"Flugtickets nach Körpergewicht berechnen?"

      So, die entsprechenden Beiträge zu Flugpreisen nach Passagier- oder Gesamtgewicht habe ich mal hier hin verschoben.
      Persönlich halte ich von einer solchen Preisgestaltung überhaupt nichts, auch wenn ich aufgrund meines kompakten Körperbaus ;) wahrscheinlich noch im Normalbereich liegen würde.

      Außerdem ist das Ganze m. E. viel zu "kurz" gedacht. Bekommen Leichtgewichte dann einen Preisnachlass?
      Noch viel wichtiger: Vielfach wird ja auch hier darüber diskutiert, dass es aufgrund von beispielsweise AI den Lokalen auf Fuerteventura schlecht geht. Wieviel schlechter ginge es dann den Lokalen, wenn die Gäste nun noch zusätzlich auf das Essen verzichten, um beim Rückflug keinen Zuschlag zahlen zu müssen?

      Gruß ennis

      PS: Wer den Beitrag nicht tierisch ernst nimmt, liegt goldrichtig :P
      Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht (irisches Sprichwort)

      Alfons schrieb:



      (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.



      Normal müssten dann doch auch "Männer & Männer" anerkannt heiraten dürfen und Kinder adoptieren. Aktuell wird über das Thema doch heiß diskutiert?
      Sascha, was hat das jetzt wieder mit dem Thread zu tun?

      Aber der Hinweis aufs Grundgesetz ist ein Guter: nirgendwo steht, dass jemand aufgrund seines Gewichtes nicht benachteiligt werden darf. ;o)

      Möglicherweise einfach deshalb, weil dort, wo das Gewicht zu erheblichen Normabweichungen führt, es tatsächlich der persönlichen Lebensführung unterliegt, dass es so ist und auch ob es dabei bleiben soll.

      Es macht in der Tat wenig Sinn, wenn man nur für 5kg Übergepäck Zuschläge zu entrichten hat, für 30kg Übergewicht aber keinen Cent zahlt.
      (Wobei das Übergewicht allerdings kein gesondertes Handling erfordert, es lädt sich selbsttätig ins Flugzeug).
      Der peronenbezogene Zuschlag sollte also um eine Handlinggebühr reduziert werden, dann könnten alle - Koffer wie Menschen - gleichbehandelt glücklich sein. ;o)

      Das meinte vermutlich Henry.
      Grüssle Micha

      --

      Too old to die young!
      Zum Gepäckgewicht: Die Koffer müssen von Mitarbeitern beim Be- und Entladen der Gepäckwagen und im Flugzeug gehoben werden, sehr schweres Gepäck ist eine gesundheitliche Zusatzbelastung für die Mitarbeiter. Dafür bekommen sie hoffentlich eine großzügige pauschale Zulage, die eben von den Fluggästen mit Übergepäck entrichtet werden muss.
      Bei den Personen denke ich, dass sich die Leichten und die Schweren weitgehend die Waage halten, dann funktioniert das Solidaritätsprinzip. Angenommen als Durchschnittsgewicht werden 80 kg angenommen, dann darf z.B. ein Passagier meine darauf noch fehlenden 23 kg mehr Gewicht haben. Wer tatsächlich extrem übergewichtig ist, wird im eigenen Interesse vermutlich einen Sitz mit freiem Mittelplatz buchen oder zumindest einen XL-seat und zahlt somit dann ohnehin schon einen entsprechenden Zuschlag. Passt doch so, oder?

      occidental schrieb:


      Das ist auch mehr als gut so! Kleines Beispiel? Einer meiner Golffreunde, heute 42 Jahre alt und ehemaliger Basketball Profi, ist 2,09 Meter groß und wiegt aktuell 104 Kg. Er ist immer noch ein Hingucker mit athletischer Figur. Da kann nun niemand behaupten, er hätte sich durch eine ungezügelte Lebensweise die Kilos angefuttert.
      Dagegen bringt z.B. ein ca. 1,70 Meter großer Mensch mit 10Kg Übergewicht (dürfte dann so um die 80 Kg wiegen) immer noch 24 Kg weniger in den Flieger, obwohl er das Leben in vollen Zügen genießt, und den Sitz in der Breite mehr ausfüllt.
      Sollte mein Kumpel nun zur Kasse gebeten werden weil er schwerer ist? Wer das fordert, hat nicht zu Ende gedacht!
      ;)


      dann nehmen wir dem BMI der wird ja bei deinem großen golf freund doch etwas anders ausfallen wie bei dem kleinen dicken :D
      allerdings muß ich an sowas auch immer denken wenn ich die werbung mit calli sehe. ich möchte nicht neben jemand sitzen der theoretisch 2 sitze braucht.

      und das mit dem billiger für bulimie kranke wird auch nicht funktionieren. beispiel autoversicherung. frauen wurden günstiger eingestuft weil sie vorsichtiger fahren. das wurde doch auch geändert...aber nicht die männer wurden billiger sondern die frauen teurer. günstigr also schon mal nicht.

      Romana schrieb:

      @StefanBLN
      Sorry, aber Bulimie ist eine ernste psychische Erkrankung. Bulimie-Kranke als Synonym für schlanke, leichtgewichtige Menschen zu nehmen, passt nicht. Die Betroffenen sind meist normalgewichtig, können aber auch unter- oder ebenso übergewichtig sein.
      (OT)

      ich weiß das das ne krankheit ist. es sollte die sache nur mal etwas überstpitzt darstellen. denn ein normalgewichtiger oder untergewichtiger mensch wird NIE im leben, sollte sich das mit dem übergewicht durch setzten, günstiger fliegen.
      Außerdem geht es nicht um "Übergewicht" oder um angefressene oder abgehungerte Kilos, sondern darum, daß im Lufttransport-Gewerbe alles nach Gewicht berechnet wird - außer dem menschlichen Körper. Und dafür gibt es schlichtweg keinen vernünftigen Grund. Warum zahlt ein 14-jähriges Mädchen mit 40 kg genau soviel für ihr Ticket wie der 104 kg schwere Golf-Kumpel von occidental? Und nochmal: Wenn dieser Golf-Profi 5 kg "Übergepäck" hat, zahlt er genau soviel für seinen zu schweren Koffer wie das 14-jährige Mädchen, das vielleicht 5 kg zuviel an Schuhen in ihren Koffer gepackt hat. Daß "Dicke" diskriminiert werden, wenn der Ticketpreis nach Körper-Gewicht bemessen wird, ist juristisch gesehen Unsinn - umgekehrt wird ein Schuh daraus! Das 14-jährige Mädchen wird im Vergleich mit dem 104 kg Ex-Basketballprofi in ihren Rechten auf Gleichbehandlung verletzt. Aber in den westlichen, allgemein ja zu "Übergewicht" neigenden Gesellschaften traut sich offenbar tatsächlich keine Airline, die heilige Kuh gleicher Ticketpreis für alle zu schlachten, nicht einmal Ryanair. ^^
      Ansonsten stimme ich Rainer zu - die Überschrift dieses threads trifft den Kern des Problems nicht. Wie wäre es mit "Flugtickets nach Körpergewicht berechnen?"
      A.K.

      Alfons schrieb:

      Außerdem geht es nicht um "Übergewicht" oder um angefressene oder abgehungerte Kilos, sondern darum, daß im Lufttransport-Gewerbe alles nach Gewicht berechnet wird - außer dem menschlichen Körper. Und dafür gibt es schlichtweg keinen vernünftigen Grund. Warum zahlt ein 14-jähriges Mädchen mit 40 kg genau soviel für ihr Ticket wie der 104 kg schwere Golf-Kumpel von occidental? Und nochmal: Wenn dieser Golf-Profi 5 kg "Übergepäck" hat, zahlt er genau soviel für seinen zu schweren Koffer wie das 14-jährige Mädchen, das vielleicht 5 kg zuviel an Schuhen in ihren Koffer gepackt hat. Daß "Dicke" diskriminiert werden, wenn der Ticketpreis nach Körper-Gewicht bemessen wird, ist juristisch gesehen Unsinn - umgekehrt wird ein Schuh daraus! Das 14-jährige Mädchen wird im Vergleich mit dem 104 kg Ex-Basketballprofi in ihren Rechten auf Gleichbehandlung verletzt. Aber in den westlichen, allgemein ja zu "Übergewicht" neigenden Gesellschaften traut sich offenbar tatsächlich keine Airline, die heilige Kuh gleicher Ticketpreis für alle zu schlachten, nicht einmal Ryanair. ^^
      Ansonsten stimme ich Rainer zu - die Überschrift dieses threads trifft den Kern des Problems nicht. Wie wäre es mit "Flugtickets nach Körpergewicht berechnen?"


      Alfons, das ist von bestechender Logik und dem ist nichts, aber auch wirklich nichts hinzuzufügen!
      Liebe Grüße aus Düsseldorf

      Silke & Thorsten
      Alfons, die Logik ist in der Tat gut durchdekliniert, allerdings wage ich einzuwenden, dass ein Koffer keinen Sitzplatz einnimmt. Und alles was in der Luftfracht nach Gewicht berechnet wird, dies in der Tat nicht tut, es nimmt nur Volumen ein, weshalb besonders voluminöses Frachtgut durch Zuschläge fiktiv Gewicht zugerechnet bekommt.

      Dennoch ist das Kind natürlich leichter, es wäre ihm in der Logik weniger Zuschlag zuzurechnen. Angesichts von Flugpreisen bei 129€ pro Sitz müsste es dann aber, verglichen mit der Luftfracht, sogar noch was rausbekommen, wenn es den Sitzplatz einnehmen würde, das macht noch weniger Sinn, oder etwa nicht? ;o)

      Daraus folgt, das Tariflogik eine innere Logik besitzt, die nicht durch Menschenrechte zu erfassen ist. Ihr liegt auch ein privatwirtschaftlicher Vertrag zugrunde, der sich nicht zwingend an den Menschenrechten auszurichten hat, nur dort, wo tatsächlich fundamentale Diskriminierung stattfinden würde, also wenn Schwer- oder Leichtgewichtige GAR NICHT transportiert würden.

      Im übrigen ist es keine Geisterdiskussion, da ja zumindest eine winzig kleine Fluglinie dies so handhabt. Angesichts der Maschinengrösse ist das dort auch durchaus nachvollziehbar. Und wer damit nicht einverstanden ist, dem bleibt es ja auch unbenommen einfach den Schiffsweg zu nehmen. (Insofern ist es dann tatsächlich wieder eine Geisterdiskussion.) ;o)
      Grüssle Micha

      --

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