wesen und Ahnenbilder in die Formen der Natur hineininterpretiert.
      Weiterhin viele erfolgreiche Entdeckungen, Jo.
      Die alten Häuser an der Südspitze des Cardon-Massiv waren im Mai eingehüllt in einen weichen Blumenteppich.


      Die Vegetation, die nach dem regenreichen November gewachsen war, verhinderte die Sicht auf den Boden und auf die Tonfragmente.




      Ich ging von Ruine zu Ruine und besah mir den Grundriss und die Steine der Mauern genauer. Eine Ruine hat so etwas wie eine Fensternische aber leider steht die Mauer der nächsten Ruine direkt davor.


      Gab es damals schon Nachbarschaftsstreit oder wurde das nächste Haus absichtlich vor die Fensternische gebaut. Vielleicht ist es auch keine Fensternische sondern eine Art Ablage für Nippes oder den Haustürschlüssel. ;)
      Im Eingangsbereich einer Ruine findet sich dieser große Stein, viel größer als bei allen anderen Häusern.


      Mit den geschätzten Maßen von 80x30x25cm ist der auch so schwer, das er nicht von einer Person bewegt werden kann. Waren die Menschen damals kräftiger als wir heutzutage oder sind die Häuser von einer Dorfgemeinschaft errichtet worden. Am Stein sichtbar sind viele Kratzspuren und auch ganz am Ende, viele fast parallel angeordnete Rillen. Waren die Rillen von einem Kind mit Stubenarrest aus Langeweile angebracht worden und womit?
      Wenige Meter weiter fand ich diese Drahtspule,


      aber wofür wird man die wohl verwendet haben und wann? Vielleicht weiß jemand von euch wozu Drahtspulen benötigt wurden, meine einzige Vermutung geht in Richtung einer Art Absperrung von Gehegen??
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