"Flugtickets nach Körpergewicht berechnen?"

      "Flugtickets nach Körpergewicht berechnen?"

      Bei der Fluggesellschaft Air France-KLM geht es Dicken an den Geldbeutel. Als Begründung werden Aspekte der Sicherheit genannt.

      Stark übergewichtige Passagiere müssen bei der Fluggesellschaft Air France-KLM künftig fast doppelt so viel für ein Flugticket zahlen. Wie eine Sprecherin der Airline mitteilte, müssen Passagiere 75 Prozent vom Normalpreis ohne Steuern und Gebühren zahlen, wenn sie nicht in einen Einzelsitz passen. Dafür wird ihnen ein zusätzlicher Platz zur Verfügung gestellt..........
      Gruß Michael
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      Airportforum-NRN
      Das habe ich heute morgen auch bei n-tv gelesen: n-tv.de/wirtschaft/Dicke-zahle…-drauf-article686952.html

      Tja und nun? Mehrere Fragen drängen sich mir auf:
      • Soll ich anfangen zu sparen, da ich vielleicht noch wachse?
      • Ist das auch nicht mehr als recht und billig, da ja zwei Plätze in Anspruch genommen werden?
      • Werden die anderen Fluglinien in irgendeiner Form nachziehen?
      • Oder sollten die Fluglinien nicht endlich aufhören, die Passagiere aus Rentabilitätsgründen so einzupferchen, dass auch normal gebaute Passagiere kaum noch Platz haben?
      Gruß, Caballero
      @Sparfuchs
      Dabei wäre die Lösung doch so einfach. Statt mit fadenscheinigen Begründungen die Preisgestaltung für den Kunden (der ja bekanntlich König sein sollte) so intransparent zu gestalten, dass es immer komplizierter wird, dies zu verinnerlichen (gab ja auch schon Abmahnung an Airlines deswegen) einfach folgendes tun:

      Grundpreis für einen Flug definieren, mit einem durchschnittlichen Gewicht kalkulieren und die Passagiere, die drüber sind mit eindeutig definierten Zuschläge belasten Vor dem Flug stellen sich also die Passagiere nebst sämtlichem Gepäck auf die Waage und je nach Gesamtgewicht wird dann der Zuschlag erhoben.

      Für uns bleibt es nämlich nach wie vor vollkommen unverständlich, dass für ein paar hundert Gramm Übergepäck ordentlich gezahlt werden muss, während etliche Kilo Gewichtsunterschiede bei den Passagieren unberücksichtigt bleiben.

      Und bevor jetzt der Shitstorm über uns hereinbricht, weil das ja so ach menschenverachtend und diskriminierend ist, bitte folgendes bedenken:
      • Schuhe in Größe 48 kosten in aller Regel mehr als in Größe 37
      • Klamotten in Größe XXL kosten in aller Regel mehr als in Größe XS
      • usw. und so fort
      Und das ist ja auch nicht so weit hergeholt. Für ähnliche Ideen hat sich Ryan Air vor Jahren schon mal ordentlich Prügel abgeholt.

      So, jetzt könnt ihr die Knüppel aus'm Sack lassen...
      Liebe Grüße aus Düsseldorf

      Silke & Thorsten
      Gegen kein Gesetz, Du hast freie Meinungsäußerung, aber ich fände so eine Regelung diskriminierend. Ich selber würde sicherlich nicht drauflegen müssen, aber meine Meinung ist, dass es fülligere Menschen auch nicht sollten. Sollen wir dann auch noch zwischen Herkunft unterscheiden? Das ginge mir dann doch zu weit. Ist dann meine Meinung!
      @slummy

      Na ja, Du kaufst eine Dienstleistung, wenn Du einen Flug buchst. Ein Kostentreiber dieser Dienstleistung ist das zu befördernde Gewicht. Die Airlines kalkulieren mit einem durchschnittlichen Gewicht pro Passagier. Liegt der Passagier gewichtstechnisch darüber, so erhält er die Dienstleistung relativ zu dieser Kalkulation günstiger, liegt der Passagier darunter folglich relativ teurer. Also wird bei Licht besehen der Passagier diskriminiert, der unter dem Durchschnittsgewicht liegt!

      Diskriminierung bezeichnet eine gruppenspezifische Benachteiligung oder Herabwürdigung von Gruppen oder einzelnen Personen (so laut Wikipedia).

      Wo liegt denn hier dann die Diskriminierung? Wird der Langhaarige diskriminiert, weil der beim Friseur mehr zahlen muss als der Kurzhaarige?
      Liebe Grüße aus Düsseldorf

      Silke & Thorsten

      slummy schrieb:

      aber meine Meinung ist, dass es fülligere Menschen auch nicht sollten. Sollen wir dann auch noch zwischen Herkunft unterscheiden? Das ginge mir dann doch zu weit. Ist dann meine Meinung!


      Ja gut dann müssten diese Personen breitere Sitze zum Aufpreis buchen können und müssen.
      Es ist schmäleren Personen auch nicht zuzumuten, das der/die Sitznachbar/in einem erdrückt.
      Schon beim Essen hat man da die Ellenbogen im Gesicht.
      Das hat mit Diskriminierung oder Sonst was nichts zu tun.
      @siltho
      So naheliegend die Idee mit dem "Zu befördernden Gesamtgewicht" ist, so schwer ist das, auch bei den zunehmenden Onlinebuchungen, in die Praxis umzusetzen: stell dir die Diskussionen am Counter vor, wenn jemand kommt und sagt er/sie hätten bei der Buchung aber weniger gewogen und auch keinen Mantel an gehabt. Das kann dauern.....
      gehört hier ncht ganz hin, aber da die Diskussion in diese Richtung driftet:

      In den USA müssen (!!) XXL Personen ab einem bestimmten Gewicht, bzw. einer bestimmten Größe einen zweiten Sitzplatz buchen, ansonsten wird ihnen die Reise verwehrt.
      Mit der EU Philosophie von Gleichbehandlung wäre das Diskriminierung, also muss der arme Tropf, der neben den Wild... Herzbuben zu sitzen kommt leider leiden.

      P.S. Mir ist das schon ex Teneriffa passiert, die Crew der Germania liess mich dann irgendwann in der Galley sitzen

      Tobias14 schrieb:

      muss der arme Tropf, der neben den Wild... Herzbuben zu sitzen kommt leider leiden.


      Ist die reine Hölle so etwas. Hatte ich auf einem Flug Fuerte/ Bremen mit Germania. Letzten Herbst war dies meine ich. Dann ging der Flug noch via Tenerife. Ca. 6,5 h unterwegs also gesamt. So ein dicker + riesiger Rocker in Lederkluft, welcher nicht nur heftig die Armlehnen "verteidigte", sondern auch breitbeinig den Fussraum. Nebenbei "duftete" er auch noch köstlich + "schnackte" mich ständig quer von der Seite an.

      Würde ich gar nicht verkehrt finden wie obig beschrieben, mit dem Zwang, einen 2. Sitzplatz buchen zu müssen ab einem gewissen Gewicht/ Grösse...
      Du hast völlig Recht, siltho! Und zwar sowas von Recht! Dieses menschenunwürdige Passagiere-Fi... wegen ein paar Gramm, die der Koffer vielleicht mehr als die "erlaubten" 20 kg hat, während der 130kg-Bolide im Sitz neben mir nicht nur dasselbe für den Transport seines Körpers bezahlt, sondern auch in meinen Sitzbereich herüberquillt und mir die Luft zum Atmen nimmt! Aber da geht es ja eher darum, den Leuten, die zu blöd sind, zu Hause einen Koffer zu wiegen, das Geld aus der Tasche zu ziehen, vergleichbar mit den 50,- € für den nicht ausgedruckten Boardingpass bei Ryanair. Alles auf eine Waage (Mensch, Koffer und Handgepäck), Preis ermitteln, fertig! Dann hört auch endlich dieser Schmarrn auf, daß man ja fast dazu gezwungen wird, sich Westen anziehen, die nur aus Taschen bestehen und diese derart mit Sachen vollzustopfen, daß man hinterher rumläuft wie das Michelin-Männchen.

      Du hast zwar Juristen nur allgemein gesprochen, Henry, aber als einer von diesen kann ich die Problematik Artikel 3 Grundgesetz gerne aufgreifen. Zuerst einmal der Wortlaut:

      (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
      (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
      (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.


      Ziemlich anschaulich erklärt zum Beispiel die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Würtemberg in diesem link die Sache mit der "Gleichheit":

      :guck: grundrechtefibel.de/fibel_gleichheit.html

      Ich persönlich kann keinen Grund erkennen, warum gerade im Flugverkehr ein nach Gesamtgewicht des Passagiers (=Körpergewicht+Gepäck) bemessenes Beförderungsentgelt gegen den "Gleichheits-Grundsatz" verstossen soll. Außer man definiert Adipositas als Behinderung i.S.v. Art. 3 Abs. 3 GG - aber das sollte jetzt ein Späßchen sein. :rolleyes:
      A.K.
      Da ist ja einiges gepostet worden, während ich meinen letzten Beitrag in die Tastatur gehackt habe - zu manana möchte ich kurz noch folgendes bemerken:
      Die "Situationen am Counter" sind relativ leicht zu vermeiden, wenn man eine entsprechende Toleranz bei Berechnung des Ticketpreises einrechnet (was weiß ich, 5% vielleicht), dann fällt das üppige Mittagessen vor Besteigen der Maschine auch nicht ins Gewicht - im wahrsten Sinne des Wortes. :)
      A.K.
      Das mit dem Gewicht der Passagiere kann man getrost vergessen.
      Mit der Idee ist AirFance KLM schon vor etwa 3 Jahren gescheitert.
      Es wird letztlich doch als Diskriminierung gesehen
      - und ist es auch tatsächlich, wenn man sich solche Situationen am Counter vorstellt.


      Das ist auch mehr als gut so! Kleines Beispiel? Einer meiner Golffreunde, heute 42 Jahre alt und ehemaliger Basketball Profi, ist 2,09 Meter groß und wiegt aktuell 104 Kg. Er ist immer noch ein Hingucker mit athletischer Figur. Da kann nun niemand behaupten, er hätte sich durch eine ungezügelte Lebensweise die Kilos angefuttert.
      Dagegen bringt z.B. ein ca. 1,70 Meter großer Mensch mit 10Kg Übergewicht (dürfte dann so um die 80 Kg wiegen) immer noch 24 Kg weniger in den Flieger, obwohl er das Leben in vollen Zügen genießt, und den Sitz in der Breite mehr ausfüllt.
      Sollte mein Kumpel nun zur Kasse gebeten werden weil er schwerer ist? Wer das fordert, hat nicht zu Ende gedacht!
      ;)
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