Erste Hilfe an der Playa Jandia

      Erste Hilfe an der Playa Jandia

      Trotz eigenverordneter Forums-Abstinenz während meines Fuerte-Urlaubs melde ich mich nun doch aus dem Internet-Cafe des Trike Mike im Cosmos Ctr. Mein zum Himmel schreiender Skandal-Bericht muß einfach sofort raus:

      Die Beobachtungs-/Wachttürme der Rettungsschwimmer an den Stränden der Gemeinde Pajara im Abschnitt Playa Jandia sind geschlossen. Die Bade-Warnflaggen grün/gelb/rot werden nicht mehr gehißt, ebenso patroullieren keine Beobachtungs-Schlauchbbote mehr auf dem Meer.

      Der Grund: die Gemeinde Pajara hat diese Erste Hilfe einem sog. Sicherheits-Unternehmen übertragen und dieses hat seinem Personal seit 6 Monaten keine Gehälter mehr gezahlt. Trotz Hungerstreiks und Sitzblockaden vor der Gemeindeverwaltung Pajara wurde bis heute nicht gezahlt. Letztendlich hat das arbeitswillige Personal nun den Dienst ausgesetzt. Die Gemeinde Pajara zeigt keine Raktion die Verantwortung für die Sicherheit zu übernehmen bzw. sicherzustellen.

      Andererseits wehen an den Strandzugängen weiterhin die blauern Flaggen "Banda Azul 2010" und auf den Glas-Triangel-Säulen (auch im Gemeindebesitz) werden großartig die von der Gemeinde iniziierten Sicherheitsmaßnahmen erläutert.

      Man gaukelt also den Unwissenden angebliche Sicherheit vor. Entsprechende Beweisfotos habe ich gemacht.

      Die einzige Lösung kann doch nur sein, die Gemeinde Pajara steht zu ihrer Verantwortung und beendet sofort die Konzession mit der übertragenen Sicherheit und sorgt für sofortige Bezahlung/Übernahme der Sicherheitskräfte in eigener Regie (wenn evtl. auch nur zeitweise.

      Das Problem ist den div. örtlichen Hoteldirektionen bekannt, doch dort herrscht nur allgemeines Achselzucken. Man ist ja schließlich infolge des Fehlens der Bettenkapazitäten von Alameda und RIU Calypso auf Sicht ausgebucht.

      Um das Bild abzurunden, muß auch noch erwähnt werden, daß die öffentl. Toiletten-/Sanitär-Anlagen (ebenfalls im Gemeindebesitz)an den erwähnten Stränden ebenfalls alle außer Betrieb gesetzt sind. Wie es an den anderen Strandabschnitten entzieht sich momentan meiner Kenntnis.

      Wie lange wollen/sollen wir Gäste uns diesen Skandal eingentlich noch bieten lassen?????????? Die Ignoranz und und das Unvermögen der Gemeinde Pajara ist wohl nicht mehr zu überbieten.
      Ich werde jedenfalls nicht ruhen, dieses Thema "am Kochen" zu behalten. Spätestens nach meinem Urlaub (ab 25.11.) werde ich wieder von daheim alle >Hebel in Bewegung setzen.
      Momentan werde ich infolge fehlendem, eigenem Internet-Anschluß von hier aus nicht mehr aktiv. Da ich aber auch nicht kneifen will, sende ich jetzt mal für alle Fälle meine Handy-Nr. an Barbara zur streng vertraulichen Verwendung.

      Heute grüßt der frawolf ganz traurig und wütend direkt von Playa Jandia.
      es grüßt der frawolf aus Bembeltown
      @frawolf
      Dein Aufreger ist verständlich.
      Die Strände in Spanien sind öffentlich, gehören dem Staat. Die Übernahme der Kosten für “baywatch” durch die Gemeinden ist eine absolut freiwillige Leistung und unter dem Aspekt eines qualifizierten Tourismus sehr, sehr sinnvoll. Aber die Kassen sind leer, das Thema fehlender Strand-Service vor Monaten ein Thema in den Medien. Aber es wird noch dauern, bis sich vielleicht etwas ändert. Denn wie gesagt, keiner “muss”, alles ist freiwillig. Es gibt Strände von Nord bis Süd denen ähnliches passiert ist oder die seit 12 Monaten technische Einrichtungen haben, die bis heute noch nie besetzt waren.
      Ich wollte Dir damit empfehlen, genieß Deinen Urlaub, verschwende keine Energie durch “kochen” und verschwende ebenfalls keinen Speicherplatz in Deiner Kamera mit “Beweisfotos”.
      Auch wenn ich natürlich die Einzelheiten nicht kenne, bietet sich doch eigentlich eine schnelle Lösung an.
      Offensichtlich will die Gemeinde die Strandbewachung ja haben, deshalb hat sie ja wohl das Unternehmen beauftragt. Vorausgesetzt, die Gemeinde hat bisher an das Unternehmen gezahlt, muss sie ja jetzt nicht bezahlen, weil dieses keine Leistung erbringt. Logische Schlussfolgerung: Die Gemeinde zahlt direkt an das arbeitswillige Personal, und die Strandbewachung ist wieder gewährleistet.
      Ich weiß auch, dass da wohl noch viele andere sog. wirtschaftliche Erwägungen eine Rolle spielen (können), aber meiner Meinung nach gehört an den viel bevölkerten Strandabschnitten eine Bewachung mit dazu.

      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)
      @ennis:

      Das wird wohl nicht ganz so leicht. Theoretisch zwar nachvollziehbar, aber praktisch .... hmmm?

      Die "Strandüberwacher" haben wohl einen Arbeitsvertrag mit dem beauftragten Sicherheitsunternehmen. Und der Geldfluß läuft über Gemeindeverwaltung -> Sicherheitsunternehmen -> Mitarbeiter. Ob jetzt die Mitarbeiter beim Sicherheitsunternehmen kündigen und dann zu den wohl niedrigeren Lohnbedingungen (die wohl initial der Beweggrund der Gemeinde waren, die Leistung zu vergeben) direkt für die Gemeinde arbeiten können, dürfte wohl auch an irgendwelchen tarifrechtlichen Punkten scheitern. :(

      Ich hab mich bisher sogar immer der Illusion hingegeben, dass dies ne Art "Freiwilligendienst" (ähnlich wie in D. bei der Wasserwacht ist). Wußte gar nicht, dass da "Business" dahintersteckt. :|
      Ey Fuerterikaner, wenn du es bis zur mittleren Reife geschafft hast, hast du vielleicht mitbekommen, wie deine Mutti mit anderen Müttern, mit Putzeimer und Lappen am Samstag in die Schule ging um richtig sauber zu machen. Weil das Putzunternehmen das nicht richtig gepackt hat, weil die Schulbehörde das Reinigen der Schule einem Privatunternehmen übertragen hat. Siehst du und das ist z.B. Outsourcing. Jetzt hast du wieder was dazugelernt. Gern geschehen.
      "Wie man auf einem Schiff befindlich, sein Vorwärtskommen nur am Zurückweichen und demnach Kleinerwerden der Gegenstände auf dem Ufer bemerkt, so wird man sein Alt- und Älterwerden daran inne, dass Leute von immer höheren Jahren einem jung vorkommen"
      (Arthur Schopenhauer)
      Die drohende Aberkennung der blauen Flagge dürfte wohl der einzige Beweggrund der Verwaltung sein, doch noch zeitnah etwas zu unternehmen.

      .....weil die Ausschreibungsbedingungen so schlecht gewesen sein sollen, dass kein Unternehmen ein Angebot abgegeben hätte.

      Soviel sind dann die zahlenden Touris letztendlich wert. Wahrscheinlich kommt eine "Strand-Sicherungs-Abgabe". Naja ich sag das mal lieber nicht zu laut.

      Schon ne erbärmliche Welt ....... ;(
      wie in meinem Eröffnungsbeitrag angekündigt, liefere ich heute die entsprechenden Fotos. Alle Fotos wurdfen am 12.11.2010 aufgenommen, und zwar unmittelbar am Zugang vom Palm Garden zum Strand.

      ergänzend kann ich noch vermelden, daß man inzwischen sogar einzelne Wacht-/Beobachtungstürme abgebaut hat, z. B. bei Manos Bar. Damit´s viell. nicht so auffällt!?
      Dateien
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      es grüßt der frawolf aus Bembeltown
      Die Gemeinde Pajara scheint nur noch die positiven Seiten (Einnahmen) des Tourismus für sich zu beanspruchen. Da wird mit einem bewachten Strand geworben, aber vor knapp 2 Wochen wäre beinahe eine 10-jähriger dort ertrunken, wenn nicht zufällig ein paar qualifizierte Helfer vor Ort gewesen wären.

      Falk

      Gelbe Flaggen

      Gestern wehten wieder gelbe Flaggen an den Stränden von ButhIondo (Esquinzo) und Jandia. Was sagt uns das? Richtig, es gibt wieder Rettungsschwimmer, die Türme waren besetzt. Nur, wie lange? Mit den neuen Konzessionen kann es noch nicht zu tun haben, die fassen erst später.
      Hauptsache wieder Rettungsschwimmer! Wäre gut, wenn wieder dauerhaft welche vor Ort sein würden! :cool:
      Diese meine Meinung ist vollkommen subjektiv und kann nicht als Allgemeingültig angesehen werden. Das Lesen meiner subjektiven Meinungsäußerung ist nicht gesundheitsgefährdend und verstößt gegen keine Forumsregeln; Nebenwirkungen sind unbekannt aber nicht ausgeschlossen.
      Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! :nw:
      :cool:
      Mal ganz kurz OT: Ich wusste gar nicht, dass es auch die gefürchtete "Bandera Negra" für die "schlimmsten" Strände gibt. Habe darüber kürzlich einen Bericht im Fernsehen gesehen, und den folgenden Bericht im Internet gefunden:
      ecologistasenaccion.org/article23766.html

      An diesen Stränden wird zwar keine schwarze Flagge gehisst, aber es ist für diese Gemeinden schon unangenehm genug, wenn ihre Strände in der wenig ruhmreichen Liste geführt werden. Die Gründe für die Auflistung sind unterschiedlich, hauptsächlich geht es um ökologische Aspekte wie Bauarbeiten (deshalb erscheint dort sogar Maspalomas), Abwässer (Igitt) Bebauung usw. Es sind neben Maspalomas auch noch weitere Strände der Kanaren aufgeführt. Unter Anderem auch der Strand von Tazacorte, welcher auf mich und die Anwohner eigentlich einen guten Eindruck macht. Dort können es weder die Einheimischen, noch die Touristen fassen, was an diesem Strand so schlimm sein soll....Von Fuerteventura ist zum Glück kein Strand dort erwähnt!
      Nothing in life ist to be feared. It is only to be understood. (Marie Curie)
      Zu dem Thema hier ein aktueller Bericht auf retter.tv:

      "Im August kam es auf Fuerteventura zu einem tragischen Unglück: Ein 43-jähiger Familienvater aus Dillingen wollte eine Schwimmerin retten – und kam selbst dabei um. Seitdem kämpf seine Frau mit den spanischen Behörden. Hilfe erhält die Frau dabei unter anderem von der Opferschutzorganisation „Weißer Ring“. "

      Details: retter.tv/de/weitere-organisat…ls-er-Sch-&ereignis=15562
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