Fuerteventura vor Urzeiten

      Fuerteventura vor Urzeiten

      Heute ist es mit 22º ziemlich durchschnittlich warm.
      Früher war es hier viel heisser - insbesondere das Wasser.
      Zwar sind es Tausende von Jahren, aber damals war das Meer vor der Costa Calma tropisch.
      Erkennen kann man es an versteinerten Muschelresten, die heute noch in der Karibik leben, denen es aber hier längst zu kalt ist.
      Wenn man von Costa Calma aus Richtung Norden wandert, kommt die Bucht unterhalb der stillgelegten Fischkonzerven-Fabrik.
      Am oberen Ende deser Bucht steht der Gedenkstein und im Hintergrund ist das Metallgestellt, welches die Muscheln schützt.

      Ich hoffe mal, dass das Gestell die derzeit kalte Witterung überstanden hat :lol:
      Das Foto stammt noch aus unserer Morro-Zeit von 2009.

      Versteinerte Muschelreste - fast alle zerbrochen - bitte nicht noch mehr zerstören!


      Die stecken wirklich fest im Fels - beim Rausknibbeln zerbrechen sie.


      Dies ist der Gedenkstein mit Schutzgitter an der Fundstätte - inkl. drei-sprachiger Erklärung.


      Hier nochmal der Strandabschnitt - Costa Calma liegt rechts hinter euch - kann man locker erwandern.

      Nur ein Chiringuito fehlt.
      Der Fischer, den ich getroffen habe, hat sein Bier eingeborenen-technisch gekühlt:
      :abklatsch:

      Fuerteventura vor Urzeiten

      Fuerteventura ist nicht nur durch Vulkanausbrüche sondern auch durch Landhebung entstanden. Da sind die im Fels eingeschlossenen Muscheln ein guter Beleg, aber es gibt im Inselsüden, genauer gesagt auf der Westseite des Istmo de la Pared ganze Hänge mit Milliarden von Schneckenhäusern, die im Sand eingebettet sind. Die sind dort abgelagert worden und durch die Landhebung über Meeresniveau gehievt worden.
      Auf den beiden Bildern kann man die Konzentration der Muscheln gut erkennen und es ist keineswegs nur die oberste Schicht und drunter Sand.
      Diese Schneckenhäuser bilden eine feste Oberfläche. Die Oberfläche des Hangs ist somit fest, aber es gibt auch Sandablagerungen und dann ist die Oberfläche weich.
      Das ist mir 1988 fast zum Verhängnis geworden. Wir sind damals mit einem kleinen Jeep von Suzuki von der Costa Calma auf die Pisten zur Westküste gefahren, wollten zum Ende des Playa de Barlovento. Wir fuhren eine zeitlang über viel befahrene Pisten bis wir schon den Strand unten sehen konnten. Da gab es eine kleine unscheinbare Fahrspur den Hang hinab. Nach vielleicht 100 Metern fuhren wir durch Sand. Ich wollte nur mal checken ob wir durch den Sand auch wieder zurück fahren können, angehalten, Allrad rein, Rückwärtsgang rein und Gas gegeben aber es tat sich nichts. Der Wagen blieb wo er war. Wir haben alles mögliche versucht, Steine ran geschleppt, Handtücher unter die Reifen, schon den Fußmarsch zurück in Erwägung gezogen bis der gesunde Menschenverstand doch noch einsetzte. Gott sei Dank. Wir fuhren noch ein Stück den Hang runter bis die Oberfläche wieder hart war und dann querfeldein zurück zu den anderen Pisten. Klar blieben wir nochmal stecken, aber wir wussten uns nun zu helfen. Auf den Schreck haben wir uns eine Paella in einer Imbiss Bude an der Costa Calma schmecken lassen. Damals gab`s da noch keine Palmen nur die Durchgangsstraße nach Jandia.
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      Deutsche Studenten erforschen die Geologie der Insel

      Es wäre sicherlich interessant zu erfahren, welche Ergebnisse die vielfältigen Forschungen der Studentengruppe bringen, zumal sie sich wohl auch auf Flora und Fauna beziehen.

      fuerteventurazeitung.de/index.…en-die-geologie-der-insel
      Die Hochachtung vor dem Denken anderer gibt dem eigenen Denken erst den richtigen Respekt. (Paul Schupp) :abklatsch:

      versteinerte Schnecken

      Diese Schnecken habe ich vor Jahrzehnten auf dem Istmo gefunden. Hat jemand der Fachleute hier im Forum eine Idee, wie alt die sein könnten? Ich habe schon bei Google geforscht, bin allerdings nicht fündig geworden, es gab keine vergleichbaren Bilder.
      Sind etwa 6 bis 7 cm lang.




      Die Hochachtung vor dem Denken anderer gibt dem eigenen Denken erst den richtigen Respekt. (Paul Schupp) :abklatsch:
      Die sehen doch schon wie versteinert aus. Wenn es versteinerte Schnecken sind, haben die mit Sicherheit ein Alter von einigen zig Millionen Jahren, so ab ca. 50-100 Millionen Jahren. Nun wirst Du sagen, das die Insel nicht älter als 20 Millionen Jahre ist, aber die Insel ist nicht nur durch Vulkanismus entstanden, auch durch Landhebung.
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