Bau von Fuerteventuras Schnellstraße

      Harald48,
      hier in Gran Tarajal oder Tuineje arbeiten viele Einheimische in den Hotels im Süden und sind deshalb froh eine Autobahn zu haben.
      Hotel Gorriones z.B. ist Privatgelände, wie mir gesagt wurde, ob es stimmt weiss ich nicht, aber wenn dem so ist, dann kann die Gemeinde keinen neuen Zugang bauen, es sei denn die Privaten machen es von sich aus.
      Genau so verläuft es auch in Costa Calma. Da liegt so vieles im Argen, z.B. was Strassenbeleuchtung etca. anbelangt, hier kann aber nichts erneuert werden, weil in privater Hand oder illegal gebaut wurde, ohne Namen zu nennen. Teilweise sind Strassen oder Gebäude nicht mal im Register eingetragen.

      LG
      Barbara
      Klar, können die Beschäftigten der Hotels über einen schnellen Weg zu ihren Arbeitsstätten froh sein, aber diese Arbeitsstätten gäbe es ohne den Tourismus nicht. Und darauf wollte ich hinaus. Und gäbe es einen vernünftigen öffentlichen Busverkehr hätte vermutlich auch die alte Straße ausgereicht. Ich möchte ausdrücklich meine Äußerungen auf den Süden beschränkt wissen, da ich mich im Norden nicht wirklich auskenne.
      Natürlich gibt es gute Gründe für den Bau der Autobahn, und diese soll ja auch insbesondere für die einheimische Bevölkerung gedacht sein. Wenn Touristen auch davon profitieren, umso besser.

      Und ich stimme Harald48 völlig zu - Fuerteventura lebt vom Tourismus, das ist nun einmal der wesentliche Markt auf dieser Insel, und einen großen Teil der Jobs gäbe es ohne Tourismus nicht. Insofern sollte man die Wichtigkeit von Touristen bei Bauprojekten etc. nicht unterschätzen.

      Wenn allerdings Straßenbauprojekte zu irrwitzigen Umwegen führen, auch wenn es dabei "nur" um das Erreichen touristischer Ziele geht, dann stellt sich eben der Sinn solcher Projekte in Gänze in Frage.

      Kurz gesagt - lieber keine Autobahn als eine, die nur weniges besser macht als es vorher war, aber auch vieles verschlechtert. Dann könnte man das Geld vermutlich sinnvoller investieren.
      Okay, die Sinnhaftigkeit, Vor- und Nachteile haben wir hier nun mal wieder genug durchgekaut.
      Wie sieht denn das nun konkret mit der Zufahrt zum Risco del Paso aus? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zufahrt völlig abgegraben wird.
      Ich habe mich bislang einige Male von Costa Calma aus mit dem Taxi hinfahren lassen, um von dort dann am Strand nach Costa Calma zurück zu laufen.
      Wenn man künftig nur noch von der anderen Seite hinkommt, dann müsste man also die Autobahn bis Mal Nombte fahren und dann auf der alten Straße (heutige FV-602) zurück. Dann kann ich mich auch zum Mirador del Salmo (bei den Ruinen) fahren lassen und dort zum südlichsten Ende des langen Sotavento Strand runterlaufen.
      Das geht schon irgendwie.
      Falls denn überhaupt bis zu meiner Abkunft Mitte Februar die neue Autobahn fertig ist.
      Das die Zufahrt zum Gorriones nur noch von Costa Calma aus möglich ist (man von Jandía kommend also bis CC reingefahren und auf die alte FV-2 gewendet werden muss), kann man schon bei Google Maps nachvollziehen.
      Da war ein Kreisverkehr, der zurückgebaut wurde und jetzt ist nur noch eine enge Kurve von der genau am ehemaligen Kreisverkehr endenden alten FV-2 links rum auf die Zufahrt zum Gorriones, wenn ich das richtig sehe.

      c1070719 schrieb:

      ChrisAK78 schrieb:

      .., dann müsste man also die Autobahn bis Mal Nombte fahren und dann auf der alten Straße (heutige FV-602) zurück.

      Falls nicht bekannt, die alte Straße in Richtung Costa Calma führt von Mal Nombre aus bei El Salmo wieder auf die Autobahn bzw. ist unter der Autobahn verschwunden (die FV-602 endet heute dort).

      Das ist mir bekannt. Die FV-602 endet einen knappen Kilometer nördlich der Ruinen an einem Kreisverkehr, über den nur in Richtung Costa Calma von der bereits bestehenden Autobahn auf- und abgefahren werden kann.
      Und die neue im Bau befindliche Autobahn wird ja auch nicht auf der alten heutigen FV-2 , sondern daneben gebaut.
      Um also die Zufahrt zum Risco del Paso zu erhalten, muss zwangsläufig ein Stück der alten heutigen FV-2 erhalten bleiben und eine Querverbindung zur neuen im Bau befindlichen Autobahn geschaffen werden.
      Abwarten, ich besitze auch keine Glaskugel.

      ChrisAK78 schrieb:


      Wie sieht denn das nun konkret mit der Zufahrt zum Risco del Paso aus? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zufahrt völlig abgegraben wird.


      Wir waren im Oktober/November dort. Bis die Autobahn dort fertig wird, wird es sicher noch einige Zeit dauern. Die Straßenführung der Autobahn ist etwas abenteuerlich: Von Costa Calma kommend liegt der neue Autobahnabschnitt zunächst rechts von der alten Hauptstraße, wechselt dann nach links, um kurz vor der Zufahrt zum Risco del Paso wieder nach rechts zu wechseln.

      Die Autobahn quert also zweimal die bisherige Hauptstraße, wobei der links verlaufende Abschnitt ein ganzes Stück tiefer zu liegen scheint als die alte Straße. Im Bereich der Zufahrt zum Risco del Paso sind schwach als Piste erkennbare Schleifen zu sehen - wie bei einer Ab- bzw. Auffahrt. Nach wie vor bleibt fraglich, wie eine dortige Anbindung der Zufahrt an beide Fahrtrichtungen möglich werden soll.

      Auch die Inbetriebnahme der Autobahn wird durch die zweimalige Kreuzung der Hauptstraße sicher spannend.
      Wir sind im Mai wieder dort - mal sehen, wie weit der Bau dann gediehen sein wird.
      Abwarten!
      Wie es im Beitrag von miba2222 heißt, liegt die Autobahn zwischen den Zufahrten Gorriones und Risco del Paso tiefer als die alte Straße und da so ein paar Schleifen zu erkennen sind.
      Durchaus möglich, dass dort die alte FV—2 nachträglich noch unterführt wird (das geht aber erst, wenn die neue Autobahn fertig ist) und Risco del Paso zumindest von einer Fahrtrichtung aus an der neuen Autobahn noch erreichbar bleibt (und die andere Richtung leider an der Abfahrt Mal Nombre wenden muss).

      fuertetom schrieb:

      Wenn man in Zukunft nur noch über die Autobahn nach Morro kommt, könnten die Spanier doch an den Autobahnzufahrten Mautstellen einrichten.

      Lässt die spanische oder gar EU-Rechtslage das zu? Unterschied zwischen Autopista und Autovia beachtet?
      Die Polen wollten für ihre neue A2 von Frankfurt/Oder Richtung Warschau auch schon ab der Grenze Maut kassieren. Durften die aber nicht, weil keine parallel verlaufende mautfreie Fernstraße existiert und so steht die erste Mautstelle erst 25 km landeinwärts bei Rzepin (Reppen).
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