Bau von Fuerteventuras Schnellstraße

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    • Klar, können die Beschäftigten der Hotels über einen schnellen Weg zu ihren Arbeitsstätten froh sein, aber diese Arbeitsstätten gäbe es ohne den Tourismus nicht. Und darauf wollte ich hinaus. Und gäbe es einen vernünftigen öffentlichen Busverkehr hätte vermutlich auch die alte Straße ausgereicht. Ich möchte ausdrücklich meine Äußerungen auf den Süden beschränkt wissen, da ich mich im Norden nicht wirklich auskenne.
    • Natürlich gibt es gute Gründe für den Bau der Autobahn, und diese soll ja auch insbesondere für die einheimische Bevölkerung gedacht sein. Wenn Touristen auch davon profitieren, umso besser.

      Und ich stimme Harald48 völlig zu - Fuerteventura lebt vom Tourismus, das ist nun einmal der wesentliche Markt auf dieser Insel, und einen großen Teil der Jobs gäbe es ohne Tourismus nicht. Insofern sollte man die Wichtigkeit von Touristen bei Bauprojekten etc. nicht unterschätzen.

      Wenn allerdings Straßenbauprojekte zu irrwitzigen Umwegen führen, auch wenn es dabei "nur" um das Erreichen touristischer Ziele geht, dann stellt sich eben der Sinn solcher Projekte in Gänze in Frage.

      Kurz gesagt - lieber keine Autobahn als eine, die nur weniges besser macht als es vorher war, aber auch vieles verschlechtert. Dann könnte man das Geld vermutlich sinnvoller investieren.
    • Okay, die Sinnhaftigkeit, Vor- und Nachteile haben wir hier nun mal wieder genug durchgekaut.
      Wie sieht denn das nun konkret mit der Zufahrt zum Risco del Paso aus? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zufahrt völlig abgegraben wird.
      Ich habe mich bislang einige Male von Costa Calma aus mit dem Taxi hinfahren lassen, um von dort dann am Strand nach Costa Calma zurück zu laufen.
      Wenn man künftig nur noch von der anderen Seite hinkommt, dann müsste man also die Autobahn bis Mal Nombte fahren und dann auf der alten Straße (heutige FV-602) zurück. Dann kann ich mich auch zum Mirador del Salmo (bei den Ruinen) fahren lassen und dort zum südlichsten Ende des langen Sotavento Strand runterlaufen.
      Das geht schon irgendwie.
      Falls denn überhaupt bis zu meiner Abkunft Mitte Februar die neue Autobahn fertig ist.
      Das die Zufahrt zum Gorriones nur noch von Costa Calma aus möglich ist (man von Jandía kommend also bis CC reingefahren und auf die alte FV-2 gewendet werden muss), kann man schon bei Google Maps nachvollziehen.
      Da war ein Kreisverkehr, der zurückgebaut wurde und jetzt ist nur noch eine enge Kurve von der genau am ehemaligen Kreisverkehr endenden alten FV-2 links rum auf die Zufahrt zum Gorriones, wenn ich das richtig sehe.
    • c1070719 schrieb:

      ChrisAK78 schrieb:

      .., dann müsste man also die Autobahn bis Mal Nombte fahren und dann auf der alten Straße (heutige FV-602) zurück.

      Falls nicht bekannt, die alte Straße in Richtung Costa Calma führt von Mal Nombre aus bei El Salmo wieder auf die Autobahn bzw. ist unter der Autobahn verschwunden (die FV-602 endet heute dort).

      Das ist mir bekannt. Die FV-602 endet einen knappen Kilometer nördlich der Ruinen an einem Kreisverkehr, über den nur in Richtung Costa Calma von der bereits bestehenden Autobahn auf- und abgefahren werden kann.
      Und die neue im Bau befindliche Autobahn wird ja auch nicht auf der alten heutigen FV-2 , sondern daneben gebaut.
      Um also die Zufahrt zum Risco del Paso zu erhalten, muss zwangsläufig ein Stück der alten heutigen FV-2 erhalten bleiben und eine Querverbindung zur neuen im Bau befindlichen Autobahn geschaffen werden.
      Abwarten, ich besitze auch keine Glaskugel.
    • ChrisAK78 schrieb:


      Wie sieht denn das nun konkret mit der Zufahrt zum Risco del Paso aus? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zufahrt völlig abgegraben wird.


      Wir waren im Oktober/November dort. Bis die Autobahn dort fertig wird, wird es sicher noch einige Zeit dauern. Die Straßenführung der Autobahn ist etwas abenteuerlich: Von Costa Calma kommend liegt der neue Autobahnabschnitt zunächst rechts von der alten Hauptstraße, wechselt dann nach links, um kurz vor der Zufahrt zum Risco del Paso wieder nach rechts zu wechseln.

      Die Autobahn quert also zweimal die bisherige Hauptstraße, wobei der links verlaufende Abschnitt ein ganzes Stück tiefer zu liegen scheint als die alte Straße. Im Bereich der Zufahrt zum Risco del Paso sind schwach als Piste erkennbare Schleifen zu sehen - wie bei einer Ab- bzw. Auffahrt. Nach wie vor bleibt fraglich, wie eine dortige Anbindung der Zufahrt an beide Fahrtrichtungen möglich werden soll.

      Auch die Inbetriebnahme der Autobahn wird durch die zweimalige Kreuzung der Hauptstraße sicher spannend.
      Wir sind im Mai wieder dort - mal sehen, wie weit der Bau dann gediehen sein wird.
    • Abwarten!
      Wie es im Beitrag von miba2222 heißt, liegt die Autobahn zwischen den Zufahrten Gorriones und Risco del Paso tiefer als die alte Straße und da so ein paar Schleifen zu erkennen sind.
      Durchaus möglich, dass dort die alte FV—2 nachträglich noch unterführt wird (das geht aber erst, wenn die neue Autobahn fertig ist) und Risco del Paso zumindest von einer Fahrtrichtung aus an der neuen Autobahn noch erreichbar bleibt (und die andere Richtung leider an der Abfahrt Mal Nombre wenden muss).
    • fuertetom schrieb:

      Wenn man in Zukunft nur noch über die Autobahn nach Morro kommt, könnten die Spanier doch an den Autobahnzufahrten Mautstellen einrichten.

      Lässt die spanische oder gar EU-Rechtslage das zu? Unterschied zwischen Autopista und Autovia beachtet?
      Die Polen wollten für ihre neue A2 von Frankfurt/Oder Richtung Warschau auch schon ab der Grenze Maut kassieren. Durften die aber nicht, weil keine parallel verlaufende mautfreie Fernstraße existiert und so steht die erste Mautstelle erst 25 km landeinwärts bei Rzepin (Reppen).
    • Ganz so einfach ist es nun nicht. Auf dem spanischen Festland werden die Abschnitte ja verpachtet.
      Die Unternehmen müssen z.b. den Bau der Strecke vorfinanzieren, und dann über die Benutzung wieder reinbekommen. Der Staat freut sich, weil die Autobahn die öffentliche Hand keinen Euro kostete, der Betreiber, weil dank der Mautgebühren auf Jahrzehnte fette Einnahmen winkten, und die Banken, weil sie mit staatlich garantierten Krediten risikolos an der Finanzierung mitverdienten.

      Wie sieht das denn auf den Kanaren aus? Fördermittel? EU?

      Auf dem Festland gibt der Staat inzwischen etliche hundert Millionen Euro dazu, weil sonst die Betrieber längst pleite wären. Die Autobahnen bei uns sind immer super leer, weil auch nicht billig. Mal eben 25 Minuten fahren, kostet schnell 7 Euro. 2-3 Abfahrten je nach Region.
      Auf den Küstenstraßen die typischen spanischen Rentner und Touristen...
    • Hier mal ein Bild von der Straße zum Risco del Paso.
      Also rechts sieht man die neue Brücke über den Barranco de Pecenescal und links steht schon quer zur Autobahn ein Rohbau für eine Unterführung dieser.
      Also gehe ich auch mal davon aus, dass hier eine Abfahrt entstehen wird. Vielleicht kommt parallel zu dieser Unterführung noch eine zweite hin und dann bleibt Risco del Paso aus beiden Richtungen erreichbar.
      Dateien
    • Genau an der Stelle, an der die heutige zweispurige FV-2 in die vierspurige Jandia-Schnellstrasse übergeht (wenn man aus der Talsohle des Barranco de Pecenescal in Richtung Morro Jable hochfährt), wurde letzte Woche genau daneben eine etwa 200 Meter lange Asphaltdecke aufgetragen (im Foto ganz links).
      Dann wird also bald irgendwann damit begonnen, die neue von Costa Calma kommende Schnellstrasse (die aber bislang auch nur bis zum provisorischem Kreisel Risco del Paso halbwegs ferig ist) an die bestehende Jandia-Schnellstrasse nahtlos anzubinden und der Verkehr wird in dieser Zeit auf diese, letzte Woche aufgetragende, Asphaltdecke umgeleitet.
      Dateien
    • Seit Ende letzter Woche ist die Schnellstraße in Richtung Corralejo nun durchgehend bis zum Kreisel in Corralejo befahrbar. Am Freitagabend wurden die Schilder auf der Höhe des Kreisels vor Lajares und Capellanía abgenommen; ein Passieren dieses Kreisels auf dem Weg nach Corralejo ist nicht mehr erforderlich, es geht jetzt auch in diese Richtung zweispurig weiter. Dafür soll in Zukunft (Weiß jemand schon, ab wann?) die Dünenstraße nur noch mit Tempo 50 und nur noch von Corralejo aus befahrbar sein. D.h., will man z.B. aus dem Süden der Insel zu den Dünen, muss man hin und zurück die Schnellstraße nehmen.
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