La Palma

      Hallo,

      nach längerer Abstinenz möchte ich mich mit einem kleineren Urlaubsbericht wieder zurück melden. :wink:

      Wie ich bereits angekündigt hatte, war ich vom 17.06. - 08.07.2011 wieder auf La Palma.
      Der Direkt-Flug mit AB verlief ohne Probleme, und sogar das Wetter spielte diesmal mit.



      Da ich gesundheitlich noch ein wenig angeschlagen war, und in der ersten Woche auch noch ein unangenehmer Calima herrschte, musste ich mein Wanderprogramm leider ein wenig zusammenstreichen. ;(

      Einige der von mir durchgeführten Wanderungen möchte ich euch hier aber ein wenig näher bringen.

      Nr. 10 Cubo de La Galga

      Ausgangspunkt war der Parkplatz beim Info-Häuschen nördlich von La Galga an der LP-1.



      Die im ersten Kilometer asphaltierte Forststraße führt durch den Barranco aufwärts, und lässt sich gut, und sofern kein Calima herrscht, angenehm gehen.
      Die dichte Vegetation aus von Bäumen, daran herab rankenden Kletterpflanzen, Riesenfarne und Lorbeerbäume spendet bei intensiver Sonneneinstrahlung einen angenehmen Schatten.



      Am Ende dieser Forststraße folgte ich nach links einem teilweise schmalen und steilen Pfad zum Mirador de la Somada Alta.



      Von hier aus hat man eine sehr schöne Aussicht.



      Der Rückweg führt nach ca. 10min unterhalb des Mirador wieder über eine asphaltierte Straße zu den ersten Häusern von La Galga und danach weiter Talwärts zur LP-1.



      Da ich mir den Weg entlang der LP-1 durch die Tunnel zu meinem Auto ersparen wollte, bin ich den im Rother Wanderführer beschriebenen Direktabstieg zum Ausgangspunkt gefolgt.
      Leider glich dieser Weg stellenweise eher einem Trampelpfad und war an zahlreichen Stellen u.a von Brombeerhecken total zugewuchert.
      In diesem Zustand ist er nur mit einer Machete einigermaßen Verletzungsfrei zu bewältigen. :cursing:

      A agua pasada todo se ve más fácil.
      (Hinterher ist man immer klüger.)
      Nr. 34 Von Tijarafe zur „Piratenbucht“

      Vom Ort Tijarafe führen insgesamt 3 Wege zur Prois de Candelaria, die in einigen Reise- und Wanderführern auch „Piraten- oder Schmugglerbucht“ genannt wird.
      Bei dieser Wanderung sind trotz der relativ kurzen Strecke doch ca. 900 Höhenmeter zu überwinden.

      Da ich an dem Morgen nicht so richtig in die Gänge kam, und erst im laufe des Vormittag den Ausgangspunkt erreichte, entschied ich mich für die vermeintlich leichtere Variante. :D
      Und zwar die neben dem Supermarkt San Antonio auf einem Bergrücken steil herabführende Betonstraße.



      Die anderen beiden Wege führen über die jeweiligen Bergrücken zur Linken und Rechten und sind daher etwas länger.



      Nach einer Gehzeit von einer guten Stunde und etlichen Serpentinen erreicht man einen kleinen Parkplatz vor einer Felsenspitze.



      Über eine schmale Steintreppe gelangt man zu einer kleinen Plattform mit einer herrlichen Aussicht.



      Kleiner Tip:
      Falls jemand seinen Wasservorrat zu knapp bemessen haben sollte, neben der Steintreppe gibt es einen Wasserhahn, an dem man seinen Vorrat wieder auffüllen kann.

      Von hier aus machte ich über einen schmalen, steilen Fußweg einen Abstecher nach Links zur steinigen Playa del Jurado.
      Hier fühlt man sich durch die Optik der kleinen Wochenendhäuschen in der Zeit zurück versetzt, und denkt, jeden Moment erscheint Robinson Crusoe vor einem.



      Mit einem Blick nach Links sieht man die bekannteste Meeresgrotte der Insel, die Cueva Bonita.



      Folgt man vom kleinen Parkplatz aus der Betonstraße nach Rechts, erreicht man nach etwa 15 Minuten, die unter einem riesigen Felsvorsprung liegenden Behausungen der sogenannten „Piratenbucht“.



      Dieser kleine Hafen wurde bereits 1588 in den Geschichtsbüchern erwähnt.

      Der fast 3 stündige Rückweg gestaltete sich durch die permanent große Steigung und die intensive Sonneneinstrahlung als sehr kraftraubend und anstrengend.

      Weitaus angenehmer lässt sich die Bucht natürlich auch mit dem PKW aufsuchen. :freude:
      A agua pasada todo se ve más fácil.
      (Hinterher ist man immer klüger.)
      Nr. 45 Ruta de Los Volcanes

      Die Vulkanroute ist die sogenannte Paraderoute auf der Insel.

      Mit einem Aufstieg von 700 Höhenmetern und einem Abstieg von 1400 Höhenmetern und einer Gehzeit von min. 6 Stunden gehört diese Route zu den anstrengenden Wanderstrecken, und erfordert eine gute Kondition und Trittsicherheit.

      Gute knöchelhohe Wanderschuhe, ausreichend Proviant (mindestens 3 Liter Wasser pro Person) und auch wetterfeste Kleidung sind hier Pflicht.

      Das Wetter kann dort oben sehr schnell umschlagen, zum Positiven, wie aber auch zum Negativen.

      Den Sonnenschutz sollte man auch nicht vernachlässigen, da man sich fast auf der gesamten Strecke oberhalb der Baumgrenze befindet, und permanent der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist

      Da bei dieser Wanderung Ausgangs- und Endpunkt ca. 25 km auseinander liegen, schließt man sich besser einer, über die Reiseleitung buchbaren, geführten Wanderung an.

      Der Vorteil liegt einfach darin, dass man mit einem Taxi oder Bus vom Hotel abgeholt und auch wieder zurückgebracht wird.

      Denn eine Taxifahrt vom Endpunkt zum Ausgangspunkt, um z.B. seinen Wagen wieder abzuholen, kostet fast genau so viel, wie die geführt Tour.

      Und eine Busverbindung zum Ausgangspunkt existiert leider nicht.

      Ausgangspunkt der Wanderung ist das auf 1440m Höhe liegende Refugio el Pilar.

      Einem mitten im Wald liegenden, und bei Einheimischen sehr beliebten Picknickgelände, mit zahlreichen Grillhütten, einem Besucherzentrum und einem großen Kinderspielplatz.



      Im ersten Drittel der Wanderung geht es, vorbei am Pico Birigoyo (1807m) und Pico Nambroque (1922m) stetig bergauf zum Vulkan Deseada (1945m).







      Bei schönem Wetter kann man von dort oben einen Blick auf die benachbarten Inseln Teneriffa, La Gomera und El Hierro werfen.



      Von nun an geht es, vorbei am Vulkan Cabrito (1864m) und dem Vulkan Martin (1529m), immer bergab, zum Ort Los Canarios (722m).






      Man kann diese Wanderung auch noch, vorbei an den Vulkanen San Antonio (663m) und Teneguia (437m), bis zum Leuchtturm Faro de Fuencaliente weiterführen.

      Dazu sind dann zusätzlich nochmal 2 Stunden Gehzeit einzuplanen. (Über diese kleine Wanderung hatte ich ja bereits letztes Jahr berichtet)

      A agua pasada todo se ve más fácil.
      (Hinterher ist man immer klüger.)
      Da bereits 2 Tage vor meinem Rückflug das neue Terminalgebäude am Flughafen eröffnet wurde, kann ich dazu auch etwas berichten.

      Mein Fazit vorweg: Es gefällt mir absolut nicht !

      Alleine schon die Zufahrt zur Tiefgarage ist dermassen unübersichtlich.

      Der Parkbereich für die Mietwagen ist von den normalen Parkplätzen abgetrennt, und über eine separate Zufahrt zu erreichen.

      Anhand der Beschilderung war dazu leider kein Hinweis zu erkennen.

      Die Platzverhältnisse zum rangieren sind äußerst knapp bemessen, und dürften wohl einigen Autofahrern Probleme bereiten.

      Ich habe meinen Wagen letztendlich auf einem „normalen“ Parkplatz abgestellt und die entsprechende Nummer auf dem Rückgabeumschlag der Vermietung notiert.

      Im Erdgeschoss und der ersten Etage sieht das mit den Platzverhältnissen wieder ganz anders aus.



      Alles ist sehr geräumig angelegt.

      Man hat u.a. mit den roten Treppengeländern zwar Versucht, ein paar farbliche Akzente zu setzen, aber es überwiegt das Beton-Grau.

      Es gibt jetzt in der ersten Etage, hinter der Sicherheitskontrolle, auch einen Duty-Free Shop.

      Weitere Ladenlokale stehen allerdings noch leer.

      Ich finde, dass der Flughafen La Palma mit diesem Betonklotz sein Flair verloren hat.

      Und ob alleine durch das neue Terminal mehr Touristen nach La Palma kommen, wage ich mal zu bezweifeln.



      LG Ralph :lupf:
      A agua pasada todo se ve más fácil.
      (Hinterher ist man immer klüger.)
      @Ralph,

      vielen Dank für Deine ausführlichen Tourbeschreibungen und zum neuen, viel zu großen Flughafengebäude.

      Zur Piratenbucht, ja, da kam ich auch ganz schön ins Schwitzen beim Aufstieg. Und oben beim Supermarkt stehen die Einheimischen und beobachten, wie fertig die Touris angeschlichen kommen. Ich glaube, da werden sogar Wetten abgeschlossen...
      Die Straße bis runter bin ich nie gefahren, die gibt es ja erst seit ein paar Jahren. Beim 1. Mal ging ich die selbe Strecke, die Du gelaufen bist auch mit dem Abstecher zur Nachbarbucht. Allerdings war da das Meer aufgewühlt. Beim 2. Mal fuhr ich mit dem Auto bis zur tiefsten Bananenplantage. Ab dort war Allrad Pflicht.

      Der Cubo de la Galga war früher ein Geheimtipp. Damals gab es keinen Parkplatz und keine Beschilderung und auf der gesamten Strecke ist man keinem Menschen begegnet. Diese eher kurze Wanderung ist genauso beeindruckend, wie die nördlichere, bekannte (Pflicht)-Wanderung nach Los Tilos. Die Vegetation ist gleich. Die Riesenfarne habe ich noch in Erinnerung.

      Die Ruta de los Volcanos bin ich nie komplett gelaufen, denn man mußte ja immer wieder zurück zum Auto. Aber dafür war ich vom Refugio del Pilar auf dem Birigoyo 1808m und auf der Ostseite ging es rutschend durch den Lavasand nach unten. Das ist auch eine sehr lohnende Tour.

      Ralph nochmal danke. In ein paar Monaten werde ich die Insel wieder besuchen. Es gibt auf La Palma so viele wunderschöne Ecken, die ich sehr schön finde.

      LG vom inselchen :inselchen:
      Oh ja Ralph, was für tolle Fotos samt Reisebericht, hast dir richtig Mühe gemacht :kla:
      Dein Beitrag macht richtig Lust auf die Insel (da war ich nämlich noch nie!) ... und lustig finde ich die ersten Bilder aus dem Wald, da könnte man glatt meinen, man ist irgendwo in den Alpen , Österreich oder so :)
      LG Angie
      Auch wenn ich absolut nicht zu den Wanderfreunden gehöre und schon gar nicht in den Bergen - mir wird schon bei einzelnen Fotos schwindlig - wunderschöne Fotos und ein Bericht, der die Begeisterung für die Wandertouren ausdrückt und dennoch absolut sachlich bleibt :appl: :appl: :appl:

      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)
      Es freut mich, dass euch mein kleiner Bericht gefällt.

      Ich finde, obwohl ich Gran Canaria und El Hierro noch nicht besucht habe, dass jede Insel der Kanaren ihren eigenen Reiz hat, und ein wenig Abwechslung hin und wieder nicht schadet.

      @ Doris
      Aber deswegen braucht man Fuerte nicht gleich untreu zu werden. :D

      @ inselchen
      In Los Tilos bin ich natürlich auch gewesen.
      Geplant hatte ich die Rother Wandertour Nr. 12 von Los Tilos zur Cordero-Quelle.
      Leider spielte an diesem Tag das Wetter nicht so mit, wie ich mir das gewünscht hätte.
      Bei tief hängenden Wolken, kaum Sicht und leichtem Regen macht eine mindestens 7 stündige Wanderung einfach keinen Spaß.

















      Daher machte ich beim Mirador Espigon Atravesado wieder kehrt, und führte den Tag mit einer kleinen Rundreise über die Insel fort.
      A agua pasada todo se ve más fácil.
      (Hinterher ist man immer klüger.)
      @ Queen
      Das Gefühl hatte ich in der ersten Woche beim Calima auch.
      Denn unten am Meer war es bei 25°C zwar etwas drückend, aber doch noch als angenehm zu bezeichnen.
      Nur, je höher man kam, umso wärmer wurde es.
      In Los Canarios (Fuencaliente) z.B. waren es auf 700m Höhe schon 38°C, und selbst am Roque de Los Muchachos auf 2400m waren es noch 27°C.
      Durch die aufsteigende Feuchtigkeit in den Wäldern, fühlte man sich dann schon wie in einem Dampfbad.

      LG Ralph :lupf:
      A agua pasada todo se ve más fácil.
      (Hinterher ist man immer klüger.)

      Urlaub mal anders

      Wer mal einen anderen Urlaub auf den Kanaren verbringen möchte, sollte sich mal über La Palma informieren.
      es gibt hier keine Hotelburgen und ohne Auto wäre hier sehr hilflos.

      Hier gibt es nur schwarzen Strand und die erreichst du meistens nur nach serpentinen Abfahrten.
      Die Insel ist voll mit Bananplantagen ,aber auch überall grün , obwohl auch alles Lava gestein ist..

      Grüße von El Paso
      auf La Palma

      mehlwurm
      Hallo Mehlwurm

      wo sind denn die Bilder???


      Auf Wunsch von mehlwurm habe ich den Beitrag mit den fehlenden Fotos raus genommen
      Gruß ennis
      Gruß Birgit
      Wer versucht, Allen alles recht zu machen, wird niemals "Everybodys Darling!" sondern höchstens "Everybodys Depp!" (zwiebackdancer)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ennis“ ()

      mehlwurm schrieb:

      Wer mal einen anderen Urlaub auf den Kanaren verbringen möchte, sollte sich mal über La Palma informieren.
      es gibt hier keine Hotelburgen und ohne Auto wäre hier sehr hilflos.

      Hier gibt es nur schwarzen Strand und die erreichst du meistens nur nach serpentinen Abfahrten.
      Die Insel ist voll mit Bananplantagen ,aber auch überall grün , obwohl auch alles Lava gestein ist..

      Grüße von El Paso
      auf La Palma

      mehlwurm


      Strand bei Puerto Tazacorte



      Bananplantagen im Westen



      Blick aufs Meer im Nordosten der Insel



      Es war ein Fehler im [img...... [/img.. den findet man nur im Seitenquelltext

      Gruß Achim
    Das Forum rund um die Insel Fuerteventura mit Beiträgen, Tipps und Wissenswertem zur Kanareninsel. Registrieren Sie sich in unserem Forum.

    Datenschutzerklärung nach DSGVO