Privat vermieten verboten!

      Sir Henry,
      Deine schnellen Statementwechsel sind sehr überraschend:

      Erst heisst es:
      "Zitiert mir bitte die Passage im spanischen Gesetz. .... "

      Dann folgt:
      "Ich weiß auch, wie die aktuelle rechtliche Situation sich darstellt. Für mich is auch gut"

      Danach dann: "Grundsätzlich ist ein solches Thema sicher etwas für Fachleute und nicht für ein Forum..."

      Die Fähnchen im Wirbelwind sind in doppelter Hinsicht erhellt:
      1. Du gehörst offensichtlich nicht zu den Fachleuten, auch wenn Du behauptest, die Situation zu kennen.
      2. Erscheint die Annahme richtig zu sein, dass sich hinter Deinem nick Name tatsächlich Guido Westerwelle oder Stefan Mappus verbirgt. Das sind die einzig Aktuellen, die solche inhaltlichen Salto Mortale auf die Mappe schmeissen können.
      Danke für den Link, gillo, und gleichzeitig Herzlich Willkommen hier im Forum.
      Wenn ich das jetzt beim schnellen überfliegen richtig gelesen habe, kann zum einen die Behörde Ausnahmen genehmigen unter bestimmten Voraussetzungen (Art. 41), zum anderen dürfte die Vermietung von Ferienhäusern kein Problem sein, da es sich dann ja um eine Einheit handelt, die vermietet wird. Unter Umständen sollte man dann aber eine S.L. gründen (span. GmbH).

      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)

      Bernd das Brot schrieb:

      2. Erscheint die Annahme richtig zu sein, dass sich hinter Deinem nick Name tatsächlich Guido Westerwelle oder Stefan Mappus verbirgt. Das sind die einzig Aktuellen, die solche inhaltlichen Salto Mortale auf die Mappe schmeissen können.


      Ist zwar jetzt genauso am Thema vorbei, also absolut OT, aber da könnte ich auf Anhieb noch viele andere nennen :D

      Gruß ennis
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)

      Joerg53 schrieb:

      Die Infocanarias berichtet, dass neuerdings Privatvermieter große Probleme bekommen, da dies in Spanien per Gesetz verboten ist!

      Wer hat nähere Infos?


      ?( ?(

      Bernd das Brot schrieb:

      Das ist richtig, was aus der Info Canarias zitiert wird, seit ewig. In Spanien ist die kurzfristige Vermietung privater Immobilien nicht gestattet.
      Es ist nur möglich,
      > wenn diese private Immobilie Teil einer Anlage mit ähnlichen Immobilien ist, es z.B. eine gemeinsame Rezeption und bestimmte Sicherheitseinrichtungen gibt, oder
      > die Immobilie bestimmte Kriterien der Ländlichen Tourismus erfüllt
      > oder diese Immobilie langfristig vermietet wird.

      Die Einnahmen aus nicht genehmigten Vermietungen können nicht versteuert werden, da sie illegal sind...

      Bisher hat das wenige interessiert. Inzwischen ist die private Konkurrenz den Hoteliers nicht mehr egal und das Finanzamt freut sich über jeden Steuergroschen, besonders über den aus den Taschen "reicher Ausländern".

      Vor längerer Zeit haben Beamte sehr erfolgreich auf den Balearen das Angebot der privaten Angebote durchforstet und ansehnliche Umsätze geholt, Strafen, Nachzahlungen etc....

      Mit 1. Jan 2011 hat die kanarische Regierung 15 Arbeitsplätze geschaffen, die genau dies zum Ziel haben. Das Internet, die vielen bunten Zeitungen mit Anzeigen sind eine bombastische Quelle.

      Ich wohne inmitten von touristischer Privatvermietung und leide regelmäßig(täglich!!!) unter "Urlauberüblichem" Geräuschpegel,wie Kindergetobe,Saufgelage,Poolspielchen aller Art und das zu allen Uhrzeiten. Ich würde alles dafür tun wenn das endlich ein Ende nehmen würde indem es endgültig bei hoher Strafe verboten würde...o.ä.
      Als ich meine Wohnung bezog war die touritische Vermietung in meiner Nachbarschaft noch nicht der Fall. Hätte ich das geahnt wäre ich sicher nicht hierher gezogen. Und wenn ich sehe wie wir ,die hier leben und arbeiten,jeden Cent brav versteuern dürfen und mir dann ansehe wie andere sich Häuser finanzieren durch ihre Vermieterei ohne das zu versteuern,frag ich mich wie blöd die kanarische Regierung eigentlich ist! Das ist Geld ohne Ende,alleine die Multas die es hageln müsste.
      Wofür stehen hier zig Hotels und Ferienanlagen? Damit sie vergammeln wegen schlechter Auslastung? Und die guten Deutschen die hier an Urlauber vermieten werden dick und fett während sie in Deutschland hocken und mit der Insel Fuerteventura z,.B. absolut nichts im Sinn haben als damit Geld zu machen.
      Ich schau mir das nun seit einigen Jahren an und werde still und leise zum Touristenhasser! Jedenfalls auf die denen es scheißegal ist wo sie sich befinden und fleißig Lärm und Randale machen so wie sie es in keinem Hotel dürften,da es auch dort Regeln gibt.
      Irgendwo in der Mitte liegt - wie immer - die Wahrheit, surfista! Bei uns in Cotillo gibt es genügend "kleine" Vermieter, die sich ihre karge Rente mit der
      Vermietung ihrer mit eigenen Händen gebauten "casas" aufbessern und die wirklich darauf angewiesen sind, während der Sommer-Saison ein bischen
      Geld dazuzuverdienen. Ungeachtet dessen ist mir persönlich die (wenn auch illegale) "Privat-Vermietung" lieber, als die unglückselige "all-inclusive-
      Hotelerie", die der Tod jeglicher gastronomischer Infrastruktur rund um diese Touristen-Betonbunker ist. Es ist schwierig, abzuschätzen, was volks-
      wirtschaftlich von grösserem Vorteil ist - die Arbeitsplätze in den AI-Burgen oder der Umsatz in den Supermärkten und Lokalen, den die "Privat-Mieter"
      machen. Das beste wäre sicherlich eine gesunde Mischung aus beidem.
      A.K.
      Nach meinem Kenntnissstand, calimero, geht es nicht um "langfristig", sondern um den Zweck der Vermietung. Ein "touristischer Zweck" soll
      sogar vorliegen, wenn beispielsweise ein Handwerker aus Gran Canaria für sechs Monate zum Arbeiten nach Fuerteventura kommt (um etwa
      bei der Renovierung des "Calypso" mitzuhelfen :rolleyes: ) und sich für dieses begrenzte Zeitdauer privat irgendwo einmietet. Die Grauzone dürfte
      wie überall ziemlich gross sein.
      A.K.
      Als Neuling lese ich natürlich sehr interessiert eure Beiträge zu Themen, die mich aktuell bechäftigen. Diese hier sehr emotional geführte Diskussion hat mir nicht gefallen, denn letzendlich bekämpfen sich hier einige Teilnehmer mit Halb- und Teilwahrheiten, die einem interessierten Dritten überhaupt nichts nützen.
      Kann vielleicht irgendwer zusammenfassen, was nun Sache ist? Vielleicht schriebt mal ein echter Vermieter eines Objektes, was ihm widerfahren ist, als er den Antrag gestellt hat, vermieten zu wollen. Die Praxis bringt gleube ich meh, als irgendelche Gesetzeszitate. Vielleicht auch mal ein Makler, der ja seine Kunden rechtens beraten soll(te). Sorry nicht böse sein wegen meiner Kritik, ich darf das noch, ich bin neu hier.
      Gruß Enrique
      Enrique! Wenn Du schon seit 20 Jahren auf die Insel kommst, dann müsstest Du doch besser als die meisten von uns wissen, dass auf Fuerteventura
      "Vorschriften" nur dann "Vorschriften" sind, wenn ein Mitglied der Exekutive diese als solche zu erkennen (und anzuwenden!?) glaubt. Ich habe bisher
      keinen "Privat-Vermieter" kennengelernt, der jemals einen Antrag auf Zulassung zur "touristischen Vermietung" seines Einzel-Appartements oder
      seiner Wohnung in einer Wohnanlage gestellt hat, wahrscheinlich kann man diesen Antrag mangels Existenz eines einschlägigen Formblattes gar
      nicht stellen. Und alles andere? Auskunft eines Maklers? Oder gar eines (gegen Fehlberatung haftpflichtversicherten!) Rechtsanwaltes? Oh Mann! ;(
      Auf Fuerteventura regiert halt (noch) die "normative Kraft des Faktischen"!

      Und jetzt bist Du genauso schlau wie vorher, oder? ^^
      A.K.

      Illegal - scheißegal

      Mal schnell ein nettes Appartement kaufen und während der Abwesenheit durch Tourivermietung abzubezahlen, kann gewaltig ins Auge gehen. Spanien ist klamm, so dass zukünftig damit zu rechnen ist, dass vom Cabildo Leute zur Jagd auf "illegale Vermietung" angesetzt werden.

      Ein Leichtes, das Internet entsprechend abzusuchen oder bei den Autovermietern am Flughafen mal schön die Zettel einzusammeln und zu kontrollieren, wer sich wo in nicht angemeldeten Bleiben niederlässt.

      Gruß, Tomaso
      Ich tu mich ein wenig schwer mit den hier vertetenen Meinungen, wenn ich den Gesetzestext lese:





      Zitat: "Absatz 1: Nach diesem Gesetz üben alle Unternehmen Aktivitäten zur Beherbergung von Touristen aus, die gegen Entgelt Unterkünfte in Einrichtungen anbieten, welche der Öffentlichkeit zugänglich sind."



      Meines Erachtens ist eine wie auch immer vermietete Privatwohnung genau keine Einrichtung, die der Öffentlichkeit zugänglich ist!

      (Etwas anderes mag es sein, wenn diese "Privatwohnung" ein Apartement in einer an sich touristischen Anlage ist (die in Gesamtheit der

      Öffentlichkeit zugänglich ist) und mir erscheint es auch so, daß genau darauf der Tenor des Gesetzes liegt.

      .

      Eine Wohnung in einer Wohnanlage, die nicht zu touristischen Zwecken errichtet wurde, sondern zu Wohnzwecken an sich (vulgo: Wohnungseigentümergemeinschaft) ist meines Erachtens wiederum genau eine Privatwohnung, erst recht ein einzelstehendes Haus auf

      einem Privatgrundstück.





      Im wesentlichen erscheint mir dabei auch die Unterscheidung von Privatperson und Unternehmen relevant bei der Beurteilung zu sein.

      Eine Privatperson vermietet (z.B. Untervermietung) nicht zur Gewinnerzielung (denn Gewinn im unternehmerischen Sinn stellt sich ja erst ein, wenn die Mieteinnahmen gesichert die Kosten für die Gesamtunterkunft übersteigen) gerade kurzfristige Untervermietung einer an sich selbstgenutzten Wohnung (und sei es auch einer Zweitwohnung) kann sicherlich schwer als unternehmerische Tätigkeit angesehen werden.



      Etwas schwer tu ich mich dagegen mit dem Verständnis dieses Gesetzestextes:



      Zitat: "Absatz 2: Unter einer Beherbergung von Urlaubern wird verstanden, wenn die Einrichtung einen zeitlich begrenzten Aufenthalt anbietet, ohne dass dies einen Wechsel des Wohnsitzes für die beherbergte Person bedeutet."



      Darunter würde streng genommen jedweder Zeitmietvertrag fallen (zeitlich begrenzt!), zumindest immer dann, wenn es sich um einen Zweitwohnsitz handelt.

      Da man per Gesetz nicht verpflichtet werden kann einen Zweitwohnsitz als Erstwohnsitz anzumelden (sofern er weniger als 183 Tage im Jahr bewohnt wird), fiele damit eben jeder Zweitwohnsitz, der nicht durch einen unbefristeten Mietvertrag vermietet ist, darunter.
      (Da man niemandem verbieten kann innerhalb Spaniens 3 oder mehr Wohnungen auf Zeit zu mieten, würde damit jede dieser Wohnungen - selbst bei einem vorhandenen Hauptwohnsitz in Spanien - darunter fallen. Das kann so eigentlich nicht gemeint sein.)



      Ich bin kein Anwalt und will mich nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen, aber ich würde vorsichtig anzumerken wünschen, daß die Vertragsfreiheit und

      das Eigentumsrecht ohnehin einer restriktiven Auslegung zuwiderlaufen.



      Die Bezeichnung "Einrichtung" wiederum deutet auf etwas anderes als eine Privatwohnung, da eine Privatwohnung nun einmal keine Einrichtung ist.

      Denn ganz streng aufgefasst würde darunter ja dann sogar Wohnungstausch fallen, selbst wenn er entgeltfrei stattfindet. (Angebot von zeitlich begrenztem Aufenthalt!, selbst die Beherbung von Besuchern würde im allerstrengsten Sinne gemeint sein können).



      Ich gehe also bis zum Beweis des Gegenteils davon aus, daß der spansiche Gesetzgeber ausreichend Unterscheidungssensibilität besitzt. ;o)
      Grüssle Micha

      --

      Too old to die young!
      Hallo Micha,

      willkommen im Forum.

      Es ist defacto für private Immobilieneigner nicht möglich, touristisch zu vermieten. Wer das missachtet, dem drohen empfindliche Geldbußen.
      Interessanter Link: Das neue kanarische Tourismusgesetz auf deutsch.

      Hier und hier geht es ebenfalls um illegale private Vermietung.

      Im Umkehrschluss müsste das ja bedeuten, dass wenn verstärkt kontrolliert werden würde, die Kurse für Langzeitmieten enorm fallen würden, die Preise für solche (dann leerstehenden) Immobilien ebenfalls.

      ...Und nein, ich will nicht alles (schon wieder) zu negativ sehen... ;)

      Tomaso schrieb:


      Es ist defacto für private Immobilieneigner nicht möglich, touristisch zu vermieten. Wer das missachtet, dem drohen empfindliche Geldbußen.
      Interessanter Link: Das neue kanarische Tourismusgesetz auf deutsch......................

      Im Umkehrschluss müsste das ja bedeuten, dass wenn verstärkt kontrolliert werden würde, die Kurse für Langzeitmieten enorm fallen würden, die Preise für solche (dann leerstehenden) Immobilien ebenfalls..........

      Natürlich kann der Besitzer seine private Immobilie touristisch vermieten. Er muss dies nur um Rahmen der einheitlichen Vermarktung von Objekten mit gleichem Standart tun. Das ist dejure und defacto so. Es gibt genug Immobilien auf den Kanaren, die das tun.

      Defacto und illegal gab und gibt es hunderttausend und mehr Immobilien, gleich ob in privatem oder gewerblichen Besitz, die touristisch vermarktet werden.
      Dein link zur deutschen Seite über das neue kanarische Tourismusgesetz führt zu dem juristischen Stand von 2000 (siehe Hinwies auf der site).

      Warum sollen wegen verstärkter Kontrollen die Konditionen für Langzeitmieten fallen? Der Kanarische Wohnungsmarkt ist überfüllt mit leerstehenden Wohneinheiten aller Qualität zu sehr günstigen Konditionen. Kommen noch ein paar mehr Angebote hinzu wird das Preisniveau nicht bemerkbar fallen.

      Die Verkaufspreise für Immobilien befinden sich schon lange im ungebremsten Fall. Dieser Fall wird zum Ende 2012 noch einmal verstärkt werden, wenn wie vorgesehen die spanischen Banken den völlig überhöhten Bilanzwert der von ihnen finanzierten Immobilien den Tatsächlichkeiten anpassen müssen.
      Auf dem Markt gibt es zwei Gruppen von Immobilien. Die eine Gruppe ist die der Massenprodukte, schon an Eigentümer verkauft, noch wenige im Bau, viele im halb fertigen Zustand verrottend. Diese Immobilien werden von den Privaten zu sehr günstigen Konditionen angeboten. Der Käufermarkt ist aber sehr klein, weil diese große Menge an Einheiten braucht z.Zt. kein Mensch oder hat keine Finanzierungsgrundlage dafür.

      Die zweite Gruppe sind die Immobilien in besseren Lagen oder besserer Ausstattung, in vielen Fällen bezahlte Objekte im Besitz von Personen/Firmen, die wegen wirtschaftlicher Veränderungen nicht gleich einen Notverkauf unterhalb der Gürtellinie starten müssen. Dieser Markt ist weiterhin fest, was die Zahl der Angebote angeht. Die Preise wachsen nach dem Hype der letzten 10 Jahre nicht weiter so schnell, stagnieren auf hohem Niveau bis leicht fallend. Aber nach dem genannten Hype sind die Werte immer noch auf einem interessant fetten Niveau. Das hat nichts mit Bauqualität zu tun, sondern der Lage auf den sonnigen Kanaren. Es gibt einige höherwertige Objekte, hinter denen eine glühende Hypothek steht. Deren Angebotspreise sind sehr schnell korrigierbar.

      Was ich sagen will: Die offensichtlich verstärkten Kontrollen bei touristischen Vermietern wird nichts messbares auf dem Immobilienmarkt bewirken. Vielleicht werden nur die Mietpreise bei den touristischen Vermietern steigern, die eine nachträgliche Legalisierung ihrer Vermietung geschafft haben.
      boah ey - liest sich wie ne Regierungserklärung von Angela Merkel!
      :D
      Diese meine Meinung ist vollkommen subjektiv und kann nicht als Allgemeingültig angesehen werden. Das Lesen meiner subjektiven Meinungsäußerung ist nicht gesundheitsgefährdend und verstößt gegen keine Forumsregeln; Nebenwirkungen sind unbekannt aber nicht ausgeschlossen.
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      :cool:
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